Heute eine Reihe von mir hoch verehrter Künstler
Sergiu Celibidache, geb. 1912 – Er schätzte es überhaupt nicht, „Celi“ genannt zu werden! Man hüte sich davor, ihn nur über sein Spätwerk zu definieren und als Apostel der Langsamkeit einzustufen. Als Jüngling lebte er im Berlin der NS-Zeit und beschäftigte sich ausgerechnet dort sehr intensiv mit Zen-Buddhismus. In jungen und mittleren Jahren war er ein ausgesprochener Temperamentsmusiker - man höre mal den Mendelssohn-Saltarello unten:
"http://www.youtube.com/watch?v=j1LK6la5THA"
"http://www.youtube.com/watch?v=BiztRj05cN8"
Nicolai Gedda, geb. 1925 – eigentlich Harry Gustaf Nikolaj Gädda, wuchs in Leipzig auf und war entfernt mit Peter Ustinov verwandt. Zu schade, dass er kurz vor dem Auftritt als Lohengrin in Bayreuth einen Rückzieher machen musste...
Hermann Prey, geb. 1929 – hier zusammen mit Gedda, un datt och noch in Kölle, wer et hätt jedacht?
Giorgio Armani, geb. 1934 – „Eleganz heisst nicht, ins Auge zu fallen, sondern im Gedächtnis zu bleiben.“ Ich hab überhaupt nichts anzuziehen…

Morgen geh ich auf die Kö 8)
Tomasz Stanko, geb. 1942 – Früher nannte ihn J.E. Berendt den „weißen Ornette Coleman“, heute ist sein Quartett (mit dem wundervollen Pianisten Marcin Wasilewski) maßstabsetzend im modernen Kammer-Jazz und international eine der bekanntesten Formationen. Hier aber mal mit 7tett:
http://www.youtube.com/watch?v=94dkiKOa6kk
George Gershwin (Jacob Gershovitz), gest. 1937 - richtig gesehen - Hier singt nicht nur die blutjunge Leontyne Price, sondern auch noch die Legende Cab Calloway, der Hi-de-ho-man aus dem Harlem der Cotton Club-Ära. Und sowas entstand im kaputten Nachkriegs-Berlin...
"http://www.youtube.com/watch?v=3sMW6n-8Hpw"
Cheers,
Lavine