Schostakowitsch - Die 15 Streichquartette

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    • Ergänzend

      Grundlage der Aufnahmen bildeten die noch nicht abgeschlossene neueste Gesamtausgabe von DSCH-Publishers in Moskau, die einzig die Autographe berücksichtigt. Da zu dem Zeitpunkt der Einspielungen noch nicht alle Quartette veröffentlicht waren, konnten mit Unterstützung von Schostakowitschs Sohn Maxim etliche bisher unerkannte Druckfehler korrigiert werden. Noch wichtiger als die Notation sind die Fragen nach Tempowahl und Temporelationen: Streng haben sich die Musiker an die Vorgaben des Komponisten gehalten, weshalb die langsamen Sätze mitunter weniger schwer und pathetisch erscheinen. Andererseits erhalten der Walzer im Zweiten Quartett und der letzte Satz im Quartett Nr. 9 durch die schnellen Originaltempi eine atemberaubende Wirkung. Nicht zuletzt entspringen diese Deutungen einem Schostakowitsch- Verständnis, das aus der historischen Distanz heraus gängige Interpretationsweisen hinterfragt


      Findet man 'http://www.oehmsclassics.de/cd.php?formatid=271'" hier

      Liebe Grüße Peter
      .
      Auch fand er aufgeregte Menschen zwar immer sehr lehrreich, aber er hatte dann die Neigung, ein bloßer Zuschauer zu sein, und es kam ihm seltsam vor, selbst mitzuspielen.
      (Hermann Bahr)
    • Inzwischen habe ich mir (schon vor einigen Monaten von geschenktem Weihnachtsgeld) die Sorell-Box im Download zugelegt.


      Die Aufnahme begeistert und überzeugt mich restlos. Es wird auch technisch höchstem Niveau anspruchsvoll musiziert, immer sauber intoniert, brillant in der Dynamik von ppp bis fff (falls es das in den Quartetten gibt), emotional hoch aufgeladen, kurzum: ich brauche momentan keine anderen Einspielungen der Quartte.

      Ich würde gerne nochmal auf das 8.Streichquartett zurückkommen.

      Im 3.Satz fiel mir eine Themengleichheit zum ersten Cellokonzert auf (das übrigens gerade mit Johannes Moser und Pietari Inkinen in einer tollen Einspielung erschienen ist).

      Ist das belegbar, kennt jemand von Euch die Literatur dazu? Ich habe hier nicht den Zugang zu meinen Büchern, aber: wer war denn eher da, welches Werk zitiert denn das andere? Was hat diese Anspielung, die bei Schostakowitsch ja niemals zufällig sein kann, zu bedeuten?
      Lucius Travinius Potellus
      Those who would give up essential Liberty, to purchase a little temporary Safety, deserve neither Liberty nor Safety. (B.Franklin)
    • Hallo Travinius,

      da man auch nicht immer wieder über Dinge schreiben will, über die schon viel geschrieben wurde, hier das 1. Ergebnis bei der Suche mit einer Suchmaschine:

      "http://www.feuchtner.de/projekte/pr_shost_8.html']http://www.feuchtner.de/projekte/pr_shost_8.html"

      Recht lesenswert ist nebenbei auch das Buch von Feuchtner.

      Die Frage der Bedeutung solcher Dinge bleibt jedem einzelnen selbst überlassen. Es gibt ja hinreichend viele Interpretationen davon, aber ob auch nur eine davon stimmt? Who knows?

      :wink: maticus
      Wer B sagt, muss auch A sagen. --- Klassische Klarinettistenweisheit
    • ChKöhn schrieb:

      Edwin, bist Du noch da???
      Ja, aber der Thread ist mir bis jetzt entgangen.

      Zwielicht schrieb:

      Die Streichquartette sind, der Gattungstradition entsprechend, politisch weniger affiziert als die Sinfonien,
      Da will ich gleich einmal einhaken - ich bin nämlich völlig anderer Ansicht. Meiner Überzeugung nach sind die Quartette noch wesentlich politischer als die Sinfonien. Da aber die kommunistischen Machthaber ihren Blick nahezu ausschließlich auf die repräsentativen Werke wie Opern, Sinfonien und Kantaten lenkten, war die Kammermusik in der Sowjetunion die Möglichkeit zu experimentieren, und zwar sowohl technisch und stilistisch als auch inhaltlich. Daher gibt es relativ viel avancierte Kammermusik, die ohne große Probleme aufgeführt werden konnte. Und auch Schostakowitsch konnte hier leichter Neuland betreten als in seinen Sinfonien.
      Rein inhaltlich: Es ist ein starkes Stück, ein Quartett (das achte) "den Opfern von Krieg und Faschismus" zu widmen und als Motto die Tonfolge d-es-c-h zu verwenden, also "Dmitri Schostakowitsch". Soll das heißen: "Ich, DSCH, bin ein Opfer von Krieg und Faschismus"? Dann verstünde Schostakowitsch unter Faschismus auch zumindest die Stalin-Diktatur. Ein äußerst riskantes Spiel mit ambivalenter Bedeutung.
      Mir scheint indessen noch wichtiger, daß in den Quartetten der Zwang zum Staatsoptimismus wegfällt. Speziell die späten Quartette sind meiner meinung nach "Jenseitsmusik", nicht wirklich depressiv, aber in mehr oder weniger ruhiger Akzeptanz des Todes. In der Sinfonik hat Schostakowitsch dies erst in den letzten beiden Sinfonien in dieser Deutlichkeit gewagt. Dabei sind diese späten Quartette eine Musik, die weder konservativ noch avanciert ist. Die Sprache ist äußerst reduziert. Komponisten wie Brahms, Dvorák, später Janácek, Korngold und andere haben es verstanden, dem Quartett eine Klangfülle zu entlocken, die an ein kleines Streichorchester gemahnt. Bei Schostakowitsch ist nichts davon zu spüren: Der Kontrapunkt bechränkt sich auf zwei, drei Linien, oft pausiert ein Instrument oder spielt einen Halteton. Mitunter führt auch ein einziges Instrument eine karge Linie aus, während die anderen mit Haltetönen oder Floskeln begleiten. Genau das ist das Neuartige an diesen Werken: Die Harmonik mag tonal, oft über weite Strecken sogar modulationslos diatonisch sein, aber die extreme Reduktion, die völlige Abkehr von allem, was handwerklich-kunstvoll erscheint, ist etwas Noch-Nicht-Dagewesenes.
      Für mich werden die Quartette dadurch zur politischen Musik: Es gibt zwar keine in sich zusammenbrechenden Paraden und keine Parodien auf hohl gestikulierende Parteimusiken mehr, aber ein Bekenntnis zum Individuum, zur persönlichen Aussprache im kleinen, elitären Kreis (denn nur für eine elitäre intelligente Zuhörerschaft kann diese Musik gedacht sein), die allein aufgrund dieser Haltung eine klare Absage an die herkömmliche Sowjet-Kunst darstellt.

      Zitat Algabal
      Ein »Zyklus«? Hm, weil es sich um 15 Einzelkompositionen handelt, die für
      eine identische Besetzung von 2 Violinen, Viola und Violoncello, ein
      Streichquartett halt, gesetzt sind? Das »Zyklische« ließe sich wohl nur
      dann konstatieren, wenn sich - so nicht eine strenge innere
      Geschlossenheit nachweisbar ist - zumindest einige strukturelle
      Hinweise, die auf eine das Einzelwerk überschreitende Anlage schließen
      lassen würden und/oder eine Kohärenz des »Gehalts« (what ever that
      means) der Werke nachweisen ließe.

      ....

      Diese Komplemantarität (ich spekuliere jetzt ein wenig) zeigt sich etwa auch
      an dem allein numerischen Verhältnis, in dem die Tongeschlechter
      innerhalb der beiden Werkgruppen zueinander stehen: Während in den
      Symphonien Molltonarten überwiegen, und zwar im Verhältnis 10:5, ist es
      in den Streichquartetten genau umgekehrt: dort dominieren Durtonarten
      mit 10:5. Ebenfalls ein Zufall?

      Diese Beobachtungen sind völlig korrekt, gehen aber davon aus, daß Schostakowitschs Streichquartett-Schaffen zum Zeitpunkt seines Todes weitgehend abgeschlossen war. Zumindest Benjamin Britten gegenüber äußerte Schostakowitsch jedoch einmal, daß er vorhabe, in jeder Tonart ein Quartett zu schreiben. Damit tritt der Gedanke eines Zyklus' doch wieder auf den Plan. Daß Schostakowitsch zu den Sinfonien komplementäre Tonarten wählte, ist meiner Meinung nach schlicht eine kompositorische Überlegung mehr oder weniger frei nach dem Motto "Variatio delectat". Zumal, wenn ohnedies ein Plan besteht, die fehlenden Tonarten nach und nach zu ergänzen.
      :wink:
      Na sdarowje! (Modest Mussorgskij)
    • Edwin schrieb:

      Meiner Überzeugung nach sind die Quartette noch wesentlich politischer als die Sinfonien.


      Edwin schrieb:

      Für mich werden die Quartette dadurch zur politischen Musik: Es gibt zwar keine in sich zusammenbrechenden Paraden und keine Parodien auf hohl gestikulierende Parteimusiken mehr, aber ein Bekenntnis zum Individuum, zur persönlichen Aussprache im kleinen, elitären Kreis (denn nur für eine elitäre intelligente Zuhörerschaft kann diese Musik gedacht sein), die allein aufgrund dieser Haltung eine klare Absage an die herkömmliche Sowjet-Kunst darstellt.


      Klar ist es möglich, die Streichquartette aufgrund Deiner Argumentation ex negativo als politische Musik zu charakterisieren. Ich kann auch mitgehen, wenn Du in diesem Sinne die "extreme Reduktion" (der Klangfülle, der Vierstimmigkeit etc.) als besonders prononciertes Statement verstehst. Grundsätzlich ist es aber spätestens seit Smetana und Janáček auch ein gattungsgeschichtliches Merkmal, dass Streichquartette sich (teils autobiographisch) der Sphäre des Individuums zuwenden, größer besetzte Werke dagegen im weitesten Sinne politisch semantisiert sind. Konkret auf den historischen Kontext bezogen wäre zu fragen, ob die experimentelle Klanglichkeit speziell in der Kammermusik auch bei anderen sowjetischen Komponisten dieser Zeit zu finden ist - und ob der "Rückzug aufs Individuum" in der Kultur der Breschnew-Zeit tatsächlich so ungewöhnlich war.

      Was allerdings in den Streichquartetten - mit der gravierenden Ausnahme des achten - m.E. nicht vorhanden ist, das ist die konkrete (wenn auch mutmaßlich häufig vieldeutige) politische Semantisierung und die Verwendung in einem explizit politischen Diskurs, die für die Sinfonien bis zur Dreizehnten ja immer wieder eine große Rolle spielt. Insofern finde ich die Aussage, die Quartette seien "noch wesentlich politischer als die Sinfonien", zumindest problematisch.


      Viele Grüße

      Bernd
      Details are always welcome. (Vladimir Nabokov)
    • Zwielicht schrieb:

      Insofern finde ich die Aussage, die Quartette seien "noch wesentlich politischer als die Sinfonien", zumindest problematisch.

      Wenn man "politische Aussage" auf eine Klangsprache reduziert, in der politische Aussagen entschlüsselbar vorhanden sind, also z.B. der mißglückte Triumph der "Fünften"
      oder die sinnentleerte Repetition hohler Phrasen in der Elften und Zwölften. Ich sehe aber auch eine politische Aussage darin, wenn ein Komponist ein Streichquartett so komponiert, daß es im Sinn der Politik keine Deutungsmöglichkeit gibt und obendrein die Musik ein Paradebeispiel eines intellektuellen Individualismus darstellt. Schostakowitsch geht zumindest ab dem fünften Quartett konsequent so vor, während die Sinfonien mit einer direkt sowjetkritischen Aussage wesentlich seltener sind: 5, 7 (sehr bedingt, das wird meiner Meinung nach eher hineingeheimnisst), 10 (sehr bedingt, der Anti-Stalinismus war Parteiprogramm!), 11, 12 (wobei es bei 12 weitgehend abgestritten wird), 13. Die Sinfonien 8 und 9 sind nicht sowjet-kritisch, sondern enttäuschen lediglich die Erwartungshaltung.

      Ich bin auch sehr sicher, daß, zieht sich ein Komponist ausladender und (wenngleich oft zähneknirschend) als repräsentativ ausgegebener Sinfonien auf das Streichquartett zurück, und das gleich in diesem Umfang, es durchaus um ein politisches Statement geht. Anders gesagt: Er schweigt ohrenbetäubend.



      ob die experimentelle Klanglichkeit speziell in der Kammermusik auch bei anderen sowjetischen Komponisten dieser Zeit zu finden ist - und ob der "Rückzug aufs Individuum" in der Kultur der Breschnew-Zeit tatsächlich so ungewöhnlich war.

      Die experimentelle Klanglichkeit war in der Kammermusik immer möglich, aber es war auch stets eine Gratwanderung. Bedenke, daß russische Musik oft einen historischen Bezug mitdenkt. So ist das Klaviertrio in Rußland wesentlich höherrangig, da das Trio von Tschaikowski als historischer Bezug mitgedacht wird. (Das war auch das Hauptproblem mit Schostakowitschs Neunter Sinfonie, bei der Beethovens Neunte mitgedacht wurde). Bei einem Streichquartett wird natürlich automatisch der späte Beethoven mitgedacht, zumal dann, wenn das ausführende Ensemble sich nach Beethoven benennt. Insoferne kommt dem Streichquartett eine hohe Bedeutung zu. Die Individualisierung erscheint mir bei Schostakowitsch dabei ziemlich extrem: Vergleiche, was er parallel an Orchestermusik und auch Chormusik schreibt. Für mich ist das nahezu ein anderer Komponist, und diese Diskrepanz zwischem "offiziellem" und "privatem" Schostakowitsch halte ich für bemerkenswert. Bei Tischtschenko etwa ist die Kluft zwischen Sinfonie und Quartett wesentlich geringer.

      :wink:
      Na sdarowje! (Modest Mussorgskij)
    • Ich würde bei vielen Quartetten (nicht nur beim Achten und wegen des D-Es-C-H) eher das individuell-persönliche sehen, als das allgemein-politische. Etwa das 13. Quartett, das ja oft auch als Schwesternwerk der 14. Sinfonie gesehen wird. Es handelt doch ziemlich deutlich vom (individuellen) Tod, wie auch das 15. Quartett. Wie auch viele andere Stücke des Spätwerks.

      :wink: maticus
      Wer B sagt, muss auch A sagen. --- Klassische Klarinettistenweisheit
    • Edwin schrieb:

      10 (sehr bedingt, der Anti-Stalinismus war Parteiprogramm!)

      Schon 1953? Da war Stalin kaum tot und der Anti-Stalinismus sicherlich noch nicht offizielle Parteilinie. Der XX. Parteitag der KPdSU war meines Wissens erst drei Jahre später.

      Adieu,
      Algabal
      Keine Angst vor der Kultur - es ist nur noch ein Gramm da.
    • Hagen-Quartett

      Die Aufnahme des Hagen-Quartetts mit den SQen 4, 11 und 14 finde ich sehr ansprechend. Ansonsten gibt es von ihnen nur eine weitere (DSCH-) CD mit den SQen 3, 7 und 8. Oder übersehe ich da etwas?

      :wink: maticus
      Wer B sagt, muss auch A sagen. --- Klassische Klarinettistenweisheit
    • Habe vor ein paar Tagen die älteren Aufnahmen des Borodin-Quartetts bei Chandos (Box mit SQen 1-13) erhalten. Was ich bis jetzt gehört habe (SQe 4 und 5) ist fantastisch, besser als alles andere, was ich bis jetzt gehört habe. (U. a. auch spätere Aufnahmen der Borodins.) Die Aufnahmequalität ist erstaunlich gut, das teilweise Rauschen kann ich gut ignorieren.

      :wink: maticus
      Wer B sagt, muss auch A sagen. --- Klassische Klarinettistenweisheit
    • Ich bin immer noch fasziniert vom 4. und 5. SQ aus dieser Box

      Die müsen unbedingt auf mein Smartphone. ;+)

      Kann es sein, dass es Mono-Aufnahmen sind? Ich kann weder ein Aufnahmedatum noch zu stereo/mono irgendetwas bei der Box entdecken. Nur
      ADD 24-bit/96 khz digitally remastered

      Im Derek Hulmes "Catalogue" finde ich nur Aufnahmen von 1962 (Op. 83) bzw. 1967 (Op. 92), die zeitlich in Frage kommen dürften (Zusammensetzung der Borodins), und diese sind dort als "mono" gekennzeichnet. Ich denke mal, dass Hulmes Katalog da ziemlich vollständig ist.

      Ich bin nur etwas verwundert, da die Klangqualität durchaus gut ist und ich nicht gedacht hätte, dass es mono ist. Oder weiss hier jemand mehr?

      :wink: maticus
      Wer B sagt, muss auch A sagen. --- Klassische Klarinettistenweisheit
    • Mono hört man spätestens über Kopfhörer eigentlich recht einfach heraus. Die Qualität kann ziemlich gut sein, nur gibt es eben keine merkliche räumliche rechts-links-Trennung. Meines Wissens hat Melodiya aber Mitte der 1960er durchaus schon Stereo aufgenommen.
      ...a man who refuses to have his own philosophy will not even have the advantages of a brute beast, and be left to his own instincts. He will only have the used-up scraps of somebody else’s philosophy; which the beasts do not have to inherit; hence their happiness. Men have always one of two things: either a complete and conscious philosophy or the unconscious acceptance of the broken bits of some incomplete and shattered and often discredited philosophy. (G. K. Chesterton)
    • Kater Murr schrieb:

      Mono hört man spätestens über Kopfhörer eigentlich recht einfach heraus. Die Qualität kann ziemlich gut sein, nur gibt es eben keine merkliche räumliche rechts-links-Trennung.

      Ich kann es nicht heraushören. Der Stereoeffekt mag ja auch gerade bei einem Streichquartett eher minimal sein. Es hört sich jedenfalls nicht eingeschränkt ein, ich bilde mir sogar ein, die Seiten zuordnen zu können.

      Kann man eigentlich heutzutage per Software mono auf stereo trimmen?

      :wink: maticus
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    • maticus schrieb:

      Kann man eigentlich heutzutage per Software mono auf stereo trimmen?
      Na ja, man kann da einiges faken: also bestimmte Frequenzbereiche auf die 2 Seiten verteilen, die typisch für die Charakteristik der Instrumente sind. Wie gut das funktioniert bzw klingt, kann ich aber auch nicht sagen.
      Die englischen Stimmen ermuntern die Sinnen
      daß Alles für Freuden erwacht
    • Zur Zeit hat es mir die Nr. 12 angetan. Die Borodins von 1990 sind da perfekt. Zwar schon öfter gehört, aber erst neulich hatte es "klick" gemacht. Der kurze erste Satz mit dem schönen, traurigen Hauptthema, im Gegensatz zu dem langen zweiten mit seinem doch recht schroffen Hauptthema. Aber die Sätze sind stark miteinander verbunden. Wenn das Hauptthema des ersten Satzes kurz vor Ende des Stückes wieder erscheint, mit dem breiten, weichen, warmen Klang, noch zarter gespielt als im ersten, das finde ich fantastisch. Und direkt danach als Coda dann das penetrante Hauptthema des zweiten Satzes mit seinen nervigen Dissonanzen, kraftvoll zwar, aber ohne auch nur das geringste zu lösen.

      maticus
      Wer B sagt, muss auch A sagen. --- Klassische Klarinettistenweisheit
    • Kann es sein, dass es Mono-Aufnahmen sind? Ich kann weder ein
      Aufnahmedatum noch zu stereo/mono irgendetwas bei der Box entdecken
      Ich habe diese Box, nur leider habe ich sie im Moment verliehen........
      Chandos hat da, soweit ich mich erinnere, von alten Melodija-LPs gemastert und die Aufnahmen sind Stereo.......
      jedenfalls, die, welche ich mir angehört habe.

      Vielleicht ist es die Tatsache, daß das Cello nicht wie so oft rechts sitzt sondern fast in der Mitte, was einen an Mono denken läßt?

      Ich kann es jetzt nicht überprüfen, aber diese Aufnahmen des orginalen Borodin-Quartetts sind jedenfalls fantastisch gespielt.
      Comedians machen Ihren Job wegen dem Geld.
      Satiriker wegen des Geldes.
      -Götz Alsmann-
    • Die Streichquartette

      Für mich ist das Kennenlernen der Streichquartette von Shostakovich völliges Neuland, fünf habe ich jetzt gehört und ich bin wirklich fasziniert und beeindruckt von dieser Musik, besonders das 3. und 5. Quartett haben mir sehr gefallen. Jetzt würde ich gerne über diese Werke mehr erfahren, vielleicht besteht hier die Möglichkeit, dass der eine oder andere einzelne Quartette ein wenig vorstellt.
      Der Kunst ihre Freiheit
    • Nein, Michael, *ich* hätte ja auch eher an Stereo gedacht, allein vom Höreindruck her. Aber in Hulmes "Katalog" steht, dass es sich um Monoaufnahmen handelt. (Falls es dieselben sein sollten; Hulmes "Katalog" ist da ziemlich lückenlos, und daher ist dies mehr als wahrscheinlich.)

      Nachtrag: Nur damit keine Verwirrungen herrschen: meine letzte Bemerkung über die Nr. 12 bezieht sich auf die Doppel-CD mit dem Borodin-Quartett, die ca. 1990 entstanden ist.

      maticus
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