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Gurnemanz

Hilfsseemann

  • »Gurnemanz« ist männlich

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1

Samstag, 31. Juli 2010, 18:38

Musikinstrumente im Flugzeug - aber wie?

Liebe Instrumentalist/innen,

da ich eben ein Musikinstrument, genauer: eine Oboe erworben habe und darüberhinaus mein Sommerurlaub ansteht, der auch zwei Linienflüge einschließt (Frankfurt - Stockholm und zurück, mit SAS), bewegt mich diese Frage:

Darf ich meine Oboe im Handgepäck mitnehmen?

Da ich nicht plane, mit dem schönen Instrument andere Menschen zu schädigen (während des Fluges wird nicht geblasen 8+) ), habe ich eigentlich ein gutes Gewissen - weiß aber nicht, wie die Sicherheitsfachleute am Flughafen das beurteilen. Natürlich gäbe es auch die Möglichkeit, die Oboe im Koffer unterzubringen, ich weiß aber nicht, ob die im Lagerraum des Flugzeugs herrschenden Temperaturen schaden könnten (Frost?). Und manchmal gehen Koffer ja auch verloren...

Vielleicht gibt es hier Musiker, die einschlägige Erfahrungen haben. Was meint Ihr dazu?

Also: Was hat zu beachten, wer nicht ohne sein geliebtes Musikinstrument fliegen mag? (Aktuell um meine Oboe, aber auch Erfahrungen mit anderen Instrumenten dürfen hier gern zur Sprache gebracht werden, auch wenn Kontrabassisten vermutlich andere Sorgen haben als Flötisten...)

:wink:
Es grüßt Gurnemanz

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-¿Se trata de una cita? -le pregunté.
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Jorge Luis Borges

2

Samstag, 31. Juli 2010, 18:51

Ich hatte mal in Berlin-Tegel meine Querflöte im Etui dabei, in einem Aktenköfferchen. Beim Durchleuchten/Röntgen des Gepäcks auf dem Laufband zeichneten sich Röhren ab, die ein Beamter für Schalldämpfer eines Revolvers hielt. Ich wurde also gebeten, unter schwerbewaffneter Aufsicht in einem Nebenraum, das Köfferchen auszupacken und das Etui zu öffnen ... Die Damen und Herren meinten dann, man solle sowas vorher sagen und gleich vorführen.
Vielleicht ist das ja heute anders.

lg vom eifelplatz, Chris.

3

Sonntag, 1. August 2010, 00:06

Bei einer Flugreise nach Frankreich wurde ich (erst auf dem Rückflug) auch gebeten, meinen im Handgepäck mitgeführten Oboenkoffer zu öffnen. Allerdings fand die Kontrolle ohne schwere Waffen statt, und insgesamt war es eine lockere, in zwei Minuten erledigte Angelegenheit.

Auf einem Spanienflug 1999 gab es überhaupt keine Schwierigkeiten mit dem Transport der Oboe im Handgepäck.

Eine meiner früheren Schülerinnen, die jetzt an der Freiburger Musikhochschule studiert, hat via Erasmus ein Jahr in Helsinki verbracht. Über Probleme mit dem Instrument beim Flug habe ich nichts von ihr gehört, und ich bin mir sicher, dass sie die Oboe auch im Handgepäck mitgenommen hat.

Ich würde die Oboe auf keinen Fall in den großen Reisekoffer stecken - aber ich würde vor dem Flug noch mal genau kontrollieren, ob ich das Schabemesser und den Schraubenzieher aus dem Etui entfernt habe. Ansonsten würde ich mir keinen großen Kopf machen, sondern das Gerät einfach mit in den Flieger nehmen.

Viele Grüße

Bernd

Gurnemanz

Hilfsseemann

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4

Sonntag, 1. August 2010, 10:52

Vielen Dank für Eure Antworten!

Inzwischen habe ich ein wenig im Internet geforscht: Instrumente bis zur Größenordnung Horn oder Bratsche scheinen unproblematisch zu sein und sind zusätzlich zum Handgepäck erlaubt. Allerdings überlege ich jetzt, ob ich mir noch zusätzlich eine Querflöte zulegen sollte - als Schalldämpfer. :D

Daß es dagegen mit Celli schwierig sein kann, hat Michael Schlechtriem, glaube ich, an anderer Stelle bereits eindrücklich erläutert...

:wink:
Es grüßt Gurnemanz

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Jorge Luis Borges

5

Sonntag, 1. August 2010, 17:27

Vielleicht ist das ja heute anders.


Naja, ich denke, heute ist es eher schlimmer. Aber ich sehe häufiger Instrumentalisten im Flieger (Gittarren, Geigen, Blasinstrumente). Ich weiß natürlich nicht, ob da wirklich Instrumente drin sind, oder Maschinengewehre... Bei scharfen und spitzen Gegenständen ist die Security aber eigen, die kommen nicht durch. Und Flüssigkeiten dürfen nicht mit, also Oboe vorher gut trocknen lassen :D

Ich wünsche jedenfalls viel Spaß im Urlaub. :wink:

Viele Grüße,

Melanie
With music I know happiness (Kurtág)

6

Sonntag, 1. August 2010, 18:53

Hallo Gurnemanz,
'ne Oboe ist wirklich kein Problem. Für Cellisten ist es eine Zumutung sondergleichen mit 2.Ticket etc. ,wobei man trotzdem immer noch beim Einchecken Probleme bekommen kann.

Piatigorsky hat das mal sehr elegant gelöst, als er daran gehindert wurde, sein Cello mit an Bord zu nehmen:
Auf die Frage, um was für ein Instrument es sich handelt, antwortete er: "Das ist eine Oboe" .
Daraufhin durfte er an Bord, denn Oboen waren in der Liste der Fluggesellschaft als unbedenklich eingestuft........

:wink:
Michael
"Lassen Sie es nicht so enden. Sagen Sie, dass ich etwas gesagt hätte."
Pancho Villa (1878 - 1923)

Gurnemanz

Hilfsseemann

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7

Sonntag, 1. August 2010, 19:04

[...] also Oboe vorher gut trocknen lassen :D
Ein wichtiger Hinweis, vielen Dank! ;+) Allerdings müssen die Wischlappen in den Koffer, denn daran befinden sich spitze Metallteile.

Immerhin werde ich mich klug verhalten, falls die Security mich befragt und keineswegs antworten: "Das ist ein Cello." :D

:wink:
Es grüßt Gurnemanz

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Jorge Luis Borges

8

Sonntag, 1. August 2010, 23:59

Ich möchte noch gerne hinzufügen, daß eine Oboe wirklich kein Problem darstellt.Es sei denn, man spielt auf Ihr...........

:hide:
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Pancho Villa (1878 - 1923)

9

Montag, 2. August 2010, 08:42

von einem befreundeten Kontrabssisten weiß ich, dass die Mitnahme seines Instrumentes sogar in der Eisenbahn zu Problemen führen kann ?(

oper337

Gestreifter Opernfreund

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10

Montag, 2. August 2010, 08:47

Meine Lieben!

Im Handgebäck ist es bestimmt nicht erlaubt einen Konzertflügel mitzunehmen, Bösendorfer u.a., machen ihn so unhandlich.

Entschuldigung für meine blöde Aussage dazu, aber ich stelle es mir so herrlich vor, im Flugzeug, neben einem Konzertflügel, zu sitzen und mit ihm zu plaudern und seine schwarzen und weißen Tasten zu zählen - und anzumalen.

Liebe Grüße sendet Euch Peter, der sich schämt. :hide: :hide: :wink: :wink:

11

Montag, 2. August 2010, 09:15

Im Handgebäck ist es bestimmt nicht erlaubt einen Konzertflügel mitzunehmen
Hm, ob die Security auch gefüllte Pfannkuchen untersucht? Wahrscheinlich schon, er müsste in dem Fall riesig sein...

und anzumalen

Siehe dazu hier: Farbangriff auf Klaviere


:thumbsup:

LG, Peter.
Kaum nimmt Guttenberg kein Haargel mehr, geht Schlecker pleite. Das kann kein Zufall sein!

12

Sonntag, 23. September 2012, 16:51

[Die folgenden 4 Beiträge stammen aus Guarneri 1741 gegen Germanenbürokratie 2012 - Noch eine Petition. Hier ist die Frage keineswegs OT, sondern genau richtig. ;+)
:wink:
Gurnemanz]



Hallo Michael,

mal eine hoffentlich nicht zu blöde OT-Frage meinerseits: Wie machst Du das eigentlich mit dem Cello? Buchst Du ein Ticket für das Instrument mit, so daß es sozusagen seinen eigenen Sitz bekommt?

LG :wink:
"Was Ihr Theaterleute Eure Tradition nennt, das ist Eure Bequemlichkeit und Schlamperei." Gustav Mahler

13

Sonntag, 23. September 2012, 17:00

Hallo Symbol,

Zitat

Buchst Du ein Ticket für das Instrument mit, so daß es sozusagen seinen eigenen Sitz bekommt?
Genau das.
Aber selbst das schützt dich nicht davor, daß Du bei beim einchecken massiv Probleme bekommen kannst.
Mittlerweile häufen sich die Vorfälle, in denen es Cellisten verwert wird, Ihr Cello trotz zweitem Ticket mit in die Kabine zu nehmen.

Aber der Frachtraum kommt überhaupt nicht in Frage, da ist das Teil nachher mit 99.9 % Sicherheit hinne.
Ich hatte bisher Glück, man muß halt auch auf die Airline achten.
Manche machen IMMER Probleme, andere sind gnädiger.

Übrigens ist es mittlerweile (z.B. in GB) jetzt auch soweit, daß man ein zweites Ticket in Bussen und Bahnen braucht.

Am besten bleibt man zuhause.

Gruß,
Michael
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Pancho Villa (1878 - 1923)

14

Sonntag, 23. September 2012, 17:11

Hallo Michael,

danke für die Info. Ich finde es reichlich kurios, daß die Airlines da rumzicken, noch zumal wenn ein zweites Ticket gekauft worden ist. Wenn die das Instrument in den Frachtraum nehmen würden, müßten sie es im Falle eines Schadens doch auch ersetzen. Zumindest war das eigentlich immer ein zuverlässiges Argument, wenn man früher (als noch nicht jeder Achtjährige eins hatte) ein Notebook zusätzlich zum erlaubten Handgepäck mit an Bord nehmen wollte - da wollten die sogar unbedingt, daß man es selbst mit an Bord nimmt, und ein Notebook kostet ja gerade mal einen winzigen Bruchteil eines guten Cellos.

Falls Du dann doch mal mit Instrument weg mußt, wünsche ich Dir eine gute Reise ohne pingelige Airlines und Zollärger!

LG :wink:
"Was Ihr Theaterleute Eure Tradition nennt, das ist Eure Bequemlichkeit und Schlamperei." Gustav Mahler

gioachino

Förster Jenkins

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Wohnort: Kriftel / Ts.

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15

Sonntag, 23. September 2012, 17:20

Ein Grund mehr, sich dem Gesang zu verschreiben ! :-I

Ciao. Gioachino :hide:
miniminiDIFIDI

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