Gregorianische Themen als mehrstimmige Verarbeitung

    • Gregorianische Themen als mehrstimmige Verarbeitung

      In diesen Thread geht es mir darum, Musik zusammenzutragen, in der gregorianische Themen im mehrstimmigen Satz "veredelt" werden.
      Von der frühen Mehrstimmigkeit bis in die Renaissance war es ganz selbstverständlich, dass die meiste Kirchenmusik auf gregorianischen Cantus firmi aufgebaut ist. Häufig schleicht sich solch eine gregorianische Melodie dann in der Tenor-Stimme durch das Stück, während sich in den anderen Stimmen so viel tut, dass man den lang gedehten Cantus firmus kaum verfolgen kann. Um solche Kompositionen geht es mir in diesem thread nicht.

      Mir geht es um Kompositionen, die ein eingängiges gregorianisches Thema als dominierende, gut erhörbare Grundlage haben. Werke, die dem gregorianischen Thema "huldigen". Manchmal wird das Thema dann in eine Dur/Moll-tonale Polyphonie eingebunden obwohl der tonale Modus des cantus firmus da eigentlich nicht reingehört. Aber das macht einem guten Thema nichts aus. Bach und Tausende andere haben nicht-dur/moll-tonale Lutherchoräle ja schliesslich auch in einen mehrstimmigen Satz gepresst, der zwischen Dur und Moll im harmonischen Zwitterland changiert.

      Ein von mir sehr geschätztes Beispiel der Art von Musik, die ich in diesem thread suchen und finden möchte, ist das Requiem von Maurice Duruflé. Er bedient sich der Themen der gregorianischen Totenmesse und kleidet sie in ein (modernes?) (französisches?) Klanggewand. Die gregorianischen Themen sind in eine mehrstimmige Instrumentalbegleitung eingebettet und der Chorsatz selbst ist auch mehrstimmig, teils akkordisch homophon, teils mittels der Fugatotechnik polyphon. Duruflé sagt: "Das ... Requiem basiert gänzlich auf Themen der gregorianischen Totenmesse. Manchmal habe ich den exakten Notentext übernommen, wobei die Orchesterpartie nur unterstützt oder kommentiert, an anderen Stellen diente er mir lediglich als Anregung... Im allgemeinen war ich bestrebt, meine Komposition ganz und gar von dem besonderen Stil der gregorianischen Themen durchdringen zu lassen."
      Die Melodien des gregorianischen Requiems (siehe hier (das vollständige Liber Usualis) -> Klick PDF-Datei, ab Seite 2053) sind als einstimmiger Gesang durch die Jahrhunderte bis heute immernoch eine zeitlose Schönheit. Wenn Duruflé nun diese Themen so gut Nachhörbar in ein neues Gewand einkleidet, entsteht bei mir dennoch kein Eindruck eines Anachronismus und schon gar nicht der Ekel, der mir manchmal kommt, wenn ich diese mit Elektronik verbrämte New-Age-Pseudomittelaltermusik höre, die manchmal in schlechten Filmen lauert. Duruflé musste die metrisch freien Gesänge in ein rhythmisch konkret ausnotiertes Taktsystem einpassen, was ihm aber bestens gelungen ist. (Jedenfalls habe ich das immer so vor meinem geistigen Ohr, dass die vorletzte Note/Neume einer Phrase gedehnt gehört. Es gibt auch Verfechter der Lehre, dass jede Note gleich lang zu sein habe und diverse andere Lehren.)
      Kurz: Duruflé ist für mich eine ganz herausragende Beschäftigung mit / Transformation von gregorianischem Choral. Das trifft auch auf seine Motetten über gregorianische Themen zu (Ubi Caritas, Tu es Petrus, ...) . Ich empfehle die Aufnahme des Komponisten:




      Die Polyphonisierung gregorianischer Choräle kann aber auch auf ganz andere Arten geschehen. Am einfachsten zum Beispiel, wenn der Dorf- bzw Domorganist an der Orgel die einstimmig zu singende Gregorianik im vierstimmigen Orgelsatz begleitet. Ist zwar nicht die reine Lehre, ist auch keine große Kunst, klingt aber trotzdem toll. (Muss man mal erlebt haben, wenn eine gregorianische Messe wie die Missa de angelis in einem Dom / einer großen Kirche von der ganzen Gemeinde gesungen wird und die Orgel begleitet das volles Rohr im mehrstimmigen Satz.)

      Auch postbar in diesem thread: Gregorianische Zitate in reiner Instrumentalmusik. (Nur tut mir bitte einen Gefallen und zählt nicht die drei Millionen Musikstücke auf, in denen das abgenudelte gregorianische Dies Irae-Thema zitiert wird.)
      An interessanten Beispielen fällt mir da zum Beispiel die vierte Orgelsonate von Rheinberger ein, in der ein gregorianischer Psalmton (ein flexibles Melodieschema, auf das Psalme gesungen werden können) ("tonus peregrinus"?) als gewichtiges Zitat auftritt.

      Auch in Übertragungen in die jeweilige Volkssprache verlieren gregorianische Themen nicht ihre Schönheit. So zum Beispiel die gregorianische Hymne Pange lingua (eine Hymne ist in diesem Kontext eine Vorform des Strophenliedes, aber gerade noch der Gregorianik zuzurechnen) in englischer Übersetzung. In Charles Woods Markus-Passion begegnet sie uns in der Einleitung, ein- und mehrstimmig, mit polyphoner, wuchtiger Orgelbegleitung.



      Besonders in Kompositionen ab Liszt (-> Via crucis!) mag ich solche Experimente mit der Gregorianik besonders. Bei (beispielsweise) Palestrina basiert ja furchtbar vieles auf gregorianischen Cantus firmi, so dass das im Allgemeinen gar nicht so spektakulär und erwähnenswert ist. Allerdings werde ich im Laufe der Zeit in diesem thread auch Palestrina-Motetten über gregorianische Themen, die mir besonders lieb und eingängig sind, vorstellen.

      Und ich bin gespannt auf Euere Meinungen, Hörerfahrungen, Lieblingswerke auf gregorianischer Basis.

      Und ich bitte: verschont diesen thread bitte vor den tausenden Dies Irae-Zitaten bei Liszt, Berlioz, Rachmaninow, ... (wen(n)s interessiert dann bitte einen eigenen thread dazu eröffnen)

      :wink:
      Ich glaube, das ist die beste Interpretation dieses Werkes, die ich je gehört habe.
      (Kammerorchester der Sozialistischen Usbekischen Sowjetrepublik, Live in der Stadthalle Gelnhausen am 12. Jänner 1974,Gutes Rundfunkmono
      von Radio Eriwan, CD nur unter dem Ladentisch zu beziehen bei Herrn Münker von Tabak Schmidt, Filiale am Freiheitsplatz in Hanau)
    • Hallo Markus,

      ich liebe es sowieso, wenn bekannte Melodien in einem späteren Stück verarbeitet werden. Das gilt z.B. für bekannte Kirchenchoräle wie auch für gregorianische Themen.
      Du hast ja bereits Duruflé angesprochen, bei dem man wirklich den Eindruck hat, er kann ganz besonders gut mit den alten Melodievorgaben umgehen. Das für mich persönlich bedeutendste Werk, das ein gregorianisches Thema verarbeitet und in dem Fall sogar als Variationssatz, ist der dritte Satz aus "Prélude, Adagio et Choral varié" op. 4. Dort wird der Pfingsthymnus "Veni Creator spiritus" in eindrucksvoller Weise zuerst im schlichten Choralsatz und dann immer kunstvoller und prächtiger aufgebaut, so dass man eine Ahnung davon bekommen könnte, wie machtvoll der Heilige Geist durch die Reihen rauschen kann. :thumbup:

      Für mich unerreicht eingespielt von Friedhelm Flamme auf dieser CD, die jeder Orgel-Interessierte besitzen sollte:



      :juhu: :juhu: :juhu:


      Gute Nacht,
      Peter.
      Alles kann, nichts muss.
    • Lieber TB, interessante Fragen, die Du da aufwirfst! Natürlich fällt auch mir als erstes das unvermeidliche Dies Irae ein.

      Dann: Spontan hätte ich geglaubt, auf Anhieb weitere Beispiele nennen zu können, habe ani Louis Vierne und Charles-Marie Widor, auch Frank Martin oder Hugo Distler kamen mir in den Sinn - ohne daß ich allerdings fündig geworden wäre.

      Das Duruflé-Requiem kenne ich aus eigener Sing-Erfahrung, mit Orchester und mit Orgel, und fand es ganz reizvoll, mich durch die harmonisierte Gregorianik schlängeln zu können, auch wenn mir das in beiden Fassungen etwas verdächtig schön finde (oder, sagen wir, zu kantenlos) - so ganz wohl ist mir nicht, auch beim Hören.

      Irgendwie kann ich mir nicht vorstellen, daß Duruflé der erste oder gar einzige Komponist des 20. Jahrhunderts sein soll, der auf die Idee gekommen sein soll, Gregorianik musikalisch aufzugreifen und zu integrieren.

      Am Rande: Gustav Mahlers "Veni creator spiritus" (8. Symphonie, 1. Satz) bezieht sich vermutlich nur im Text auf gregorianische Tradition?

      Tut mir leid, wenn ich nicht weiter Substanzielles beitragen kann.

      :wink:
      Es grüßt Gurnemanz
      ---
      Der Kunstschaffende hat nichts zu sagen - sondern er hat: zu schaffen. Und das Geschaffene wird mehr sagen, als der Schaffende ahnt.
      Helmut Lachenmann
    • Lieber Gurni,

      Danke für die Rückmeldung. Ist ja auch eine Feststellung, dass es nicht so ganz einfach ist, weitere Beispiele zu finden.
      Ich werde demnächst die "Allelujia"-Sinfonie von Haydn unter die Lupe nehmen, glaube aber, dass das gregorianische Halleluja schwer rauszuhören ist.

      Gurnemanz schrieb:


      Am Rande: Gustav Mahlers "Veni creator spiritus" (8. Symphonie, 1. Satz) bezieht sich vermutlich nur im Text auf gregorianische Tradition?


      Davon gehe ich auch zu 99,9999 % aus, dass sich das nur auf den Text und nicht auf die Melodie des gregorianischen Pfingsthymnus ( -> "http://www.youtube.com/watch?v=sVqalU2yKjI" ) stützt.

      :wink:
      Ich glaube, das ist die beste Interpretation dieses Werkes, die ich je gehört habe.
      (Kammerorchester der Sozialistischen Usbekischen Sowjetrepublik, Live in der Stadthalle Gelnhausen am 12. Jänner 1974,Gutes Rundfunkmono
      von Radio Eriwan, CD nur unter dem Ladentisch zu beziehen bei Herrn Münker von Tabak Schmidt, Filiale am Freiheitsplatz in Hanau)
    • Das kann jetzt aber schon uferlos werden, denn einen gregorianischen cantus firmus einem mehrstimmigen "Arrangement" (egal, ob es sich dabei um eine polyphone Bearbeitung oder homophone Umdeutung handelt) zu unterlegen, ist bis in die Gegenwart kirchenmusikalische Praxis, sowohl katholische als auch protestantische. Dieses Verfahren endet als Standard keineswegs mit der Renaissance!

      Da hätten wir mal zahllose Orgelversetten von ebenso zahllosen Komponisten, die aus der Alterimspraxis entstanden sind, Verse von Ordinariums-, Propriums- Offiziums- oder Psalmentexten abwechselnd vom Chor und von der Orgel vortragen zu lassen. Die Orgel hat dabei selbstverständlich nicht einstimmig gespielt. Gehalten hat sich diese Praxis vielerorts bis in das 19. Jh., dann haben sich die Versetten als musikalische Form verselbstständigt (vorher natürlich auch schon).

      Den Versetten verwandt sind unzählige Choralbearbeitungen für Orgel. Viele der evangelischen Choräle basieren auf gregorianischem cf (z.B. Christ lag in Todesbanden auf der Ostersequenz Victimae Paschalis). Bereits 1524 wurden solche Choräle durch Johann Walter vier- und fünfstimmig homophon harmonisiert. Es gibt kaum einen protestantischen Komponisten, von dem es keinen mehrstimmig harmonisierten Choralsatz und/oder keine polyphone Choralbearbeitung für Orgel gibt.

      Dann hätten wir die katholische Kirchenmusikreform des 19. Jahrhunderts (Stichwort "Cäcilianismus"), die auch noch lange mit höchstkirchlicher Approbation im 20. nachgewirkt hat. Oberstes Ziel war dabei, die Kirchenmusik auf die "Reinheit" des Gregorianischen Chorals (der ohnehin kirchlicherseits immer als kirchenmusikalisches Ideal angesehen wurde) und allenfalls auf die Vokalpolyphonie eines Palestrina zurückzuführen. In der Fastenzeit gab es vom 18. bis ins 20 Jh. "Choral", der selbstverständlich orgelbegleitet wurde, unter Ausschöpfung aller harmonischer Mittel:



      Wenn nun der Organist noch, jede Stelle in ihrer gemüthlichen Grundbezeichnung ergreifend, stets eine zweckgemässe würdige Akkordenfolge gäbe, eine Folge von Harmonieen, welche dem Geist einer vielsagenden Rede und ihrer einzelnen Einschnitte entsprechend, das Gemüth zu höheren Gefühlen anregte; wenn er sich hierzu der ihm zu Gebote stehenden mannigfachen Hülfsmittel von Stärke und Schwäche des Tones und einer wohlberechneten Registermischung bediente, wenn seine Vor-, Zwischen- und Nachspiele in einfach-grossem Styl gedacht und ausgeführt wären u. s. w. was könnte auch hier zu Förderung der Andacht geleistet werden!

      F.J. Fröhlich: Über die musikalische Feyer des katholischen Gottesdienstes überhaupt, und die Art einer dem Zeitbedürfnisse gemässen Einrichtung und Verbesserung derselben; in: Allgemeine musikalische Zeitung, 22. Jg. (1820), Sp. 421-22



      Selbstverständlich gab es immer auch auskomponierte Messen, die auf gregorianischem Cf beruhten , hauptsächlich (aber nicht nur) für die Fastenzeit. Beispiele für derartige Messen sind Legion, hier nur zwei: die Missa in Dominica palmarum secundum cantum choralem von Michale Haydn (dem in den in den Augen seiner Zeitgenossen vermutlich bedeutendsten katholischen Kirchenmusiker seiner Epoche), einer vierstimmigen Harmonisierung in choraltypischer "punctus contra punctum"-Manier im Chor mit Orgel-Generalbass und cf im Sopran und Kaspar Etts Lateinische Messe für Advent und Fasten, ebenfalls vierstimmig mit GB. Besonders im 19. Jh. war das die vorherrschende Art der Vertonung des Ordinariums, und zwar nicht nur auf (heute!!!) weitgehend unbekannte Komponisten beschränkt. Auch bei Liszt (der 1871 sogar an der Generalversammlung des Allgemeinen Cäcilienvereins in Eichstätt teilnahm) findet man so etwas, wie etwa die Missa choralis , die den Salve Regina-cf verwendet.

      So, für's erste reichts...
      Jetzt könnt Ihr wieder etwas googeln... :wink:
      viele Grüße

      Bustopher

      hindere die Spielleute nicht. Und wenn man lauscht, so schwatz nicht dazwischen und spare dir deine Weisheit für andere Zeiten
      (Sirach 32,5)
    • Lieber TB,

      dann möchte ich Duruflés wirklich herrlichem Requiem noch zwei / drei Werke eines Komponisten hinzufügen, der sich in großen Teilen seines Oeuvres äußerst intensiv mit Alter Musik beschäftigt und sich dabei ebenfalls gregorianischen Materials bedient hat:

      Ottorino Respighi (1879-1936):

      Concerto Gregoriano (Gregorianisches Konzert) für Violine und Orchester, P 135 1921
      1. Andante tranquillo - Allegro molto moderato - Calmo, tempo I
      2. Andante espressivo e sostenuto
      3. Finale (Alleluja). Allegro energico

      Respighis "Gregorianisches Violinkonzert", das trotz des nicht gerade einfachen Soloparts keinesfalls auf die Vorführung von Virtuosität und technischer Bravour abzielt, war wegen seines völlig undramatischen, eher nachdenklichen und lyrischen Charakters leider kein großer Erfolg beim Uraufführungspublikum beschieden.
      Respighis Vorstellung von der Rolle des Solisten war nicht die eines Zirkusartisten, sondern die eines Vorsängers oder gar Priesters, der das Orchester als seine Gemeinde um sich schart.
      Das Material des Concertos ist zwar nicht ausschließlich, jedoch größtenteils dem reichhaltigen anonymen Repertoire des gregorianischen Gesangs entnommen.

      Eine ganz hervorragende Einspielung dieses auch bezüglich farbiger Orchestrierung meisterhaften Stücks möchte ich hier noch empfehlen:

      Ottorino Respighi (1879-1936):
      Poema Autunnale (Herbstgedicht) für Violine und Orchester 1925
      Concerto Gregoriano (Gregorianisches Konzert) für Violine und Orchester 1921
      Ballata delle Gnomidi (Die Ballade der Gnome) - Symphonische Dichtung für Orchester 1919
      Lydia Mordkovitch, Violine; BBC Philharmonic Orchestra, Sir Edward Downes
      Chandos, 1993, 1 CD




      Den ersten Anstoß für Respighi, sich mit der Welt des Gregorianischen Choralgesangs zu beschäftigen, gab die Bekanntschaft und baldige Heirat seiner Kompositionsstudentin Elsa Olivieri-Sangiacomo (1894-1996) im Jahre 1919. Innerhalb kürzester Zeit hatte sich der italienische Klangfarbenzauberer von den Studien seiner Frau inspirieren lassen und sogleich ein dreisätziges Klavierwerk verfaßt:

      Tre Preludi sopra Melodie Gregoriane (Drei Präludien über gregorianische Melodien) für Klavier solo, P 131 1919-21

      das er ein paar Jahre später (als die ersten drei von vier Sätzen) als 'Kirchenfenster'-Impressionen in eine orchestrale Form brachte:

      Vetrate di Chiesa (Kirchenfenster) - Impressionen für Orchester, P 150 1925/26
      1. La Fuga in Egitto
      2. San Michele Arcangelo
      3. Il Mattutino di Santa Chiara
      4. San Gregorio Magno

      Elsa schrieb später, daß es bei der Komposition von Werken, die durch gregorianische Choräle inspiriert waren, Respighis Absicht war, "diese prächtigen Melodien in eine neue Sprache von Klängen umzugestalten und sie von der strengen formellen katholischen Liturgie des Graduale zu befreien".

      Auch hier sei die wie stets klanglich brillante Chandos-Aufnahme empfohlen:

      Ottorino Respighi (1879-1936):
      Vetrate di Chiesa (Kirchenfenster) - Vier symphonische Impressionen für Orchester, P 150 1925/26
      Impressioni Brasiliane (Brasilianische Impressionen) - Suite für Orchester, P 153 1928
      Philharmonia Orchestra London, Geoffrey Simon
      Chandos, 1984, 1 CD




      :wink:
      Johannes
    • ...dass es nicht so ganz einfach ist, weitere Beispiele zu finden...


      dazu eine kleine Hilfestellung zum googeln mit hoher Wahrscheinlichkeit, daß das, was als Treffer gezeigt wird, einen gregorianischen Kern hat - nur eine kleine Auswahl von Tophits der letzten tausend Jahre:

      Veni Creator spiritus
      Victimae Paschalis
      Lauda Sion
      Stabat Mater
      Salve Regina
      Tantum ergo/Pange lingua
      Te Deum
      Missa Mundi
      Missa de Angelis
      Missa Lux et origo
      Missa Adventus et Quadragesimae
      Missa Alme Pater
      Ave Maria
      Laetentur caeli
      Laudate Dominum
      Confiteor tibi
      Lauda, anima mea
      Iubilate Deo
      Super flumina Babylonis
      De profundis
      Cantate Domino
      Dixit Dominus
      Puer natus est
      Reqiem aeternam
      Rorate caeli
      Haec dies
      Tollite Hostias
      Exsultate Deo
      In te Domine speravi
      Iustus ut palma
      Popule meus



      verschont diesen thread bitte vor den tausenden Dies Irae-Zitaten




      Sollen wir die anderen zehntausende auch weglassen..? :hide:
      (Da bliebe dann tatsächlich nicht mehr viel übrig... Bleibt die Frage, warum dann gerade das Dies irae... :wink: )



      Zum Schluß noch ein echtes Beispiel: 38 Takte Choraleinschub von T176- 214 im Credo auf die Textstelle Et in Spiritum sanctum... von Diabellis Pastoralmesse in F op 147
      viele Grüße

      Bustopher

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      (Sirach 32,5)
    • Schöne, wenn auch eigentlich naheliegende CD-Idee, hervorragend umgesetzt:

      Harald Feller orgelt Stücke (Kleine "Choralphantasien" über gregorianische c.f.) aus Charles Tournemires L'Orgue mystique und die Schola Gregoriana Monacensis singt die entsprechenden Choräle. Eigentlich liegt der Schwepunkt der CD auf der Gregorianik und Feller orgelt die Intermezzi. Begeistert mich, würde ich weitere Folgen von kaufen, sofern vorhanden.





      leider ist bei beiden Anbietern das Produkt nicht immer über den Begriff "Tournemire" auffindbar, was echt schade ist.
      Ich glaube, das ist die beste Interpretation dieses Werkes, die ich je gehört habe.
      (Kammerorchester der Sozialistischen Usbekischen Sowjetrepublik, Live in der Stadthalle Gelnhausen am 12. Jänner 1974,Gutes Rundfunkmono
      von Radio Eriwan, CD nur unter dem Ladentisch zu beziehen bei Herrn Münker von Tabak Schmidt, Filiale am Freiheitsplatz in Hanau)