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Mittwoch, 19. Oktober 2011, 14:22

Jubilate Deo - eine Motette

Liebe Forumgemeinde!

Ich habe mich nun dazu entschlossen auch einmal ein Stück von mir zu veröffentlichen. Ich selbst hatte ursprünglich die Absicht hauptberuflicher Musiker zu werden, weshalb ich auch Orgel studiere, allerdings habe ich mittlerweile den Entschluss gefasst, hauptberuflich Bauingenieur zu sein und die Musik als mein liebstes Hobby zu betreiben. - Dementsprechend kann ich derzeit relativ wenig musiktheoretische Vorlesungen an der Universität belegen, da diese meist mit den technischen Vorlesungen kollidieren. Nun, so viel zu mir - eine bessere und längere Beschreibung möchte ich, wenn mir einmal mehr Zeit bleibt, im betreffenden Forum dafür abgeben. Momentan bin ich 22 Jahre alt, werde voraussichtlich mein Bauingenieurstudim im nächsten Jahr abschließen und kann mich dann wieder vermehrt der Musik widmen.

Nun, wie dem auch sei. Vor einiger Zeit habe ich entdeckt, dass mir die Komposition auch ziemlich viel Spaß macht - ich möchte hier allerdings nicht den Anspruch stellen, mich als Komponist zu bezeichnen, geschweige denn, dass ich überhaupt bisher einige "richtige" Stücke geschrieben habe, obwohl sich einige nette Sachen darunter befinden, welche man eventuell später als "Jugendwerke" [ach, in meinem Alter trau ich mich fast nicht mehr von Jugend zu sprechen ^^] bezeichnen kann.

Momentan verbringe ich ein Auslandssemester im schönen Frankreich und habe - neben dem erlernen der Sprache, den Fächern auf der hiesigen Uni - ein kleines Stück fertiggestellt. - Eine Motette für vierstimmigen gemischten Chor, 2 Trompeten und Orgel über den Psalm 99/100 "Jubilate Deo" in B-Dur. Dies möchte ich euch nicht vorenthalten und wollte sie hier mit den folgenden Links posten, damit ihr euch die Partitur ansehen könnt bzw. ein [eigentlich halte ich von elektronischen Klängen überhaupt nichts!] Bild vom Stück allgemein machen könnt.

Die Partitur ist noch nicht fertig, da einige Eintragungen hinsichtlich Dynamik und Agogik bzw. Solo/Tutti fehlen. Außerdem kann sie durchaus satzfehler enthalten, da ich noch keine Zeit gefunden hatte sie wirklich gründlich daraufhin zu untersuchen, mich allerdings bemüht habe, möglichst wenige Fehler einzubauen. ...aber leider ist man (oder zumindest ich) nicht davor gefeit.

Viel gibt's ansonsten nicht zur Motette zu sagen - sie ist harmonisch nicht allzu komplex gehalten (ich hoffe, dass sie dadurch nicht uninteressant wird), erfordert allerdings teilweise durchaus einen relativ großen Ambitus der Stimme.

Nun, wie gesagt, hier der Link zur Partitur: http://peterjoachimheinrich.at/files/score.pdf bzw. zum (wirklich hässlichen, und eigentlich kein Abbild der Realität repräsentierenden) Midi-File: http://peterjoachimheinrich.at/files/score.mid

Ich würde mich über Kommentare, Anregungen, Kritik etc. freuen, was ihr von dem Stück haltet bzw. ob es Euch gefällt etc.

Herzlichen Dank im Voraus,
liebe Grüße aus Lyon

pjheinrich

P.S.: Das Tempo des Midi-Files bzw. die Tempo-Angabe auf der Partitur stimmt noch nicht ganz. - der A-Teil sollte etwas zügiger (aber nicht zu zügig) sein, damit im B-Teil (4/4-Takt, G-Dur) das Poco meno mosso mehr zur Geltung kommen kann. (Die 'Modulation' am Ende dieses Teils kommt ebenfalls im Midi schlecht hinüber - im Endeffekt soll der F7-Akkord sehr "fern" von der Orgel [aus dem zur Verfügung stehenden Hinterwerk bzw. ansonsten mit geschlossenem Schweller] sehr leise auftauchen, ebenso das Trompetensignal, in welchem das Tempo gesteigert werden soll, sodass im letzten Takt eine Verstärkung der Registrierung [z.B. öffnen des Schwellers bzw. Manualwechsel] erfolgen kann und man das Ursprüngliche Tempo mit einem kleinen ritartando davor erreicht ... ])

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Mittwoch, 19. Oktober 2011, 19:16

Ich habe mir deine Komposition angehört. Ich finde sie recht ansprechend; der lateinische Text erfreut mich schon allein deshalb, weil heutzutage liturgisch gesehen kaum sowas mehr zelebriert wird. Auf Details kann ich weniger eingehen; mir ist aber beim Hören nichts vermeintlich "Falsches" im Satz aufgefallen. Aber ich vermisse ein wenig eine dramatische Komponente (ich bin wohl zu sehr monteverdi-gestört :D ); in einem Jubelgesang wäre das auch möglich.

Ich gebe aber zu, daß diese "Kritik" mehr mit meinen eigenen Neigungen zu tun haben kann. ;+)

Jedenfalls wünsche dir viel Freude beim Weiterkomponieren. :vv:


Bis dann, jd :wink:
"Interpretation ist mein Gemüse."
Hudebux


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