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  • PUCCINI: Tosca – Kommentierte Diskographie

    Waldi - - Oper

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    4006680107042.jpg Nach längerer Zeit habe ich mir diese Version wieder einmal gegönnt (und endlich aus eigenem Besitz). Sicher die psychologisch eindringlichste "Tosca", die es gibt. Traumhaft gesungen und gespielt. Antonio Pappanos Dirigiergestik mag zwar theatralisch wirken, aber das Ergebnis ist superb. Natürlich beeindrucken Angela Gheorghiu und Ruggiero Raimondi besonders. Aber David Cangelosi als Spoletta und Enrico Fissore als Mesner sind in ihren Nebenrollen ebenso gut, nicht zu vergesse…

  • Eben gehört - ALTE MUSIK

    Waldi - - Musik: Erfahren

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    CHRISTOPHORUS 2009 (1984) Carmina Burana einmal nicht von Orff, sondern wie damals (oder so ähnlich halt) - recht interessant.

  • BELLINI: I Puritani – Prima la melodia

    Waldi - - Oper

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    Da die Aufzeichnung gestern im Fernsehen wieder einmal zu sehen war (mit einer sich zur Inszenierung ungewohnt kritisch äußernden Barbara Rett), nehme ich das zum Anlaß, meinen Senf loszulassen: Diejenigen, die meinen, ohne die Netrebko wäre die Sache so ziemlich zu vergessen, haben meiner Meinung nach recht. Die Inszenierung ist streckenweise reichlich uninspiriert, von Personenführung ist vielfach nichts erkennbar. Das alte Bühnenbild geht ja an (war aber nie etwas Besonderes), und sicher war…

  • Eben gehört

    Waldi - - Musik: Erfahren

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    0730099408424.jpg Noch schöner als vol.1 und sehr einfühlsam interpretiert. Eine überzeugte Empfehlung!

  • Barenboim hat uns so viel Schönes und Bedeutendes geschenkt (subjektiv nenne ich unter meinen diesbezüglichen Favoriten sein "Nußknacker"-Dirigat ), daß es nur menschlich und verständlich erscheint, daß da auch einmal weniger Gelungenes dabei ist. Vor seinen politisch-humanistischen Ambitionen habe ich großen Respekt. Es mag schon sein, daß das bei ihm auch mit etwas Eitelkeit durchwirkt ist, aber seien wir ehrlich: solcher Ehrgeiz ist in den allermeisten Fällen ein unentbehrlicher Motor. Insges…

  • Naja, blütenweiß ist die protodirektorliche Weste nicht gerade, aber das, was er abgeschrieben und nicht entsprechend deklariert hatte, fällt quantitativ offenbar nicht so ins Gewicht. Hoffen wir also, daß er sich als Direktor umso mehr bemühen wird, einen guten Job zu machen...

  • VERDI: La Traviata – Kommentierte Diskographie

    Waldi - - Oper

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    DECCA 1994 (1969) Auch das ist eine sehr beeindruckende Einspielung, die Lorin Maazel 1968 mit Chor und Orchester der Deutschen Oper Berlin kreiert hat. Maazel - für mich einer der bedeutendsten Pultstars der letzten fünfzig Jahre - ist ein Meister der Präzision, Er wußte die Musiker und die Sänger anzuleiten wie wenige. Dennoch: Hier ist seine Perfektion teilweise mit einem kleinen Bißchen zu viel Intellektualität durchsetzt. Ich persönlich vertrage bei dieser Oper ein wenig mehr grenzenlose L…

  • MINKUS Ludwig: Don Quixote

    Waldi - - Orchestermusik

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    Die Aufführung russischer Ballettkompositionen wird aus gutem Grund noch immer wesentlich von den längst verstorbenen Persönlichkeiten Marius Petipas und Rudolf Nurejews bestimmt, deren Schöpfungen wohl rechtens den Anspruch erheben können, unsterblich zu sein. Auch die jüngste Aufführung von Minkus' "Don Quixote" an der Wiener Staatsoper war eine Reprise von Nurejews Version. Sie hat mich veranlaßt, mir eine andere berühmte Nurejew-Fassung dieses Balletts zuzulegen: Ludwig Minkus (1826-1917), d…

  • Carl ZELLER: "Der Obersteiger"

    Waldi - - Operette/Musical/Zarzuela

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    Nach dem rauschenden Erfolg des "Vogelhändlers" lag es nahe, daß der berühmte Alexander Girardi seinen Erfolg als Adam mit dem gleichen Komponisten-Librettisten-Team in einer weiteren Operette wiederholen wollte. Doch der 1894 uraufgeführte "Obersteiger" erwies sich letztlich als Absteiger in der Gunst des Publikums. Das Werk ist heute weitgehend aus dem allgemeinen Musikbewußtsein verschwunden, sieht man ab von der mit Recht weltweit berühmt gewordenen Arie "Sei nicht bös", die als Sololied abe…

  • VERDI: La Traviata – Kommentierte Diskographie

    Waldi - - Oper

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    Warner Classics 2012 Die Studio-Einspielung entstand 1980 in London und zählt aus mehreren Gründen zu den Perlen der Operninterpretation. Einerseits ist sie von allen späteren Zutaten, sprich Spitzentönen, befreit (was Renata Scotto in der Titelrolle damals natürlich schon entgegenkam), andererseits bietet sie die ungekürzte Version - und als Konsequenz wünscht man sich prompt, daß alle anderen "Traviatas" ebenfalls ohne jede Striche veröffentlicht würden. Nun bin ich keineswegs einer, der spät…

  • Bach, Johann Christian – Der Londoner Bach

    Waldi - - Komponisten

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    Den Lobliedern auf den Londoner Bach stimme ich mich mit voller Überzeugung zu. Er spricht den Intellekt genauso an wie die das Gefühl, bietet Unterhaltung auf glänzendem Niveau und kunstvolle Gestaltung, ohne gestelzt oder abstrakt zu wirken. Auch darf ich daran erinnern, daß er einer der Favoriten unseres Peter Brixius war, der sich einmal gewünscht hat, etwas von J.Chr.Bach als letztes Musikstück zu hören - ein Wunsch,der ihm offensichtlich erfüllt wurde. Sehr gut zum Einsteigen eignen sich d…

  • VERDI: La Traviata – Kommentierte Diskographie

    Waldi - - Oper

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    MYTO 2011 Entgegen älteren Vermutungen gibt es diesen Live-Mitschnitt einer Covent Garden-Aufführung vom Jänner 1960. Wenn die Informationen stimmen, dann sollte eigentlich Joan Sutherland die Titelrolle singen, erkrankte jedoch. Virginia Zeani sprang für sie ein, hatte aber vorher mit ihrem Alfredo William McAlpine noch nie zusammen gesungen. Das mag erklären, warum der erste Akt am wenigsten befriedigt. Aber schön der Reihe nach: Nello Santi (für mich einer der bedeutendsten Maestri im italie…

  • MOZART: Die Zauberflöte – Lauter Unsympathen?

    Waldi - - Oper

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    Vermutlich sind die hier vertretenen, scheinbar gegensätzlichen Positionen gar nicht so weit voneinander entfernt, wie man annehmen könnte. Ich denke, daß es die starke Trivialisierung durch Schikaneder ist, die Verwirrung stiftet, und deren man sich immer bewußt sein muß. Irgendwie schimmert durch, daß die Königin der Nacht so etwas wie die ungezähmte, aber doch unentbehrliche Natur verkörpert mit all ihren drohenden und barbarischen Eigenschaften, während Sarastro als Personifikation des mensc…

  • MOZART: Die Zauberflöte – Lauter Unsympathen?

    Waldi - - Oper

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    Kleiner Widerspruch, lieber bustopher, bezüglich der Pforten und Säulen: Da geht es nicht nur um Symbole, sondern auch um Ästhetik. Kunstverständnis (und zwar in höherem Grad) gehört zum adeligen Verständnis. Tamino erkennt, daß er da nicht in barbarischer Umgebung ist, sondern daß sich hier höhere Bildung ausdrückt. Freilich ist er geneigt, das als Heuchelei abzutun, doch versetzt ihn der geheimnisvolle Mahner, der da plötzlich herauskommt, doch in Zweifel, ob das auch stimmt. Und die Stimmen, …

  • MOZART: Die Zauberflöte – Lauter Unsympathen?

    Waldi - - Oper

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    Lieber Somni, Das ist ein ganzes Bündel überlegenswerter Gedanken, auf das ich keine prompte Antwort weiß. Vielleicht gibt es auch keine eindeutige. Wissen wir denn, ob Schikaneder eine eindeutige Vorstellung von all den komplizierten Strukturen hatte? Oder hat er diese Elemente womöglich nur aus einem Teilwissen und ohne konsequente Systematik übernommen? In manchem klingen deine Überlegungen konsequent. Andererseits: Sarastro und seine Eingeweihten beten Isis und Osiris an und erkennen sie als…

  • Cherubino hat nicht unrecht, daß spezifische Zauberflötereien in dem von ihm genannten Thread besser aufgehoben wären. Daher nur kurz, weil Du, lieber Somni, meine Argumentation angesprochen hast. Vorsicht beim Übertragen heutiger Werturteile auf das 18.Jahrhundert! Da hatte Frauenausschluß beim Freimaurertum, um bei dem Beispiel zu bleiben, noch keine so eindeutig negative Färbung wie gegenwärtig. Auch die Sklavereidiskussion entwickelte noch nicht jene krasse Schärfe wie etwas später. Wir dürf…

  • Tamino ist, wie wir von Sarastro hören, mehr als ein Prinz, er ist Mensch. Da unser "Held" offenbar aus exotischen Gefilden kommt, erhebt sich die Frage: Ist er welterfahren oder noch ein ziemlich unbeschriebenes Blatt? Sein Verhalten scheint eher auf das zweite zu deuten. Er ist Lernender, durchaus leutselig veranlagt und sogar bereit, sich für seinen widerspenstigen Papageno zu engagieren. Tamino könnte ihn ja gleich anfangs einfach stehenlassen und sich davon machen, denn daß der Vogler in di…

  • Das mit den Kontrasten und der Synthese trifft im Fall der "Zauberflöte" sicher zu, denn damit sind ja Grundzüge der zeitgenössischen Entwicklung angesprochen. Über den höheren Sinn hinter Schikaneders Text wird man vielleicht endlos diskutieren. Angenommen, daß Herr Schikaneder manches tatsächlich unreflektiert und hastig quasi aus dem Bauch heraus formuliert hat, so wird man nicht abstreiten können, daß er trotzdem viel Hintergründiges in das Libretto verpackt hat, vielleicht sogar zuviel - ab…

  • Qualität und Libretto-Eignung sind ja nicht identische Begriffe, sie überschneiden einander gelegentlich ein wenig. Deswegen habe ich ja auch formuliert: "daß es sehr verschiedene Beurteilungen gibt, was wohin einzuordnen ist". Was ein Vico Torriani oder eine Caterina Valente in den 1950ern trällerten (um ein beliebiges, aber in unserem Zusammenhang krasses Beispiel heranzuziehen), war literarisch oft äußerst ärmlich, aber zweifellos gut sangbar. Die Texte eines "Freischütz" mögen für die, welch…

  • Es gibt zweifellos miserable Texte und es gibt anspruchsvolle Libretti mit hochliterarischem Anspruch - sowie allerhand dazwischen. Jedoch zeigt sich immer wieder (auch in früheren Forumsdiskussionen), daß es sehr verschiedene Beurteilungen gibt, was wohin einzuordnen ist. Da sind die Geschmäcker sehr verschieden. Mehr Einigkeit dürfte darüber bestehen, daß es für ein Opern- oder Operettenlibretto nicht genügt, einigermaßen intelligent zu wirken, sondern daß der Text auch entsprechend sangbar se…

  • Dann fällt mir noch John Sturges' "The Hallelujah Trail" ("Vierzig Wagen westwärts") ein (mit dem unlängst verstorbenen Martin Landau als Häuptling "Krummer Rücken"). Und natürlich das phantastische Duo Myrna Loy/William Powell verstärkt durch Spencer Tracy und Jean Harlow in "Libelled Lady".

  • STOLZ: Die Rosen der Madonna

    Waldi - - Oper

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    Tatsächlich: Robert Stolz hat nicht nur Operetten, Schlager etc. geschrieben, sondern auch eine, wenn auch sehr kurze Oper. "Die Rosen der Madonna" wurden 1920 uraufgeführt. damals sang erik Schmedes die Tenorpartie. 1959 überarbeitete der Komponist das Werk, 1961 produzierte Radio Wien eine Hörversion , bei der Stolz selbst das Große Orchester des Österreichischen Rundfunks dirigierte und Marcel Prawy eine Einführung sprach. MYTO hat diese, davor quasi eher abseits publizierte Aufnahme dankensw…

  • Von Billy Wilder unbedingt: "Avanti!" Aus aktuellem traurigen Anlaß natürlich: "Boeing, Boeing" mit Jerry Lewis und Tony Curtis. Klassiker auch: "The Great Race" und "Operation Petticoat") (beide Blake Edwards). Weiters "Il bisbetico domato" mit Adriano Celentano, "Oscar" mit Sylvester Stallone, "Those Magnificent Men in their Flying Machines", "The Devil's Brother" mit Laurel & Hardy, "The Parent Trap" (1998, Lindsay Lohan). "To Be or not to be" ist eine wunderbare Satire, aber mit so ernstem H…

  • PUCCINI: Turandot - Kommentierte Diskographie

    Waldi - - Oper

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    Münchner Rundfunkaufnahme 1992, SONY 2009 Auch wenn sich das Interesse immer wieder auf Birgit Nilsson konzentriert, so sollte man doch gerecht sein und nicht überhören, daß es auch andere ideale Turandot-Interpretinnen gab und gibt, unter denen Éva Marton sicher eine herausragende ist. Es stimmt zwar, daß sie bei dieser Aufnahme ihren Höhepunkt schon hinter sich hatte, aber einige wenige Schärfen und Schrillitäten in den höchsten Höhen vermögen die Spitzenleistung nicht wirklich zu beeinträcht…

  • BIZET: Carmen – Kommentierte Diskographie

    Waldi - - Oper

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    SONY 2009 (1970) Über diese Aufnahme wurden schon sehr unterschiedliche Urteile gefällt, jetzt konnte ich meine Neugier endlich stillen, und, um es vorwegzunnehmen, für mich ist das eine der besten "Carmen" überhaupt, wenn auch sicher nicht in strengem Sinn authentisch. Die straffe, aber phantastisch zündende Orchesterführung durch Lorin Maazel paßt perfekt zur eher veristisch-leidenschaftlichen Auffassung, welche die Sänger vertreten. Dabei geht es nicht um tiefschürfende Intellektualität, son…

  • Ich habe nur bis zur Pause durchgehalten, denn diese Inszenierung war Operndilettantismus in Reinkultur. Netrebko (sie vermochte sich irgendwie dem lähmenden Korsett der Nicht-Regie einigermaßen zu entziehen) und Muti fand ich sehr gut, die anderen litten offenbar unter dem, was tun mußten und wirkten vielleicht schlechter als sie waren. Bis auf die Aida steckten sie ja auch in Kostümen, die weder schön aussahen noch Sinn machten (grellbunt für Amneris sah auch nicht besser aus). Als CD wäre das…

  • Diese "Puritani" habe und liebe ich, sie gehören zu den besten Aufnahmen dieser Oper. Da kann ich also getrost diesen "Rigoletto" anvisieren. DANKE! Muß nur den un- bzw. halbgehörten Berg erst etwas abbauen, der sich in den letzten Monaten aufgetürmt hat. Oper ist schlimmer als Opium...

  • Quadri! Gencer!! Raimondi!!! MacNeill in früheren Jahren!!!! Das klingt in der Tat äußerst verführerisch. Die Frage ist bei Buenos Aires nur, wie steht es mit Technik- und Tonqualität? Denn da handelt es sich klarerweise um einen Live-Mitschnitt. Falls MYTO die Aufnahme neu auflegt (der für die alte Edition momentan verlangte Preis schreckt mich ab), würde ich aber das Risiko schon eingehen. Danke jedenfalls für den Hinweis!

  • Metropolitan Opera 1977 (Deutsche Grammophon 2004) Diese Aufnahme hat schon bei Severina etwas gemischte Gefühle ausgelöst. Ich habe mir die DVD auch nur wegen Ileana Cotrubas zugelegt, denn daß Placido Domingo weder vom Stimmtyp noch von der Persönlichkeit ein Duca ist, war klar. Ich habe noch nie so einen biederen Herzog erlebt! Natürlich singt Domingo ausgesprochen schön, aber für die Rolle eben unangemessen. Er tut alles, was er kann - im falschen Stück. Auch Cornell MacNeil ist nicht jeman…

  • DVOŘÁK: Rusalka - Kommentierte Diskographie

    Waldi - - Oper

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    51ITbGfbqHL.jpg Den Empfehlungen für diese Aufnahme kann ich mich ohne jede Einschränkung anschließen. Die tschechische Sprache ist - zumindest für viele unter uns - ja nicht unbedingt die sangbarste (vielleicht ist Agravains Kartoffeleindruck irgendwie dadurch bedingt), aber die Musik ist nun einmal dafür komponiert. Alles wirkt wie aus einem Guß, obwohl dieser technische Vergleich hier eigentlich wenig paßt. Zdenek Chalabala entfaltet den ganzen Zauber slawischer Neoromantik. Milada Subrtova s…

  • Der Meinung von Agravain über diesen Live-Mitschnitt schließe ich mich im wesentlichen an. Es gibt vier gute Gründe, sich diese Aufnahme zuzulegen: das präzise lodernde Dirigat von Riccardo Muti (ewig schade, daß er aus der Scala vegrault wurde), der berührende Rigoletto von Renato Bruson, die phantastische Gilda von Andrea Rost und der mitreißende Duca von Roberto Alagna. Wer wie ich Timbre besonders schätzt, fühlt Vollgenuß. Andrea Rost gibt keinen scheuen Teenager, sondern eine starke Persön…

  • Nur nebenher: Richard Wagner hat "seinem" Gesamtkunstwerk, dem "Drama" eine spezifische theoretische Grundlage gegeben, das heißt aber nicht, daß die Oper vor Wagner kein Gesamtkunstwerk darstellte. Gerade z.B. bei den Barockopern ist die Einheit im Zusammenwirken der Kunstgattungen doch schlagend. Ich weiß nicht, ob man den Regisseuren zwingend vorschreiben soll, alles zu verändern. Das schmeckt mir irgendwie nach Normativem und Regel. Auch ein "Bruch" kann künstlerisch gestaltet sein - am Ende…

  • Du bestätigst damit meine Feststellung. Die Einspielungen des "Barbiere" sind gar nicht zu zählen, und allein im tagesaktuellen Angebot (weiter habe ich gar nicht recherchiert) von Amazon finden sich von der "Cenerentola" Aufnahmen mit: Bartoli, Donato, Larmore, Kasarova, Horne, Donose, Gabarain, Berganza, Valentini Terrani, Baltsa, Simionato, Casoni, Ganassi, Dolukhanowa, Stade, Kuhlmann. Nicht ich habe von "Stiefkind" gesprochen, sondern nur davon, daß die Labels die eben genannten Opern mehr …

  • Lieber Walter der Andere, Auch ich habe durchaus etwas über für hübsche Schnulzen - manchmal braucht man ein wenig Kontrast zur ernsten Klassik und dergleichen -, so sie zumindest handwerklich gut gemacht sind oder durch besondere interpretatorische Leistungen höhere Weihen beanspruchen. Die Grenzen zwischen Kunst und Kitsch sind bekanntlich fließend und selten klar fixierbar. Im Prinzip hätte der Stoff des "Hollandweibchens" ebenso Potential wie die Musik. Alle Beteiligten hätten sich mehr Mühe…

  • Die Librettisten Leo Stein und Bela Jenbach - glorios erfolgreich mit der "Csárdásfürstin" - hofften wohl, mit der Masche der nostalgisch-parodistisch-aristokratischen Liebesgeschichte in der traurigen Zeit nach dem Ersten Weltkrieg erneut reüssieren zu können, aber das "Hollandweibchen" erlebte nach seiner Uraufführung 1920 zwar einen gewissen Höhenflug, geriet dann aber ziemlich in Vergessenheit. Es wieder ausgegraben und als Rundfunkaufnahme realisiert zu haben, war ein großes Verdienst von M…

  • Mein Eindruck bleibt bestehen, daß die Labels den "Barbiere" und "Cenerentola" mehr lieben als "L'italiana". Schade, daß daher eine offenbar so gelungene Realisierung wie die mit der Kasarova im Archiv schlummern muß. Daß Valentini-Terrani eine Spitzeninterpretation abliefert, wundert mich nicht, ich hätte es von ihr nicht anders erwartet. Ihr früher Tod war ein Riesenverlust. Die Bertini-Aufnahme habe ich jedenfalls auf meiner Wunschliste notiert, obwohl der Blick in meine Fächer mir eigentlich…

  • Aufgenommen in Mailand 1954 URANIA 2005 "L'italiana in Algeri" zählt zu den witzigsten und belliebtesten Opern Rossinis und wird auch oft aufgeführt. Einspielungen gibt es zwar etliche, aber nicht so viele, wie man auf Grund dieser Einstufung annehmen könnte. Auch das Interesse, sich über diese Oper und ihre Interpretationen auszulassen, ist in unserem Forum eher mager (und beispielsweise im "T."-Forum deutlich stärker, auch nicht gerade üppig). Liegt das am Ende daran, daß die alten Aufnahmen …

  • 1829 in Mailand uraufgeführte "La straniera" erlebte einige Jahrzehnte großen Erfolges, bevor es still um sie wurde. Allerdings wurde das Werk nicht erst in unseren Tagen wieder aus der Versenkung geholt, sondern schon in der Zwischenkriegszeit. Seither wurde es nicht häufig, aber doch mit einer gewissen Regelmäßigkeit gegeben, ohne sich im allgemeinen Bewußtsein und auch in dem der Bellini-Verehrer prominent behaupten zu können. Daher gab es bis jetzt auch keinen Thread hier über diese Oper. Er…

  • Die zweite Lieferung der Altmann-"Weiber" ist nicht nur vollständig, sondern auch in der Tonqualität besser. Da muß ich beim ersten Mal ein richtiges Mängelexemplar erwischt haben. Josef Traxel bessert seine Leistung mit der Lerchen-Arie tatsächlich auf, trotzdem gefallen mir Wunderlich und Schreier besser. Traxel singt zwar mehr als eindrucksvoll (und ich höre ihm wirklich gerne zu), aber irgendwie kommt er mir zu tannhäusermäßig vor. Georg Hann als Falstaff präsentiert sich dafür in Bestform.

  • Die von Streifenpeter besprochene Aufnahme ist 2013 auch bei BRILLIANT erschienen. Es stimmt natürlich, daß die Dialoge in der deutschen Spieloper eigentlich unentbehrlich sind. Sie sind hier stark gekürzt und durch einen gesprochenen Kommentar ersetzt. Der Sprecher (Helmut Strassberger) macht seine Sache zwar sehr gut, doch bedeuten diese verbindenden Worte bei aller Anerkennung ihrer Witzigkeit eine größere Zäsur als der Originaldialog. Dafür ist die Aufnahme musikalisch wie tontechnisch vom …