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Melione

Neuer Wiener Schüler

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1

Freitag, 25. September 2009, 15:46

Meliones klassische Kompositionen

Werde hier meine kompositorischen Ergüsse posten und freue mich auf jegliche Kommentare :)

Zunächst vielleicht einleitend wie das Ganze begonnen hat. Habe mir vor Jahren (hmm wieviele genau? ich schätze vier) eine Notenschreibprogramm für den PC heruntergeladen und darin angefangen rumzublödeln, d. h. willkürlich Noten in das Notensystem geklickt und mir das Ergebnis angehört. Irgendwann habe ich dann angefangen, diese Ergebnisse so zu verändern, dass sie mir mehr und mehr gefielen, bis ich dann irgendwann tatsächlich angefangen habe ca. 30 Sekunden lange Stückchen zu komponieren (in ihrer Gesamtheit auch hier (nach den obersten sechs Stücken, die etwas ganz Anderes sind) anhörbar: http://www.soundclick.com/jwinstonlenin/). Etwa zeitgleich habe ich angefangen Kompositionen von Arnold Schönberg (kostenlos auf seiner Website einsehbar - wieso gibt es so etwas nicht auch für Hindemith, Berg, Bartók etc.^­^) in das Programm abzuschreiben um so herauszufinden, wie sich die Stücke anhören. Das mache ich teilweise immer noch, so dass Schönberg vermutlich den größten Einfluss auf mich hat und ich sozusagen von ihm gelernt habe. Ich glaube hoffen zu dürfen, dass das Ganze dennoch nicht als Plagiat ausgeartet ist :)

Bisher gibt es erst drei fertige Stücke, davon zwei mit Tonaufnahme (für das dritte wird eine solche hoffentlich noch folgen) und ca. 200 angefangene :) Es macht (leider) einfach viel mehr Spaß ein neues Stück anzufangen als ein bestehendes fortzuführen.

Alsdann! Viel Spaß beim Verfolgen des Threads.
Zum Herunterladen bitte die Links rechts-anklicken und "speichern als" wählen.
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Melione

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2

Freitag, 25. September 2009, 15:57

Nacht-Gesänge, Opus 1

http://www.fileden.com/files/2009/9/16/2…es%C3%A4nge.zip

"Nacht-Gesänge" (Stefan George) für Kammerensemble, Opus 1

1. Nacht-Gesang 1 (Adagio)
2. Nacht-Gesang 2 (Assai fluente)
3. Nacht-Gesang 3 (Andante)

Das Ensemble hat ein paar kleinere Fehler eingebaut, aber alles in allem waren sie ganz gut. Das einzig richtige Problem war das Tempo des ersten Satzes, das war mir viel zu schleppend... Man muss aber dazu sagen, dass ich nur drei Proben mit dem Ensemble hatte.
Was mir im Nachhinein eindrücklich klar(gemacht) wurde, war, dass die Singstimme nicht sehr gut komponiert ist. Die anderen Instrumente überdecken sie die meiste Zeit (ich wurde sogar schon gefragt, ob die Sopranistin hinter dem Ensemble gestanden habe), weil sie eigentlich in Mezzosopranlage singt (wobei einige aber Töne wohl sogar zu hoch für Mezzosopran sind). Außerdem verläuft sie nicht sehr flüssig, da in jedem der drei Stücke in der Mitte jeweils eine lange instrumentale Sektion steht.
Außerdem ist das Ganze kontrapunktisch wohl nicht wirklich so gut, wie es sein könnte - die Instrumente spielen zwar großteils unabhängige Stimmen, die aber eben doch immer mal wieder unisono verlaufen.
Das Dritte, was kritisiert wurde, ist die Instrumentation (auf die ich eigentlich besonders stolz war und zugegebenermaßen immer noch bin). Jan Kopp meinte bspw., das Klavier müsse viel presenter sein und die anderen Stimmen "zusammenhalten".

Als Letztes - ich war ziemlich überrascht, ich halte das Stück nämlich eigentlich für tonal, aber bisher haben es fast alle Anhörer als atonal empfunden. :) Gerade hierzu wäre ich über Kommentare sehr erfreut.
Das Ganze wurde aufgeführt vom Ensemble Phorminx.
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Melione

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3

Freitag, 25. September 2009, 16:03

Rätsel flimmern alt und neu, Opus 2

http://www.fileden.com/files/2009/9/16/2…20und%20neu.mp3
Aufgeführt von meinem Schulchor inkl. mir mit unserer Leiterin am Klavier.

"Rätsel flimmern alt und neu" (Stefan George) für Chor oder Solisten und Klavier colla parte, Opus 2

Die Aufnahme ist nicht allzu toll (gerade den Anfang haben die Sopräne, übrigens im Gegensatz zu den Proben, kaum auf die Reihe bekommen, da sie den Stimmton nicht hörten), aber da in diesem Stück von den Parametern Rhythmus, Melodie und Harmonie sowieso letzere im Vordergrund steht, könnt ihr auch einfach etwas mehr auf das Klavier (obwohl eigentlich nur als Intonationshilfe gedacht) achten, das sich (so gut wie gar) nicht verspielt.

Zum Mitlesen: (Es hat einen Tippfehler, am Ende geht der Sopran 1 von f' nach d', nicht umgekehrt.)
http://img510.imageshack.us/img510/4015/78685773.png
http://img212.imageshack.us/img212/3016/dstrzh.png
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Melione

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4

Sonntag, 8. November 2009, 23:11

Anrufung, Opus 3

http://www.fileden.com/files/2009/9/16/2577168/Philipp.mp3

"Anrufung" (Jörg Borse) für Sopran und Klavier, Opus 3

Dauert nur zwei Minuten (sie haben sehr langsam gespielt, eigentlich sollte es ca. anderthalb dauern), also keine falsche Scheu! ;+) Das Stück ist (mit freundlicher Genehmigung) eine Vertonung des ersten bei T veröffentlichten Gedichts von Roi_des_etoiles. Der Pianist spielt leider ca. einen Fehler pro Zeile, aber eine ungefähre Ahnung dürftet ihr schon bekommen...
Für Fragen stehe ich gerne bereit, auf Kommentare auch negativer Façon freue ich mich immer!

:wink: Philipp
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gioachino

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5

Montag, 9. November 2009, 12:26

Lieber Philipp,



Ihr Zwei, Jörg und Du, seid eine glückliche, beglückende Symbiose eingegangen, die hoffentlich noch weitere gelungene Resultate zeitigen wird ! Ich meine, dass seine Poesie optimal zu Deiner hierfür komponierten Musik passt. Das ist sozusagen " Neueste Wiener Schule ". Der guten Sängerin hast Du übrigens die optimale Tessitura in die Kehle geschrieben - Chapeau !

Weiter so !



Ciao. Gioachino :klatsch:
miniminiDIFIDI

Melione

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6

Montag, 9. November 2009, 16:54

Lieber Gioachino!
Das ist sozusagen " Neueste Wiener Schule ".
:D :D Das ist das schönste Kompliment, das du mir machen konntest! Danke!!
Der guten Sängerin hast Du übrigens die optimale Tessitura in die Kehle geschrieben - Chapeau !
Danke! :) Ich hatte schon vergangenes Jahr für sie geschrieben und kannte ihren Umfang daher ganz gut. Die fünfte Note habe ich übrigens als zweigestrichenes b geschrieben - das konnte sie auch singen, aber leider nur im fff... Also habe ich es bei der Probe herunteroktaviert. :wink:

Vielen Dank für den Kommentar! :wink:
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7

Donnerstag, 12. November 2009, 23:30

lieber gioachino, auch von meiner seite herzlichen dank. du hast es
genau getroffen, 3. wiener schule hätte ich es beinahe in meiner
glückwunsch-pn an philipp genannt. aber der hauptanteil gebührt wie
bei jeder vertonung dem komponisten, der poet tritt bescheiden zur seite
und freut sich doch auch ein wenig:-)
Muss es sein? - Es muss sein!

Florian Voß

Lebender Film noir

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8

Montag, 8. Februar 2010, 20:32

Ich höre gerade Opus 1, lieber Melione, und ich finde das überraschend gut. Erstaunlich, wirklich erstaunlich wie gut das ist, auch die Einspielung (den Mezzo find ich nicht so dolle). - Ich würde das Stück auch als Tonal empfinden. Ich finde, du kannst gerne noch extremer werden. Und vertone als zeitgenössischer Komponist doch nicht klassische Moderne - und dann auch noch den mitteldrögen George - sondern lieber lebende Dichter. Herzlich Florian

.




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Eine Krähe war mit mir
aus der Stadt gezogen

Melione

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9

Dienstag, 9. Februar 2010, 19:28

George ist bisher eigentlich der einzige Dichter, den ich gut kenne, und ich mag ihn sehr, würde ihn nicht als mitteldröge empfinden. Als zeitgenössischen Dichter habe ich in Opus 3 aber Jörg vertont ;+) Mit dem "extremer werden" müssen wir mal sehen... :) Herzlichen Dank jedenfalls für Kommentar und Lob!

:wink: Philipp
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Melione

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10

Dienstag, 17. April 2012, 17:36

Habe vor nem Jahr oder so ein Streichquartett komponiert, habe mich aber für drei der vier Sätze noch nicht aufraffen können, die Partitur optisch in Ordnung zu bringen, weil's ja doch keiner aufführt. Hier aber der erste Satz:

http://www.fileden.com/files/2009/9/16/2577168/strq%201.pdf (rechtsklick; speichern-als zum herunterladen oder in-neuem-Tab-öffnen zum direkt im Browser anschauen)

Für mutige Leute, die grausige MIDI-Simulationen nicht scheuen, hier eine solche (könnte ich auch von den anderen Sätzen uploaden, wenn's interessiert):

http://www.fileden.com/files/2009/9/16/2577168/I%20new.mp3 (selbes Prinzip wie oben)

Bitte bitte bitte kommentieren! :) Also jetzt nicht den MIDI-Sound. :D Was ihr zur Komposition selber meint; ob das spielbar ist (schnelles Gepizze, endlose ff-Noten zum Schluss, Lagen der Instrumente, solche Sachen); ob die Partitur so gut lesbar ist, also Versetzungszeichen usw. Zuviele verwirrende Auflösungszeichen? Zuwenige und doch lieber vor jede Note eins? Das einzige, was mein Programm sich beharrlich weigert, zu tun, ist, bei übergebundenen Noten mit Versetzungszeichen dasselbe nach dem Taktstrich nicht nochmal zu setzen. Ansonsten gerne alles und jeden kritisieren.

Es grüßt

Philipp :wink:
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11

Mittwoch, 18. April 2012, 00:28

Jetzt neu mit (hoffentlich) funktionstüchtigem Link. :D

EDIT: Und jetzt müsste auch noch der Sound klappen... ;P
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