Wobei man aber nicht vergessen sollte, dass der Mundl, wie wir ihn kennen, nicht mehr viel mit Hinterbergers Romanfigur zu tun hat, sondern fast schon eine Merkatz´sche Kreation ist.
Ich habe den Roman "Salz der Erde" in der ungekürzten Fassung gelesen: da schlägt er seine Frau, boxt einer Prostituierten in den Magen, meint, dass "Ausländer in die Würscht" und seine Stemmerkollegen "alle vergast" gehören, und endet in der Gosse. In der neuen Auflage sind ein paar Stellen gekürzt, z.B. der Satz "
Juda verrecke! hatte der Hitler damals gesagt, und recht hatte er gehabt".
Karl Merkatz wollte diese Figur nicht spielen, und hat dem Regisseur Reinhard Schwabenitzky seine Vorstellungen klar gemacht: Mundl muss zu seiner Familie stehen, darf niemals hinhauen, und wenn ein Problem ist soll die Familie um den Tisch sitzen und reden. Ich glaube, wäre der Mundl so wie im Buch dargestellt worden, wäre er nicht so ein Publikumsliebling geworden.
Ich mochte Hinterbergers Auftritte im Kaisermühlen-Blues sehr