Lieber Matthias,Ganz besonders grauslich, ja völlig unerträglich, finde ich ja alle Chick Corea Electric Band-Aufnahmen als Gipfel der völlig sterilen Seelenlosigkeit.




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Zitat von »Carsten«
Zitat von »Matthias Oberg«
Ganz besonders grauslich, ja völlig unerträglich, finde ich ja alle Chick Corea Electric Band-Aufnahmen als Gipfel der völlig sterilen Seelenlosigkeit.
Lieber Matthias,
da gebe ich dir völlig Recht! Ich habe die so um 1990 herum einmal live gesehen. Mit Frank Gambale im türkisfarbenen Muskelshirt und Dave Weckl mit rosa Stirnband! Es war eine echte Grusel-Show, dabei sind doch Weckl und auch John Patitucci im Grunde ganz hervorragende Musiker. Und dass Corea es besser kann, steht für mich sowieso fest. Die drei genannten hatten damals neben der Electric Band ja auch noch die Akoustic Band am laufen. Die war nicht ganz so schlimm, allerdings auch überwiegend kalt und seelenlos. Ich habe noch nie präzisere Besenarbeit bei Round Midnight gehört, allerdings auch nie wieder eine so sterile und unberührende Version. Nun ja, die CDs aus der Zeit waren GRP-Produktionen (eines meiner größten Hass-Label!) und L. Ron Hubbard gewidmet - was will man da erwarten?

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Zitat Carsten:
Chick Corea\nLight As A Feather, 1972
Was ich nie wirklich mochte, ist Flora Purims Stimme.
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Wie aber die Band Stücke wie Spain oder 500 Miles High bei höllischem Tempo nicht nur zum Grooven, sondern zum Schweben und Abheben bringt, grenzt für mich bis heute an ein kleines Wunder.
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Stanley Clarke ist für mich auf dieser CD ein Kontrabass-Gigant.


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Erstaunlich, wie unangenehm ich dagegen fast durchgängig sein E-Bass-Spiel empfinde.
Matthias Abbey Lincoln
Wholly Earth
Verve, 1998
Wohl nicht eine der herausragenden Aufnahmen dieser tollen Sängerin, aber diejeinge, die ich selbst gerade griffbereit hatte.



Matthias 


Matthias

)
Lieber Achim,
Diese CD kenne ich nicht, aber die Tonschnipsel klingen für mich recht vielversprechend. "Bar-Jazz"? - Wars wohl auch zuerst, aber in der Bar säße ich gerne beim Whisky.![]()
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Am Ende bleibt aber doch eher Langeweile, weil die sich immer wiederholenden Läufe der rechten Hand doch zu vorhersehbar sind.
Von den kurzen Tonschnipseln her kann ich natürlich nicht urteilen, aber ich höre und vermute hier eher manchmal bei der linken Hand etwas stereotype Wiederholungen. Bei z. B. Willow Weep for Me verraten aber auch hier schon die Tonschipsel ganz anderes. In der linken Hand gibt es häufig so lange Laufverzierungen, die etwas ornamental wirken und die wohl so viele, auch Bar-Pianisten, irgendwie nachgespielt haben, dass diese heute so vorhersehbar klingen. Vielleicht ist es das, was dich stört. Aber dann passiert doch auch schon in den Schnipseln, etwa bei wieder Willow Weep for Me oder sogar dem altbekannten St.- Louis Blues dazwischen wieder ganz Unerwartetes, Akkorde oder Akkordauflösungen, die nicht in die üblichen Akkordverläufe dieser Zeit passen, kleine rhythmische Verzögerungen oder seltsam hakende, aber würzige Tonwiederholungen....
Ich habe von Art Tatum diese ganzen Pablo-Solo-Masterpieces-Boxen aus den frühen 50ern und falle mit ihnen immer wieder von einer Überraschung in die andere.
Hier verlinkt der Beginn der Reihe in Einzel-CDs. Wenn du auch hier wieder in z.B. Willow Weep for Me reinhörst, am Beginn des Schnipsel in der linken Hand tatsächlich etwas stereotype Abwärtsläufe, aber dann schon zur Mitte des Schnipsels ungewöhnliche Akkordverschiebungen, die in der linken Hand sehr schön und gar nicht mehr so vorhersehbar aufgelöst oder umspielt werden.
Aber mir ging das lange ganz ähnlich zwar nicht mit Art Tatum, von dem ich gleich begeistert war, aber mit Erroll Garner. Erst hörte ich nur besseres Bar-Klavier und das war es ja auch zunächst. Sicherlich viel besser gespielt, als es die allermeisten Bar-Pianisten spielen könnten, aber das sollte ein vielgerühmter Jazz-Pianist sein? Erst mit der Zeit hörte ich auf einigen Aufnahmen ganz anderes, nicht nur monumentale Spieltechnik, sondern auch den Witz, mit dem Garner z.B. alle möglichen Klassik-Bezüge seltsam verwandelt und swingend mitverwurstete, aber so gar nicht wie bei nervigen Unterhaltungs-Tastenquälern klingend.
Matthias
.Weiter ist zu konzedieren, dass unter dem vordergründig klingenden Stil pianistische Meisterschaft steckt.
Es ist schon sehr kühn, wie Tatum mit der linken Hand die Melodie inklusive Rhyhtmus spielt, um rechtshändig rasend größere Mengen Notenmaterial zu verbrauchen .
Damit bleibt für mich als Kritikpunkt die häufigen Läufe mit der rechten Hand, die für mich die Musik teilweise beliebig machen, aber das ist nur ein persönliches Geschmacksindiz.

Matthias
Mir gefällts. Doch in Track 4 geben schon die Tonschnipsel auch einen Eindruck, wie es klingt, wenn die Ladies es so richtig heftig, laut und schräg krachen lassen.
Matthias Oberg 
Die noch sehr junge Betty Carter - hier von Ray Bryant, Gigi Gryce und Richard Wess begleitet. Wenn eine Ella in Sachen Scat-Gesang das Wasser reichen konnte, dann sie.

Matthias Esperanza Spalding: Junjo
Esperanza Spalding: Bass, Vocals
Aruán Ortiz: Klavier
Francisco Mel: Schlagzeug
Irgendwie werde ich auch mit ihren Stücken nicht richtig warm, obwohl ich diese Trio-Aufnahme in der Hinsicht schon deutlich besser finde, als ihren Erstling. Die beiden, mir bis dahin unbekannten Mitspieler sind sehr gut. Aber ich werde noch einmal ein Versuch mit ihrer gerade erschienen dritten CD machen. Die Besetzung ist vorzüglich, mit u.a. der auch von dir, wie ich lesen konnte, geschätzten Terri Lyn Carrington on Drums, die ich ja ganz fantastisch finde und Gil Goldstein halte ich auch für einen sehr guten, originellen Arrangeur, bei dem man sicher sein kann, dass auch die Streicher keinen Hintergrundschleim absondern.
Matthias Lieber Matthias,eigentlich mag ich Rosenwinkels Sounds und Spiel nicht besonders, was nichts über seine Qualität aussagen soll, aber hier klingen die Ausschnitte ja doch recht interessant, vor allem das letzte Stück geht schon sehr gut los und die Besetzung ist ja in der Tat ausgezeichnet. Das muß ich mir wohl doch mal ganz anhören.
Klang er für mich zu Beginn noch irgendwie nach Niemandsland zwischen seinen vermeintlichen Idolen Metheny und Scofield, so hat er sich doch Jahr für Jahr sich immer mehr emanzipiert und eine eigene Stimme gefunden.
Matthias 

Heute abend: Musik der sehr besonderen Sängerin Jeanne Lee (1939-2000), deren Gesangsstil als "innovativ" zu bezeichnen sicher noch untertrieben ist. Sie führte recht häufig Werke von John Cage auf. Leider sind nicht all zu viele Zeugnisse ihres Schaffens erhalten.

, aber die Standards klingen, trotz sehr hohem Improvisationsanteil, wie Kunstlieder der klassischen Moderne. Auch in ihrer vorzüglichen Discographie sind das absolut einzigartige Aufnahmen!
Matthias





Matthias 
Matthias chinesische Folk Songs modern-jazzig verarbeiten.
chinesische Folk Songs modern-jazzig verarbeiten.
Und wie - um Gottes Willen - hört sich das an???
Jennifer Cho

Matthias

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