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Ich weiß nicht recht. In Romeros Ouevre der Untoten ist das ja bereits der zweite Teil. Die Filmwelt überrumpelt hatte er ja schon fast zehn Jahre früher mit Night of the Living Dead. Damals strengstens verbannt, ziert der Streifen heute die Filmarchive großer Museen. Die Zeiten und das Rezeptionsverhalten ändern sich... (Auf meiner DVD steht übrigens: USA, 1668 - somit dürfte er auch der mit Abstand älteste Film der Geschichte sein!"Dawn of the dead", in Deutschland bekannt als "Zombie 1", von George Romero ist sicherlich der Pate aller Zombiefilme. Gefangen in eigener Komsumwelt ohne Ausweg.
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Die Filmwelt überrumpelt hatte er ja schon fast zehn Jahre früher mit Night of the Living Dead. Damals strengstens verbannt, ziert der Streifen heute die Filmarchive großer Museen. Die Zeiten und das Rezeptionsverhalten ändern sich... (Auf meiner DVD steht übrigens: USA, 1668 - somit dürfte er auch der mit Abstand älteste Film der Geschichte sein!)
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3. Day of the Dead (1985) - (Die stumpfe Brutalität des miliärischen Apparats)
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Wie hörte ich die Extrem-Filmer Jörg Buttgereit und Bruce LaBruce vorgestern auf ARTE miteinander plaudern: Extreme Filme müssen aus dem Untergrund kommen, sie müssen zwangsläufig B-Movies sein, damit sie an irgend etwas rütteln können. Sie müssen am Status Quo rumpieksen, dürfen aber niemals der Status Quo selbst werden. Leider haben wir in den letzten Jahren aber diese Tendenz...



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Ich wage es ja eigentlich kaum zu schreiben, aber nach einem Vierteljahrhundert habe ich mir erlaubt, nochmals Pasolinis "120 Tage von Sodom " anzuschauen.
Sehr warm, sehr extrem, sehr notwendig für die damalige Zeit-auch für unsere natürlich- , kompromißlos und zeitlos.
Und ich rede nicht über die Gewaltorgie, welche sich über den Voyeur....äh...Zuschauer ergießt.
Wer das mag, ist krank.......aber der Film geht viel tiefer,er ist gnadenlos und wirft alle möglichen Fragen auf.
Letztendlich ist das DER Film, welcher zur Diskussion stellt, wozu die menschliche Rasse imstande ist, natürlich ein Pamphlet gegen den Faschismus, aber auch und natürlich darüber hinaus.
Das ist kein Film zum sich Unterhaltenfühlen, das ist auch kein Film zum Anschauen.
Das ist einfach ein Film, welcher gemacht werden mußte, und jemand mußte den Mut haben, Ihn zu machen, auch wenn er dabei untergeht.
Man sollte Ihn nicht anschauen, aber ich bewundere Pasolini und seine Schauspieler, daß er und diese es auf sich genommen haben, diesen Film zu machen.
Ich hoffe, daß ich in etwa eine Erklärung gefunden habe, warum dieser Film KEIN Schund ist.
Mein Gestammel liest sich bestimmt ziemlich hilflos, und dieser Film läßt einen wirklich ziemlich hilflos zurück, nicht auf einer Ebene befindlich wie ein reiner Grusel, Splatter und Gewaltfilm.
Nach 25 Jahren hatten sich alle Szenen so in meinem Kopf festgesetzt, ich hätte diesen Film kein zweites mal sehen müßen. Es war alles wie beim ersten Mal.
Verstörend.
Andere Filme vergißt man oder sie verändern sich für einen in seiner Wahrnehmung über die Jahre.
Dieser Film nicht.
ich vermute nicht unmittelbar identisch, siehe Pasolini
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Sind Grausamkeit und Gruselei identisch?



Lieber Armin,Kennt eigentlich jemand den schönen Film "Theater des Grauens" ("Theatre of blood") mit Vincent Price und Diana Rigg? Einer der vergnüglichsten Schocker, die ich gesehen habe...

Hallo Tharon,

Rideamus Seltsam, dass noch niemand auf meine obige Frage, was denn nun an Horrorfilmen so anziehend ist undwo die Grenzen des Genres leigen, antworten wollte oder konnte.....
Das leuchtet mir insofern ein, als es um konkret greifbare Gefahren geht wie Angriffe anderer Hominiden-Horden, Attacken hungriger Säbelzahntiger oder plündernder Söldner geht.Eine Art Ersatz-Adrenalin für die fehlenden realen Gefahren, denen die Menschen zuvor immer ausgesetzt waren.
Das ist für mich auch sehr schwieirg nachzuvollziehen: wozu will ich wollen , dass es mir nciht gut geht??? Ich will nämlcih ganz im Gegenteil, dass es mir gut geht!Von einem gelungenen Horrorfilm erwarte ich, dass es mir beim Ansehen und vielleicht auch noch eine ganze Zeit danach nicht besonders gut geht. Dass ich mich in Zustände begebe, die ich sonst nicht erleben kann.
Das kann ich wiederum verstehen, aber DIESE spezielle Art von Hormonen lasse ich lieber auf tiefstmöglicher Ebene. Mir sind Serotonin, Norardrenalin Oxytocin und diverse Endorphine wesentlich lieber als Adrenalin, Kortisol und Testosteron.Alle verbindet die unterschwellige Lust auf Hormonausschüttung.
Ja, das leuchtet mir komplett ein. Bei Lebenstragödien in Filmen kann ich auch unbehelligt heulen ohne dieses Drama selbst durchleben zu müssen. Jedenfalls ist mir nach dem was ich hier lese, die Lust am Horror zwar persönlich weiter mehr als fern, aber immer noch sympathischer als die Lust an der Gewalt. Das ist nun ein Genre, das ich sogar gefährlich um nciht zu sagen "pervertierend" finde, was mir beim Horror weit weniger der Fall zu sein scheint. Aber wie gesagt: das nur von aussen.Bei inszeniertem Grauen hingegen kann ich die notwendige Distanz aufbauen, so nach dem Motto: Ist ja nicht echt, da will mir nur jemand Angst einjagen...
Mir sind Serotonin, Norardrenalin Oxytocin und diverse Endorphine wesentlich lieber als Adrenalin, Kortsol und Testosteron.

Ja. Reine Katharsis!Aber was mir persönlich schwerfällt zu verstehen: wozu braucht man diese Art von Adrenalin? Baut man damit überschüssige Energien ab und ist das so eine Art Psychohygiene?
Keine(r) traut sich was zu sagen. Dann muss ich's wieder machen, obwohl man mich schon nach dem ersten Beitrag des Sexismus' bezichtigt hat!Werden Horrorfilme eigentlich mehr von Männern geliebt oder ist das ausgeglichen?
Keine(r) traut sich was zu sagen
Warum sich wohl keiner "traut"? Meinst du die haben alle Angst, dass die Leidenschaft für Horrorfilme als psychopathologisch verurteilt werden könnte?
Von weiblicher Seite habe ich stets mehr Verwunderung darüber erfahren, warum man sich freiwillig Unangenehmem aussetzt.
ebenso die Tatsache, dass bei immer höherem Anteil von dargestellter Gewalt der Frauen-Anteil der Zuschauer abnehmen soll.
Eher Sadist. Ich sympathisiere eher Freddy Kruger, Jason Voorhees oder Michael Meyers als saudumm schreiend herumtrödelnde Wasserstoffblonde.Die Hormonausschüttung wird dagegen offensichtlich als angenehm empfunden oder seid ihr alle Masochisten?
Ich glaube schon. Sonst heißen manche Filme nicht so wie „Hollywood Chainsaw Hookers“ oder „Frauen bis zum Wahnnsinn gequält (übrigens: Musik von Ennio Morricone)“: Wörter wie „chainsaw“, „hooker“ oder einfach „Frauen (unbedingt Plural)“ lassen Männerherzen nun mal hoch schlagen.Werden Horrorfilme eigentlich mehr von Männern geleibt
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Norardrenalin Oxytocin
Lieber Penthesilea,„Dracula“ war Ausdruck der Angst vor Syphilis und Untergang der Adelsgesellschaft. „Der weiße Hai“ galt als die bestimmbare Angst vor den Unbekannten in der Zeit des Kalten Krieges. George A. Romero und seine Zombiefilme wurden in der Zeit des Vietnamkrieg gedreht, als mal jung und gesund gewesene Männer völlig traumatisiert und schwer behindert in die Heimat zurückkehrten.
Als George Bush die ganze Welt in den Irakkrieg zog und alle Mittel inkl. Folter völlig legitim gesehen wurde, boomten die Folter-Pornos wie „Saw“ und „Hostel“. Die sog. Französische Terrorwelle wie „Haut Tension (High Tension)“, „Frontier(s)“, „Martyrs“ oder „À l'intérieur (Inside)“ entstand in der Zeit von Nicolas Sarkozy als Innenminister und blutiger Krawalle im Pariser Vorort. Hier werden besonders soziale Randgruppen gezielt terrorisiert.
Das ist eine interessante Deutung, die ich so noch nicht kannte. Mir waren die Twilight-Filme (die sich ja an eine pubertäre, vornehmlich weibliche Zielgruppe richten) eher als konservatives Kino im Sinne eines Amerikas Sarah Palins vorgekommen: Aseptische Erotik, kein Sex vor der Ehe, Liebe ohne Körperlichkeit, Einstehen für höhere Ideen durch Verzicht - das erinnert mich nicht an Pädophilie oder Missbrauch in der katholischen Kirche, sondern an das Menschenbild der amerikanischen Evangelikalen. Aber das sind nun echt keine Horror-Filme. Das ist Harry Potter für 15 - 20jährige...Nicht unbedingt Horrorfilm aber immer hin mit Vampir: „Twilight“ und die weiteren Fortsetzungen. Ein blutjunges Mädchen verliebt in einen gut und jung aussenden, sich gut benehmenden Jungen. Nur dieser Junge ist nun mal mindestens 500 Jahre alt. Und was hat dieser alte Sack in einem High School zu suchen? Eine sehr unterschwellige Pro-Pädo-Haltung dieses Films macht mir mehr Angst. Wahrscheinlich Lieblingsfilm(e) von Vatikan.
Um Gotteswillen! "Saw"- und "Hostel"- Franchise sind nur saudumme Filme, handwerklich schampig gemacht, auch nicht mal Horrorfilme sondern Terrorfilme. Und Sozialkritik werde ich dabei nicht mal ansatzweise finden können. Frage ist nur: Warum sind diese Filme so weltweit erfolgreich? Warum reden alle über diese Filme, egal ob man sie gesehen hat oder nicht? Das Phänomen und der Umstand des Erfolges sind meiner Meinung nach darauf begründet, dass diese Filme gerade das hochbrisante aktuelle Thema stilistisch behandelt haben. Wenn diese Filme in einer anderen Zeit ins Kino kämen, z. B. am Ende der 80er, wäre keiner dafür interessiert. "Saw" Reihe war sehr erfolgreich, bis zum Beginn der Obama Ära. Da musste die "Saw" Reihe Platz räumen für "Paranomal Activity". Ein super billig produzierter Film, den ich für genauso belanglos und schwachsinnig wie "Blair Witch Project" halte, war phänomenal erfolgreich, gerade in der Zeit der Finanzkrise. Was für einen Kontrast...Auch hier ist die Sozialkritik ein durchsichtiges Feigenblatt.
Oh ja, der Film war ja so was von prüde, dass ich wirklich Gänzehaut gekriegt habe. Trotzdem halte ich den Film für eine Anleitung zur Pädophilie: "Du, Minderjährige(r), darfst mit alten Säcken herumtreiben, solange du keinen Geschlechtsverkehr hast. Du bist ja schließlich derjenige oder diejenige, wer die armen alten Säcke verführt." Es klingt für mich eindeutig wie eine vatikanische Ausrede. Und sicherlich Stephenie Meyer oder ganze Filmemacher haben dabei nicht viel gedacht, ob das Pädophilie ist oder nicht. Aber schon wie die Grundkonstellation derart positiv in dem Film dargestellt wurde, ohne kritische Haltung (und sicher ohne Hirn), fande ich absolut inakzeptabel. Und ich schäme mich dafür, Twilight gesehen zu haben. Aber meine Freundin hat mich gezwungen sogar mit Trennung und Scheidungskrieg. Und sie ist schon dreifach so alt wie das Durchschnittsalter von Twilight-Zuschauern... man man man...das erinnert mich nicht an Pädophilie oder Missbrauch in der katholischen Kirche, sondern an das Menschenbild der amerikanischen Evangelikalen.
Lieber Penthesilea,„So finster die Nacht“ hat eine ähnliche Thematik, aber wegen der sadistischen Handlung (das Buch ist noch schlimmer. Der Film ist ziemlich abgemildert) ist der Film politisch eher akzeptabler als Hollywood Pädo-Drama.

ja, ich finde den Film in Sich sehr gut. Nur der Film hat mich etwas irritiert, da die wichtige Vorgeschichte überhaupt nicht in dem Film erwähnt wurde: Warum und wie ist das "Mädchen" Blutsauger geworden? Hier spielt eigentlich der Kindesmissbrauch die entscheidene Rolle. Da ich bei dem Film immer das "Mädchen" als ein Opfer des Missbrauchs gesehen habe, erwähnte ich die Pädophilie im Zusammenhang mit dem Film. Aber Carsten, du hast Recht. Wenn man nur den Film gesehen hat, wird man eigentlich nie und nimmer auf so eine Idee kommen können... Ich habe den Roman und den Film einfach durcheinander gebracht.Ich kenne den Roman nicht, fand den Film aber sehr, sehr gut. Auf deine Konnotationen wäre ich nie gekommen.
Lieber Jean,
Der Film ist in Prolog, drei Kapitel und Epilog gegliedert. Der erste und der letzte Abschnitt sind in schwarzweißer Extrem-Zeitlupe zu sehen. Kann mir jemand den Epilog erklären, in dem Hunderte Frauen durch den Wald laufen? Ein Pilgergang?

Extrem störend sind - besonders im zweiten Teil - die deutschen Synchronfassungen. Wäre es ein englischsprachiger Film gewesen, hätte ich sofort die Tonspur gewechselt. Des Spanischen bin ich aber leider nicht mächtig, also musste ich die Einfältigkeit der deutschen Version In Kauf nehmen.
Lieber Local Hero,Es hätte auch die Möglichkeit bestanden, sich die spanische Originalfassung mit deutschen Untertiteln anzuschauen.





Einspruch, lieber Edwin. So schwarz und weiß sehe ich die Unterscheidung nicht. Erst einmal: Wo verlaufen denn die Grenzen zwischen Furcht, Schauer, Panik, Ekel usw.? Das kann man doch nicht allgemeingültig festlegen. Was deine "Saw"- und "Hostel"-Kritik angeht: Da bin ich ganz bei dir. Das sind gar keine Horrorfilme, die die Freude am Schrecken fördern sollen. Das sind ganz erbärmliche Streifen, die von billigem Gewaltvoyeurismus geprägt sind. (Ich gebe zu: Ich habe nach dem zweiten Saw-Film die Segel gestrichen, weil ich nach dem halbwegs tolerierbaren ersten Teil keine Lust mehr auf diese dümmliche Reihe hatte.)Auf der einen Seite gibt es Grusel- bzw. Horrorfilme, auf der anderen Seite Splatter. Gruselfilme wollen Schauer erzeugen, Splatterfilme hingegen Ekel.
Das verstehe ich nun auch nicht so ganz. Tod Browning wollte in diesem Film von 1932 alles andere, als Menschen mit Behinderungen diffamieren. Er war vor den Drehharbeiten selbst lange Jahre in einem Zirkus unterwegs, der behinderte Menschen als Schauwerte anpries. Das wird man heute abstoßend finden, die Zirkus-Landschaft zur damaligen Zeit sah aber leider häufig so aus. Zudem sympathisiert Browning mit den "Freaks", die unter den Schandtaten der sogenannten "Normalen" leiden müssen. Fast achtzig Jahre später kann man sicher darüber streiten, ob das Thema nicht subtiler behandelt werden könnte. Freaks untermauert aber in keiner Weise deine These, dass geistig und/oder körperlich benachteiligte Menschen als blutrünstige Bestien dargestellt werden.Weshalb mir auch der Klassiker "Freaks" nicht geheuer ist. Meiner Meinung nach werden da Menschen mit Behinderung ausgenützt, und das Gefühl des Abscheus vor solchen Praktiken überwiegt bei mir den Horror bei weitem.





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