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41

Montag, 11. Januar 2010, 19:36

RE: Eric Rohmer (21. März 1920 - 11. Januar 2010)

er dreht so schöne Filme wie z.B. Le rayon vert (Das grüne Leuchten ) oder Conte d’hiver (Wintermärchen)



:wink:


Um nicht zu vergessen:



und viele, viele mehr.

Das ist wirklich traurige Nachricht. Seine Filme schätze ich sehr.

Viele Grüße,

Melanie
With music I know happiness (Kurtág)

Zwielicht

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42

Montag, 11. Januar 2010, 19:53

Eric Rohmer

Einer meiner drei oder vier liebsten Regisseure... :(


Neben der grandiosen Jahreszeiten-Tetralogie möchte ich auch auf den früheren Filmzyklus Comédies et proverbes hinweisen: La femme de l’aviateur war vor langer Zeit mein Einstieg in die Rohmer-Welt. (Die Contes Moraux sind auch toll, aber nicht ganz so mein Fall.)

Außergewöhnlich die beiden Literaturverfilmungen Perceval le Gallois und vor allem Die Marquise von O. nach Kleist.

L’anglaise et le duc mit seiner leicht antirevolutionären Tendenz und den gemalten Kulissen ist doch ein Film für unseren Duc. ;+)

Es gibt auch (mindestens) ein schönes Theaterstück Trio in Es-dur (auf Mozarts KV 498 bezogen), das ich mal in einer Aufführung des Kasseler Theaters gesehen habe.


Und nicht zuletzt - gerade in diesem Forum:





Viele Grüße

Bernd
Details are always welcome. (Vladimir Nabokov)

43

Montag, 11. Januar 2010, 19:57

in memoriam Eric Rohmer

Einer der großen Cinéasten Frankreichs ist nicht mehr.

Ich sei, gewährt mir die Bitte

Im trauernden Bunde der Dritte *

..........

:( :( :( Rideamus


EDIT: inzwischen der Vierte. Ist aber nicht so wichtig. Es gibt sicher noch Tausende, die dazu gehören wollen.
Ein Problem ist eine Chance in Arbeitskleidung

44

Montag, 11. Januar 2010, 21:09

Eric Rohmer - "Je ne dis pas, je montre"

Eine der singulären Figuren des Weltkinos ist verstorben. Wer ein Paar seiner Filme gesehen hat, wird jedes seiner Werke nach wenigen Bildern und Sätzen erkennen - so unverkennbar war seine Handschrift. In meiner Studenten- und Kinozeit, als ich zeitweise 7 Abende die Woche ins Kino rannte, zeigte ein Programmkino in Bonn in wenigen Wochen kondensiert Rohmers (damaliges) Gesamtwerk - gewissermaßen "total immersion". Eine meiner ganz großen Erinnerungen.

Ein Filmkritiker schrieb über einen von Rohmers Filmen die schönen Feststellung: "Geschichten, so klein, daß sie nur auf Zehenspitzen über den Rand der Leinwand schauen können. Bei Eric Rohmer ist daraus unbegreiflicherweise wieder ein Film geworden". So sind diese Filme: Geschichten, so unspektakulär, dass sie sich in 2 oder 3 Sätzen erzählen lassen, Filme, in denen eigentlich nichts passiert und unendlich lange geredet wird - und so spannend, wie Kino überhaupt nur sein kann.

Kann man einen Lieblingsfilm in seinem Werk haben? Sie sind schon gennant worden: "Ma Nuit chez Maude" ist ganz sicher ein Kandidat, aber auch "Le Genou de Clair" oder "Pauline à la plage" oder "Conte d'hiver" oder "Conte d'été" oder die geniale "Marquise von O".

:( Michel
Kunst ist vom Geist beherrschte Magie. Kunst als erfahrene Möglichkeit von Freiheit. Plötzlich spüren Sie beim Hören etwas fast naturhaft - wie ein Blitz: Und Sie hören als ein Veränderter, sind auf ganz neue Weise dabei. (Helmut Lachenmann)

45

Montag, 11. Januar 2010, 21:58

In meiner Studenten- und Kinozeit, als ich zeitweise 7 Abende die Woche ins Kino rannte, zeigte ein Programmkino in Bonn in wenigen Wochen kondensiert Rohmers (damaliges) Gesamtwerk - gewissermaßen "total immersion". Eine meiner ganz großen Erinnerungen.


War das ca. Mitte der 80er? - Dann war ich da auch. :thumbsup: Danach habe ich dann keinen neu erscheinenden Rohmer-Film mehr ausgelassen.

Die Leichtigkeit, scheinbare Beiläufigkeit mit der paradoxerweise Rohmer zumeist recht Gewöhnliches poetisch verklärte, dadurch aber als Ereignis im Leben seiner Protagonistinnen darstellte und damit auch für uns anschaulich machte, ist unvergleichlich.

Zu erinnern ist auch neben den wunderbaren Filmen und dem Theaterstück an diesen schönen Roman, der sich ebenfalls durch diese seltsame Form der Leichtigkeit auszeichnet:



:wink: Matthias

Amfortas09

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46

Montag, 11. Januar 2010, 22:05

Le rayon vert (Das grüne Leuchten ) und Conte d’hiver (Wintermärchen) sind momentan meine Lieblingsrohmers. Wie oft habe ich mir diese schon reingezogen. immer wieder fetzig. Zum Schwelgen. Ja eine eigentümliche Form der Leichtigkeit, ohne dabei ins Unverbindliche oder Oberflächliche abzugleiten....

:wink:
so ziehe ich den Dummköpfen die Narren vor — deren ich einer bin, was, leider ! gewiss ist... C.B.

47

Montag, 11. Januar 2010, 22:59

War das ca. Mitte der 80er? - Dann war ich da auch.
Ja genau, das "Kino in der Brotfabrik". Die Welt ist klein... :wink:

Michel
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48

Sonntag, 24. Januar 2010, 00:13

Ich bin traurig, ach.....er ist seit meiner frühesten Kindheit mein Lieblingspianist gewesen und er hat ein biblisches Alter erreicht. Mehr noch, er hat fast bis zum Schluss großartig gespielt und mit weit über 80 Jahren noch eine Virtuosität besessen, die ungemein erstaunlich war.

EARL WILD ist mit 94 Jahren am 23.1.2010 gestorben.

"http://www.youtube.com/watch?v=wKBYbn1bcL4&feature=PlayList&p=64AA2816EE3D38CC&playnext=1&playnext_from=PL&index=8"

RIP


Michael
Ich hasse Leute, die einfach mitten im Satz

Carsten

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49

Sonntag, 24. Januar 2010, 00:37

EARL WILD ist mit 94 Jahren am 23.1.2010 gestorben.
Oh, das habe ich nicht mitbekommen. Danke für die Info, lieber Michael.
Dann werde ich Earl Wild zu Ehren jetzt einmal folgendes hören:



LG
C.
„Beim Minigolf lernte ich, wie man mit Anstand verliert.“ (Element of Crime)

50

Sonntag, 24. Januar 2010, 00:47

Lieber Carsten,
eine sehr gute Wahl, denn dies ist eine der Aufnahmen mit Earl Wild, welche immer absolut zeitlos bleiben wird nach meiner Meinung.
Ein Klassiker.


LG,
Michael
Ich hasse Leute, die einfach mitten im Satz

51

Sonntag, 24. Januar 2010, 01:14

Ein Geschenk ist dieser Ausschnitt einer Masterclass im Jahre 2005.....Er war da schon mindestens 89 Jahre alt.
So jugendlich, so warm.....okok-tschuldigung :D nicht zu übersehen..............aber vor allem schaut mal bei 4:17 vorbei.
Was er alles sagt zur übermäßigen Espression der Gebärden und wie er es vormacht...klasse.

Mir fehlt er jetzt schon, er war ein Meister im absoluten Beherrschen jeder Bewegung im Dienste der Musik.

"http://www.youtube.com/watch?v=3utXAWf5ZoI"

Ich will jetzt gar nicht darauf herumreiten, daß gerade heutzutage Pianisten im Scheinwerferlicht stehen, welche m.M. nach vor allem erst mal optischen Firlefanz bieten.
Ich bin traurig, daß jetzt einer der letzten richtigen Titanen der alten Schule endgültig gegangen ist und er hat tatsächlich mein musikalisches Leben begleitet, seitdem ich als 4-jähriger Bub seine Einspielung des 1. Liszt- Konzertes hörte.

LG,
Michael
Ich hasse Leute, die einfach mitten im Satz

52

Sonntag, 24. Januar 2010, 02:04

Diese Interview möchte ich gerne noch zeigen:
"http://www.youtube.com/watch?v=PalrvJqh5lU&NR=1"

Earl Wild war ein sehr humorvoller Mensch, er kannte alle, wirklich alle Tricks. Nicht ohne Grund war er einer der imho besten Verfasser von virtuosen Klavierfassungen, einer Spezialität, welche zum Glück heute noch von Könnern wie Volodos u.a. weitergeführt wird.

Es gibt wenige Menschen und Musiker, welche mir so angenehm waren und sind bei gleichzeitigem höchstem Können wie Earl Wild.
LG,
Michael
Ich hasse Leute, die einfach mitten im Satz

Carsten

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53

Sonntag, 24. Januar 2010, 02:13

Lieber Michael,

das sind ja berührende und interessante Aussagen von dir.
Nun kenne ich leider nur die oben genannten Gershwin-Aufnahmen von Earl Wild.
Hast du weitere CD-Empfehlungen? Vielleicht ist der gute Mann ja einen eigenen Thread wert?

LG
C.
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54

Sonntag, 24. Januar 2010, 02:20

Aber sicher, lieber Carsten.
Bitte lasse mich die nächste Woche noch Fräulein Lulu, ein Beethoven- Quartett, etwas von Turina und deprimierendes von Piazzolla hinrichten, dann kann ich Deinem Wunsch hoffentlich und gerne nachgehen.

:D :angel:

Michael
Ich hasse Leute, die einfach mitten im Satz

Carsten

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55

Sonntag, 24. Januar 2010, 02:22

Aber klar, viel Spaß beim Exekutieren, lieber Michael...
Dann aber!
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56

Dienstag, 26. Januar 2010, 02:37

Ich habe erst eben mitbekommen, dass der Dirigent Otmar Suitner (16. Mai 1922 - 8. Januar 2010 in Berlin) verstorben ist.

War hier natürlich schon gemeldet worden, wie ich jetzt feststelle, hatte ich aber nicht mitbekommen. Ich schätze besonders seine Eisler und Dessau-Einspielungen, z.B.:





Hinweisen möchte ich aber vor allem auf den anrührenden Film "Nach der Musik. Otmar Suitner" unter der Regie seines Sohnes, der gelegentlich in Programmkinos, die auch Dokumentarfilme zeigen, zu sehen ist. Ich habe ihn erst letzten Sommer gesehen.


:wink: Matthias

57

Dienstag, 26. Januar 2010, 03:22

Eine Hommage an den Grand Signeur der Musik, Otmar Suitner, und in memoriam aus dem Film
"http://www.youtube.com/watch?v=fAGE7ZSnn78"

Ich bewundere diesen Künstler auch, weil er sozusagen ein Landsmann ist, zwei Kulturen vertritt und auch hier in Bozen öfters dirigiert hat, wobei ich - ohne Internet - noch keine Ahnung hatte, welch großer Meister er ist.

RIP

58

Donnerstag, 28. Januar 2010, 22:31

US-Schriftsteller Jerome D. Salinger ("The Catcher in the Rye") ist am 27.1.2010 gestorben.
"Habe mir soeben die Siebente von Beethoven mit Kleiber auf ZdF-Kultur angesehen. Sowohl klanglich als auch dartellerisch (Kleiber am Pult) grandios. Er bewegt sich in dieser Aufnahme mehr als Bernstein und auch schneller und schwitzt auch mehr."

59

Dienstag, 2. Februar 2010, 09:48

Auf ihn bin ich durch eine Empfehlung eines Forenmitglieds aufmerksam geworden



Jürg Baur ist gestorben. Heute machten mich sowohl der Kölner Stadt-Anzeiger wie die Rheinische Post aus Düsseldorf darauf aufmerksam,dass der Komponist mit 91 Jahren gestorben ist. Ein musikalischer Brückenbauer und Nachfolger von Bernd Alois Zimmermann auf dem Lehrstuhl (KStA), der Nestor der Musik, dessen Klavier in Düsseldorf-Lohausen stand (RP) ist tot

Es grüßt Peter
.
Wir stehen im Greisenalter der Welt, darum hat die Schärfe des Geistes nachgelassen, und niemand vermag in dieser Zeit den früheren Schriftstellern gleichzukommen.

(Fredegar, Chronik IV, Prolog; um 650)

60

Sonntag, 7. Februar 2010, 17:35

:wink:

Interessanterweise davon im DeutschlandFunk gehört, in den Hauptnachrichten: Der englische Jazzsaxophonist John Dankworth ist gestern im Alter von 82 Jahren gestorben.

Gruß, Frank
"No matter. Try again. Fail again. Fail better." (Samuel Beckett)

61

Sonntag, 7. Februar 2010, 23:32

John Dankworth ist den meisten hier wahrscheinlich nur durch Film- und Fernsehmusik, z.B. zu "Mit Schirm, Charme und Melone" "unbekannt bekannt", aber er war eine Schlüsselfigur der Jazzentwicklung in England. Er spielte seit 1949 selbst nicht nur mit vielen Größen wie Charlie Parker, Louis Armstrong, Duke Ellington, sondern durch seine Sextette und vor allem seine Big Band gingen unzählige später bedeutende britische Jazzer, wie z.B. Tony Coe, Mike Gibbs, Peter King, John Taylor, Kenny Wheeler, Dave Holland, John Surman, John McLaughlin....Wenn auch seine Big Band zeitweilig auch eher Gefälliges spielte, um zu überleben, gibt es auch sehr viel ganz anderes, womit John Dankworth zu den großen Erneuerern des Big Band Jazz, vergleichbar mit Gil Evans in den USA, wurde und spätere Kollegen auf diesem Feld wie Mike Gibbs, Terry Collier, Bob Brookemeyer oder Mike Westbrook wesentlich anregte.

Es sollte Zeit sein, seine herausragendsten Aufnahmen wiederzuveröffentlichen, allen vorran "The Zodiac Variations", mit sehr guten, komplexeren Kompositionen und Arrangements und mit einem fantastischen Clarke Terry an der Trompete, zugleich eine der besten Aufnahmen von Terry, und außerdem guten Soli z.B. von Phil Woods und Zoot Sims. Terry und Dankworth waren eng befreundet und der geniale Trompeter war immer mal wieder Gastsolist in Dankworths Band.

Dankworth hat auch einige Versuche im "Third Stream", der Verbindung von Jazz und "klassischer" Komposition, unternommen. Was ich davon kenne, finde ich nicht nicht wirklich voll geglückt, aber es war ein Scheitern auf hohem Niveau. Mindestens seine Jazz-Oper Sweeney Agonistes sollte wiederveröffentlicht oder auch mal wiederaufgeführt werden, denn sie ist von der Dramatik gutes Musiktheater mit einigen sehr gelungenen, musikalisch raffinierten Passagen und interessanten Klangfarben.

Eine schöne Aufnahme Dankworths, in der auch sein guter Humor musikalisch etwas hörbar wird, ist diese Duo-CD mit Sohn Alec, der ein Top-Jazzbassist ist. Auch die Tochter ist Jazzsängerin geworden wie ihre Mutter Cleo Laine.



:wink: Matthias

62

Donnerstag, 11. Februar 2010, 11:44

Heute starb in Moskau[ der Bolschoi-Star Irina Archipowa, eine der bedeutendsten Mezzosopranistinnen des vergangenen Jahrhunderts. Im slawischen Repertoire galt sie als fast unerreicht. Sie sang aber auch z.B. an der Seite von Mario del Monaco die Carmen.
______________________

Homo sum, ergo inscius.

63

Mittwoch, 17. Februar 2010, 13:45

Der Produzent und Agenturchef Michel Glotz ist vorgestern 79jährig gestorben.

Als Produzent der späten Karajan-Aufnahmen ist er sicher mitverantwortlich für manche tontechnisch (z.B. EMI-Tristan) und stilistisch (...) verunglückte HvK-Aufnahme... oder konnte er sich gegen den Alten einfach nicht durchsetzen?
"Habe mir soeben die Siebente von Beethoven mit Kleiber auf ZdF-Kultur angesehen. Sowohl klanglich als auch dartellerisch (Kleiber am Pult) grandios. Er bewegt sich in dieser Aufnahme mehr als Bernstein und auch schneller und schwitzt auch mehr."

64

Freitag, 19. Februar 2010, 13:29

Am 17.Februar starb in Los Angeles Kathryn Grayson, die besonders als Musicalsängerin internationale Bekanntheit erlangte. Unvergessen bleibt ihre Mitwirkung in "Kiss me Kate" an der Seite von Howard Keel.
______________________

Homo sum, ergo inscius.

65

Freitag, 19. Februar 2010, 14:04

Lieber Waldi,

Du bist mir zuvor gekommen. Bleibt mir also nur zu erwähnen, dass Kathryn Grayson nur wenige Tage nach ihrem 88. Geburtstag verstarb, den sie am 9. Februar noch feiern konnte.

Für alle, die sich an sie erinnern möchten, sei hier auf zwei Aufnahmen aus sehr verschiedenen Stadien ihrer Karriere verwiesen. Sie wollte nämlich ursprünglich Opernsängerin werden und hätte durchaus das Zeug dazu gehabt, wie diese Szene mit der Arie "Je suis Titania" aus Ambroise Thomas' MIGNON zeigt: "http://www.youtube.com/watch?v=r4ZxpyWYFSE". Der Film ist SEVEN SWEETHEARTS von 1942

Am bekanntesten war sie aber natürlich für ihre MGM-Musicals der 50er Jahre, dem bereits erwähnten KISS ME KATE und der Hollywoodversion von SHOW BOAT, ebenfalls mit Howard Keel, aus der man hier das Duett "Why Do I Love You" sehen kann: "http://www.youtube.com/watch?v=VzazvLlgVWg"



:wink: Rideamus
Ein Problem ist eine Chance in Arbeitskleidung

66

Freitag, 19. Februar 2010, 14:13

Hallo miteinander,

zu erwähnen wäre noch, daß Kathryn Grayson auch noch mindestens zwei Filme mit Mario Lanza gedreht hat, darunter folgende



in dem wunderbaren "The Toast Of New Orleans", da gibt es eine Szene aus der "Madama Butterfly" mit den beiden, die originell ist.


Liebe Grüße

Kristin, die Grayson's "Magnolia" nie vergessen wird, "Only Make Believe" :juhu: :juhu: :wink: :wink:

67

Freitag, 19. Februar 2010, 19:06

Ariel Ramirez (1921-2010)

Der argentinische Komponist Ariel Ramírez, mit dem man wohl als erstes seine Misa Criolla verbindet, ist 88-jährig gestorben.
Ich konnte zunächst mit dieser Form geistlicher Musik wenig anfangen. Bis ich die Misa dann selber mal im Chor mitgesungen habe und ziemlich begeistert war.
"Give me all you've got, then crescendo!" Leonard Bernstein

Carsten

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68

Montag, 22. Februar 2010, 13:47

Jake Hanna (1931-2010)

Ich habe eben erst gelesen, dass der Jazz-Schlagzeuger Jake Hanna am 12. Februar verstorben ist.



Hanna war ein vielbeschäftigter Mainstream-Drummer, der sowohl in großen Formationen (z.B. bei Woody Herman) als auch in kleinen Besetzungen seine Arbeit verrichtete. Musiker wie Herb Ellis, Marian McPartland, Red Norvo oder Oscar Peterson wussten seine Dienste zu schätzen.
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Amfortas09

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69

Dienstag, 23. Februar 2010, 17:58

Josef Häusler

Josef Häusler, langjähriger Leiter der Donaueschinger Musiktage, ist im Alter von 83 Jahren gestorben. Der frühere SWR-Redakteur für Neue Musik starb am vergangenen Wochenende in Freiburg. Häusler war von 1976 bis 1991 Programmchef des Festivals für zeitgenössische Musik in Donaueschingen.

:wink:
so ziehe ich den Dummköpfen die Narren vor — deren ich einer bin, was, leider ! gewiss ist... C.B.

70

Samstag, 27. Februar 2010, 00:35

David Soyer
24.2.1923 -25.2. 2010

Der Cellist David Soyer, Gründungsmitglied des berühmten 1964 gegründeten "Guarneri- Quartett" ,starb am Donnerstag einen Tag nach seinem 87.Geburtstag in New York.
Er war bis zum Jahre 2001 Mitglied des Quartetts und wurde dann durch seinen Schüler Peter Wiley ersetzt- der einzige Personalwechsel dieses Quartettes.
Das Guarneri- Quartett gab sein letztes Konzert Anfang dieser Saison und zum Abschied trat Soyer ein letztesmal beim Schubert-Quintett als Gast mit seinem ehemaligen Quartett auf.
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Prometeo

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71

Sonntag, 7. März 2010, 18:56

Philip Langridge ist tot !

Gestern verstarb der Tenor PHILIP LANGRIDGE im Alter von 70 Jahren.

wikipedia schreibt zu dem bedeutenden Sänger:


"Langridge war ein äußerst vielseitiger Tenor, der sowohl im Barockrepertoire als auch als Interpret von Benjamin Britten, Gerald Finzi und Michael Tippett glänzte und den wahrscheinlich virtuosesten und wohlklingendsten Aaron eingespielt hat (unter der Leitung von Georg Solti). Als Mozart-Interpret, doch auch allgemein, kann man ihn mit Nicolai Geddavergleichen: ein ähnlicher jugendlicher Charme im Timbre, auch im reifen Alter, und ebenso spielende Beherrschung der technischen Hürden, bei allen Grenzen in Bezug auf Stimmumfang und -Volumen.
Philip Langridge, der auch das slawische Repertoire sang (Mussorgski, Janácek, Szymanowski.), gehörte neben Peter Pears und Robert Tier zu den bedeutendsten britischen Tenören des 20. Jahrhunderts."



http://de.wikipedia.org/wiki/Philip_Langridge"



Ich bin auf Philip Langridge erstmalig durch seine Verkörperung des Andres in Bergs Wozzeck in der Produktion der Wiener Staatsoper in den 80er Jahren aufmerksam geworden.



Wie habt Ihr diesen Künstler erlebt ?

72

Sonntag, 7. März 2010, 21:19

Lieber Prometeo,
das ist sehr traurig.
Ich habe Philip Langridge nur einmal live gesehen, in Michael Tippetts "The Midsummer Marriage", daran habe ich aber keine Erinnerung mehr.

Sehr viel stärker ist er mir in Erinnerung als Oedipus in dieser Aufführung:


:wink: Talestri

73

Montag, 8. März 2010, 00:56

Eine traurige Nachricht.

Ich bin erst vor einigen Monaten im Britten-Repertoire auf Philip Langridge aufmerksam geworden, nachdem ich einige Auden Songs und die Serenade für Tenor, Horn und Streicher mit ihm gehört hatte.

Was ich hörte, gefiel mir sehr gut und ich hatte mir vorgenommen, nach weiteren Aufnahmen Ausschau zu halten; sein Peter Grimes und sein Vere im Billy Budd fehlen mir z.B. noch.

Viele Grüße,
Federica
The moon looks on them all: the healers and the brilliant talkers, the eccentrics and the silent walkers, the dumpy and the tall.
(W.H. Auden)

Ingrid

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74

Montag, 8. März 2010, 14:28

Diese Nachricht von Langridges Tod hat mich auch sehr betrübt, denn er gehörte zu den Sängern, die ich sofort abrufen kann. Ich durfte ihn als darstellerisch und sängerisch brillanten Loge und Titus (mit Kasarova) live auf der Bühne erleben. Besonders beimTitus erinnere ich mich noch ganz stark an die Liveaufnahmen, die als stehende Bilder an eine große Leinwand projiziert wurden und von allen Beteiligten großen Mut zur Hässlichkeit forderten, aber echt durch und durch gingen. Auch der Loge war für mich immer eine Einheit mit Langridge, dem die Hinterhältigkeit in Stimme und Gestik förmlich aus allen Poren kroch.

Jetzt möchte ich mich auch da um Aufnahmen bemühen, selbst wenn ich ihn wohl sowieso nicht so schnell vergessen werde.

LG Ingrid

75

Montag, 8. März 2010, 15:39

Liebe Capricci !

Ich möchte heute meinen Beitrag der jungen mexikanisch-amerikanischen Sängerin Lhasa De Sela widmen,die den Kampf gegen ihren Brustkrebs verlor und mit nur 37 Jahren am 1.Jänner 2010 verstarb.

Kennengelernt habe ich diese Sängerin mit ihrer ausdrucksstarken,leidenschaftlichen,tiefgründigen,temperamentvollen aber auch sanften Stimme,als ich vor einigen Jahren ihre erste CD "La Llorona"geschenkt bekam,die ich am Ende noch vorstellen möchte.

Lhasa,deren Vater Mexikaner und deren Mutter US-Amerikanerin waren,wuchs eigentlich in einem Bus auf,mit dem ihre Familie zwischen den USA und Mexiko unterwegs war.Ihren ersten Auftritt hatte sie im 13 Jahren,wurde musikalisch von Billie Holiday,Chavela Vargas,Tom Waits,Cucu Sanchez,Maria Callas,Victor Jara und Jaques Brel beeinflusst.

Gerade durch diese vielen musikalischen Vorbilder entwickelte sie einen ganz persönlichen Musikstil,der sich in kein Genre so recht einordnen ließ.Daher liegt ihre Musik zwischen mexikanischer Folklore ( Balladen,Mariachi) und französischem Chanson.Aber auch Jazz und Tangoelemente sind herauszuhören.Viele ihrer Lieder sang sie in Spanisch,da sie dieser Sprache einen großen Ausdruck an Emotionalität zusprach.



Das Cover ,wie auch der Titel "La Llorona" ( ist der spanische Ausdruck für "Heulsuse"),erzählen von einer Figur aus Lateinamerika,deren Ursprung bereits in der aztekischen Mythologie zu finden ist.

Der Legende nach,handelt es sich um den Geist einer Frau,die,als sie von ihrem Mann verlassen wird,ihre Kinder im Fluss ertränkt und seither um diese weinen muß.

Eure Mozartinaa
Es ist nicht erforderlich, Musik zu verstehen. Man braucht sie nur zu genießen.( L.Stokowski,Dirigent)

Cherubino

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76

Montag, 8. März 2010, 16:08

Ich habe auch schon gestern morgen bei Wikipedia von Philip Langridges Tod gelesen und war sehr betroffen. Ich habe Langridge nie auf der Bühne erlebt, ich kenne ihn von der CD als Mozart-Sänger und er hat mir immer sher imponiert. Die Stimme wear nicht wirklich schön und kein Bisschen "sexy", aber was Langridge mit seiner musikalischen Intelligenz und seinem Stilempfinden mit dieser Stimme gemacht hat, war wirklich bewundernswert.
Ich habe gestern gelesen, was Fischer in seinem Buch über "Große Stimmen" über den Engländer schreibt. Er hebt vor allem seine Britten- und Janacek-Interpretationen hervor, die ich leider nicht kenne, und lobt Langridge als "glänzende Begabung", "hervorragenden Künstler" und bedauert, dass die Schallplattenproduzenten das Potential dieses Sängers, den er "auf dem Höhepunkt seiner Laufbahn" sah (das Buch stammt vom Anfang der 1990er), noch nicht genügend ausgenutzt hätten. Verheiratet war Langridge übrigens mit der zehn Jahre jüngeren Mezzosopranistin Ann Murray.
Ich liebe Wagners Musik mehr als irgendeine andre. Sie ist so laut, daß man sich die ganze Zeit unterhalten kann, ohne daß andre Menschen hören, was man sagt. - Oscar Wilde

77

Montag, 8. März 2010, 20:25

:wink:

"When I am dead, just go on playing my records" (Jimi Hendrix). In diesem Sinne meine besondere Empfehlung aus Philip Langridges Schaffen, die Madwoman in Brittens "Curlew River", das aus seiner Beschäftigung mit dem japanischen No Theater entstanden ist. Eine wunderbare, sehr eindringliche Aufnahme:



Gruß, Frank
"No matter. Try again. Fail again. Fail better." (Samuel Beckett)

78

Montag, 8. März 2010, 22:52

RE: Lhasa De Sela

Hallo Mozartinaa,

Lhasa De Sela kannte ich nicht, klingt aber wirklich interessant, - tolle Stimme und musikalisch etwas quer, das ist was für mich.Trauriges Schicksal, aber dann muß ich mich wohl auch danach richten:

"When I am dead, just go on playing my records" (Jimi Hendrix).


Drei CDs von Lhasa De Sela habe ich gerade günstig geordert.

:wink: Matthias

79

Dienstag, 9. März 2010, 13:07

Lhasa De Sela kannte ich nicht, klingt aber wirklich interessant, - tolle Stimme und musikalisch etwas quer, das ist was für mich.




Lieber Matthias,

bei deiner Antwort muss ich jetzt freudig schmunzeln.

Freudig,weil ich mich gefreut habe,dass mein Nachwort für Lhasa ein Echo gefunden hat und schmunzeln,weil ich mir gedacht habe, dass, sollte irgendjemanden diese Musik ansprechen, es der liebe Matthias sein könnte.

Schön,dass dir Lhasa gefällt und ihre Musik posthum in deiner Sammlung einen Platz bekommen wird.

Mit lieben Grüßen Mozartinaa
Es ist nicht erforderlich, Musik zu verstehen. Man braucht sie nur zu genießen.( L.Stokowski,Dirigent)

80

Dienstag, 9. März 2010, 13:25

Liebe Mozartinaa,

das war aber auch ein schöner Nachruf, der ihre Stimme und ihre Musik, soweit ich es von den Schnipseln bislang beurteilen kann, sehr gut charakterisiert. Nun bin ich jedenfalls gespannt.

:wink: Matthias

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