




Reinhard Goebel hat auch das bei Edition Walhall herausgegebene Faksimile ediert; in seinem sehr lesenswerten Vorwort stellt er die These auf, Biber hätte diese Sammlung zwar offiziell seinem Dienstherren gewidmet, aber privat für seine Tochter Maria Magdalena geschrieben, die im Jahr der Veröffentlichung - 1696 - in Nonneberg den Schleier nahm und dem dortigen Kloster zu einer einzigartigen Musikblüte verhalf. Sie spielte außer Geige, Trompete und Pauke eben auch Viola d'amore ganz fürtrefflich - weshalb die Besetzung der Partita nr. VII sehr gut auf ein musikalisches Vater-Tochter-Zusammenwirken deuten könnte.
Ja, Anna Magdalena soll eine ausgezeichnete Musikerin gewesen sein... [sie hieß überigens Anna Magdalena, mit Klosternamen Maria Rosa Henrica - ihre Schwester aber Maria Cäcilia - das wird dann öfters verwechselt und Anna Magdalena zu Maria Magdalena umbenannt: ich hab schon einen Artikel gelesen, wo sie einmal so einmal so genannt wird...]privat für seine Tochter Maria Magdalena geschrieben, die im Jahr der Veröffentlichung - 1696 - in Nonneberg den Schleier nahm und dem dortigen Kloster zu einer einzigartigen Musikblüte verhalf. Sie spielte außer Geige, Trompete und Pauke eben auch Viola d'amore ganz fürtrefflich - weshalb die Besetzung der Partita nr. VII sehr gut auf ein musikalisches Vater-Tochter-Zusammenwirken deuten könnte.
Also vier Jahre zwischen Komposition und Publikation ist ja - vor allem wenn man das teure ins Kupfer Stechen hinzurechnet - dünkt mir keine so große Zeitspanne zu sein, dass das absolut möglich wäre (wie lange braucht heute wohl die Publikation eines Musikstücks?) - da es in der Quelle auch über ein Trio die Rede ist, klingt für mich fast schon eindeutig.Dass die Partia schon 1692 komponiert worden sein könnte und möglicherweise am Dreifaltigkeitssonntag desselben Jahres unter Bibers eigener Mitwirkung bei einer Tafelmusik aufgeführt wurde, legt ein aus dem Kloster Nonnberg erhaltener Bericht nahe, in dem zu lesen ist, dass Herr Biber „mit zwei anderen Musikern nach der Tafel auf den lieblichen Instrumenten mit 2 Geigen Viol: d'amor genant eine grosse Zeit.« musizierte.



. Ich bin mit dir ganz einer Meinung: ähnllich geht's auch mir.
Letzlich kann ich mich über keine der Aufnahmen richtig ärgern.So richtig bevorzugen kann ich keine, da meine Gefühlsschwankungen das Hörerlebnis sehr stark beeinflussen .
Aber die echte Referenzeinspielung, nach der nichts mehr kommen kann, ist meiner Meinung nach nicht dabei. Am schwierigsten wird es für die nächsten wohl sein, Reinhard Goebel und seine Mitstreiter in ihrer ungemein präzisen Darstellung zu übertreffen.
Forensoftware: Burning Board® 3.1.7, entwickelt von WoltLab® GmbH