J. S. Bach - Sechs Suiten für Violoncello Solo BWV 1007 - 1012

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    • Ich besitze bis jetzt nur die Aufnahme von Jean-Guihen Queyras:



      Ich hatte außerdem mal das Glück, Queyras mit diesen Cello-Suiten live in der Kölner Philharmonie zu hören. Da hat er vor jeder Suite noch zusätzlich ein "Preludium vor dem Preludium", das von zeitgenössischen Komponisten komponiert war, gespielt. Hat mir sehr gut gefallen.

      Sigiswald Kuijken würde mich aber auch mal interessieren. Wenn sein Instrument wirklich das Instrument ist, für das Bach die Suiten vorgesehen hat, dann erst recht. Denn auch mein Freund spielt die Suiten auf einem "da gamba" gespielten Instrument ähnlich dem von Josephine van Lier - er kann nur "da gamba" gespielte Instrumente spielen (von denen allerdings mehrere).
    • Katka schrieb:

      Ich hatte außerdem mal das Glück, Queyras mit diesen Cello-Suiten live in der Kölner Philharmonie zu hören. Da hat er vor jeder Suite noch zusätzlich ein "Preludium vor dem Preludium", das von zeitgenössischen Komponisten komponiert war, gespielt. Hat mir sehr gut gefallen.

      Vermutlich das gleiche Programm, das Queyras vor vier Jahren auch in Heidelberg präsentiert hat: Dort hatte ich damals etwas darüber geschrieben.

      Die Bach-Suiten-Aufnahmen mit Queyras und Pergamenschikow schätze ich sehr!

      :wink:
      Es grüßt Gurnemanz
      ---
      Der Kunstschaffende hat nichts zu sagen - sondern er hat: zu schaffen. Und das Geschaffene wird mehr sagen, als der Schaffende ahnt.
      Helmut Lachenmann

      Ein Pianist, der still und schweigend am Klavier sitzt, ist bereits eine Aussage.
      Rebecca Saunders
    • Katka schrieb:

      Sigiswald Kuijken würde mich aber auch mal interessieren. Wenn sein Instrument wirklich das Instrument ist, für das Bach die Suiten vorgesehen hat, dann erst recht.

      Zumindest steht im Booklet zu seiner Einspielung drin, daß Vieles darauf hindeutet. Und ich persönlich mag diese Aufnahme auch sehr... :yes:


      jd :wink:
      "Interpretation ist mein Gemüse."
      Hudebux
      "Derjenige, der zum ersten Mal anstatt eines Speeres ein Schimpfwort benutzte, war der Begründer der Zivilisation."
      Jean Paul
    • Hallo Michael,

      Michael Schlechtriem schrieb:



      Ich fasse es ehrlich gesagt nicht.
      Natürlich hört man auch die Griffe, Mannomann, das ist doch völlig normal.


      Nein, ist es nicht. Ich habe ja eine Vielzahl von Aufnahmen der Suiten (um die 200) und kann bestätigen, dass die, bei denen die Griffgeräusch sehr deutlich zu hören sind, eher in der Minderheit sind. Ich bin ja nur Laie und kenne mich nicht so aus, aber könnte das nicht zum einen ander Spielweise, zum anderen in der Tat an der Aufnahmesituation genauer an der Positionierung des Mikrofons liegen ? Viele Aufnahmen zeichnen sich durch eine starke "Räumlichkeit" aus, d.h. das Cello "steht" in einem gewissen Abstand vom Hörer in einer virtuellen Mitte. da hört man kaum Griffgeräusche oder Atemgeräusche des Interpreten. Ich halte das auch ehrlich gesagt für die eher "normale" Situation, in der man sich als Hörer befindet. Der sitzt ja normalerweise auch nicht auf dem Schoss des Cellisten sondern in einem gebührenden Abstand. Aber - wie bereits gesagt - es mag unterschiedliche Vorstellungen darüber geben, wie eine solche schwierige Aufnahmesituation abgebildet werden soll.

      Im übrigen: mit der Schwierigkeit der Suiten hat das gar nichts zu tun. Niemand hat bestritten, dass die Werke höchste Ansprüche an den Ausführenden stellen.

      Michael Schlechtriem schrieb:

      Das ,was ich hier lese, ist ein derartiger Schwachsinn, der mich gelinde gesagt sehr ärgert.

      ...Ich finde es pervers, dies zu kritisieren.

      Grundsätzlich pervers und völlig auf dem falschem Dampfer.

      ...Ich finde es einfach völlig "pfui" , zu bemängeln, daß man das hören kann.
      Es kommt mir so vor, als wenn diese völlig normalen Geräusche heutzutage den Lifestyle irgendwie einschränken.
      Das paßt natürlich zum Hörverhalten unserer völlig degenerierten Gesellschaft.



      Mit Verlaub, aber ich finde nun vergreifst du dich tüchtig im Ton.

      Wenn man sich durch solche "Nebengeräusche" gestört fühlt, halte ich es für völlig legitim, das auch zu kritisieren. Das hat nichts mit "Degeneration" zu tun, ist auch keine "Perversion" oder "Schwachsinn". Imo ist eine Frage des persönlichen Geschmacks. Die Beispiele Glenn Gould bzw. Keith Jarrett für "störende" Artikulationen wurden schon genannt. Etwas anderes ist es, ob der Interpret sich durch solche Kritik beeinflussen läßt. Es gibt ja die Geschichte von Alfred Brendel, der dafür kritisert wurde, dass er beim Vortrag fürchterliche Grimassen schnitt und sich dies zu Herzen nahm. Andere würden darüber hinweggehen. Warum auch nicht. Man muss es ja nicht jedem recht machen. Mir als Hörer muss aber auch nicht alles gefallen.

      VG Bernd
      ------

      Mit meinem Unwissen kann man ganze Bibliotheken füllen.
    • Terakado & Kujiken

      Tach,

      Ryo Terakado und Sigiswald Kujiken spielen übrigens beide auf Instrumenten, die von dem russischen Musiker und Instrumentenbauer Dmitry Badiarov gebaut worden sind.

      Badiarov hat die Suiten auch selbst eingespielt:


      amazon.de/Bach-Cellosuiten-100…-1&keywords=badiarov+bach

      Zu Badiarov mit weiteren Informationen: badiarovviolins.com/

      VG Bernd
      ------

      Mit meinem Unwissen kann man ganze Bibliotheken füllen.
    • garcia schrieb:

      Ich bin noch scharf auf die Einspielungen von Boris Pergamenschikow und Paolo Beschi


      Beschi kann ich vorbehaltlos empfehlen! Von den HIPpen Einspielungen ohne Frage meine liebste:



      Beschi ist Gründungsmitglied von Il Giardino Armonico, und dieselbe spielfreude, die man von diesem Ensemble kennt, ist auch hier wiederzufinden - natürlich wird nicht mit vivaldischer Brachialitat gespielt, aber trotzdem mit großtem verve und Lust an Tanzrhythmen und Dynamik.

      Ich kenne so um die 15 verschiedene Aufnahmen, aber es haben mir dan schließlich doch etwa drei Favoriten herauskristalisiert:

      eben Beschi

      dann noch Mainardi:



      Langsam, introvertiert, mit großmeisterlichen Ehrwürdigkeit gespielt.

      Lipkind:



      Exzentrisch, trotzdem nachdenklich und sehr farbenvoll. Klasse (und die Aufmachung der gezeigten Edition ist over-the-top)

      Schafft nicht in die engste Runde, aber doch sehr sympatisch ist für mich Queyras



      LG
      Tamás
      "Vor dem Essen, nach dem Essen,

      Biber hören nicht vergessen!"


      Fugato
    • "Dienen soll man, aber es muss leicht aussehen"

      garcia schrieb:

      Und Pergamenschikow, lieber Michael, diese Anregung stammt von dir, denn du hattest dich vor Jahren bei Tamino schon einmal außerordentlich begeistert über seine Einspielung geäußert... und ich habs dieser Tage gelesen...


      Eine Beurteilung des Cellospiels von Musikerkollegen im Blindflug durch David Geringas. Interessant was er zu Pergamenschikows Sichtweise auf den Zyklus zu sagen hat, insbesondere aber auch sein Hinweis

      Er hat sich sehr inspirieren lassen von Gustav Leonhardt,


      http://www.concerti.de/de/262/blind-gehoert-david-geringas-die-schallplatte-ist-eine-verkehrte-welt.html

      Dieser Hinweis findet sich auch im Booklet zu dieser Aufnahme:



      Leonhardt spielte die Suiten im Rahmen einer Bearbeitung für Cembalo. Hierzu Pergamenschikow:

      Sein Interpretationsansatz eröffnete mir neue Perspektiven der freimütigeren Auseinandersetzung mit dieser Musik. Ich war herausgefordert, darüber nachzudenken, ob mich eine weitgehende Loslösung von der Materie des Instruments und auch von den anerzogenen "spiel, was in den Noten steht"-Dogmen bei der Wahrheitssuche weiterbringt. Wir Cellisten waren immer von der einzigartigen Stellung der sechs Bach-Suiten derart überwältigt, dass bei vielen eine gewissermaßen "cellozentristische" Beschäftigung mit diesen Suiten zu beobachten war, ohne sie im Zusammenhang mit den anderen Werken und als Teil des Bachschen Gesamtschaffens zu sehen.


      Bemerkenswerte Überlegungen dieses viel zu früh verstorbenen Künstlers, der sich wohl zeitlebens als wahrheitssuchender Diener der Musik verstanden hat.
    • Michael Schlechtriem schrieb:

      [...]Es darf also NICHT geatmet werden, denn es wird dieses grundsätzliche für unser Leben notwendige Geräusch als störend empfunden?
      Und ist es NICHT völlig normal, die jeweiligen "Griffe" hören zu können?
      Das ,was ich hier lese, ist ein derartiger Schwachsinn, der mich gelinde gesagt sehr ärgert.

      Atemgeräusche sind völlig normal, solange der Mensch noch lebt.
      Und Fingersätze sowie Lagenwechsel kann man leicht heraushören.

      Und ohne Geräusche geht das alles halt nicht.
      Das ist völlig normal.
      Ich finde es pervers, dies zu kritisieren.

      Grundsätzlich pervers und völlig auf dem falschem Dampfer.

      Diese Suiten sind megaanstrengend, auch und vor allem körperlich.
      Ich finde es einfach völlig "pfui" , zu bemängeln, daß man das hören kann.
      Es kommt mir so vor, als wenn diese völlig normalen Geräusche heutzutage den Lifestyle irgendwie einschränken.
      Das paßt natürlich zum Hörverhalten unserer völlig degenerierten Gesellschaft.

      [...] [...]
      Ist das echt der Umgangston, den wir hier pflegen wollen?
    • Sicher nicht, doch das ist schon "Schnee von vorvorgestern" ;+) ,
      ich denke, Worte, die zu sehr sehr später Stunde geschrieben wurden, sollte man möglichst nicht auf die Goldwaage legen und möglichst nicht noch Tage später wieder hervorholen...
      Sie sind in der Versenkung gut aufgehoben
      bevor sich hier noch unglückliche Diskussionen entspinnen, gibt es ja leider immer wieder mal :huh:
      meint


      :wink:

      amamusica :pfeif:
      Ein Blümchen an einem wilden Wegrain, die Schale einer kleinen Muschel am Strand, die Feder eines Vogels -
      all das verkündet dir, daß der Schöpfer ein Künstler ist. (Tertullian)

      ...und immer wieder schaffen es die Menschen auch, Künstler zu sein.
      Nicht zuletzt mit so mancher Musik. Die muß gar nicht immer "große Kunst" sein, um das Herz zu berühren...



    • Tschabrendeki schrieb:

      ...

      dann noch Mainardi:



      Langsam, introvertiert, mit großmeisterlichen Ehrwürdigkeit gespielt.


      Schön, dass noch jemand diese Aufnahme kennt und schätzt. Sie ist meines Wissen mit über 3h Laufzeit die längste Einspielung der Suiten, die es gibt. Dabei ist sie aber zu keiner Zeit langweilig. Lange Zeit war sie nicht lieferbar, momentan scheint sie sogar wieder erhältlich zu sein. Wer eine ganz andere Sichtweise auf diese Werke bekommen möchte, sollte sie sich anhören.

      Viele Grüße Bernd

      P.S.: Liebe amamusica
      Sicher nicht, doch das ist schon "Schnee von vorvorgestern"
      Danke, ich finde, dem ist nichts mehr hinzuzufügen :thumbsup:
      ------

      Mit meinem Unwissen kann man ganze Bibliotheken füllen.
    • Die Aufnahme von Mainardi war mir unbekannt, und ich habe mal in das Prelude der G-Dur Suite reingehört.
      Und nur in das Prelude.
      Dies ist wirklich sehr langsam und auch fast ohne Agogik gespielt.
      Ich würde nicht behaupten, daß es unsauber ist, auf seine eigene (alte) Weise ist es sehr sauber.
      Aber dieses permanente Erhöhen der Leittöne klingt für mich mittlerweile doch eigenartig.
      Ich denke auch, daß es erhaben klingen soll und man kann sich dem anschließen.
      Oder auch nicht.......
      Mein Fall ist es nicht, ich persönlich bevorzuge alleine in diesem Prelude das doppelte Tempo ,eine knackigere Artikulation und variablere Bogenstriche, ohne jetzt behaupten zu wollen, daß es so "richtiger" wäre.
      Comedians machen Ihren Job wegen dem Geld.
      Satiriker wegen des Geldes.
      -Götz Alsmann-
    • Hallo Michael,

      Michael Schlechtriem schrieb:

      ...
      Aber dieses permanente Erhöhen der Leittöne klingt für mich mittlerweile doch eigenartig.
      Ich denke auch, daß es erhaben klingen soll und man kann sich dem anschließen.
      Oder auch nicht.......
      Mein Fall ist es nicht, ich persönlich bevorzuge alleine in diesem Prelude das doppelte Tempo ,eine knackigere Artikulation und variablere Bogenstriche, ohne jetzt behaupten zu wollen, daß es so "richtiger" wäre.


      Ich bin ja weder Musiker - kann noch nicht mal Noten lesen *schäm* - aber meiner Meinung nach ist es gerade eine Besonderheit der Suiten, dass sie dem Interpreten einen enormen Spielraum für seine eigene Sichtweise bieten. Meinardi selbst scheint in seiner Stellungnahme auf dieser Aufnahme auch dieser Auffassung zu sein. Es kann ja auch kein Zufall sein, dass nicht wenige Cellisten die Suiten mehrfach eingespielt haben. Wenn ich mich nicht irre, ist Janos Starker der Rekordhalter mit vier Aufnahmen (1952, 1959, 1991 und 1997). Das kann aber auch damit zusammenhängen, dass er wohl mehrfach das Label gewechselt hat. Aber auch andere Interperten wie Mischa Maisky, Paul Tortelier, oder ganz aktuelle Peter Wispelwey haben die Suiten mehrfach eingespielt, mit wie ich meine, ganz unterschiedlichen Ergebnissen.

      Meinardi spielt schon "speziell". Ein Musikhistoriker könnte vielleicht heraushören, ob seine Art der Interpretation einem bestimmten zeitabhängigen Stil oder einer bestimmten Schule geschuldet ist.

      Ich will nicht behaupten, dass ich verschiedene Interpreten oder verschiedene Einspielungen "blind" unterscheiden könnte. Andererseits habe ich den Eindruck, dass keine meiner Aufnahmen einer anderen wirklich gleicht. Vielleicht könnte ein Fachmann Einflüsse feststellen und namhaft machen; ich könnte das nicht. Aber Unterschiede meine ich sind zu hören - und damit meine ich nicht die Aufnahmequalität, sondern die Interpretation. Das macht für mich den Reiz dieser Werke aus, deshalb höre ich sie gerne und sammle die verschiedenen Aufnahmen.

      Spätere Komponisten haben sich ja sehr bemüht, genaue Anweisungen zur Aufführung ihrere Werke zu geben. Bei Bach - wie wohl bei den meisten Komponisten des Barock - ist das meines Wissen gerade nicht der Fall. Kann es dann bei den Suiten überhaupt eine "richtige" Interpretation geben ? (vorausgesetzt, man versteht unter "richtig" eine Interpretation, die den Anweisungen des Komponisten nahe kommt, worüber man ja auch wieder herrlich zanken kann; es soll ja Musiker geben, die sich auch um genaue Anweisungen einen Teufel scheren und so spielen, wie sie es für richtig halten)

      Viele Grüße Bernd
      ------

      Mit meinem Unwissen kann man ganze Bibliotheken füllen.
    • Enrico Mainardi

      Michael Schlechtriem schrieb:

      Die Aufnahme von Mainardi war mir unbekannt, und ich habe mal in das Prelude der G-Dur Suite reingehört.
      Und nur in das Prelude.
      Dies ist wirklich sehr langsam und auch fast ohne Agogik gespielt.
      Ich würde nicht behaupten, daß es unsauber ist, auf seine eigene (alte) Weise ist es sehr sauber.
      Aber dieses permanente Erhöhen der Leittöne klingt für mich mittlerweile doch eigenartig.
      Ich denke auch, daß es erhaben klingen soll und man kann sich dem anschließen.
      Oder auch nicht.......
      Mein Fall ist es nicht, ich persönlich bevorzuge alleine in diesem Prelude das doppelte Tempo ,eine knackigere Artikulation und variablere Bogenstriche, ohne jetzt behaupten zu wollen, daß es so "richtiger" wäre.
      Obwohl ich auch sehr sensibel auf zu hohe Leittöne reagiere, hat mich das eigentlich hier weniger gestört. Mainardi spielt tatsächlich beeindruckend sauber, und das bei sehr sparsamem Vibrato, das ist für die damalige Zeit schon bemerkenswert.
      Schön zu hören z.B. in der Sarabande. der 1. Suite.
      Und soo arg langsam ist er (für die Zeit) doch auch nicht.
      Von wann ist die Aufnahme denn?

      Kritik an dem Youtube-Video, (danke Katka!)
      "https://www.youtube.com/watch?v=8pR0nFQC65o"
      das offensichtlich von einem Plattenspieler stammt:
      Die Abspielgeschwindigkeit war viel zu hoch, zu erkennen an einem unsinnigen und sicher unrichtigen (fiktiven) Stimmton von 454 Hz.
      Angenommen, Mainardi hätte sein Cello auf ca 440 Hz gestimmt gehabt, dann dreht sich die Platte um 3% zu schnell, und sein Tempo war nochmal einen Metronomzacken langsamer...

      Wie ist das auf der CD? Wenn da auch die Platten-Knackser drauf sind, könnte sie mit Youtube identisch sein, das glaube und hoffe ich aber nicht.

      Gruß,
      Khampan
    • Hier kam heute die Aufnahme der Suiten mit Heinrich Schiff an (für den Fall daß er sie mehrmals aufgenommen hat, was mir nicht bekannt ist, diese Einspielung datiert von 1985). Ich hörte eben die Suiten 1 und 2, zum ersten Mal im Leben nicht von Jaap ter Linden.

      Ein gänzlich anderes Hörerlebnis war das; der Klang des Cellos schon, wesentlich voluminöser und voller (ter Linden spielt ein Barockcello, Schiff ein "normales"), die schnelleren Sätze kamen in einem Tempo das mich fast ein wenig erschrecken ließ, alles wesentlich zupackender - der eine tippt mich auf die Schulter, der andere packt mich am Kragen, sozusagen. Ein faszinierendes Hörerlebnis und eine wunderbare Ergänzung, denen ich noch einige Folgen lassen werde; diese Stücke scheinen sich auf unendlich verschiedene Weisen spielen zu lassen... nun macht mich der Biber schon arm und dann sowas :D

      Jaap ter Lindens Einspielung allerdings bleibt für mich vornean, sie hat einen eigenen Zauber den ich bei Schiff so nicht wiederfinde; etwas leicht indirektes, verwehtes, dunkles, schwer zu beschreiben vor allem für jemand der noch ganz am Anfang steht wie ich was diese Sachen angeht. Ich vermute es liegt einerseits am Instrument, andererseits aber auch an der Aufnahmeakustik - die ter-Linden-Aufnahme klingt als sei sie in einer Kirche aufgenommen (das Booklet schweigt sich hierüber aus).

      Zwei Facetten von etwas wo ich unendlich viele vermute. Was freu ich mich auf weitere Sichtweisen :angel:


      LG Frank
      "Wir sind nichts Wichtiges. Wir sind im Grunde nichts weiter als Wirbel im Fluß des Lebens. -- So betrachten wir unser Leben allerdings nicht gern." (Charlotte Joko Beck)
    • Ich habe die Ariola-Eurodisk 3-LP-Ausgabe.Im Klappentext schreibt Herr Mainardi, dies wäre seine 3.Aufnahme der Suiten . Ich weiß noch von einer Archiv-Produktion ( Heliodor/DG, und einzelnen Suiten auf Decca 78ern. Welches ist bitte die CD -Version ? Die Ariola ist echtes Stereo . Aufnahmedatum 1963/64, in Berlin . Produzent der Suiten 1-4 war Fritz Ganss .Der war aber meines Wissens bei der DG , oder? Sind diese Aufnahmen dann mit der Archiv-Produktion identisch. oder wie ? Oder was sind dann die beiden anderen Aufnahmen ?
      Good taste is timeless / "Ach, ewig währt so lang "
    • b-major schrieb:

      Ich habe die Ariola-Eurodisk 3-LP-Ausgabe.Im Klappentext schreibt Herr Mainardi, dies wäre seine 3.Aufnahme der Suiten . Ich weiß noch von einer Archiv-Produktion ( Heliodor/DG, und einzelnen Suiten auf Decca 78ern. Welches ist bitte die CD -Version ? Die Ariola ist echtes Stereo . Aufnahmedatum 1963/64, in Berlin . Produzent der Suiten 1-4 war Fritz Ganss .Der war aber meines Wissens bei der DG , oder? Sind diese Aufnahmen dann mit der Archiv-Produktion identisch. oder wie ? Oder was sind dann die beiden anderen Aufnahmen ?


      Die Antwort findest du hier: "http://fischer.hosting.paran.com/music/Mainardi/discography-mainardi.htm"

      Die in #206 abgebildete Aufnahme ist eine Lizenzausgabe der Ariola-Eurodisc aus dem Jahre 1963/64 mit einem kurzen Statement von Mainardi selbst.

      VG Bernd
      ------

      Mit meinem Unwissen kann man ganze Bibliotheken füllen.
    • Danke, da bin ich schon mal ein Stückchen weiter . Allerdings finde ich dort nur insgesamt 2 GAs. Mal sehen. Mit Fritz Ganss habe ich mich geirrt : der hat erst für EMI und dann für Ariola gearbeitet.- Sollte jemand eine 3.GA kennen, bitte melden .Oder doch bei Decca ? Oft sind Diskografien nicht 100 % .
      Good taste is timeless / "Ach, ewig währt so lang "
    • Letzte Woche wollte ich eine Aufnahme der Cellosuiten bei Dusmann kaufen, da ich nur eine von Casals habe, war aber völlig überfordert von der Fülle des Angebots. Habe dann lieber Streichquartette von Stenhammar gekauft, da war die Auswahl zumindest bei Dusmann nicht so groß. Ich werde mich nun also durch dieses Thema hier wühlen, aber es gibt auch hier so viel Meinungen, dass mir eine Entscheidung schwer fallen wird.

      Menno
      "...meine Vorstellungskraft ist ein Stück Brett mein Instrument ein kurzer Stock..." (Zbigniew Herbert, Klapper)