OK um eine Sache mal klarzustellen:
5.1 mit SACD oder DVD ist eine spitzen Sache. Ich freue mich selbst jedesmal wie ein Kleinkind, wenn ich ein Album ergattern kann, das neben dem Stereomix auch noch eine 5.1 DTS Version auf DVD enthält. (Die Genesis Boxsets sind hier absolut spitze! Stereomix auf CD, 5.1 Dolby Digital und DTS Mix auf einer DVD und einer SACD). Nur halte ich es für sinnfrei CDs auf einem 5.1 System zu hören, da diese für 2 Kanäle (also links und rechts) gemischt sind. Teilt man ein 2Kanal Signal auf 6 auf, entstehen die größten Schweinereien, gerade im Stereofeld der CD.
@Holger: bei Klassik kommt das besonders schlimm zur Geltung.
Bei allen anderen Dingen, die tatsächlich für 6 Kanäle (also 5 Speaker und ein Subwoofer) erstellt wurden, ist 5.1 ein sehr tolles Erlebnis
Und mp3 "verdamme" ich aus dem folgenden Grund: hier findet ja, mathematisch, eine Verschlechterung der Aufnahme statt. Wie beim JPEG Format bei Bildern mehrere Farböne als ein Farbton dargestellt werden, werden bei mp3 scheinbar "unhörbare" Frequenzen weggeschnitten. Hier wird jede Arbeit jedes Engineers und Produzenten mit Füßen getreten, der sich tagelang Gedanken darüber macht ob die Höhen von Aufnahme XY gut durchkommen, zu viel oder zu wenig hörbar sind. Im mp3 Format wird aus dem ganzen eh eine undefinierbare Suppe..
Nehmt euch doch mal die Zeit und konventiert ein Stück erstmal in FLAC (oder WAV, kommt auf's gleiche raus) und dann nach mp3 mit 192 kb/s, 128 kb/s und 96kb/s. Wer da keine verschlechterung feststellt.... Nun ja..
Ich meine, in Zeiten, in denen man für eine Terrabyte Festplatte unter 100 Euro zahlt; in Zeiten in denen eine Micro SD Karte mit der größe eines Fingernagels 16 GB speichern kann... Wo ist das Problem sich seine Musiksammlung in FLAC zu konventieren? Oder zumindest ins mp3 Format mit variabler Bitrate.. Da muss man wirklich sehr sehr sehr sensible Ohren haben um den Unterschied zum Ausgangsformat WAV festzustellen. Höchstens wenn man sich den Track im Abbey Road Studio auf Abhörmonitoren anhört, die wahrscheinlich _pro Stück_ mein Jahresgehalt übersteigen. Von dem akustisch neutralen Raum mal ganz zu schweigen.
Ich habe auch meine 5.1 Anlage bei mir stehen (Yamaha mit JBL Speakern, wird aber demnächst durch ein Teufel System ersetzt). Aber Musik (im Stereoformat) höre ich auch auf der 5.1 Anlage im Stereoformat, da ich kein Bock hab irgendwelche komischen Panning Geschichten zu hören, die der Yamaha Receiver anstellen muss um einen Stereomix auf 6 Kanälen aufzuteilen.
Ansonsten habe ich meine geliebten AGK K141. Frequenzneutral ohne jegliche Bassboost Geschichten.
Die Musik kommt, ist der Rechner an, über ein 24/96 Audiointerface, komplett in FLAC. Ist der Rechner aus, gibt's nichts tolleres als einen handelsüblichen CD Player. Auch im Auto
Das allerwichtigste bei der ganzen Geschichte ist: Jeder sollte die Musik da hören, wo er's gewohnt ist..
Ich find's nur schade, dass die gute Audio CD von der breiten Bevölkerung überhaupt nicht mehr geschätzt wird... Bin ich der einzige, der ein Booklet in der Hand haben muss, wenn ich mir eine CD anhöre? Oder der denkt, dass die Aufmachung der CD, das Artwork etc auch wichtig ist?