[EDIT]Ich erlaube mir in diesem Thread zwei Werke zu behandeln, die zusammengehören, aber durch die Systematik des Telemann-Projekts auseinander gerissen werden. Man kann die Beiträge kopieren, sollten im Laufe des Projekts auch diese Werke anstehen, sollte aber die Originale mE hier stehen lassen - und irgendwann dieses erklärende Edit wieder löschen.[/EDIT]
Es war eine Gelegenheit, aber eine besondere, zu der Telemann wohl eines seiner reifsten und großartigsten Orchesterwerke schuf: das 100jährige Jubiläum der Hamburger Admiralität. Seit 1623 bildete sie ein bürgerliches Kolleg, sie bestand aus einem der Bürgermeister, vier Senatoren, einem Sekretär, sechs Kaufleuten und zwei Kapitänen. Ihr unterstand das ganze Seewesen, in Kriegs- und Friedenzeiten. Das Aufgabengebiet war u.a. die Kontrolle des Lotsenwesens, die Platzierung von Seezeichen, sowie die Überwachung von Versicherung und Sicherheit der Schifffahrt. Es galt u.a. die schwer bewafneten Begleit-Fregatten zur Verfügung zu stellen, die die Handelsschiffe gegen Piraten schützen sollten. Dazu gab es sogenannte Sklavenkassen, die dazu dienten, Hamburger Bürger aus der Piratenhand wieder freizukaufen.
Die angesehene, für ihre Zeit fortschrittliche bürgerliche Institution war so erfolgreich, dass ihr hundertjähriges Bestehen für ganz Hamburg der Grund zu einem Jubelfest war. Die erste der Musiken war die Ouvertüre in C-dur TWV 55:C3 "Hamburger Ebb und Flut", die auch unter dem Namen "Wassermusik" bekannt ist, die zweite die Kantate "Hamburger Admiralitätsmusik 1723 für Soli, Chor und Orchester TWV 24:1".
Liebe Grüße Peter
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Was ist die Neunte Symphonie neben einem Gassenhauer, den ein Leierkasten und eine Erinnerung spielen!
(Karl Kraus)