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81

Dienstag, 27. April 2010, 10:42

Oper Frankfurt

Oper Frankfurt 2010 / 2011

MEDEA - Aribert Reimann
Musikalische Leitung: Erik Nielsen
Regie: Marco Arturo Marelli

HOFFMANNS ERZÄHLUNGEN - Jacques Offenbach
Musikalische Leitung: Roland Böer / Hartmut Keil / Erik Nielsen
Regie: Dale Duesing

DIE WALKÜRE - Richard Wagner
Musikalische Leitung: Sebastian Weigle
Regie: Vera Nemirova

DIDO AND ANEAS / HERZOG BLAUBARTS BURG - Henry Purcell / Bela Bartok
Musikalische Leitung: Constantinos Carydis
Regie: Barrie Kosky

NEUNZEHNHUNDERT - Alexander Zemlinsky / Arnold Schönberg / Gustav Mahler / Jens Joneleit
Musikalische Leitung: Yuval Zorn
Regie: Elisabeth Stöppler

TOSCA - Giacomo Puccini
Musikalische Leitung: Kirill Petrenko / Julian Kovatchev
Regie: Andreas Kriegenburg

DIE FLEDERMAUS - Johann Strauß
Musikalische Leitung: Sebastian Weigle
Regie: Christof Loy

MURDER IN THE CATHEDRAL (Assassinio nella Cattedrale) - Ildebrando Pizzetti
Musikalische Leitung: Martyn Brabbins
Regie: Keith Warner

LUCI MIE TRADITRICI - Salvatore Sciarrino
Musikalische Leitung: Erik Nielsen
Regie: Christian Pade

KULLERVO - Aulis Sallinen
Musikalische Leitung: Sebastian Weigle / Karsten Januschke
Regie: Christof Nel

MÉDÉE - Marc-Antoine Charpentier
Musikalische Leitung: Andrea Mercon
Regie: David Hermann

Dazu noch zwei konzertante Aufführungen in der Alten Oper:

LA WALLY - Alfredo Catalani
Musikalische Leitung: Carlo Franci

DIE FEEN - Richard Wagner
Musikalische Leitung: Sebastian Weigle

Zwielicht

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82

Dienstag, 27. April 2010, 11:16

Oper Frankfurt

Charpentiers Medée (mit Anne Sofie von Otter in der Titelrolle!), Sciarrinos Luci mie traditrici und das Projekt Neunnzehnhundert werden im Bockenheimer Depot aufgeführt. Neunzehnhundert setzt sich zusammen aus Zemlinskys Ein Lichtstrahl, Schönbergs Verklärter Nacht und Mahlers Lied von der Erde in einer neuen Kammermusikbearbeitung von Jens Joneleit.

Ein wirklich originell zusammengestellter Premierenreigen, hier übertrifft Loebe nochmal die vorangegangenen Spielzeiten. Diesmal auch teilweise interessante Regisseure (Kosky, Kriegenburg, evtl. Nel, Warner). Kann man nicht meckern. Nur bei Nemirova als Ring-Regisseurin bin ich mehr als skeptisch.


Viele Grüße

Bernd
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Areios

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83

Mittwoch, 28. April 2010, 09:06

Opernhaus Graz

Richard Strauss: DIE FRAU OHNE SCHATTEN
Premiere: Samstag, 25. September 2010
Musikalische Leitung: Johannes Fritzsch
Inszenierung: Marco Arturo Marelli

Giacomo Puccini: LA BOHÈME
Wiederaufnahme: So., 26. September 2010
Musikalische Leitung: Johannes Fritzsch
Inszenierung: Dietmar Pflegerl

Arthur Freed / Nacio Herb Brown: SINGIN’ IN THE RAIN
Premiere: Samstag, 16. Oktober, 19.30 Uhr
Musikalische Leitung: Jeff Frohner
Inszenierung: Josef E. Köpplinger

Wolfgang Amadeus Mozart: DON GIOVANNI
Premiere: Samstag, 6. November 2010
Musikalische Leitung: Hendrik Vestmann
Inszenierung: Johannes Erath

Georg Friedrich Händel: MESSIAH
Premiere: Samstag, 11. Dezember 2010
Musikalische Leitung: Tecwyn Evans
Inszenierung/Choreographie: Darrel Toulon

Giuseppe Verdi: LA TRAVIATA
Premiere: Samstag, 22. Januar 2011
Musikalische Leitung: Tecwyn Evans
Inszenierung: Peter Konwitschny

Carl Zeller: DER VOGELHÄNDLER
Premiere Samstag, 12. Februar 2011
Musikalische Leitung: Marius Burkert
Inszenierung: Michael Schilhan

Charles Gounod: FAUST
Premiere Samstag, 19. März 2011
Musikalische Leitung: Tecwyn Evans
Inszenierung: Mariame Clément

Dimitri Schostakowitsch: LADY MACBETH VON MZENSK
Premiere Samstag, 9. April 2011
Musikalische Leitung: Johannes Fritzsch
Inszenierung: Matthias Hartmann

Vincenzo Bellini: I CAPULETI E I MONTECCHI

Premiere Donnerstag, 19. Mai 2011
Musikalische Leitung: Ariane Mathiakh
Inszenierung: Vincent Boussard


Überzeugt mich auf den ersten Blick leider nicht sehr. Die "Lady Macbeth" werde ich mir natürlich anschauen, ansonsten reizt mich eigentlich nichts. :thumbdown:

Liebe Grüße,
Areios
"Wenn [...] mehrere abweichende Forschungsmeinungen angegeben werden, müssen Sie Stellung nehmen, warum Sie A und nicht B folgen („Reichlich spekulativ die Behauptung von Mumpitz, Dinosaurier im alten Rom, S. 11, dass der Brand Roms 64 n. Chr. durch den hyperventilierenden Hausdrachen des Kaisers ausgelöst worden sei. Dieser war – wie der Grabstein AE 2024,234 zeigt – schon im Jahr zuvor verschieden.“)."
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Gurnemanz

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84

Mittwoch, 28. April 2010, 09:22

Die "Lady Macbeth" werde ich mir natürlich anschauen [...]
Wenn das die Übernahme aus Wien ist: Das haben wir hier bereits besprochen.

:wink:
Es grüßt Gurnemanz

---
Sprechen heißt: in Tautologien verfallen.
Jorge Luis Borges

Areios

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85

Mittwoch, 28. April 2010, 09:23

Die "Lady Macbeth" werde ich mir natürlich anschauen [...]
Wenn das die Übernahme aus Wien ist: Das haben wir hier bereits besprochen.


Ja, es ist die Übernahme aus Wien.

:wink:
Liebe Grüße,
Areios
"Wenn [...] mehrere abweichende Forschungsmeinungen angegeben werden, müssen Sie Stellung nehmen, warum Sie A und nicht B folgen („Reichlich spekulativ die Behauptung von Mumpitz, Dinosaurier im alten Rom, S. 11, dass der Brand Roms 64 n. Chr. durch den hyperventilierenden Hausdrachen des Kaisers ausgelöst worden sei. Dieser war – wie der Grabstein AE 2024,234 zeigt – schon im Jahr zuvor verschieden.“)."
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Zwielicht

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86

Mittwoch, 28. April 2010, 10:26

ansonsten reizt mich eigentlich nichts.


Och, eine von Konwitschny inszenierte Traviata tät mich aber schon reizen... ;+)


Viele Grüße

Bernd
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Areios

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87

Mittwoch, 28. April 2010, 11:14

ansonsten reizt mich eigentlich nichts.


Och, eine von Konwitschny inszenierte Traviata tät mich aber schon reizen... ;+)


Ich würd lieber Opern anschauen, die ich noch nicht so oft gesehen habe - aber ansonsten hast du natürlich schon Recht. Konwitschny inszeniert ja glücklicherweise recht häufig in Graz (vergangene Saison auch am Schauspielhaus einen fabelhaften Lear!).
Was die "Traviata" vielleicht noch interessant macht: Marlis Petersen singt die Violetta.

Liebe Grüße,
Areios
"Wenn [...] mehrere abweichende Forschungsmeinungen angegeben werden, müssen Sie Stellung nehmen, warum Sie A und nicht B folgen („Reichlich spekulativ die Behauptung von Mumpitz, Dinosaurier im alten Rom, S. 11, dass der Brand Roms 64 n. Chr. durch den hyperventilierenden Hausdrachen des Kaisers ausgelöst worden sei. Dieser war – wie der Grabstein AE 2024,234 zeigt – schon im Jahr zuvor verschieden.“)."
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88

Mittwoch, 28. April 2010, 12:32

Zitat





Zitat von »yago«







Wie sagte die Dame neben mir an der Gardarobe?



„do hot ollas passt“



(für die Nordlichter unter uns: „Hier hat alles gestimmt“





Dem schliesse ich mich an und möchte die Grazer jetzt schon
beglückwünschen,dass sie diese Inszenierung in der nächsten(?) Saison an
ihrem schönen Haus erleben dürfen.





Leider kann ich dass alles nicht so wunderbar,wie unser Alviano
beschreiben,aber ich hoffe ich konnte euch ein bissl was von dem
vermitteln,was mir einen wunderbaren Opernabend beschert hat.









Liebe Grüße



yago :wink:
viell. komm´ ich zu "la traviata" oder zu "la boheme" ins
schöne graz.

lg yago

89

Mittwoch, 28. April 2010, 12:42

Betrifft Graz:

Auf der Homepage der Grazer Oper habe ich leider keine Besetzungen gesehen, aber die wären für einige Werke (vor allem einmal FroSch) nicht ganz unwichtig und auch Traviata lebt ja nicht nur vom Regisseur (das verspricht spannend zu werden) und Violetta. Insgesamt scheint der Spielplan in Graz aber einmal mehr interessanter zu sein, als an der Staats- oder Volksoper.



viele Grüße

Michael

90

Donnerstag, 29. April 2010, 13:19

Theater Basel

Theater Basel:
20.8. Alexanderfest von Händel – (Betta, Delnon)
14.9. Aida von Verdi – (Barbacini, Bieto)
14.10. Maldoror von Maintz – (Rosch, Ratke/Delnon)
11.11. My Fair Lady von Loewe – (Cowan, Ryser)
10.12. Pique Dame von Tschaikowski – (Feltz, D. Hermann)
3.4. Parsifal von Wagner – (Venzago, von Peter) :thumbup:
9.6. Telemaco von Gluck – (Tali, NN)

12.11. [Ein neues Projekt] von Marthaler und Viebrock.

WA: 19.2. Le Nozze di Figaro von Mozart – (Betta, Goerden)

91

Freitag, 30. April 2010, 15:25

Staatstheater Mainz

17.09.2010 Wagner "Tannhäuser" D: Rückwandt R: Leupold

08.10.10 Händel: "Amadigi" D: Schneider R: Boysen

15.01.11 Szymanowsky "Krol Roger" D: Hotz R: Rechi (Joan Anton Rechi ist ein Mitarbeiter von C. Bieito)

26.03.11 d´Albert "Tiefland" D: Rückwandt R: Wagner (soll ich mir die "Butterfly" in der Regie von Katharina Wagner noch anschauen...?)

21.05.11 Sciarrino "Macbeth" D: Heil R: Gürbaca

10.06.11 Mozart "Idomeneo" D: Hotz R: Nemirova
Fremd bin ich eingezogen

Areios

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92

Freitag, 30. April 2010, 15:45

Insgesamt scheint der Spielplan in Graz aber einmal mehr interessanter zu sein, als an der Staats- oder Volksoper.


Das ist wahr, infolgedessen sollte ich mich nicht aufregen. (Dass ich Strauss nicht besonders mag, mit dem Belcanto so meine Probleme habe und Gounods Faust die musikalisch langweiligste französische Oper ist, die ich kenne, dafür kann die Grazer Intendantin ja nichts. Das ist meine Privatdisposition...) Aber mit dem Theater an der Wien kann Graz nicht mithalten.

Liebe Grüße,
Areios
"Wenn [...] mehrere abweichende Forschungsmeinungen angegeben werden, müssen Sie Stellung nehmen, warum Sie A und nicht B folgen („Reichlich spekulativ die Behauptung von Mumpitz, Dinosaurier im alten Rom, S. 11, dass der Brand Roms 64 n. Chr. durch den hyperventilierenden Hausdrachen des Kaisers ausgelöst worden sei. Dieser war – wie der Grabstein AE 2024,234 zeigt – schon im Jahr zuvor verschieden.“)."
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93

Freitag, 30. April 2010, 20:15

Stadttheater Bern

Stadttheater Bern

10.09. Wut von Scartazzi (D: Keilhack, R: Kaegi)
03.10. Tosca von Puccini (Dinic, Pilavachi)
06.11. L'Amour de trois Oranges von Prokofjew (N.N., Adam)
15.01. Die lustigen Weiber von Windsor von Nicolai (NN., Stollwitzer)
24.02. Don Giovanni von Mozart (NN, Linton)
01.04. Die Tote Stadt von Korngold (Dinic, Rech)
15.05. Semele von Händel (Petrou, Peters-Messer)

94

Freitag, 30. April 2010, 22:53

Gabriele Rech

Gabriele Rech ist im Moment gut im Geschäft. "Elektra" in Köln, "Ferne Klang" in Nürnberg, "Tote Stadt" in Bern - kennt die jemand?
Fremd bin ich eingezogen

Armin Diedrich

Bibliothecarius

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95

Samstag, 1. Mai 2010, 08:26

Die "Tote Stadt" habe ich gesehen (ist eine Übernahme aus Nürnberg). War anschaubar.

96

Samstag, 1. Mai 2010, 11:02

THEATER AACHEN 2010 / 2011

Premiere am 19. September 2010
Madame Butterfly (Puccini)

Wiederaufnahme am 25. September 2010
Der eingebildete Kranke (Molière / Charpentier)

Wiederaufnahme am 02. Oktober 2010
Die Zauberflöte (Mozart)

Premiere am 22. Oktober 2010
Fair Friends // Shakespeare's sonnets
Tanzstück von movingtheatre.de

Premiere am 07. November 2010
Uraufführung
An den Wassern zu Babel
Szenen aus dem Alten Testament für Schauspieler, Sänger, Chor und Orchester

Premiere am 05. Dezember 2010
Mazeppa (Tschaikowski)

Premiere am 31. Dezember 2010
I Capuleti e i Montecchi (Bellini)
Konzertante Aufführung

Premiere am 20. Februar 2011
Don Giovanni (Mozart)

Premiere am 01. Mai 2011
Arabella (Strauss)

Premiere am 20. Mai 2011
Pollicino (Henze)

Premiere am 19. Juni 2011
La Cenerentola (Rossini)

Premiere am 08. Juli 2011
Ein Opernprojekt
Kooperation mit der Hochschule für Musik und Tanz Köln

97

Sonntag, 2. Mai 2010, 12:59

METROPOLITAN OPERA 2010 / 2011

27.09.2010
DAS RHEINGOLD
ML: James Levine
R: Robert Lepage
Richard Croft, Gerhard Siegel, Bryn Terfel, Franz-Josef Selig, Hans-Peter König, Stephanie Blythe

11.10.2010
BORIS GODUNOV
ML: Valery Gergiev/Pavel Smelkov
R: Peter Stein
René Pape, Ekaterina Semenchuk, Aleksandrs Antonenko, Mikhail Petrenko


22.11.2010
DON CARLO
ML: Yannick Nézet-Séguin
R: Nicholas Hytner
Marina Poplavskaya, Anna Smirnova, Roberto Alagna, Simon Keenlyside, Ferruccio Furlanetto


31.12.2010
LA TRAVIATA
ML: Gianandrea Noseda
R: Willy Decker
Marina Poplavskaya, Matthew Polenzani, Francesco Meli, Andrzej Dobber

02.02.2011
NIXON IN CHINA
ML: John Adams
R: Peter Sellars
Kathleen Kim, Janis Kelly, Robert Brubaker, James Maddalena, Richard Paul Fink


24.03.2011
LE COMTE ORY
ML: Maurizio Benini
R: Bartlett Sher
Juan Diego Flórez, Diana Damrau, Joyce DiDonato, Stéphane Degout, Michele Pertusi


22.April 2011
DIE WALKÜRE
ML: James Levine
R: Robert Lepage
Bryn Terfel, Jonas Kaufmann, Deborah Voigt, Eva-Maria Westbroek, Stephanie Blythe, Hans-Peter König


ARIADNE AUF NAXOS
ARMIDA
LA BOHÈME
CAPRICCIO
CARMEN
LES CONTES D’HOFFMANN
COSÌ FAN TUTTE
DON PASQUALE
LA FANCIULLA DEL WEST
IPHIGÉNIE EN TAURIDE
LUCIA DI LAMMERMOOR
THE MAGIC FLUTE
ORFEO ED EURIDICE
PELLÉAS ET MÉLISANDE
THE QUEEN OF SPADES
RIGOLETTO
ROMÉO ET JULIETTE
SIMON BOCCANEGRA
TOSCA
IL TROVATORE
WOZZECK


Termine MET IM KINO:
9.Oktober 2010 - Das Rheingold
23.Oktober 2010 - Boris Godunov
13.November 2010 - Don Pasquale
11.Dezember 2010 - Don Carlo
26.Februar 2011 - Iphigénie en Tauride
9.April 2011 - Le comte Ory
30.April 2011 - Il trovatore
14.Mai 2011 - Wagner: Die Walküre

98

Donnerstag, 6. Mai 2010, 22:38

Staatsoper Berlin

Abwechslungsreicher Premierenreigen, viel Interessantes, auch wenn meist irgendein Wermutstropfen dabei ist. In Originalität und Modernität des Spielplans kann man Flimm und Barenboim jedenfalls nichts Schlechtes nachsagen.
Dazu gibt es weitere Premieren in der Werkstatt des Schiller-Theaters:

El Cimarrón (Premiere: 18. 2. 2911)

Ensemble Quillo
Biografie des geflohenen Sklaven Esteban Montejo
Rezital für vier Musiker von Hans Werner Henze
Text aus dem Buch von Miguel Barnet. Übersetzt und für Musik eingerichtet von
Hans Magnus Enzensberger


Exercices du Silence (Premiere: 15. 11. 2011)
Bericht in 14 Szenen für Stimme, Klavier und Elektronik von Brice Pauset
Text von Brice Pauset nach Briefen von Louise du Néant

Reinhild Hoffmann

Miss Donnithorne's Maggot | Infinito nero (Premiere: 4. 10. 2010)

Musiktheater für Mezzosopran und Ensemble von Peter Maxwell Davies
Text von Randolph Stow
Ekstase in einem Akt von Salvatore Sciarrino
Fragmente von Maria Maddalena de‘ Pazzi zusammengestellt von Salvatore
Sciarrino

Arno Waschk | Michael von zur Mühlen

Wissen Sie, wie man Töne reinigt? Saties-Factionen (Premiere: 25. 3. 2011)
Texte und Musik von Erik Satie
Jürgen Flimm

99

Freitag, 7. Mai 2010, 09:07

Theater Freiburg - Opernpremieren 2010/11


Engelbert Humperdinck: Hänsel und Gretel
(Premiere 30.10.2010)
Regie: Thalia Schuster


Francesco Cilea: Adriana Lecouvreur (Premiere 27.11.2010)
Regie: Joan Anton Rechi
Musikalische Leitung: Fabrice Bollon


Mauricio Kagel: Aus Deutschland (Premiere 29.1.2011)
Regie: Calixto Bieito
Musikalische Leitung: Fabrice Bollon


Giuseppe Verdi: Otello (Premiere 16.4.2011)
Regie: Eva-Maria Höckmayr
Musikalische Leitung: Fabrice Bollon


Jacques Offenbach: Orpheus in der Unterwelt (Premiere: 28.5.2011)
Regie: Martin Miotk & Dominik Wagner
Musikalische Leitung: N.N.
Kunst ist vom Geist beherrschte Magie. Kunst als erfahrene Möglichkeit von Freiheit. Plötzlich spüren Sie beim Hören etwas fast naturhaft - wie ein Blitz: Und Sie hören als ein Veränderter, sind auf ganz neue Weise dabei. (Helmut Lachenmann)

Areios

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100

Freitag, 7. Mai 2010, 22:23

Oper Graz

Betrifft Graz:

Auf der Homepage der Grazer Oper habe ich leider keine Besetzungen gesehen, aber die wären für einige Werke (vor allem einmal FroSch) nicht ganz unwichtig und auch Traviata lebt ja nicht nur vom Regisseur (das verspricht spannend zu werden) und Violetta.


Lieber Michael!

Zur Besetzung gibts mittlerweile Genaueres auf der Homepage, exemplarisch einmal zu FroSch:

Musikalische Leitung: Johannes Fritzsch
Inszenierung, Bühne & Licht: Marco Arturo Marelli
Kostüme Dagmar: Niefind-Marelli
Dramaturgie: Birgit Amlinger
Chor: Bernhard Schneider
Singschul’: Andrea Fournier

Der Kaiser: Corey Bix
Die Kaiserin: Marion Ammann
Die Amme: Michaela Martens
Der Geisterbote: Alik Abdukayumov
Ein Hüter der Schwelle des Tempels: Lucia Kim
Erscheinung eines Jünglings: Marlin Miller | Martin Fournier
Die Stimme des Falken: Lucia Kim
Eine Stimme von oben: Dshamilja Kaiser
Barak, der Färber: James Rutherford
Sein Weib: Stefanie Friede
Der Bucklige: Manuel von Senden
Der Einäugige: David McShane
Der Einarmige: Wilfried Zelinka
Drei Dienerinnen: Sieglinde Feldhofer | Kristina Antonie Fehrs | Dshamilja Kaiser

:wink:
Areios
"Wenn [...] mehrere abweichende Forschungsmeinungen angegeben werden, müssen Sie Stellung nehmen, warum Sie A und nicht B folgen („Reichlich spekulativ die Behauptung von Mumpitz, Dinosaurier im alten Rom, S. 11, dass der Brand Roms 64 n. Chr. durch den hyperventilierenden Hausdrachen des Kaisers ausgelöst worden sei. Dieser war – wie der Grabstein AE 2024,234 zeigt – schon im Jahr zuvor verschieden.“)."
Andreas Hartmann, Tutorium Quercopolitanum, S. 163.

101

Freitag, 7. Mai 2010, 23:28

Da wird ja in Europa so allerhand aufgeboten! Zum Neidisch werden. Ich hoffe, dass ich es nochmal nach München in die Oper schaffe. Am liebsten natürlich zum allseits verachteten Bellini. Dass der Poulenc , Rameau und Lully nun so beliebt geworden ist, freut mich besonders. Wer nach Brüssel zu "Les Huguenots" kommt- eine gute Freundin von mir singt nächste Woche für die Rolle der Valentine vor, in Alternance mit Mireille Delunsch(die sie m.E. spielend in den Sack steckt!) hoffe, sie wird genommen, dann können wir uns in Brûssel treffen. Diese Oper wird ja auch höchst selten gespielt,lohnt also sicher, sie mal zu sehen. Deijenigen die Lakmé oder die Perlenfischer sehen können beneide ich zutiefst! Nichts wie hin, das sind Raritäten! Lakmé ist eine herrliche Oper, nur weiss das niemand..... :cry:
An der Opéra de Lille gibt es nur 5 Opern und viele recitals und Ballette, ich nenne nur die Wichtigsten:

Opéra de Lille 2010/11

G.F. Haendel: Orlando ein Muss! Emmanuelle Haïm und David McVicars- das Händel Dream Team,seit dem umwerfenden Giulio Cesare. dazu singt die phantastische Koloratur Altistin Sonia Prina den Orlando- der Höhepunkt der Saison . 9.,12, 14, 17,20, 23 Oktober- wer (mit mir) hingehen will, sollte mir zeitig Bescheid sagen, ich werde demnâchst mein Abo fertigmachen :jub: :klatsch:

G. Ligeti: Aventures, nouvelles aventures Inszenierung Charlotte Nessi, musikal. Leitung: Denis Comtet


Recital: Felicity Palmer: Woman on the edge 9.11.


Anna Teresa de Keersmaeker Création 2010 mit Muisk aus dem 14Jh "Ars subtilior" 25,26, 27.11.


Les premiers Beethoven Jeremie Rohrer Le cercle de l'Harmonie (
frühe Beethovenkompostitionen) 1. u. 2. 2.


Welturaufführung: Michaël Levinas: La métamorphose (nach Kafka) Ensemle Ictus und IrCam(digitale Musique) Inszenierung: Stanislas Nordey 7,9,11,13,15.3


Rameau /Mondonville Motetten E. Haïm Le Concert d'Astrée 22,23.3.


Recital: Sandrine Piau: Liszt, Strauss, Poulenc, Fauré, Britten 2.4.


Recital: Danielle de Niese Bizet, Wolf, Poulenc, Porter, Gershwin 14.6.


Die uninteressanten Sachen hab ich weggelassen, Donizetti und Verdi in Lille will wohl niemand seehn, der das in München oder Berlin geboten bekommt.....
Unsere Intendantin ist jedenfalls wirklich nciht schlecht und ganz schön mutig!
F.Q.
Gracias a la vida!

102

Dienstag, 11. Mai 2010, 10:22

Theater Chemnitz

Es ist unglaublich, welchen Mut die Theatermacher in Chemnitz an den Tag legen. Das an einem zentralen Platz in der Nähe des Hauptbahnhofs gelegene Theater der Stadt Chemnitz (nur die Aussenfassade ist noch historisch, innen ist das Haus komplett und architektonisch gelungen renoviert worden) ist von massiven Sparmassnahmen bedroht, die Auswirkungen auf die künstlerische Qualität des Hauses und letztendlich auf dessen Fortbestand in der bisherigen Form haben könnten.

Statt aber nun möglichst gängiges Repertoire zwischen „Traviata“ und „Zauberflöte“, das ein volles Haus garantieren würde, auf den Spielplan zu setzen, geht man in Chemnitz einen ganz anderen Weg: man zeigt unbekannte Stücke, kooperiert mit dem „mdr“ und mit „cpo“ und erreicht damit eine überregionale Aufmerksamkeit, die vielleicht nicht der schlechteste Schutz vor den Sparmassnahmen der verantwortlichen Lokalpolitiker/innen ist.

Nach Otto Nicolais „Templario“ (Der Tempelritter), Pfitzners „Rose vom Liebesgarten“ und Schrekers „Der Schmied von Gent“ – ich schreibe noch was über die Aufführung, die ich im März besucht habe, es wäre schade, wenn die Aufführung der letzten Oper von Schreker in Chemnitz hier bei uns keine Erwähnung fände – folgen in der nächsten Spielzeit gleich zwei unbekannte Werke:

Am 28.11.2010 hat von Rezniceks Oper „Benzin“ Premiere, es handelt sich sogar um eine Uraufführung, Dirigent ist GMD Frank Beerwald, es inszeniert Martin Duncan

und am

29.01.2011 folgt von Otto Nicolai „Die Heimkehr des Verbannten“, wieder dirigiert Frank Beerwald, es inszeniert Philipp Kochheim.

Beide Termine kollidieren in meinem persönlichen Kalender mit anderen Aufführungen, aber ich werde wohl beide Produktionen besuchen.
Fremd bin ich eingezogen

103

Dienstag, 11. Mai 2010, 12:00

Opéra de Lyon - Opernneuproduktionen 2010/2011



Igor Strawinsky: Le Rossignol und andere Märchen
(12.10.2010)

Musikalische Leitung: Kazushi Ono
Regie: Robert Lepage


Poulenc: Les Mamelles de Tirésias/Milhaud: Le Boeuf sur le toit (30.11.2010)
Musikalische Leitung: Ludovic Morlot
Regie: Macha Makeïeff

- Koproduktion mit der Opéra Comique Paris


Jules Massenet: Werther (24.1.2011)
Musikalische Leitung: Johannes Willig
Regie: Rolando Villazón (sic!)

- Ob da ein Sänger eine zweite Karriere vorbereitet?


Giuseppe Verdi: Luisa Miller (19.4.2011)
Musikalische Leitung: Kazushi Ono
Regie: David Alden


Richard Wagner: Tristan und Isolde (4.6.2011)
Musikalische Leitung: Kirill Petrenko
Regie: Jossi Wieler/Sergio Morabito

- Koproduktion mit der Staatsoper Stuttgart. Damit kennen wir auch schon eine Stuttgarter Produktion fürs nächste Jahr. Könnte ein Highlight der kommenden Saison werden! :thumbup:
Kunst ist vom Geist beherrschte Magie. Kunst als erfahrene Möglichkeit von Freiheit. Plötzlich spüren Sie beim Hören etwas fast naturhaft - wie ein Blitz: Und Sie hören als ein Veränderter, sind auf ganz neue Weise dabei. (Helmut Lachenmann)

104

Dienstag, 11. Mai 2010, 12:04

RE: Opéra de Lyon - Opernneuproduktionen 2010/2011

[b]Richard Wagner: Tristan und Isolde (4.6.2011)
Musikalische Leitung: Kirill Petrenko
Regie: Jossi Wieler/Sergio Morabito

- Koproduktion mit der Staatsoper Stuttgart. Damit kennen wir auch schon eine Stuttgarter Produktion fürs nächste Jahr.


Könnte auch auf die übernächste Saison hindeuten. Kleine Anmerkung wegen "Koproduktion": im kommenden Monat kommt in Brüssel "Macbeth" von Verdi neu raus, es inszeniert Warlikowski - das ist eine Koproduktion mit Basel, da warte ich auf die dortige Premiere.
Fremd bin ich eingezogen

105

Mittwoch, 12. Mai 2010, 13:37

Theater Osnabrück

ADRIANA MATER
Oper in sieben Bildern von Kaija Saariaho
Deutsche Erstaufführung, Premiere 12.03.2011
Musikalische Leitung Hermann Bäumer
Regie Andrea Schwalbach
Bühne und Kostüme Nanette Zimmermann
"Give me all you've got, then crescendo!" Leonard Bernstein

106

Freitag, 14. Mai 2010, 11:51

Paris - Théâtre des Champs-Elysées 2010/2011

Auch das Théatre des Champs-Elysées in Paris hat Interessantes zu bieten:


Pascal Dusapin: Passion
(6.10.2010)
Inszenierung: Sasha Waltz
Ensemble Modern, geleitet von Franck Ollu
(Koproduktion mit der Oper in Lille)


Georg Friedrich Händel: Orlando (3.11.2010)
Inszenierung: David McVicar
Le Concert d'Astrée, geleitet von Emmanuelle Haïm
(ebenfalls Koproduktion mit der Oper in Lille)


Antonio Vivaldi: Orlando furioso (12.3.2011)
Inszenierung: Pierre Audi
Ensemble Matheus, Leitung Jean-Christophe Spinosi
(Koproduktion mit Nancy und Nizza)


Gioacchino Rossini: La Scala di seta
(26.4.2011)
Inszenierung: Christian Schiaretti
La Grande Ecurie et la Chambre du Roy, Leitung Jean-Claude Malgoire


Wolfgang Amadeus Mozart: Idomeneo (15.6.2011)
Inszenierung: Stéphane Braunschweig
Le Cercle de l’Harmonie, Leitung Jérémie Rhorer
Kunst ist vom Geist beherrschte Magie. Kunst als erfahrene Möglichkeit von Freiheit. Plötzlich spüren Sie beim Hören etwas fast naturhaft - wie ein Blitz: Und Sie hören als ein Veränderter, sind auf ganz neue Weise dabei. (Helmut Lachenmann)

107

Freitag, 14. Mai 2010, 13:48

Wenn ich mir so manche Spielplanankündigung ansehe, dann kommt plötzlich Freude auf, dass sich aus Zeitmangel der Blick auf das (ebenso mangelnde) Reisebudget erübrigt.



herzliche Grüße aus Wien

Michael

108

Freitag, 14. Mai 2010, 14:37

Regie: Rolando Villazón (sic!)
8| :faint: Singt der denn auch trotzdem den Werther?


Georg Friedrich Händel: Orlando (3.11.2010)
Inszenierung: David McVicar
Le Concert d'Astrée, geleitet von Emmanuelle Haïm
(ebenfalls Koproduktion mit der Oper in Lille)



Unbedingt zu empfehlen, Haïm und McVicar waren eine Traumpaarung beim Giulio Cesare. Allerdings eher in Lille als in paris, da ist es nciht nur viel einfacher Karten zu bekommen, sie sind auch deutlich billiger.
Gioacchino Rossini: La Scala di seta (26.4.2011)
Inszenierung: Christian Schiaretti
La Grande Ecurie et la Chambre du Roy, Leitung Jean-Claude Malgoire
Ich finde Malgoires Dirigat jenseits des Barocks sehr mittelmässig, um nciht zu sagen... :stumm: Allerdings hat er ein gutes Händchen für schöne Stimmen und selten gespielte Werke, daher werde ich mir das ansehen. Der Tancredi letzte Saison war serh gut inszeniert und gesungen, vom Rest schweige ich besser. Aber auch hier: besser Tourcoing(seine Heimatoper, direkt an der belgischen Grenze)) als Paris!

F.Q.
Gracias a la vida!

109

Freitag, 14. Mai 2010, 14:50

8| :faint: Singt der denn auch trotzdem den Werther?
Nee, den singt Arturo Chacòn-Cruz.


Unbedingt zu empfehlen, Haïm und McVicar waren eine Traumpaarung beim Giulio Cesare. Allerdings eher in Lille als in paris, da ist es nciht nur viel einfacher Karten zu bekommen, sie sind auch deutlich billiger.
Mal sehen. Von München aus ist Paris leichter zu erreichen, und das Théâtre des Champs-Elysée ist auch ein ganz hübsches Theater. Falls Zeit und Geld es überhaupt erlauben, den Orlando einzuplanen...

Michel
Kunst ist vom Geist beherrschte Magie. Kunst als erfahrene Möglichkeit von Freiheit. Plötzlich spüren Sie beim Hören etwas fast naturhaft - wie ein Blitz: Und Sie hören als ein Veränderter, sind auf ganz neue Weise dabei. (Helmut Lachenmann)

110

Freitag, 14. Mai 2010, 18:56

Théâtre des Champs-Elysée

(...) und das Théâtre des Champs-Elysée ist auch ein ganz hübsches Theater.


Ich war gerade das zweite Mal im kleineren Theater an der noblen Avenue Montaigne zu Gast und nicht nur das Theater ist hübsch, auch ein Spaziergang durch die Strasse macht Spass - die vielen rot und weiss blühenden Kastanienbäume und der in nicht allzu grosser ferne liegende Eiffelturm, der abends seine Lichtspiele in den Nachthimmel schickt - das ist schon schön.

Die Preise, nunja, weltstädtisch halt, allein das Programm für € 10,00, das ist schon stolz. In der kommenden Saison spricht mich nichts so wirklich an, dafür gewinnt aber die Idee, den "Atys" an der "Opéra Comique" zu besuchen (die Aufführungsserie liegt ebenfalls im Mai) merklich an Gestalt.
Fremd bin ich eingezogen

111

Freitag, 14. Mai 2010, 19:20

Nee, den singt Arturo Chacòn-Cruz.

Den habe ich im November in Berlin als Rodolfo in "La Bohéme" gehört, ohne das mir der Name vorher auch nur das Geringste gesagt hätte. Ich kannte ihn überhaupt nicht. Aber das ist ein Wahnsinns-Tenor! Er hat eine junge, unverbrauchte Stimme, die strahlt und glänzt dass es eine Freude ist, Bühnenpräsenz und überzeugte mit einer unmittelbar anrührenden Gestaltung. Auf Villazon als Regiesseur bin ich ja sehr gespannt, damit hätte ich irgendwie nicht gerechnet. An seinem Titeldarsteller wird es zumindest kaum liegen, wenn die Aufführung ein Reinfall wird (wenn Chacòn-Cruz denn in Lyon so singt, wie ich ihn in Berlin erlebt habe)!
Ich liebe Wagners Musik mehr als irgendeine andre. Sie ist so laut, daß man sich die ganze Zeit unterhalten kann, ohne daß andre Menschen hören, was man sagt. - Oscar Wilde

112

Freitag, 14. Mai 2010, 23:16

Malgoire

Ich finde Malgoires Dirigat jenseits des Barocks sehr mittelmässig


Vielleicht noch ein Satz zu Malgoire: ich würde auch seinen Händel eher als "gediegen" beschreiben, zumindest im Vergleich zu Musikern wie z. B. Christie oder Minkowski. Aber auch jenseits des Barock finde ich ihn nicht wirklich uninteressant - sein Mozart steht sicher nicht in der ersten Reihe der neueren Interpretationen, da hat René Jacobs doch deutlich die Nase vorn, aber des Kennenlernens wert finde ich das schon, trotz auch schwächerer Leistungen bei einzelnen Sänger/innen.
Fremd bin ich eingezogen

113

Samstag, 15. Mai 2010, 06:42

Wann hast Du Malgoire zuletzt gehört? Kennst du Malgoire live oder nur die CDs?
Vor 30 Jahren war das mal sehr gut zu haben und hatte auch noch eine Art Innovationsbonus.Das Engagement für nciht gespielte Werke eingeschlossen. Es gibt da eine Clemenza di Tito von Gluck, die damals echten Raritätenstaus hatte und wirklich toll ist. Ausserdem bin ich ihm persönlich dankbar dafür, denn dadurch kam meine Gesangsprofessorin aus Wien hierher und ist geblieben.
In den letzten 10 Jahren war ich wiederholt in seinem Atelier Lyrique und habe mich leider musikalisch immer tödlich gelangweilt. Ob Mozart, Gluck, Campra, Rossini oder- am schlimmsten- Brechts Dreigroschenoper :o:
Dem Vergleich mit anderen HIP-Ensembles hält dieses schon lange nicht mehr stand und ich habe den Eindruck dass Vieles nur noch Nostalgie ist. Die Inszenierungen, die oft von ihm erst entdeckten jungen Sänger und die Auswahl der Werke haben manches rausgerissen. Weswegen ich (ab und an) immer noch hingehe. Aber chacun à son goût und aus Lokalpatriotismus und um die regionale Wirtschaft anzukurbeln sollte ich dann wohl besser Werbung für das Atelier Lyrique machen..... :rolleyes:
Gracias a la vida!

114

Samstag, 15. Mai 2010, 11:20

Malgoire

Liebe Fairy,

das letzte Mal, dass ich Malgoire live erleben konnte, liegt schon ein paar Jahre zurück - da hat er in Stuttgart eine Produktion von Monteverdis "L´Orfeo" betreut. Das hat mir insgesamt (auch wegen Kobie van Rensburg in der Titelrolle) recht gut gefallen. Ein Händel unter seiner Leitung (ich glaube, es war "Agrippina") war deutlich schwächer - unter den Sängern aber ein damals noch völlig unbekannter Countertenor, der am Beginn seiner Karriere stand: Philippe Jaroussky.

Es ist schon richtig: die frühen Aufnahmen von Jean-Claude Malgoire waren zu ihrem Entstehungszeitpunkt oftmals Entdeckungen. Das gilt nicht nur für bsplsw. Campras "Tancrède", selbst "Serse" oder "Rinaldo" von Händel waren 1979 und 1977 kaum bekannt, schon gar nicht, wenn die Werke auf "Originalinstrumenten" gespielt wurden. Die beiden Händel-Aufnahmen sind gerade kürzlich bei "Sony" auf CDs vorgelegt worden, ich freue mich auf diese akustische Wiederbegegnung, die einstmals mein "Erstlontakt" mit Händel waren.



Auch "L´Incoroanzione di Poppea" hat Malgoire als einer der ersten mit einem deutlich reduzierten Orchester eingespielt, in dem der Schwerpunkt auf einem reich besetzten Continuo lag (Marc Minkowski wirkte in dieser Aufnahme aus dem Jahr 1984 als Musiker mit: er spielte Dulzian und Bombarde). Dazu kam, dass Malgoire sich in seiner Aufnahme der "Poppea" für die neapolitanische Version entschied (üblich war damals die Version aus Venedig), diese ist etwas umfangreicher, als die bekannte Fassung.

Dir dürfte diese Aufnahme gefallen: Nerone wird hier vom Tenor John Elwes interpretiert, der eine sehr sinnliche Catherine Malfitano als Poppea an der Seite steht.
Fremd bin ich eingezogen

115

Samstag, 15. Mai 2010, 21:35

Lieber Alviano, ich schätze wie gesagt, Malgoires frühe Verdienste um die Barockmusik serh hoch und seine Entdeckung und Förderung wunderbarer stimmen, die er weiterhin pflegt. Veronique Gens ist z.B. eine davon. Wenn man allein die Namen der Sänger auf den CDS sieht: Ileana Cotrubas im Rinaldo muss ja auch ein Traum gewesen sein!
Jedenfalls bin ich gespannt auf den morgigen Don Giovanni mit Nicolas Rivenq als alterndem Lüstling, Sandrine Piau als Donna Anna und Vernoique Gens als edle Donna Elvira. Ingrid Perruche als Zerlina ist auch so eine Malgoire Entdeckung von vor etlichen Jahren.
F.Q.
Gracias a la vida!

116

Sonntag, 16. Mai 2010, 16:50

Aus der Provinz I: Hagen

Hagen wird langweilig:


Jekyll & Hyde – Musical von Frank Wildhorn
Premiere 4. September 2010

Così fan tutte – Oper von Wolfgang Amadeus Mozart
Premiere 16. Oktober 2010

Im weißen Rössl – Singspiel von Ralph Benatzky
Premiere 27. November 2010

Ein Maskenball – Oper von Giuseppe Verdi
Premiere 15. Januar 2011

Gegen die Wand – Oper von Ludger Vollmer [ist das wohl der ehemalige Staatsminister im AA?]
Premiere 26. Februar 2011

Der Barbier von Sevilla – Oper von Gioachino Rossini
Premiere 16. April 2011

Turandot – Lyrisches Drama von Giacomo Puccini
Premiere 4. Juni 2011

Drei alte Männer wollten nicht sterben - Kinderoper von Guus Ponsioen
Termin wird noch bekanntgegeben

Adieu,
Algabal
"Tarek sagt 'Halt's Maul oder ich werd' dir ins Gesicht schlagen!' Sam hat die Hosen voll, aber kann auch nicht nichts sagen." (Peter Fox)

Quasimodo

Sonneur des cloches

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117

Sonntag, 16. Mai 2010, 22:31

Hagen wird langweilig:
Für "Provinz" finde ich das aber soo langweilig nicht; und Repertoire gibt's ja wohl auch noch (war hier schon gepostet worden). Zwei Musicals, eine Operette, eine Uraufführung, eine Kinderoper, ein paar "Standards", dazu vier Tanzproduktionen - nicht schlecht für ein AFAIK seit Jahren am Rande des Ruins operierendes Spartentheater!
Bernd

118

Montag, 17. Mai 2010, 07:31

Für die Malgoire-Fan, hier einige Hinweise auf das Programm des Ateleir Lyrique Tourcoing (der Don Giovanni gestern war ein tolles Erlebnis, eine Kritik ist im Forum zu lesen).

Opern:

Maurizio Kagel: Le tribun (wobei das keine Oper ist, ich weiss.......)

Debussy: La boite à joujoux zusammen mit Stravinsky: L'histoire du soldat

Rossini: La scala di seta

Händel: Giulio Cesare


Une soirée à l'opéra de Vienne (Strauss R und J., Mahler, Lehar- welch eien mischung!) mit Nichoals Rivenq (Bariton) Elena de Merced (Sopran) und Rachel Nicholls (Mezzo)

Ausserdem etliche Kirchenkonzerte mit den Stabat Maters von Vivaldi, Scarlatti, Pergolesi, Mozarts exultate, Bach Kantate 169 und einer Messe von Nunes Garcia.

F.Q.
Gracias a la vida!

119

Montag, 17. Mai 2010, 09:08

Hagen wird langweilig:
Für "Provinz" finde ich das aber soo langweilig nicht; und Repertoire gibt's ja wohl auch noch (war hier schon gepostet worden). Zwei Musicals, eine Operette, eine Uraufführung, eine Kinderoper, ein paar "Standards", dazu vier Tanzproduktionen - nicht schlecht für ein AFAIK seit Jahren am Rande des Ruins operierendes Spartentheater!


Oh, hatte übersehen, dass das Hagener-Programm bereits eingestellt war ... :hide:

Alles, was Du über das Theater Hagen als Opernspielstätte schreibst, ist richtig - ich gehöre zu den regelmäßigen Besuchern dieses kleinen Hauses am Rande der Ruhr-Metropolen, am Rande der öffentlichen Wahrnehmung und am Rande des Ruins. Und ich habe ich dem Theater Hagen eine Reihe ganz wundervoller Opernerlebnisse zu verdanken (u.a. Korngolds »Tote Stadt«, Händels »Julius Cäsar«, Purcells »The Fairy Queen«, Previns »A Streetcar named Desire«, Weills »Street Scene« u.v.a.). Was das Theater Hagen in den letzten Jahren bei allen Problemen ausgezeichnet hat, war das Faktum, dass hier Werke auf die Bühne kamen, die man nicht in jedem zweiten Jahr auch in Dortmund oder Essen sehen konnte - und dies zudem in ziemlich guten Inszenierungen.

In den letzten beiden Spielzeiten hat sich das Theater Hagen aber nach dem Wechsel in der Intendanz offensichtlich darauf verlegt, sein Heil darin zu suchen, sich weitgehend aufs konventionelle Repertoire zu verlegen (die 2007 mal angekündigte Reihe mit Barock-Opern ist jedenfalls nach zwei Inzenierungen abgebrochen worden). Ob diese Rechnung aufgehen wird, weiss ich nicht. Warum soll man - als Nicht-Hagener - nach Hagen fahren, um dort die Cosi zu sehen oder Verdis Maskenball oder gar die Turandot, die alle naselang in den größeren Häusern der unmittelbaren Umgebung geben werden - Turandot noch jüngst in einer vielbeachteten Inszenierung von Tilman Knabe in Essen?

Vielleicht irre ich mich aber auch einfach ...

Adieu,
Algabal
"Tarek sagt 'Halt's Maul oder ich werd' dir ins Gesicht schlagen!' Sam hat die Hosen voll, aber kann auch nicht nichts sagen." (Peter Fox)

120

Montag, 17. Mai 2010, 20:25

Theater Hagen

Algabal hat schon recht: das kleine Theater in Hagen hat ein überregionales Interesse immer dann geweckt, wenn es die "ausgetretenen" Pfade verlassen hat. 1988/1989 wagte Hagen einen Versuch mit Schrekers "Der ferne Klang", eine Produktion, die dann auch unter Studiobedingungen in der Hagener Stadthalle für die CD produziert wurde - es war die erste "offizielle" Einspielung des Werkes überhaupt, Gerd Albrecht folgte erst rund ein Jahr später mit seiner prominent besetzten Berliner Produktion dieser Schreker-Oper. Hagen konnte damals mit Thomas Harper sogar eine sehr ansprechende Besetzung der männlichen Hauptrolle ins Rennen schicken.

Es folgten (ebenfalls auf CD erhältlich) solche Raritäten wie "Das Himmelskleid" von Ermanno Wolf-Ferrari oder der "Bruder Lustig" von Siegfried Wagner. Auch dessen Oper "An allem ist Hütchen schuld" fand den Weg auf die Bühne des Theaters in Hagen - leider ist diese Oper nicht mitgeschnitten worden, eine Aufnahme vom "Hütchen" fehlt zum gegenwärtigen Zeitpunkt noch komplett.

Es ist verständlich, wenn die Stadt Hagen auf ein konventionelles Programm setzt, Aufmerksamkeit erregt das allerdings überregional nicht.
Fremd bin ich eingezogen

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