Das Schlimme ist, dass die Vielzahl der Produktionen, der Zeitdruck und nicht zuletzt (fehlende) Finanzen so viel an Schrott produzieren, dass in beiden Fällen das wirklich Wertvolle verschwindet oder - je nach vorgefasster Meinung - zu Unrecht unter den Müll subsumiert wird. Globalisierungen sind im Reich der Kunst immer schlechte Ratgeber ...
Moderne Wiener Lyrik...
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Wir stelen uns nicht auf die Seite des Prbs, dondern uf die dies zahlenden Obernpublikums. Der Prebsd geht ja bekanntlich nicht in die Oper - zumindest NOCH nicht - und nicht in relevantem Maße,
Ich hätte noch ein kleines aktuelles Bonmot eines erklärten Regietheater-Gegners zu bieten, der uns ein paar Dinge zum Opernpublikum erklärt:
Moderne Wiener Lyrik...
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Wir stelen uns nicht auf die Seite des Prbs, dondern uf die dies zahlenden Obernpublikums. Der Prebsd geht ja bekanntlich nicht in die Oper - zumindest NOCH nicht - und nicht in relevantem Maße,![]()
LG![]()
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Ich hätte noch ein kleines aktuelles Bonmot eines erklärten Regietheater-Gegners zu bieten, der uns ein paar Dinge zum Opernpublikum erklärt:
Moderne Wiener Lyrik...
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Wir stelen uns nicht auf die Seite des Prbs, dondern uf die dies zahlenden Obernpublikums. Der Prebsd geht ja bekanntlich nicht in die Oper - zumindest NOCH nicht - und nicht in relevantem Maße,![]()
LG![]()
Lieber Symbol, ich dachte erst, das sei sächsisch.....
Aber mich würde doch mal interessieren, wer bekanntlich (noch) nicht in die Oper geht: die Plebs, der Pöbel, die Pubertierenden?
Und müssen die Prbs in Wien etwa nichts fur eine Opernkarte bezahlen? Da sollte man doch mal über ein Umzug nachdenken!![]()
F.Q.
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Jedes Kunstwerk wird von einem Menschen geschaffen, der sich dabei etwas denkt, also etwas zeigen will, etwas anstrebt. So auch das Theaterstück oder die Oper. Wenn beispielsweise Richard Wagner im "Ring" eine Kritik an Kapitalismus und Spießbürgertum übt, diese aber in idealisierter germanischer Vorzeit anhand eines umgestalteten Mythos ansiedelt, so erhält diese Kritik dadurch eine überzeitliche Bedeutung. Diese überzeitliche Bedeutung wird verkleinert, wenn sie an speziellen Personen oder Ereignissen festgemacht wird. Stellt ein Regisseur Wotan beispielsweise Siegfried als Verkörperung eines NS-Recken dar, ist diese Gestalt eindeutig verortet. Damit verliert der Zuschauer die Möglichkeit, in der eigenen Vorstellung Siegfried auch als bolschewistischen Turner oder als Sportleridol unserer Tage zu sehen, wodurch dem Mythos die Überzeitlichkeit genommen wird.
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Hier ist die Frage zu stellen, ob nicht der Regisseur Mittel und Wege finden muß, seine Interpretation deutlich zu machen auf eine Weise, die keinen optischen Bruch bedeutet.
Die meisten von Euch wissen ja ohnedies dank eines Prbs-Forums, das mir persönlich gestolen bleiben kann, dass mein Herz eher auf Seiten des Regietheaters schlägt. Daher spiel' ich jetzt einmal den Advocatus Diaboli oder Dei, je nachdem, und versuche eine Apologie der konservativen Inszenierung.
Jedes Kunstwerk wird von einem Menschen geschaffen, der sich dabei etwas denkt, also etwas zeigen will, etwas anstrebt. So auch das Theaterstück oder die Oper. Wenn beispielsweise Richard Wagner im "Ring" eine Kritik an Kapitalismus und Spießbürgertum übt, diese aber in idealisierter germanischer Vorzeit anhand eines umgestalteten Mythos ansiedelt, so erhält diese Kritik dadurch eine überzeitliche Bedeutung. Diese überzeitliche Bedeutung wird verkleinert, wenn sie an speziellen Personen oder Ereignissen festgemacht wird. Stellt ein Regisseur Wotan beispielsweise Siegfried als Verkörperung eines NS-Recken dar, ist diese Gestalt eindeutig verortet. Damit verliert der Zuschauer die Möglichkeit, in der eigenen Vorstellung Siegfried auch als bolschewistischen Turner oder als Sportleridol unserer Tage zu sehen, wodurch dem Mythos die Überzeitlichkeit genommen wird.
Durch die Verlegung der Handlung in andere Zeiten als die vom Autor intendierten entstehen außerdem Stilbrüche, die lächerlich wirken können: Wenn Hagens Mannen mit Maschinengewehren herumlaufen, Hagen (im Anzug) Siegfried aber mit einem Speer tötet, ist die Grenze zur Lächerlichkeit in einem Ausmaß überschritten, das sowohl dem Werk als auch der - durchaus gut gemeinten und auch richtig gedachten - Interpretation schadet. Hier ist die Frage zu stellen, ob nicht der Regisseur Mittel und Wege finden muß, seine Interpretation deutlich zu machen auf eine Weise, die keinen optischen Bruch bedeutet. Die Brutalität des Geschehens läßt sich schließlich auch in einem Ambiente vor Augen führen, das der Zuschauer als mythische Zeit erkennt.
Die Aufgabe des Regisseurs entspricht jener eines Kommentators: Der Regisseur kann das Geschehen erzählen oder interpretierend erzählen, er kann aber nicht vom Geschehen abweichende Behauptungen aufstellen. Ein Kommentator, der bei einem Fußballspiel der 7:0 führenden Mannschaft bestätigt, sie würde unter jeder Kritik spielen, sei weit unterlegen und habe keine Chancen auf den Sieg, würde der Lächerlichkeit anheimfallen. Wieso geht es nicht auch einem Regisseur so, der durch seine Arbeit behauptet, Siegfried wäre ein Nazi-Kämpe oder Otello ein Box-Champion?
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Und natürlich darf er auch - bei entsprechender künstlerischer Qualität - ein Werk so ändern, das es gleichsam zu einem neuen wird.
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Allerdings ist es dann zu fordern und ehrlich, wenn es nicht mehr als Wagner oder was sonst verkauft wird, sondern als eigenständige Schöpfung sui generis.
Ist es belegt, dass Wagner selbst den "RIng" so meinte oder ist das bloß eine gängige Interpretation des Werkes?
Matthias z.B. (aus Rheingold)
Zitat
Wenn beispielsweise Richard Wagner im "Ring" eine Kritik an Kapitalismus und Spießbürgertum übt......
Ist es belegt, dass Wagner selbst den "RIng" so meinte oder ist das bloß eine gängige Interpretation des Werkes? ...
Cosima schreibt beispielsweise im Tagebuch mal, daß Wagner bei einem Besuch des Londoner Hafens meinte: "Das ist Alberichs Reich"Wenn beispielsweise Richard Wagner im "Ring" eine Kritik an Kapitalismus und Spießbürgertum übt,
Ist es belegt, dass Wagner selbst den "RIng" so meinte oder ist das bloß eine gängige Interpretation des Werkes?
Gruß,
Normann
Wenn beispielsweise Richard Wagner im "Ring" eine Kritik an Kapitalismus und Spießbürgertum übt,
Ist es belegt, dass Wagner selbst den "RIng" so meinte oder ist das bloß eine gängige Interpretation des Werkes?
Gruß,
Normann
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Sieh hin, dort strömen Schaaren heraus aus den Fabriken; sie haben geschafft und erzeugt die herrlichsten Stoffe, - sie selbst und ihre Kinder sind nackt, sie frieren und hungern, denn nicht ihnen gehört die Frucht ihrer Arbeit, dem Reichen und Mächtigen gehört sie, der die Menschen und die Erde sein eigen nennt. Sieh, dort ziehen sie heran, von den Dörfern und Gehöften; sie haben die Erde bebaut, und zum freundlichen Garten umgeschaffen, und Fülle der Früchte, genügend für Alle, die da leben, lohnte ihr Mühen, - doch sind sie arm und nackt und hungern, denn nicht ihnen und den Andern, die da bedürftig sind, gehört der Segen der Erde, allein dem Reichen und Mächtigen gehört er, der die Menschen und die Erde sein eigen nennt. Sie Alle, die Hunderttausende, die Millionen, sid lagern auf den Höhen und blicken hinaus in die Ferne, wo die wachsende Wolke das Nahen der befreiende Revolution verkündet, und sie Alle, denen Nichts zu bedauern bleibt, denen man selbst die Söhne raubt, um sie zu tapfern Kerkermeistern ihrer Väter zu erziehen, deren Töchter mit Schande beladen die Straßen der Städte durchwandeln, ein Opfer der niedrigen Lüste des Reichen und Mächtigen, sie Alle mit den bleichen, gramdurchfurchten Gesichtern, den von Hunger und Frost verzehrten Gliedern, sie Alle, die nie die Freude kannten, sie lagern dort auf den Höhen, und bebend vor wonnevoller Erwartung schauen sie mit angestrengtem Blicke der nahenden Erscheinung entgegen, und lauschen in lautloser Entzückung dem Brausen des anschwellenden Sturmes, der ihrem Ohre entgegenträgt den Gruß der Revolution
Dresdener Volksblätter vom 8.April 1849
Theoretisch kann ich nachvollziehen, was Symbol hier meint: Wenn mir durch eine Inszenierung eine Deutungsmöglichkeit allzu deftig aufs Auge gedrückt wird und ich mich in meiner Deutungsfreiheit eingeschränkt fühle, könnte ich mir auch vorstellen, abwehrend zu reagieren. Aber ist das denn so? Das muss wohl jeder selbst entscheiden.
Zitat
Symbol: Du sprichst eine Gefahr an, die bei interpretierender Regie natürlich potentiell bestehen mag, nämlich, daß der Regisseur seine Gedanken und Deutungen des Stücks so explizit darlegt, daß es auf den Rezipienten einengend wirkt. Buchstabiert ein Regisseur hingegen das Libretto runter (auch gerne "Auskostümieren" genannt), so kann natürlich jeder denken, was er will, im Zweifelsfall auch gar nichts. Nun kann man sich fragen, was am Einengen so böse ist: ich meine, daß eine belehrend wirkende Haltung ("macht Euch doch darüber mal gefälligst Gedanken") eher dazu geeignet ist, bei mir als Zuschauer Abwehrreflexe hervorzurufen, als wenn ich Ideen und Assoziationen des Regisseurs als Anregungen oder Denkanstöße präsentiert bekomme.
Zitat
Eine der spannenden Fragen beim Opernbesuch ist für mich jedesmal: Was macht der Regisseur daraus? Schafft er es, einen Bezug zwischen Oper und meinem Leben herzustellen?
Der Gedanke sollte noch aufgefächert werden... eindringlich und in seiner Schlagkraft, ja unbedingt ! Mit der Stimmigkeit ist es aber nicht ganz so einfach, weil auch in den bedeutenden Kunstwerken Stilbrüchiges, Krudes, Unstimmiges sich findet. Das sollte von der Regie nicht überkleistert werden, sondern deutlich gemacht werden... auch die gelungenen Arbeiten der sog. modernen Regie erschöpfen sich nicht in permanenten Stilbrüchen (die, wie Du sie beschreibst, sich dann verpuffen und uninteressant werden => Index schlechter Regie), sondern versuchen z.B. verborgene Fasetten des Werkes zur Erscheinung zu bringen, Fragen an das Werk zu stellen usw. .. der Bezug zwischen Kunst und Leben ist in der Regel nicht linear... und das Bedeutende an Kunstwerken mag sich zuletzt auch darin zeigen, dass es eben keinen unmittelbaren Bezug zum Leben hat bzw. sogar zur "Gegenwelt" der eigenen Erfahrungen, Vorstellungen, Gedanken werden vermag....
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Wenn ich in die Oper gehe, möchte ich ein Kunstwerk möglichst eindringlich, möglichst in seiner ganzen Schlagkraft erleben. Und das beinhaltet für mich, daß es in sich sich stimmig aufgeführt wird, d.h. Musik und Bühne müssen in welcher Form auch immer zusammenpassen. Wenn das nicht der Fall ist, wenn es immer wieder zu krassen Stilbrüchen kommt, ist es für mich mit der Eindringlichkeit vorbei... Der Bezug zwischen dem Kunstwerk und meinem Leben ergibt sich in einer in sich stimmigen Aufführung automatisch, in einer permanent stilbrüchigen ergibt er sich nicht, da dort die Wirkung des Werkes auf mein Inneres zu einem mehr oder minder großen Teil verloren geht.
Für mich völlig belanglos. Da ich keine weltanschaulichen Interpretationen und schon gar keine 'aktuellen' politischen Bezüge erwarte, begnüge ich mit der Tonkonserve. Thomas Mann schlug mal (in den 20ern?) vor, Wagner nur noch auf sehr entschlackten Bühnen - wenn ich ihn richtig verstehe: fast nur noch konzertant - zu bringen.
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Wenn beispielsweise Richard Wagner im "Ring" eine Kritik an Kapitalismus und Spießbürgertum übt,
Ist es belegt, dass Wagner selbst den "RIng" so meinte oder ist das bloß eine gängige Interpretation des Werkes?
Gruß,
Normann
Ja.
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Der Bezug zwischen dem Kunstwerk und meinem Leben ergibt sich in einer in sich stimmigen Aufführung automatisch, in einer permanent stilbrüchigen ergibt er sich nicht, da dort die Wirkung des Werkes auf mein Inneres zu einem mehr oder minder großen Teil verloren geht.
Kapitalismuskritik im Ring ist weder eine weltanschauliche Interpretation, noch besitzt sie ausgeprägte "Aktualität", da das ein - nicht einzige - wichtiger Bestandteil des Rings ist, der im 19. Jahrhundert komponiert wurde.
Zitat
Für mich völlig belanglos. Da ich keine weltanschaulichen Interpretationen und schon gar keine 'aktuellen' politischen Bezüge erwarte, begnüge ich mit der Tonkonserve.
Dem Wörtchen "nur" würde ich nicht folgen, aber konzertante Wiedergaben haben den Vorteil, der Konzentration auf die Musik des Rings.
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Wagner nur noch auf sehr entschlackten Bühnen - wenn ich ihn richtig verstehe: fast nur noch konzertant - zu bringen.
Warum muss es immer einen Bezug zum eigenen Leben bzw. Inneren haben ? Wotan:
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Der Bezug zwischen dem Kunstwerk und meinem Leben ergibt sich in einer in sich stimmigen Aufführung automatisch, in einer permanent stilbrüchigen ergibt er sich nicht, da dort die Wirkung des Werkes auf mein Inneres zu einem mehr oder minder großen Teil verloren geht.
Ja.
Stilbruch und Stimmigkeit, beide Wörter tauchen gleich zweimal auf, darum geht es wohl. Der Begriff "Stilbruch" beinhaltet in meinen Augen eine negative Komponente. Ich verwende daher lieber "Stilpluralismus". "Stimmigkeit" wiederum scheint mir recht subjektiv zu sein, ein Zeichen dafür, dass am ersten Satz etwas dran ist: die Erwartungen sind wohl unterschiedlich.
Zitat
arundo donax:
Tharon, die Erwartungen an einen Opernbesuch können sich offenbar grundlegend unterscheiden. Wenn ich in die Oper gehe, möchte ich ein Kunstwerk möglichst eindringlich, möglichst in seiner ganzen Schlagkraft erleben. Und das beinhaltet für mich, daß es in sich sich stimmig aufgeführt wird, d.h. Musik und Bühne müssen in welcher Form auch immer zusammenpassen. Wenn das nicht der Fall ist, wenn es immer wieder zu krassen Stilbrüchen kommt, ist es für mich mit der Eindringlichkeit vorbei.
Der Bezug zwischen dem Kunstwerk und meinem Leben ergibt sich in einer in sich stimmigen Aufführung automatisch, in einer permanent stilbrüchigen ergibt er sich nicht, da dort die Wirkung des Werkes auf mein Inneres zu einem mehr oder minder großen Teil verloren geht.
Für mich völlig belanglos. Da ich keine weltanschaulichen Interpretationen und schon gar keine 'aktuellen' politischen Bezüge erwarte, begnüge ich mit der Tonkonserve. Thomas Mann schlug mal (in den 20ern?) vor, Wagner nur noch auf sehr entschlackten Bühnen - wenn ich ihn richtig verstehe: fast nur noch konzertant - zu bringen.
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Eine mächtige Farbige mit dicker Goldkette und im Dress einer modernen Popdiva als Klytämnestra in Strauss´ Elektra hat mich zum Beispiel auch etwas irritiert (gesehen in Frankfurt). Aber im Nachhinein fand ich, dass dieses Outfit zusammen mit der (tollen!) schwülstigen Musik von Strauss eine Gesamtatmosphäre ergab, die meinem aktuellen Lebensumfeld viel näher ist, als eine historisierende Inszenierung. Ich empfinde mich jedenfalls als Bewohner einer brüchigen Umwelt.
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Kapitalismuskritik im Ring ist weder eine weltanschauliche Interpretation, noch besitzt sie ausgeprägte "Aktualität", da das ein - nicht einzige - wichtiger Bestandteil des Rings ist, der im 19. Jahrhundert komponiert wurde.
eben, und da wäre ein möglicher - nicht der - Ansatzpunkt für eine sinnvolle musikalische Wiedergabe und Regie des Ringes. Damit ist aber nicht gesagt, dass sich der Ring sich in Kapitalismuskritik erschöpft. Das wäre auch eine zu schmale Basis für eine Ringwiedergabe.
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Dann läge die Qualität ganz offenkundig nur noch darin, worin sie tatsächlich steckt: in der Musik und der Art, wie sie dramaturgisch - für Ausdruckszwecke - eingesetzt wird.
Warum sollen ausgerechnet Musikwerk davon "verschont" bleiben und wo liegt der "Wert" des Ringes ?
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und die Musikwerke damit verschonen können.
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Ich mag mich täuschen, aber mir scheint es, als ginge es vielen Gegnern des so genannten Regietheaters mehr um Unterhaltung auf hohem Niveau.
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Ich erwarte von einem Opernbesuch, dass ich leicht verändert aus dem Opernhaus hinausgehe als ich hineingegangen bin. Erkenntnisgewinn nennt man das wohl.
Wenn ich Erkenntnisse haben will, lese ich Texte. Kunst ist mir dafür zu schade. Deren Wirkungen sind anderer Art als der Art, mich von etwas zu überzeugen. Und ein gutes Werk leistet in der Tat auch mehr als, mich zu unterhalten. Wer unterhalten werden will, langweilt sich wahrscheinlich - das kenne ich nicht. Zum Beispiel in Straussens "Alpensymphonie" gewinnt man gewisse Eindrücke von einer Alpenlandschaft und Tätigkeiten in dieser Landschaft (hochkraxeln u. dgl.), ohne dass da irgendwelche Botschaften/Erkenntnisse vermittelt werden (sollen). Um mich von einem Regisseur über seine Ansichten - die wohl kaum spannender sein dürften als irgendwelche von Wissenschaftlern oder Philosophen geäußerten Meinungen - aufklären zu lassen, würde ich nicht in eine Aufführung gehen.
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Erkenntnisgewinn nennt man das wohl. Und das ist doch die Aufgabe der Kunst. Dass sie auch unterhaltend sein darf, warum nicht
Ich erwarte von einem Opernbesuch, dass ich leicht verändert aus dem Opernhaus hinausgehe als ich hineingegangen bin. Erkenntnisgewinn nennt man das wohl. Und das ist doch die Aufgabe der Kunst.
Ich mag mich täuschen, aber mir scheint es, als ginge es vielen Gegnern des so genannten Regietheaters mehr um Unterhaltung auf hohem Niveau.
Dass sie auch unterhaltend sein darf, warum nicht. Nur eben nicht ausschließlich, das ist mir zu wenig. Wie Regisseur, Bühnen-, Kostümbildner aber auch Orchester, Dirigent und Sänger das schaffen, ist mir fast egal: es muss gut und stimmig sein.
Darüber hinaus bin ich auch von Aufführungen, die mich nicht überzeugen, in den seltensten Fällen enttäuscht.
Warum soll Kunst nicht zu neuen Erfahrungen oder auch neuen Erkenntnisse führen ? Erkenntniss sind ja nicht nur in der rein rationalen Sphäre angesiedelt. Ferner bewegen sich Kunstwerke auch niemals ganz außerhalb der rationalen Sphäre. Aber ästhetische Erfahrung bzw. Erkenntnisse aus dem ästhetischen Bereich haben vielleicht das Potential sich nicht im begrenzten System der Rationalität zu erschöpfen zu müssen. Eine gute Regie wird auch nicht versuchen immer schlauer zu sein als das Werk sein zu wollen; obwohl mich das zuweilen gar nicht stört
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Wenn ich Erkenntnisse haben will, lese ich Texte. Kunst ist mir dafür zu schade. Deren Wirkungen sind anderer Art als der Art, mich von etwas zu überzeugen. Und ein gutes Werk leistet in der Tat auch mehr als, mich zu unterhalten. Wer unterhalten werden will, langweilt sich wahrscheinlich - das kenne ich nicht. Zum Beispiel in Straussens "Alpensymphonie" gewinnt man gewisse Eindrücke von einer Alpenlandschaft und Tätigkeiten in dieser Landschaft (hochkraxeln u. dgl.), ohne dass da irgendwelche Botschaften/Erkenntnisse vermittelt werden (sollen). Um mich von einem Regisseur über seine Ansichten - die wohl kaum spannender sein dürften als irgendwelche von Wissenschaftlern oder Philosophen geäußerten Meinungen - aufklären zu lassen, würde ich nicht in eine Aufführung gehen.
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Erkenntniss sind ja nicht nur in der rein rationalen Sphäre angesiedelt.
), dass die Finanzkrise ..........
dann nenne mir doch einen Begriff der ohne das Moment der Anschauung auskommt (höchsten der Begriff Tod oder der Begriff "Gott", aber beides ist vermutlich nicht Gegenstand möglicher Erfahrung
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Doch (vgl. Schlick: Erkenntnislehre)
). Und selbst Zahlen beziehen sich auf etwas Zählbares, was diese nicht selbst sind... finde ich auch, das heißt aber doch lange nicht, diese Dinge völlig auszublenden ...
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Natürlich landet det Janze wieda bei der Frage, worin ästhetisches Erleben bestehen kann (spezifischerweise, verdammt noch mal!). Mir jeht et nur jetz darum, dass ich jedenfalls nicht in eine Aufführung gehe, um zu erfahren, dass Krieg böse st (Man denke an Kippenbergers "Krieg böse"), dass die Finanzkrise ..........
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