Dann wärst Du der erste, der das hört. Normalerweise endet die Geschichte nämlich stets so, dass beim Vergleichshören verschiedener Kabeln die Blindhörer beim Raten ("welches Kabel spielt jetzt") nur ein Würfelergebnis zustandebringen - auch die, die vorher (unverblindet) ganz gewaltige Unterschiede zwischen ihren High-End-Kabeln und normalen Hifikabeln "hörten".Ich hatte solche Blindtest (in einem HiFi-Laden, als ich meinen Marantz SA7001 gekauft hab), und ja, die Unterschiede waren zu erkennen.![]()
Quelle:
Zitat
"In einem deutschen HiFi Studio wurde eine Serie von Vorführungen zum Thema HiFi-Kabel (Cinch-, XLR-, LS- und Stromkabel) durchgeführt, die so eindrucksvoll war, dass es lohnt, darüber zu berichten.
Als Basis diente eine hochwertige Wiedergabekette, bestehend aus CD-Player, Vorverstärker, Endstufe und einem Standboxenpaar. Als Musikmaterial wurden allgemein bekannte, besonders gute Musikaufnahmen verschiedener Musikrichtungen gewählt.
Unter der Leitung des Studioinhabers wurde eine Reihe von Kabel aus unterschiedlichen Preisklassen und von unterschiedlichen Herstellern vorgestellt, deren besondere Eigenschaften erklärt wurden. Die Bandbreite der Kabel erstreckte sich von billigen Standardkabeln bis hinauf zu sehr teuren aus dem High-End Bereich.
Während der aufwändigen Demonstration (alle Kabel wurden etliche Male umgesteckt) waren die Unterschiede an dieser offensichtlich sehr sauber abgestimmten Anlage für alle Anwesenden deutlich hörbar. Nach über 3 Stunden entspanntem Hören waren die Teilnehmer richtige Kabelprofis. Jedes Umstecken führte zu unterschiedlichen Klangbildern, deren Eigenschaften man dann schon kannte und immer wieder nachvollziehen konnte. Nicht immer waren die teuersten Kabel auch die besten, aber eine Tendenz in diese Richtung gab es, da waren sich alle Anwesenden einig.
Auf den Vorschlag aus dem Publikum, einmal die Vorteile des Bi-Wiring zu untersuchen, wurde sofort eingegangen. Feine, laufrichtungsgebundene Kabel wurden dazu verwendet. Sofort waren alle vom Dynamikgewinn überzeugt. Die Bässe waren schlanker, aber viel präziser und die räumliche Wiedergabe gewann an Struktur. Die Instrumente wurden körperhafter und die Stimmen natürlicher.
Alle Anwesenden genossen noch ein paar Musikstücke. Bis zu dem Augenblick, als vor den Augen des Publikums sämtliche Kabel abgenommen wurden und sowohl die Verstärker als auch der CD-Player abgeschaltet wurden. Die Musik aber spielte weiter! Nach einer gewissen Zeit des betretenen Schweigens tröstete der nette Studioinhaber sein Publikum mit folgenden Worten: “Glauben Sie mir meine Damen und Herren, das kann jedem von uns passieren. Ich mache diesen Workshop heute nicht zum ersten Mal und führe Sie nicht ohne Grund auf dieses Glatteis”. Dann kippte er abwechselnd die Lautsprecher zur Seite und zeigte die tatsächlichen Zuleitungen, die aus dem Sockel unter den Spikes direkt in den Boden- und zu seiner Reparaturwerkstatt führten. Dort saß ein lächelnder Mitarbeiter, der die ganze Zeit Regie geführt hatte. Er konnte über eine versteckte Kamera das Geschehen im Hörstudio mit beobachten und zum gegebenen Zeitpunkt die Musik starten bzw. stoppen. Während dem ganzen Testablauf wurde also nie irgend etwas geändert!
Diese Demonstration wurde vom Studioinhaber mit folgenden Worten beendet: “Wenn Sie bereit sind, die gleiche Summe die sie eben noch in Kabel investieren wollten, in bessere Elektronik und Lautsprecher zu investieren, hören sie tatsächlich einen Unterschied, sogar mit verbundenen Augen.”
Wenn nichts geändert wurde, beweist dieser Test aber natürlich auch nicht, dass alle Kabel gleich klingen, sondern nur, dass man sich - wen wundert's? - Unterschiede auch einbilden kann. Das sind zwei paar Stiefel, die man in der Diskussion auseinanderhalten sollte.Wie es dazu kommt, erhellt auch folgender, anders gelagerter Test:
Zitat
(...) Während dem ganzen Testablauf wurde also nie irgend etwas geändert!
Du meinst Drehstrom? Vor allem für Plattenspieler angesagt...Vielleicht einfach mal Kraftstrom anschließen?
Lohnt sich nicht. Vor allem, sie zu hören wäre ja interessanter... bei der Anlage eines Freundes, der auf schlichten, aber sehr guten britischen Kram stand ohne irgenwelche Knöppe dran, war ich immer erstaunt, daß Stücke, die ich grad aufgenommen hatte, da haargenau so klangen wie zuhause unterm Kopfhörer...
Zitat
Wenn ich meine Anlage zeige, zeigt Ihr dann Eure auch?
Dann kippte er abwechselnd die Lautsprecher zur Seite und zeigte die tatsächlichen Zuleitungen, die aus dem Sockel unter den Spikes direkt in den Boden- und zu seiner Reparaturwerkstatt führten. Dort saß ein lächelnder Mitarbeiter, der die ganze Zeit Regie geführt hatte. Er konnte über eine versteckte Kamera das Geschehen im Hörstudio mit beobachten und zum gegebenen Zeitpunkt die Musik starten bzw. stoppen. Während dem ganzen Testablauf wurde also nie irgend etwas geändert!
Natürlich beweist dieser Test das nicht, aber es gibt ja auch (und sogar häufiger) die Variante, dass tatsächlich verschiedene Kabel - zB ein "normales" und ein "high-endiges" - wechselseitig benutzt werden, die Hörer aber nicht wissen, welches Kabel gerade spielt. So werden Placebo-Effekte vermieden. Und bei diesen Tests kommen dann eben regelmäßig nur Zufallsergebnisse heraus (auch bei den Teilnehmern, die vorher sicher waren "gewaltige Klangunterschiede" wahrzunehmen.)Wenn nichts geändert wurde, beweist dieser Test aber natürlich auch nicht, dass alle Kabel gleich klingen, sondern nur, dass man sich - wen wundert's? - Unterschiede auch einbilden kann. Das sind zwei paar Stiefel, die man in der Diskussion auseinanderhalten sollte.Wie es dazu kommt, erhellt auch folgender, anders gelagerter Test:
Zitat
(...) Während dem ganzen Testablauf wurde also nie irgend etwas geändert!
Viele Grüße,
Christian
http://forum1.keyboards.de/archiv/05/11/08/r024/118869.html#21
Zitat
"Blindtests sind ja bei Themen wie Kabeln mangelware. Ich frage mich, warum die Herseller nicht endlich selbst den Beweis erbringen, ich kenne bislang KEINEN EINZIGEN erfolgreichen Blindtest der über ein Zufallsergebnis hinausgeht. Mich hat das Thema durchaus interessiert, ich weiss nicht ob du eine Ahnung davon hast, das es kein Zeitvertreib ist einen solchen Test wie ich ihn durchgeführt habe, zu veranstalten. Das kostet nicht nur Zeit, sondern nebenbei auch mein Geld (schliesslich werden die Leute auch verpflegt).
Ich hab nichts davon kontra Kabel zu sein, könnte ich doch daraus immerhin ein mehr als gutes Geschäft machen. Bin ich blöd? Nein, eher Realist.
Keine Frage, eine vernünftige Verbindung muss sein, die Stecker müssen gut sitzen. Aber, das bekommt man für deutlich weniger Geld als die der HIGHEND Kabel. Ich stell mal ein Bild ein vom Baumarktkabel das ich beim Test verwendet habe, 2,5 Meter, leicht korridiert und es hat die heißgeliebten roten und weißen Steckerchen..
Ich hatte bei meinem Test (und das ist meines Wissens der bislang in Deutschland größte Test gewesen) eigentlich durchaus kleine Unterschiede erwartet. Aber, da war nichts. Es ist einfach wenn ich weiß was für ein Kabel gerade geschaltet ist, da kommt aber die Psychoakustik ins Spiel. Die Teilnehmer meines Tests haben angeblich die Kabel durch die Türe gehört, sind nach dem Test mit dem Kommentar rausgegangen "das war ja leicht, höchstens einer daneben" und dann war das Ergebnis wie ausgewürfelt. Sollte ich das wirklich ernst nehmen, vor allem wenn danach immer noch weiter behauptet wird das Kabel klingen?" "
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An mein Cello gehe ich ja genauso heran, war gerade in Südfrankreich bei meinem Geigenbauer und habe eine Woche dran herumgeschraubt mit wunderbaren klanglichen Ergebnissen.
Das ist genau dasselbe, z.B. klingt jedes Kolophonium anders, alles hat eine Auswirkung auf den Klang. Trotzdem gibt es Cellisten, die davon überhaupt nichts wissen wollen.
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Solange ich weiß, dass klanglich noch mehr möglich wäre, kann ich als Musiker nicht zufrieden sein.
Solange ich weiß, dass klanglich noch mehr möglich wäre, kann ich als Musiker nicht zufrieden sein.
Das wüsste ich aber schon gern genauer: Wie war der Testaufbau? Nach welchen Kriterien wurden die Testhörer ausgesucht? Welche (Art) Aufnahmen wurden gespielt? War die Studie blind oder doppelblind? Wie viele Abläufe wurden wie lange getestet? Und so weiter und so fort. All das kann das Ergebnis beeinflussen. Gerade die Verbindung von Musikrichtung und Hörer scheint mir sehr wichtig zu sein: Wenn ich als Tester Kabel beurteilen sollte und dabei vollsynthetische Popmusik vorgesetzt bekäme, würde ich vermutlich genauso wenig Unterschiede hören wie ein musikalischer Laie bei Alban Bergs Violinkonzert.Natürlich beweist dieser Test das nicht, aber es gibt ja auch (und sogar häufiger) die Variante, dass tatsächlich verschiedene Kabel - zB ein "normales" und ein "high-endiges" - wechselseitig benutzt werden, die Hörer aber nicht wissen, welches Kabel gerade spielt. So werden Placebo-Effekte vermieden. Und bei diesen Tests kommen dann eben regelmäßig nur Zufallsergebnisse heraus (auch bei den Teilnehmern, die vorher sicher waren "gewaltige Klangunterschiede" wahrzunehmen.)
Bei 2 Kabeln wird dann ungefähr genausooft falsch wie richtig geraten - doch bei nur 2 Alternativen hat man in jedem Fall - auch wenn man den Würfel entscheiden lässt - eine Trefferwahrscheinlichkeit von 50%!
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Wieso diese Einstellung dann nicht bei der heimischen Stereoanlage?
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Ich nehme an dass du ähnlich viel, wahrscheinlich sogar mehr Zeit mit Musik hören als mit Oboe spielen verbringst, oder?
Das klingt mal nach einer guten Antwort auf die Frage: Wozu überhaupt HiFiUnd......so schön haben wir diese Aufnahme noch nie gehört, es war ein Erlebniss. Dafür betreiben wir diesen Aufwand.
Wenn man so einen Spleen pflegt, muß man auch abkönnen, daß mal über ein paar Auswüchse gescherzt wird. Und, wenn ich mich darüber amüsiert habe und mich an den abstrusen Gedanken erfreut habe, die das hervorbringt, war das bestimmt kein "höhnisches Gelächter". Da kann ich nur für mich sprechen: Wenn mich etwas zu einem Wortspiel oder Gedanken einlädt, käme ich mir sehr blöd vor, wenn ich mir den verkneifen müßte. Aus Freude am Spaß, nicht um jemanden lächerlich zu machen. Wenn mich jemand mit meinen Spleens aufzieht, tu ich am besten dran, mitzulachen. Dann merke ich schon, ob es liebevoller oder höhnischer Scherz war....Wenn dann aber unter höhnischem Gelächter über High-End Liebhaber hergezogen wird, dann ist da für mich Ende Geländer.
Zum Schluß möchte ich noch anmerken, daß ich mich sehr gerne über dieses Thema austausche.
Aber........es stört mich, daß hier sehr über Musikliebhaber wie mich hergezogen wird.Wenn sich jemand für das Thema nicht so interessiert, dann ist das für mich ok.
Wenn dann aber unter höhnischem Gelächter über High-End Liebhaber hergezogen wird, dann ist da für mich Ende Geländer.
Ich hoffe, daß das verständlich ist.
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Wie gesagt: Wenn ich bei Freunden eine ausgefeilte Anlage erlebe, kommt dabei nicht signifikant mehr von der Musik bei mir an. Bei mir.
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ich lade Dich ganz herzlich ein, einmal bei mir Musik zu hören. Würde mich freuen, ich würde Dich sowieso gerne einmal kennenlernen.
) kaum noch treten. Und selbst wenn ich wüßte, wo ich neue Boxen hinstellen sollte, könnte ich dieselbigen nach Feierabend nur im Pianobereich nutzen, ohne dass die Nachbarn an die dünnenTrennwände meines im Rahmen des Marshallplans gebauten Mini-Reihenhäuschens klopfen würden...
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ich fürchte nämlich, dass die zweifelsohne nicht üblen Anlagen, die sich in meinem Freundeskreis finden, in einer wenig adäquaten Raumakustik stehen. Das Problem ist nur, dass ich, falls ich dann Blut lecken sollte, selber rein räumlich nicht in der Lage bin, meine Hörsituation entscheidend zu verbessern.
Nur bitte, nenne das nicht einen "Spleen" ,wir alle lieben doch Musik.....DAS ist der Spleen!
Na klar. Für mich ist Spleen auch nicht negativ, sondern der kleine Dreh, wo einen die Leidenschaft über die Grenze dessen hinausträgt, was für andere als "normal" gilt. Also Klangeigenschaften von Rohlingen, Laufrichtungen von Kabeln zu hören bzw die Richtung von Netzsteckern, die zu rechts- oder linksdrehenden Spulenmagnetfeldern führt: Das ist nachvollziehbar, aber spleenig, insofern, als es schon wissenschaftlich an der Grenze kratzt.Ich nenne das eine "Leidenschaft" , und ein Typ wie ich, der an seinem Instrument und an seiner Anlage( die ist auch ein Instrument) herumschraubt, der folgt seiner Leidenschaft.
sei mir bitte nicht böse, aber spätestens an dieser Stelle Deines Beitrags war ich fest davon überzeugt, dass er reine Satire darstellt. Wo um alles in der Welt ist denn beim CD-Mittelloch ein rechter Winkel?? Bei meinen CDs sind die Mittellöcher (soweit ich sehen kann, ich habe zugegebenermaßen nicht jede einzeln kontrolliert) einfach rund.Ein netter Trick ist das Entfernen des rechten Winkels am CD-Mittelloch.
Das ist ja das spezielle, daß diesebzw. warum verändert das überhaupt etwas am Klang?
eigentlich nicht erklärbar sind.angeblichen "Voodoo" Effekte
Es handelt sich nicht um Satire.
Danke an Matthias für die Erklärung.
Das ist ja direkt verständlich. Also doch kein Voodoo...
Das soll übrigens auch für die "Außenkante" der CDs gelten. Möglicher Erklärungsversuch ist, daß durch die Abrundung weniger optische Reflexionen innerhalb der CD auftreten (Laserlichtstreuung), und damit z.B. die "Fehlerkorrektur" weniger stark in Anspruch genommen werden muß, und auch das Auslesen per se schon "leichter" fällt, und damit eben ein "runderer" und "klarerer" Klang entsteht.
Hier noch eine Seite, die sich damit beschäftigt:Ein netter Trick ist das Entfernen des rechten Winkels am CD-Mittelloch.
Haben KÖNNTEN, sehr richtig, lieber Matthias.Je "sauberer" (und gleicher gepulst! (also "im Takt")) das Signal ankommt, umso einfacher fällt es dem Wandler. Daher ist mir zumindest vorstellbar, daß rein mechanische und optische Optimierungen sehr wohl einen Einfluß auf das Klangergebnis haben KÖNNTEN.
Möglicher Erklärungsversuch ist, daß durch die Abrundung weniger optische Reflexionen innerhalb der CD auftreten (Laserlichtstreuung), und damit z.B. die "Fehlerkorrektur" weniger stark in Anspruch genommen werden muß, und auch das Auslesen per se schon "leichter" fällt, und damit eben ein "runderer" und "klarerer" Klang entsteht.
Um das als Nonsens zu entlarven muss man nur mal folgendes Experiment durchführen:Die "Genauigkeit" der Pits. Das ist mit ein Grund, warum man, wenn man "gute" Digitalkopien haben möchte, mit der geringsten Brenngeschwindigkeit brennen sollte (dann werden die eingebrannten Löcher deutlicher. Das erklärt eben auch die Qualitätsunterschiede der Rohlinge)... Je schneller die Scheibe sich beim Brennvorgang dreht, desto "runder" und "verwaschener" werden diese Pits (was zu ggfls. höherem Einsatz der Fehlerkorrekturkreise führt).
Das ist traurig zu hörenAuch ist meine Hörumgebung so schlecht (Altbau-Mietwohnung aus dem sozialen Wohnungsbau wohl sogar während des 1. Weltkrieges), daß ich denke, daß die Optimierung solcher Dinge kaum nennens- (oder hörens-)werte Verbesserungen brächte
.Klangtuning lohnt sich am Meisten bei den mechanischen Vorgängen beim Musikabspielen; aber vor dem CD-Laser kommen erstmal die Boxen und der Klangraum. Bevor man da nicht zufriedenstellende Ergebnisse erreicht hat, ergibt das andere erst recht keinen Sinn. Der letzte Abschnitt der Kette ist nämlich der Teil, wo man das Allermeiste erreichen kann. Stimmt das schon nicht, braucht man einen Verstärker oder CD-Player nicht probezuhören, um ihn klanglich zu verbessern.(und damit ggfls. auch andere Farben und Lacke auf die Kanten gepinselt werden sollten, da ist also viel Raum für individulle Tests)
Das ist traurig zu hören.
Eben. Außerdem wäre höchstens die Umsetzung des digitalen Zahlensalats in ein analoges Signal die Stelle, wo man Klangverschiebungen sich auswirken würden. Der D/A-Wandler hätte somit einen bestimmten Klang, aber nicht das digitale Signal, welches da schon aufbereitet und eindeutig ist. Doch wieviele verschiedene Modelle der D/A-Wandler werden überhaupt verwendet? Sie müssen sowieso nach denselben Prinzipien funktionieren. Da könnten z.B. Kondensatoren u.a. im Analogsignal mehr Klangveränderungen verursachen, aber das haben die Ingenieure doch schon selber gemerkt und korrigiert.Das wird dann gespeichert, transportiert, und später wieder rückgewandelt. Dem Medium, bzw. dem Transportweg dieser Zahlen nun die Fähigkeit zuzusprechen, konkrete Auswirkungen auf den Klang haben zu können, ist nicht mal mehr absurd. Darüber kann man einfach nicht ernsthaft diskutieren!
dennoch halte ich Aussagen wie "Schwachsinn" oder "absurd" für verkehrt.
Entscheidend ist nicht die Erklärbarkeit sondern die Nachweisbarkeit. Auch Unerklärliches kann mit statistischen Methoden in seiner Wirkung nachgewiesen werden. Mich erinnert die Diskussion an Streitereien über Alternativmedizin. Auch dort gibt es keine Heilidee, die absurd genug wäre, als dass sie keine überzeugten Anhänger fände. Die Gesellschaft zur Wissenschaftlichen Untersuchung von Parawissenschaften überprüft jährlich an der Uni Würzburg vermeintliche übersinnliche Fähigkeiten in einer wissenschaftlich sauberen Doppelblindstudie und hat bei erfolgreichem Nachweis 10000 Euro Preisgeld ausgelobt. In zehn Jahren hat den Preis noch niemand bekommen. Mich stört (im Gegensatz zu medizinischer Scharlatanerie) überhaupt nicht, wenn sich HiFi-verrückte Freunde treffen und über die klanglichen Vorzüge von längs gestreiften Tapetenmustern ins Schwärmen geraten, aber wenn ich das wirklich glauben soll, muss schon eine wissenschaftliche saubere Überprüfung her. Bis dahin halte ich das Rumfeilen an CD-Mittellöchern offen gesagt für eine harmlose Spinnerei. Dein Palmström-Zitat passt übrigens hier nicht: In Morgensterns Gedicht "Die unmögliche Tatsache" geht es um Polizeivorschriften, nicht um Naturgesetze.Bloß, weil etwas unerklärlich scheint, oder ggfls. unser Weltbild zerstört, heißt das noch lange nicht, daß es falsch oder absurd ist. Wir leben nicht in einer Zeit, in der nicht sein kann, was nicht sein darf.
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