Stirbt das Klassik-Publikum aus?

    • EinTon schrieb:

      Amfortas09 schrieb:

      Eusebius schrieb:

      Aber, um zum Thema zurückzukommen, ich bin nicht davon überzeugt das mit dieser Programmpolitik mehr Publikum generiert wird.
      das befürchte ich auch...
      Das hatten wir schonmal: Die Zuhörerquote von NDR Kultur hat sich seit der Programmreform um den Faktor 1,7 vergrößert: Vor Einführung des neuen, an Klassik Radio orientierten Programmschema betrug sie 1,2% , 2014 stand sie bei 2%, die heutigen Werte weiss ich nicht.

      Ob's das wirklich wert ist? :/
      Meine Großeltern hören ganz gerne NDR Kultur. Da sind schon mal zwei. :D

      Die McDonaldisierung der Musik sehe ich weniger positiv. :|
      Gib dich nicht der Traurigkeit hin, und plage dich nicht selbst mit deinen eignen Gedanken. Denn ein fröhliches Herz ist des Menschen Leben, und seine Freude verlängert sein Leben.

      Parsifal ohne Knappertsbusch ist möglich, aber sinnlos!
    • bustopher schrieb:


      Relevant wäre, was jemand interessieren könnte, der kein Klassikhörer ist. Und um den anzufixen, braucht man auch nicht notwendigerweise das Komplettprogramm. Der braucht einen Teaser, der Lust auf mehr macht, so wie in der Filmindustrie. (Micht hättest Du mit Mahlersinfonfie, aber komplett! mit 12 Jahren nicht gewonnen! Eher auf Dauer verprellt.)
      Bei mir war genau das die Einstiegsdroge. Mahlers Auferstehungssinfonie im Fernsehen dirigiert von Bernstein. Ich war absolut fasziniert, allerdings war ich da wohl eher 15 Jahre alt. Damal lebten in Deutschland mit nur drei Fernsehprogrammen und ohne Internet wohl fast alle noch ungefähr in der gleichen Blase. Die Sendezeit war glaube ich an einem Nachmittag. Nicht gerade Primetime. Trotzdem wird es wohl viele Schüler so wie mich erreicht haben, wenn sie den empfänglich dafür waren.
      Es ist schon merkwürdig, heute ist über das Internet fast alles kostenlos jederzeit hörbar. Aber wie stolpert ein heutiger Jugendlicher darüber, so wie ich damals? Zumal wenn klassische Musik im Elternhaus keine Rolle spielt.

      Hudebux
    • Symbol schrieb:

      Argonaut schrieb:

      So stellt sich Klein Fritzchen das vor, aber so ist es nicht. Darum ist der Erkenntniswert gleich null, was für eine Satire das Aus bedeutet, und eine Satire, die ihr Ziel verfehlt, weil sie es nicht kennt, ist auch nicht besonders lustig.
      Ich bin mir nicht sicher, ob die Nummer satirisch gemeint war - ich sehe sie eher als Absurdität denn als Satire. Die beiden Musiker bieten etwas dar, was so grotesk ist, dass es eigentlich nicht ernst gemeint sein kann. Der Clou kommt ja nicht durch die "Hurz"-Musik zustande, sondern durch die Reaktionen aus dem Publikum. Die Leute erkennen nämlich eigentlich die Absurdität der Darbietung, wähnen sich aber in einer ernsthaften Veranstaltung - weshalb niemand sich traut, die Absurdität offen anzusprechen (sondern nur relativ zurückhaltend und verklausuliert - "mir sagt das nichts" o.ä.). Ein Zuschauer versucht sogar krampfhaft, einen Sinn in der Darbietung zu finden, und scheitert selbstverständlich, weil der einzige Sinn eben in ihrer Absurdität besteht.

      LG :wink:

      Felix Meritis schrieb:

      Veräppelt wird von HK mMn, dass heutzutage sehr viele Menschen in Vorstellungen sitzen, nichts vom Gebotenen verstehen aber trotzdem artig klatschen. Ich halte die Aktion jedenfalls für sehr gelungen. Von dieser spricht man nämlich nach 20 Jahren immer noch, während die Osteuropäerwitze des Herrn Schmidt dem Vergessen anheim gefallen sind.
      Genauso, wie ihr das hier beschreibt, sehe ich den Sketch auch. Es wird ein Aspekt menschlichen Verhaltens auf den Arm genommen, der sich in vielleicht ernsterem Habitus in der Geschichte von des Kaisers neuen Kleidern widerspiegelt. Weil man sich nicht traut, die Veräppelung als solche zu benennen aus Angst, als Banause unter lauter (vermeintlichen) Kennern dazustehen, wird intellektuelles Erfassen tieferer Sinnhaftigkeit geheuchelt. Das reizte hier mit ziemlicher Sicherheit zur Vergackerung.

      EinTon schrieb:

      Ulrica schrieb:

      sondern sich ziemlich so manchem Schmarrn nähert, der wirklich so daherkommt.
      Welche Stücke meinst Du denn z.B. mit dem "Schmarrn", Ulrica?
      Lieber EinTon, ich habe das Problem, dass ich mir Schmarrn, der mich nicht fundamental aufregt, nicht merken kann. Aber, wie schon hier gelegentlich angeklungen ist, ist die Hurz - Musik wohl vor allem Sketch - Kunst.

      :wink: :wink:
      Wer kämpft, kann verlieren, wer nicht kämpft, hat schon verloren (Bert Brecht)
    • Felix Meritis schrieb:

      Veräppelt wird von HK mMn, dass heutzutage sehr viele Menschen in Vorstellungen sitzen, nichts vom Gebotenen verstehen aber trotzdem artig klatschen. Ich halte die Aktion jedenfalls für sehr gelungen. Von dieser spricht man nämlich nach 20 Jahren immer noch, während die Osteuropäerwitze des Herrn Schmidt dem Vergessen anheim gefallen sind.
      Naja - ich verstehe ein bisschen was von Neuer Musik, und Teile von dem, was der Pianist produziert, finde ich witzig, und zwar nicht als Parodie sondern als Neue Musik (die hat ja schließlich oft eine parodistische Note).
      In der Tat ist das Gebotene nicht so leicht einzuschätzen. Wer glaubt, sofort erkennen zu können, ob "moderne Kunst" ernst gemeint ist oder nicht, der überschätzt sich oder grenzt Teile der "modernen Kunst" einfach aus - nämlich die, die er für Scharlatanerie hält. (Ein Univ-Prof sagte mir gegenüber mal mit dem Brustton der Überzeugung: "Xenakis ist ein Scharlatan!")
      This play can only function if performed strictly as written and in accordance with its stage instructions, nothing added and nothing removed. (Samuel Beckett)
    • putto schrieb:

      Ein Univ-Prof sagte mir gegenüber mal mit dem Brustton der Überzeugung: "Xenakis ist ein Scharlatan!"
      Ich vermute, Helmut Lachenmann wäre gar nicht einmal sauer, wenn über ihn so gesprochen würde (und man könnte die "Hurz"-Witzelei in diesem Sinn verstehen). Aus einem Interview:

      Lachenmann schrieb:

      Und wenn jemand sich aufregt und mir vorhält, das ist doch keine Musik, wenn der Konzertsaal nur noch zum Spielplatz von sinnlosen Basteleien wird, dann sage ich mir: ›Das ist mein Mann! Den muss ich gewinnen.‹ Und wenn andere sagen, meine Musik sei ›sehr interessant‹ – dann empfinde ich das fast als Schlag unter die Gürtellinie.
      Quelle: van.atavist.com/lachenmann

      :wink:
      Es grüßt Gurnemanz
      ---
      Der Kunstschaffende hat nichts zu sagen - sondern er hat: zu schaffen. Und das Geschaffene wird mehr sagen, als der Schaffende ahnt.
      Helmut Lachenmann
    • Hudebux schrieb:

      bustopher schrieb:

      Relevant wäre, was jemand interessieren könnte, der kein Klassikhörer ist. Und um den anzufixen, braucht man auch nicht notwendigerweise das Komplettprogramm. Der braucht einen Teaser, der Lust auf mehr macht, so wie in der Filmindustrie. (Micht hättest Du mit Mahlersinfonfie, aber komplett! mit 12 Jahren nicht gewonnen! Eher auf Dauer verprellt.)
      Bei mir war genau das die Einstiegsdroge. Mahlers Auferstehungssinfonie im Fernsehen dirigiert von Bernstein. Ich war absolut fasziniert, allerdings war ich da wohl eher 15 Jahre alt. Damal lebten in Deutschland mit nur drei Fernsehprogrammen und ohne Internet wohl fast alle noch ungefähr in der gleichen Blase. Die Sendezeit war glaube ich an einem Nachmittag. Nicht gerade Primetime. Trotzdem wird es wohl viele Schüler so wie mich erreicht haben, wenn sie den empfänglich dafür waren.
      Es ist schon merkwürdig, heute ist über das Internet fast alles kostenlos jederzeit hörbar. Aber wie stolpert ein heutiger Jugendlicher darüber, so wie ich damals? Zumal wenn klassische Musik im Elternhaus keine Rolle spielt.

      Hudebux
      Ganz einfach: Du stolperst nicht über etwas, wenn Du hinsiehst. Nur wenn es Dir "in die Quere" kommt. Das ist doch gerade meine These: Es gab nur drei Programme, da kam auch mal was, was nicht den jeweils individuellen Präferenzen entsprach - was einem dann auch durchaus mal den Horizont öffnen konnte. Heute gibt's zwar alles überall und jederzeit, aber Du mußt aktiv hinschalten - und bereits dafür mußt Du wissen, was Du suchst. YT liefert Dir immer schöne Vorschläge - aber immer nur basiert auf Deinen bisherigen Präferenzen, da findest Du nichts neues.

      Ulrica schrieb:

      Es wird ein Aspekt menschlichen Verhaltens auf den Arm genommen, der sich in vielleicht ernsterem Habitus in der Geschichte von des Kaisers neuen Kleidern widerspiegelt. Weil man sich nicht traut, die Veräppelung als solche zu benennen aus Angst, als Banause unter lauter (vermeintlichen) Kennern dazustehen, wird intellektuelles Erfassen tieferer Sinnhaftigkeit geheuchelt. Das reizte hier mit ziemlicher Sicherheit zur Vergackerung.
      im Prinzip: Ja.

      ist aber nur die offenkundige Interpretation von des Kaisers neuen Kleidern. Schon mal darüber nachgedacht, was wäre, wenn der Stoff tatsächlich die ihm zugeschriebenen Eigenschaften hätte? Woher weißt Du, das er die nicht hat? Weil ein Journalist (Andersen!) geschrieben hat, daß Betrüger in die Stadt gekommen wären? Und Du dem sofort ungeprüft glaubst? (Thema: Verführbarkeit durch die Medien...) Mal Hand auf's Herz: Ist ein König, der sich nicht um Infrastruktur, Landesverteidigung und Kulturförderung kümmert und statt dessen die Steuergelder seines Volkes lieber für Fummel und persönlichen Pomp ausgibt und den ganzen Tag vor dem Spiegel verbringt statt im Staatsrat - ist der irgendwie seines Amtes würdig? Seine karrieregeilen speichelleckenden Berater, die ihn aus reinem Eigennutz darin noch unterstützen, statt ihm mal klarzumachen, daß das so nicht geht? Sind die das? Und ist ein Volk, das so einem Herrscher fähnchenschwenkend zujubelt, statt ihm einen Ziegelstein ins Fenster zu werfen, nicht abgrundtief dumm? Wer sollte also den Stoff sehen können? Das Kind? OK, da muß man sich auf Definitionen von Dummheit aus früheren Jahrhunderten zurückziehen: Da gehörte auch unerfahren, unwissend dazu. Was hat ein Kind schon von der Welt gesehen und was weiß es? So ist es halt einfacher, das eigene Versagen vorgeblichen "Betrügern" anzuhängen...

      So gesehen: vielleicht ist "man" ja tatsächlich Banause...

      Das Publikum war übrigens echt, das war nicht eingeweit. Eingefädelt von Radio Bremen 1991 im Stuhrer Rathaus für die Serie "total normal" anläßlich eines "normalen" Konzertes. Viele (ok, so viele waren nicht anwesend) Besucher haben nicht die Titelmelodie erkannt, die Kerkeling als geplante "Auflösung" zum Schluß gesungen hat und sich tatsächlich veräppelt gefühlt... die Dame links in Schwarz bringt es ja durchaus auf den Punkt.
      Aber unter dem Strich hat es schon einen leicht populistischen Touch. Weil: zeitgenössische Musik ist auch vielen Klassikfreunden nicht nur terra incognita sondern auch horror... Ich kenn da ein paar, die damit nichts anfangen können.
      viele Grüße

      Bustopher

      hindere die Spielleute nicht. Und wenn man lauscht, so schwatz nicht dazwischen und spare dir deine Weisheit für andere Zeiten
      (Sirach 32,5)
    • bustopher schrieb:

      YT liefert Dir immer schöne Vorschläge - aber immer nur basiert auf Deinen bisherigen Präferenzen, da findest Du nichts neues.
      soo perfekt ist yt meiner Erfahrung nach auch wieder nicht ...
      ---
      Es wäre lächerlich anzunehmen, daß das, was alle, die die Sache kennen, daran sehen, von dem Künstler allein nicht gesehen worden wäre.
      (J. Chr. Lobe, Fliegende Blätter für Musik, 1855, Bd. 1, S. 24).


      Wenn du größer wirst, verkehre mehr mit Partituren als mit Virtuosen.
      (Schumann, Musikalische Haus- und Lebensregeln).
    • stimmt. Wenn deine cookies weg sind, zeigt's das an, was die meisten so konsumieren. Das ist jetzt aber weniger bis keine Klassik....
      ok: ich hab's ein wenig abgekürzt. Dachte, das wäre im Threadzusammenhang klar.
      Also nochmal:
      Wenn man üblicherweise KEINE Klassik konsumiert und/oder keine einschlägigen cookies hat (und vielleicht auch noch die IP-Adresse geändert hat) und es keine Übereinstimmungen in den Suchkriterien gibt (ich dachte allerdings an die Vorschläge und nicht die Suchergebnisse!), zeigt's eher keine Klassik an.
      Experimentelle Überprüfung ist jedem freigestellt
      viele Grüße

      Bustopher

      hindere die Spielleute nicht. Und wenn man lauscht, so schwatz nicht dazwischen und spare dir deine Weisheit für andere Zeiten
      (Sirach 32,5)
    • bustopher schrieb:


      im Prinzip: Ja.
      ist aber nur die offenkundige Interpretation von des Kaisers neuen Kleidern. Schon mal darüber nachgedacht, was wäre, wenn der Stoff tatsächlich die ihm zugeschriebenen Eigenschaften hätte? Woher weißt Du, das er die nicht hat? Weil ein Journalist (Andersen!) geschrieben hat, daß Betrüger in die Stadt gekommen wären? Und Du dem sofort ungeprüft glaubst? (Thema: Verführbarkeit durch die Medien...) Mal Hand auf's Herz: Ist ein König, der sich nicht um Infrastruktur, Landesverteidigung und Kulturförderung kümmert und statt dessen die Steuergelder seines Volkes lieber für Fummel und persönlichen Pomp ausgibt und den ganzen Tag vor dem Spiegel verbringt statt im Staatsrat - ist der irgendwie seines Amtes würdig? Seine karrieregeilen speichelleckenden Berater, die ihn aus reinem Eigennutz darin noch unterstützen, statt ihm mal klarzumachen, daß das so nicht geht? Sind die das? Und ist ein Volk, das so einem Herrscher fähnchenschwenkend zujubelt, statt ihm einen Ziegelstein ins Fenster zu werfen, nicht abgrundtief dumm? Wer sollte also den Stoff sehen können? Das Kind? OK, da muß man sich auf Definitionen von Dummheit aus früheren Jahrhunderten zurückziehen: Da gehörte auch unerfahren, unwissend dazu. Was hat ein Kind schon von der Welt gesehen und was weiß es? So ist es halt einfacher, das eigene Versagen vorgeblichen "Betrügern" anzuhängen...

      So gesehen: vielleicht ist "man" ja tatsächlich Banause...

      Das Publikum war übrigens echt, das war nicht eingeweit. Eingefädelt von Radio Bremen 1991 im Stuhrer Rathaus für die Serie "total normal" anläßlich eines "normalen" Konzertes. Viele (ok, so viele waren nicht anwesend) Besucher haben nicht die Titelmelodie erkannt, die Kerkeling als geplante "Auflösung" zum Schluß gesungen hat und sich tatsächlich veräppelt gefühlt... die Dame links in Schwarz bringt es ja durchaus auf den Punkt.
      Aber unter dem Strich hat es schon einen leicht populistischen Touch. Weil: zeitgenössische Musik ist auch vielen Klassikfreunden nicht nur terra incognita sondern auch horror... Ich kenn da ein paar, die damit nichts anfangen können.
      Ich habe keinesfalls hier die Absicht, die Geschichte von des Kaisers neuen Kleidern im vollen Umfang zu interpretieren, sondern auf eine Assoziation hinzuweisen, die sich für mich jedenfalls aus dem hier erörterten Thema zu dieser Geschichte ergibt und die du ja auch selbst nicht von der Hand weist. Und das erlaube ich mir auch mit einem einzigen Satz, der mir hier genügend erscheint.

      Meiner Meinung lohnt es sich sowohl beim Hurz als auch bei des Kaisers neuen Kleidern eher, die (möglichen) Motive derer, zu erforschen, die das Ganze betrachten und (ehrfürchtig wirkend) schweigen oder gar lügen (sprich: die für sich als Wahrheit erkannte Wahrnehmung zu leugnen) und damit eine absurde unauthentische Situation heraufbeschwören (bekanntlich der Ansatzpunkt für Satire oder eine das, was die Geschochte vom Alltag heraushebt)

      Da stößt man auf Vielschichtiges, Parallelität, aber eben z. b. auch auf den Aspekt der Angst vor massiveren Sanktionen gegen die Untertanen, der beim Kaiser wohl eine wichtige Rolle spielen dürfte und beim Hurz eher gar nicht, während es sich mit der Angst vor der Blamage genau umgekehrt verhalten dürfte.

      Ich glaube auch, dass die Bedingungen fehlender Meinungsfreiheit im demokratischen Sinne, die ich innerhalb der im Kaiser mitschwingenden Gesellschaft voraussetze, alle anderen Motivationen überlagert, etwa auch irregeleitete Informationsverarbeitung. Verhaltensweisen in unfreien Zusammenhängen kreieren zwangsläufig auch Absurdes, jedoch hält sich hier das Bedürfnis einer Satire in Grenzen. Es ist nicht lustig, wenn Menschen wegen Unterdrückung keinen anderen Ausweg sehen, als sich zu verleugnen.

      In einer freien Gesellschaft , in der niemand bedroht ist, der / die zum Ausdruck bringt, moderne Klassik als erhebend, doof oder je nach Werk zu beurteilen, besteht seltsamerweise die Neigung, durch gegenseitige Vorurteile Klassifizierungen zu schaffen, die einen bestimmten Teil der Leute einschüchtert, die sich dann unauthentisch verhalten aus Angst, für minderbemittelt gehalten zu werden, wenn sie Hurz als Blödsinn ausmachen oder grundsätzlich mit moderner Klassik nichts anfangen können. Das bleibt jedoch eine Sache die man - gefahrlos - ändern und künftig den Mund aufmachen kann.

      Daher setzt hier mE. das Potential der Lustigkeit ein. Es ist keinesfalls, bei fast jeder Satire , vermeidbar, Vorurteile zu bedienen, aber auch das liegt im Auge des Rezipienten.
      :wink: :wink:
      Wer kämpft, kann verlieren, wer nicht kämpft, hat schon verloren (Bert Brecht)