Eben geglotzt


    • War ich echt überrascht: zunächst ein Spionage- Thriller. Dahinter aber viel mehr. Bin kein Fan Ben Afflecks, aber hier ist er richtig gut. Getragen vom Anderssein, das eben nicht besser oder schlechter ist als das Sein des "normalen Menschen". Ein autistischer Buchhalter und auch Killer- schöne Idee und wirksam umgesetzt.
      Bleibt Thriller, stellt Fragen ohne vorschnelle Antworten zu geben; manche Wendung sieht selbst der erfahrene Krimi- Glotzer nicht voraus.
      Macht Spaß, hat mich überzeugt und lässt sogar Freiraum für Gedankenspiele und Reflexion.
      Selten heute, da alles im Bild dem Zuschauer "unter die Nase gerieben" wird.

      Von mir eine dicke Empfehlung :thumbup: !

      Herzliche Grüße,
      Mike
      "Ich mag verdammen, was du sagst, aber ich werde mein Leben dafür einsetzen, dass du es sagen darfst." Voltaire
    • Hallo zusammen,

      die Bücher von Arne Dahl habe ich nicht gelesen, somit kann ich natürlich nicht sagen ob diese gut umgesetzt sind. Die Verfilmungen seiner Thriller finde ich jedenfalls sehr gut. Keine übertriebene Action, keine furchtbar schnellen Schnitte die die Aufmerksamkeit der Zuschauers ablenken. Stattdessen ruhige, besonnende Ermittler mit menschlichen Fehlern, individuellen zum Teil sehr überraschenden Eigenheiten und natürlich mit Verstand und Einsatzwillen.



      Die drei Teile der zweiten Staffel sind bei unserem Partner online verfügbar. Der Grundtenor ist mir in diesen Teilen allerdings ein wenig zu düster. Damit meine ich nicht die Kriminalfälle als solche, sondern das Ermittlerteam.

      Liebe Grüße
      Maggie
      Wenn Einer kümmt un tau mi seggt, Ick mak dat allen Minschen recht, Dann segg ick: Leiwe Fründ, mit Gunst, O, liehr'n S' mi de swere Kunst. - Fritz Reuter
    • Hier eine Doku über den Sagittarius,

      Jörg Kobel: Heinrich Schütz. Der Vater der deutschen Musik



      ... als Bonus in dieser Box enthalten:



      Gruß
      MB

      :wink:
      "Was? Sie haben die Sonaten Beethovens gespielt und haben sich nicht gefragt, wie sie aufgebaut sind? Das entspricht dem Wesen eines Papageis, nicht aber dem eines Künstlers!"
      (Charles-Marie Widor zu seiner Orgelklasse, kurz nachdem er diese von César Franck übernommen hatte)
    • Nun endlich den von mir lang erwarteten:


      Bin ich nun enttäuscht? Oder habe mir zu viel versprochen? Ich weiß nicht recht, lässt mich etwas ratlos zurück.
      Dabei ist er schön gefilmt, auch nicht frei von Spannung und Anregung zum Nachdenken. Eigentlich wird in den beginnenden Sätzen ja der ganze Film erklärt, vorweggenommen- ich sah es nur nicht. Das Befangensein in Zeit, die vielleicht doch nicht allein linear verläuft- aber wir, ich zumindest, kann mir anderes kaum vorstellen.
      Sind es nun meine Grenzen, die mir den Film so unerklärt lassen? Geht mir die Fähigkeit ab, das zu tun, was Amy Adams in ihrer Rolle tun muss: sich frei machen von Urteilen, sich öffnen für bisher Ungedachtes? Hilfe ist der Film dabei jedenfalls nicht- nicht auf herkömmliche Art.
      "Interstellar" gibt ja Antworten, wenn auch anfechtbare, "Arrival" bleibt sie schuldig. Außer man macht sein Herz ganz weit. Wozu man nicht eigentlich aufgefordert wird.

      Vielleicht ist ja aber das die große Stärke des Films und ich ahne sie nur?
      Leugnen jedenfalls kann ich nicht, dass er mich von der ersten Sekunde an gefangen nahm in seiner Atmosphäre. Nur gelang mir nicht, dort zu bleiben- was aber vielleicht wirklich an mir liegt.
      Werde ihn wieder sehen und wieder- solange, bis ich ihn begriffen habe, ich glaube, das ist er wert.
      Kaum ein anderer Film blieb mir so fremd und nah gleichzeitig, ließ mich fragend und doch zugewandt zurück wie dieser.
      "Er hat was", auch wenn ich nicht sagen kann, was es ist. Aber erforschen möchte ich es sehr wohl.

      Herzliche Grüße,
      Mike
      "Ich mag verdammen, was du sagst, aber ich werde mein Leben dafür einsetzen, dass du es sagen darfst." Voltaire
    • Am späteren Abend schon:



      Film über den indischen Mathematiker Srinivasa Ramanujan. Zum Großteil am Trinity College in Cambridge gedreht. Jeremy Irons in der Rolle Hardys. Ganz guter Film. Vermutlich besser als die entsprechenden Produktionen über den britischen Mathematiker Alan Turing bzw. den britischen Physiker Stephen Hawking vor wenigen Jahren, da hier bei dem neueren nicht alles von einer Liebesaffäre dominiert wird. (Dafür wird der Film wohl auch keinen Oskar gewinnen.) Wobei ich allerdings Hawkings Krankheit schauspielerisch gut dargestellt fand.

      Gelungen fand ich allerdings auch den Film "A beautiful mind" über den us-amerikanischen Mathematiker John Nash.


      maticus
      Wir lesen keine Bücher, wir schreiben sie. --- Alexander Grothendieck

      Grothendieck had a very strong feeling for music. He liked Bach and his most beloved pieces were the last quartets by Beethoven. --- Luc Illusie