Lieber Besucher, herzlich willkommen bei: Capriccio Forum für klassische Musik. Falls dies Ihr erster Besuch auf dieser Seite ist, lesen Sie sich bitte die Hilfe durch. Dort wird Ihnen die Bedienung dieser Seite näher erläutert. Darüber hinaus sollten Sie sich registrieren, um alle Funktionen dieser Seite nutzen zu können. Benutzen Sie das Registrierungsformular, um sich zu registrieren oder informieren Sie sich ausführlich über den Registrierungsvorgang. Falls Sie sich bereits zu einem früheren Zeitpunkt registriert haben, können Sie sich hier anmelden.
Matthias
Zitat
Über den Begriff "Fusion" hab ich schon ein paar Mal drüber gelesen,was bedeutet das eigentlich genau und warum sollte dadurch ein langweiligerer Jazz entstehen?
Zitat
meint insbesondere die Vermischung von Jazz und Rock (aber auch Soul, Hiphop, Rap usw), die im zeitlichen Umfeld des legendäern albums "bitchs brew" von Miles Davis begann und bis heute anhält.
Fusion kann langweilig sein, wenn der Rock-Charakter, bei Herbie Mann wohl eher Soul-Charakter, der Musik überwiegt, denn Jazz ist primär improvisierte und nicht komplett durchkomponierte Musik, die in der Improvisation Spannung aufbauen will.
Charlie Parker:
Ein Markstein setzender Bebop-Saxofonist, der allerdings den Drogen verfallen war, wie übrigens viele andere Jazzmusiker auch, zum Beispiel Chet Baker, Bud Powell und Bill Evans.
Matthias
, dann wünsche ich mir einen Thread "Charlie Parker - Empfehlenswerte Aufnahmen" oder so.
Matthias Oberg Lieber Matthias,ich bin auch noch mit deinen Wünschen zu Clifford Brown und Don Cherry beschäftigt, aber gut, CharlieParker kommt auch
. No pressure, by the way
.
Matthias
Bass und Schlagzeug sind nämlich in der klassisch besetzten Jazz-Gruppe besonders für den Groove zuständig, der von den anderen Instrumenten aufgenommen werden kann. Aber auch andere Instrumente können die "Groove-Patterns" - Muster von wenigen Tonfolgen oder Akkorden zu antreibenden Rhythmus-Patterns des Schlagzeugs - übernehmen. Diese Groove-Patterns werden wiederholt, sie sind das, was in der Klassik "Ostinato" heißt. Es soll dabei der Effekt etwas beständig nach vorne Rollenden erzeugt werden. Dieser Effekt kann gesteigert werden, wenn diese Groove-Muster in sich leicht variiert werden, also durch leicht andere Zwischenschläge auf dem Schlagzeug, leicht veränderte Töne im Bass, innerhalb der Tonskala des oder der Grundakkorde des Groove-Patterns, die aber das Grundmuster erhalten, so dass, auch da, wo es leicht verändert gespielt wird, sozusagen im Kopf der Musiker und Hörer das Ostinato-Grundmuster weiterrollt. Das Pattern kann so auch weiterrollen, wenn ungefähr das gleiche jetzt in anderer Tonhöhe, auf einem anderen Grundakkord gespielt wird, wie zum Beispiel in einem Standard-Blues. Es kann durch Synkopen angeheizt werden, also rhythmische leichte Verzögerungen oder partielles "vor dem Beat -Spielen", z.B. der Bass greifft dem nächsten im Rhythmus-Muster des Schlagzeugs zu erwartenden Schlag kurz vor, - das ist dann "funky".
Matthias Groove geht auch ohne ostinato - auch ein "gerader" swing kann grooven! Wenn er es nicht tut ...
Zitat
du schreibst von Sessions und setzt diese mit "ad hoc Improvisiertem" gleich,zumindest hab ich das jetzt so verstanden? Was genau sind jetzt Sessions und sind diese immer improvisiert?
Meine andere Frage,die mich schon immer interessierte,bezieht sich auf das Improvisieren: kann es eigentlich vorkommen,dass so ein Improvisieren in die Hose gehen und man zumindest eine Zeitlang total aus dem Rhythmus kommen und sich das eventuell auch auf die anderen Musiker auswirken kann?
Matthias
Oder auch: in einigen Jazz-Clubs gibt es offene Jam-Sessions, wo Musiker hingehen und einsteigen können.
Mozartinaa In Jazz-Literatur oder in Ohrenzeugenberichten liest man immer wieder, daß bei solchen Anlässen gerne regelrechte musikalische Schlachten (manchmal auch nicht-musikalische Schlachten) zwischen Musikern oder Musikergruppen ausgefochten wurden. Ob es das heute noch so gibt, weiß ich nicht;
Matthias 1. Heißt das, modaler Jazz schließt das Spielen von Standards aus?)?
Zitat
2. Ein paar angeblich modale Nummern aus real books kenne ich, in aller Regel beinhalten sie mindestens 2 Harmonien. Ist die eine Skala nur eine ideale Maximalreduktion oder handelt es sich bei den Nummern um Akkorde, über die man mit einer einzigen Skala improvisieren kann?
Zitat
3. Gibt es Stücke, die durchaus eine normale Vielfalt von Akkorden aufweisen, sich bei den Imrpovisationen aber auf eine einzige Skala beschränken (modal also nur beim Improvisieren sind)?
Ich bin nicht gewohnt, es nur zu beschreiben. Am Instrument wäre es mal wieder recht einfach zu zeigen. So rein theoretisch es genauer und mit Jazzharmonielehre und Noten darzustellen, wäre ich auch etwas überfordert.
Matthias 

jazzig ( wie Jazz wirkend,den Jazz nachahmend) und jazzoid ( dem Jazz ähnlich,in der Art des Jazz),zwei Begriffe,die für mich keinen wesentlichen Unterschied ergeben,der aber sicher besteht.......
aber welcher?
Matthias den Unterschied dürfte wohl nur der Gebraucher kennen, ist mir jedenfalls kontextlos auch unklar
Matthias durch Mitwirkung von Jazz-Musikern und die Art der Synkopierung, Rhythmisierung, Improvisationshaltung oder die Art, Töne blasinstrumentartig wie im Jazz und durch jazz-artige Phrasierung anzusingen, z.B. bei dem auch von dir geschätzten Tom Waits,
Mozartinaa Lieber Miguel,Jam im Sprachgebrauch des Jazz hat, auch etymologisch, nun wirklich nichts mit Marmelade zu tun!
1......Um welche Sub-Genres des Jazz handelt es sich?
Matthias
). Aber auch heute liest man immer wieder bei solchen Leuten wie Jamie Cullum, Norah Jones u.a. den Begriff Crossover, diesmal also die Verbindung aus Jazz und Pop meinend.
Ich meine, dass sogar Helmut Lotti dieser Stempel schon einmal aufgedrückt wurde, weil er so wundervoll den Schlager mit der Klassik versöhnt hat...
Ich meine, dass sogar Helmut Lotti dieser Stempel schon einmal aufgedrückt wurde, weil er so wundervoll den Schlager mit der Klassik versöhnt hat...![]()
LG
C.
Das Attribut "low-key" - wörtlich zu übersetzen etwa mit "unaufdringlich", "zurückgenommen", "unaufgeregt", wird gelegentlich verwendet bei der Beschreibung einer musikalischen Stilistik, die sich durch entspannte, dezente, unagressive Klänge auszeichnet. Ich glaube aber nicht, dass es so etwas wie eine Stilkategorie "Low-Key Jazz" gibt.
Matthias Forensoftware: Burning Board® 3.1.7, entwickelt von WoltLab® GmbH