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Mag sein, dass das Verhalten, wenn sie frisch aus Asien hier in Europa eintreffen, solche Annahmen der „Emotionslosigkeit“ unterstützt, das liegt aber mehr im „Wesen Asiens“ begründet. Alle, die ich kenne, blühen hier auf. Ich habe schon großartige musikalische Erlebnisse dabei erleben dürfen.

).Zustimmung!Ich wollte der darin vertretenen Meinung, dass (ost-)asiatische Musiker „ausdruckslos“ wären mal vehement widersprechen! Ich finde es schlichtweg diskriminierend eine solche Behauptung aufzustellen.
„Wesen Asiens“
Desweiteren möchte ich auch noch das Bach-Collegium Japan erwähnen ( gegründet von Masaaki Suzuki ), das eine renommierte Gesamteinspielung aller Bachkantaten hingelegt hat, und, nein, "ausdruckslos" und "nur auf Technik bedacht" sind die auch nicht (sonst wären die auch nicht so renommiert... ).
Carola postete neulich den Artikel http://www.nzz.ch/aktuell/feuilleton/buehne_konzert/eine-ungewoehnliche-liebesgeschichte-1.17477603“ über den Klassikboom aus Ostasien. Mein Dank gilt Carola für den Hinweis auf diesen Artikel, der mir Anlass ist, dieses Thema hier einmal aufzugreifen.
Ich wollte der darin vertretenen Meinung, dass (ost-)asiatische Musiker „ausdruckslos“ wären mal vehement widersprechen! Ich finde es schlichtweg diskriminierend eine solche Behauptung aufzustellen.
Ich habe es oft als beschämend empfunden, was z.B. gebildete Japaner über westliche Kultur wissen und wie wenig wir (ich zumindest) über die ihre wissen.
Zitat
Nun erregen neuerdings die «home grown»-Musiker, die bei internationalen
Wettbewerben vermehrt erfolgreich sind, Aufsehen, ein Phänomen, das in
Korea mit grosser Aufmerksamkeit registriert wird. Das Urteil der
europäischen Musikkritiker über die ehrgeizigen koreanischen und anderen
ostasiatischen Musiker lautete häufig: Sie seien fleissig und technisch
perfekt, aber hätten die Seele der europäischen Musik nicht begriffen
und daher fehle es ihnen an Reife und Tiefgang. Natürlich ist Musik wie
jede Kunst auf einem bestimmten kulturellen Humus gewachsen. Ohne den
emotionalen und intellektuellen Zugang zu ihm kann man schwerlich zu den
Tiefenschichten eines musikalischen Stückes vordringen. Aber unmöglich
sollte es nicht sein, kulturelle Schranken zu überwinden. Dank den CD
und dem Internet kann man heute zudem überall auf der Welt die besten
Konzerte und Opernaufführungen hören und studieren.
Ich besitze 3 CDs einer Gesamteinspielung der Klavierwerke von Debussy, mit der Japanerin Noriko Ogawa,
und ich bin damit sehr zufrieden, d. h. ich brauche keine andere.
Wesentliche Qualitätsunterschiede zu renommierten europäischen Einspielungen vermag ich (zumindest nach Probehören einzelner Stücke) nicht zu erkennen, und "Ausdrucklosigkeit" kann man der Dame kaum vorwerfen...
Trotzdem kann ich eine gewisse anfängliche Skepsis auch bei mir nicht verleugnen, wenn Asiaten abendländische Musik interpretieren. Dass diese Skepsis unberechtigt ist, ist mir bewusst.
Desweiteren möchte ich auch noch das Bach-Collegium Japan erwähnen ( gegründet von Masaaki Suzuki ), das eine renommierte Gesamteinspielung aller Bachkantaten hingelegt hat, und, nein, "ausdruckslos" und "nur auf Technik bedacht" sind die auch nicht (sonst wären die auch nicht so renommiert...).

Die mögliche Behauptung, er verstünde zuwenig von dieser Art Musik, wird damit schlicht und einfach widerlegt.
Wieso hat der dann die Rolle bekommen? Gerade da hätte ich gedacht, dass ein Koreaner sich hier nur durchsetzen kann, wenn er wirklich besser als die Konkurrenz ist.Und eine Aufführung der "Zauberflöte", von der mein bester Freund mir vor kurzem erzählte, litt offenbar sehr darunter, dass der koreanische Darsteller des Papageno kein Deutsch konnte, seinen Text phonetisch gelernt hatte und man kein Wort verstehen konnte.
Ausserdem ist im Artikel von der grossen Liebe der Koreaner zur klassische Musik die Rede. Bei uns gilt man ja fast schon als Sonderling, wenn man sich das antut. Im Mainstream-Hollywood-Kino hört höchstens der serienmordende Psychopath Wagner.
Zitat
Ähnlich wie früher in Europa gehört das Spielen eines Instruments wie
Klavier oder Geige heute zur erzieherischen Grundausstattung von Kindern
der bildungsbeflissenen Mittel- und Oberschicht Koreas.
"http://de.wikipedia.org/wiki/Wen-Sinn_Yang"...wie schön, der Name war im Spezial-Thread über die Cello-Suiten hier bei Capriccio zu finden: Wen-Sinn Yang
Gut wäre natürlich, wenn zum Beispiel auch in Asien Orchester und damit auch Arbeitsmöglichkeiten geschaffen würden, auf die sich dann auch Europäer bewerben können. Ob das jetzt schon der Fall ist, weiß ich nicht,
Talestri sicher nicht zum Schaden der Musik. Gut wäre natürlich, wenn zum Beispiel auch in Asien Orchester und damit auch Arbeitsmöglichkeiten geschaffen würden, auf die sich dann auch Europäer bewerben können. Ob das jetzt schon der Fall ist, weiß ich nicht,
)....jedes grössere Haus hat seine CHoreaner im Chor und Ensemble...jedes grössere Haus hat seine Koreaner im Chor und Ensemble
Zitat von »Konrad Nachtigall«
wieso fällt mir dann spontan kein einziger ost-asiatischer Opernstar der allerersten Reihe ein?
Sumi Jo


Das ist eine interessante Frage. Im Musiktheater von heute spielt das Rollenporträt zu dem ja massgeblich das Erscheinungsbild des Darstellers gehört sicher eine grosse Rolle und da kann es in manchen sehr typisierten Rollen schon schwierig werden. Der Sänger bzw seine Herkunft könnte dann schon ein Teil des Regie-Konzepts werden.Aber eine koreanische Netrebko, einen chinesischen Kaufmann etc. habe ich nicht auf dem Radar. Spielt das Aussehen so eine grosse Rolle? Oder sind die Gesangswettbewerbe alle murks, dass sie die echten Starts nicht erkennen?
Mir auch, wenn die Stimme mich überzeugt und er/sie auch in der Lage ist, die Rolle auf der Bühne zu verkörpern. Wobei mir das in manchen Belcanto-Opern dann fast shcon wieder egal ist, denn ich mache, je schôner die Stimme ist, da immer mehr die Augen zu, um nur noch im Klang zu baden.Mir ist es ziemlich egal, von wo ein Sänger kommt
Sumi Jowieso fällt mir dann spontan kein einziger ost-asiatischer Opernstar der allerersten Reihe ein?
Zum einen natürlich die Tradition des Trainings, der Disziplin und der strengen und hingebungsvollen Ausbildung in diesen Ländern.Man findet übrigens auffallend viele asiatische Koloratursoprane bei Wettbewerbsfinalen. Liegt das an Training und Disziplin der Ausbildung oder liegt dieses Stimmfach den asiatischen Damen besonders gut in der Kehle?
und wirft noch einmal die Frage nach der Koloraturbegabung der Asiatinnen auf. Aber kann es sein, dass youtube eine falsche Info hat? Ist das wirklich eine Arie fûr die Giulietta-Figur???????? Und wenn ja von Sumi Yo ausgeziert oder ist das das Original?
Natürlich sind künstlerische Vorurteile gegenüber AsiatInnen in der Musik ähnlich relevant, will heißen, ebenso unsinnig wie die weiland den Schwarzen entgegengebrachten. Mit irgendwelchen genetisch eingebauten Grenzen des Talents hat das also bestimmt nichts zu tun.Eine Frage stelle ich mir allerdings schon: Wenn ca. 60% der Wettbewerbsfinalisten in allen grossen Gesangswettbewerben Ost-Asiaten sind (ich denke, dass ist eher vorsichtig geschätzt), wieso fällt mir dann spontan kein einziger ost-asiatischer Opernstar der allerersten Reihe ein? Ja natürlich, in Bayreuth singen gerade wieder Kwangchoul Youn und Samuel Youn in nicht ganz kleinen Rollen, in Salzburg bestimmt auch jemand (hm, wer z.B.?), und jedes grössere Haus hat seine Koreaner im Chor und Ensemble. Aber eine koreanische Netrebko, einen chinesischen Kaufmann etc. habe ich nicht auf dem Radar. Spielt das Aussehen so eine grosse Rolle? Oder sind die Gesangswettbewerbe alle murks, dass sie die echten Starts nicht erkennen?
Rideamus
...ebenso wie andere, meist tiefere Lagen und "Spiritual"-Power sehr gerne in afro-Stimmen zu liegen scheinen.Zitat von »FairyQueen«
Man findet übrigens auffallend viele asiatische Koloratursoprane bei Wettbewerbsfinalen. Liegt das an Training und Disziplin der Ausbildung oder liegt dieses Stimmfach den asiatischen Damen besonders gut in der Kehle?
Zum einen natürlich die Tradition des Trainings, der Disziplin und der strengen und hingebungsvollen Ausbildung in diesen Ländern.
Aber - auch ganz klar, dieses Stimmfach liegt rein "biologisch" den asiatischen Damen ganz klar besonders gut in der Kehle.
Die Stimmbänder sind schon eher für hohe Lagen gestrickt, da habe ich auch mal einen Artikel darüber gelesen.
Das sehe ich einfach als "biologischen Fakt" an.
Ich kann mich an den Kommentar eines Festspielbesuchers erinnern, der nicht akzeptieren konnte, daß ein schwarzer Philipp II (Simon Estes) einen weißen Don Carlos als Sohn haben konnte.Er kann auch nichts dafür, dass er ein Asiate ist und so aussieht. Ich kann aber auch nichts dafür, dass mich das permanent aus der Illusion der Handlung heraus reißt.
Und zu wenige Aidas oder Bess's für schwarze Sängerinnen ?Es gibt einfach zu wenige BUTTERFLYs, MISS SAIGONs oder NIXON IN CHINAs in der klassischen Musik.
Ist das wirklich eine Arie fûr die Giulietta-Figur???????? Und wenn ja von Sumi Yo ausgeziert oder ist das das Original?
Falls ja, wâre der Kreis von Olympia zu Giulietta jedenfalls geschlossen und eine besetzung mit drei oder vier Stimmen kaum mehr realisabel bzw schon rein gesangstechnisch unlogisch.![]()
Ich hätte nicht nur nicht gegen Grace Bumbry als Venus oder Camen protestiert, ich habe es tatsächlich keine Sekunde lang getan, als das damals Furore machte, was ich durchaus schon mitbekam. Abgesehen davon, kommt mir eine schwarze Venus überhaupt nicht als ein Fall vor, bei dem man den Unglauben beurlauben muss. Seltsamerweise trifft das schon darauf zu, dass ich Opern mag, obwohl die Zahl meiner Erlebnisse, in denen normale Menschen sich nur singend ausdrücken, ziemlich begrenzt ist.
Hättest Du auch gegen Grace Bumbry als Venus protestiert oder gegen Victoria de los Angeles, die sich erdreistet hatte, keine blondhaarige Elisabeth zu sein ?
Rideamus 1 Besucher
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