Was so kommt - Anstehende Neuerscheinungen und Wiederveröffentlichungen

    • Johann Nepomuk David Symphonien 2 und 4

      Vor ziemlich genau 4 Jahren erschien bei cpo die erste CD mit zwei Symphonien des deutschen Komponisten Johann Nepomuk David (1895-1977), angekündigt als erste Folge einer GA. Diese CD hat mich außerordentlich angesprochen, so dass ich ungeduldig auf die Fortsetzung wartete. 4 lange Jahre ;( . Nun ist es endlich soweit, die zweite Folge ist angekündigt für Ende Februar :) . Steht mit Sicherheit auf der nächsten Bestellliste. Bild gibt es noch nicht, deshalb noch einmal Vol. 1, gibt es inzwischen reduziert.



      Ich schrieb vor vier Jahren über die beiden Werke:

      Die Musik von David ist urdeutsch, Väter sind Brahms, Bruckner und Mahler, Bruder sind Reger und Hindemith (David ist der mittlere der drei), gelegentlich schauen ausländische Bekannte aus Paris (Stravinsky, Les six) vorbei. Die beiden halbstündigen Symphonien sind jeweils viersätzig, füllen dies Schema aber recht originell und eigenwillig aus. Die Musik wirkt nicht so schwerfällig wie die von Reger und nicht so penetrant gelehrig wie manchmal bei Hindemith. Sie ist auch nicht so auf großen Effekt geschrieben, sondern eher etwas nachdenklich.

      Eine IDG Gesellschaft kümmert sich um die Verbreitung seiner Musik, sie wird von Frieder Bernius geleitet, der Stuttgarter Musikantiquar Dr. Bernhard A. Kohl verwaltet ein Johann-Nepomuk-David-Archiv.
    • 2017 kam eine neue GE der Sinfonien von Martinu raus. Eingespielt vom ORF-RSO Wien unter Cornelius Meister. Die eine Kritik vergibt nur drei Sterne, doch da ich die Einspielung selbst nicht kenne, werde ich das sonst nicht näher kommentieren.

      Mit ca. 20 € ist sie erschwinglich.

      Viele Grüße sendet Maurice

      Musik bedeutet, jemandem seine Geschichte zu erzählen und ist etwas ganz Persönliches. Daher ist es auch so schwierig, sie zu reproduzieren. Niemand kann ihr am Ende näher stehen als derjenige, der/die sie komponiert hat. Alle, die nach dem Komponisten kommen, können sie nur noch in verfälschter Form darbieten, denn sie erzählen am Ende wiederum ihre eigene Geschichte der Geschichte. (ist von mir)
    • Maurice schrieb:

      Die eine Kritik vergibt nur drei Sterne,
      Und mehr würde ich auch nicht geben, der amerikanische Amazon Kunde spricht mir aus der Seele...
      an anderer Stelle schrieb ich vor kurzem "...er könnte, wenn er wollte und irgendwie will er auch, kommt aber nicht so recht in Fahrt....wird wohl bei mir im Regal verstauben.....ich hab bei Martinu einfach zu viel Auswahl :) "
      Daran hat sich nichts geändert ^^


      Herzliche Grüße:
      KALEVALA :wink:
      Die Wahrheit ist hässlich: wir haben die Kunst, damit wir nicht an der Wahrheit zugrunde gehen. (Nietzsche)


      Es gibt nichts Überflüssigeres und Schädlicheres als wie Musik. Wenn ein Mensch eine gewisse Zeit lang Musik hört, wird sein Gehirn faul und unseriös. (Ayatollah Khomeini)
    • Rhine Classics , ein neues Label mit Sitz in Fernost , aber Emilio Pessina mischt mit . Bisher sind 4 Produktionen erschienen :



      Aber geplant ist noch einiges , siehe hier : rhineclassics.com/ rhineclassics.com/collections/the-art-of-piano


      Als Beispiel , was noch so kommen könnte : Franz SCHUBERT: "Grand Duo" (Duo) in A major, D.574/Op.162 (1817)

      Franco Gulli, violin Enrica Cavallo, piano (rec: live in Studio 1, Lugano | 9 July 1956)

      youtube.com/watch?v=z8TbAUIEyy…FV7NKxzJroym7EZvcXfqRhteW
      Good taste is timeless / "Ach, ewig währt so lang "
    • Wieland schrieb:

      Für Freunde der Symphonik des 20. Jahrhunderts bringt Guild Records eine 3er CD mit vier von insgesamt acht Symphonien des mir bis eben unbekannten Schweizer Komponisten Caspar Diethelm (1926-1997) heraus. Der Besprechung bei musicweb entnehme ich, dass das möglicherweise eine interessante Neuentdeckung sein könnte.
      Rainer Held hat bereits auf einer anderen Guild-Einspielung Werke von ihm eingespielt. Allerdings mit einem Orchester aus Novosibirsk. Da sind mir jene aus Glasgow irgendwie lieber.

      Viele Grüße sendet Maurice

      Musik bedeutet, jemandem seine Geschichte zu erzählen und ist etwas ganz Persönliches. Daher ist es auch so schwierig, sie zu reproduzieren. Niemand kann ihr am Ende näher stehen als derjenige, der/die sie komponiert hat. Alle, die nach dem Komponisten kommen, können sie nur noch in verfälschter Form darbieten, denn sie erzählen am Ende wiederum ihre eigene Geschichte der Geschichte. (ist von mir)


    • Auch noch recht neu sind diese Einspielungen des Komponisten Peter Racine Fricker. Den Namen habe ich noch nie gehört. Er kam mi als Empfehlung, nachdem ich nach Caspar Diethelm gesucht hatte.

      Von ihm gibts auch Streuchquartette. Da haben wir ja auch Fans hier. Vielleicht kennt den Komponisten jemand ? Das ist alles andere als leichte Kost. Modern, aber offenbar gemäßigt, die Ausschnitte klingen nicht atonal, aber ob das durch das komplette Werk so geht, weiß ich nicht. Mit Bryden Thomson udn Sir Edward Downes findet man zwei bekannte Dirigenten unter den Maestros dieser Einspielungen.

      Viele Grüße sendet Maurice

      Musik bedeutet, jemandem seine Geschichte zu erzählen und ist etwas ganz Persönliches. Daher ist es auch so schwierig, sie zu reproduzieren. Niemand kann ihr am Ende näher stehen als derjenige, der/die sie komponiert hat. Alle, die nach dem Komponisten kommen, können sie nur noch in verfälschter Form darbieten, denn sie erzählen am Ende wiederum ihre eigene Geschichte der Geschichte. (ist von mir)
    • Maurice schrieb:

      Vielleicht kennt den Komponisten jemand ?
      Ich kenne nur seine 2.Sinfonie , weil sie mit der 1.von Simpson , dirigiert von Boult , gekoppelt ist . Gerade letzten Monat bei 'Eben gehört' gepostet .Aber weder um Fricker noch um Orr habe ich mich bislang weiter gekümmert . Aber unangenehm im Ohr war sie nicht . Ich halte sie sogar für die interessanteste aus dem Trio . Vertiefenswert . ( Musst Du wieder schlafende Hunde wecken ? )

      Good taste is timeless / "Ach, ewig währt so lang "
    • b-major schrieb:

      Musst Du wieder schlafende Hunde wecken ? )
      Jaaaaaaaaaaaaa !!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!! :D :megalol:
      Viele Grüße sendet Maurice

      Musik bedeutet, jemandem seine Geschichte zu erzählen und ist etwas ganz Persönliches. Daher ist es auch so schwierig, sie zu reproduzieren. Niemand kann ihr am Ende näher stehen als derjenige, der/die sie komponiert hat. Alle, die nach dem Komponisten kommen, können sie nur noch in verfälschter Form darbieten, denn sie erzählen am Ende wiederum ihre eigene Geschichte der Geschichte. (ist von mir)
    • Maurice schrieb:

      Auch noch recht neu sind diese Einspielungen des Komponisten Peter Racine Fricker. Den Namen habe ich noch nie gehört. Er kam mi als Empfehlung, nachdem ich nach Caspar Diethelm gesucht hatte.

      Von ihm gibts auch Streuchquartette. Da haben wir ja auch Fans hier. Vielleicht kennt den Komponisten jemand ?
      Ich schrieb andernorts:

      Peter Racine Fricker Streichquartette 1. und 2.
      Peter Racine Fricker (1920-1990) begann nach dem Kriege in England eine anfänglich recht steile Komponistenkarriere, die aber früh als Lehrer in der akademischen Welt (erst Morley College als Nachfolger von Michael Tippett, dann University of California) endete. Seine erste Symphonie gewann 1949 den Koussevitzky-Preis und wurde auch bald eingespielt. Schon in den 60ern wurde es ruhig um den Komponisten und nach seinem Tode wurde er schnell vergessen. Der Schüler von Matyas Seiber schrieb drei Streichquartette, zwei im Umfeld seines frühen Erfolgs, eine drittes erst 1976 nachdem er das 3. Quartett von Elliott Carter gehört hatte. Die ersten beiden sind in einer noch tonalen Klangsprache geschrieben, besitzen aber weder die experimentelle Originalität von Bartok noch die Eindringlichkeit von Schostakowitsch. Sie klingen ein wenig unpersönlich. Sie sind kompositorisch sicher gut gemacht, aber der letzte Funken Originalität und Personalstil fehlt. Beide Quartette wurden vom damals aufstrebenden Amadeus Quartett aus der Taufe gehoben.
      Peter Racine Fricker Symphonien Nr. 1-4
      Der englische Komponist gehörte - wie anderweitig schon ausgeführt - nach dem Krieg zu den großen Hoffnungen des britischen Musiklebens, seine Werke wurden aufgeführt, mit Preisen ausgezeichnet und die ersten beiden Symphonien auch eingespielt. Durch einen Umzug nach Kalifornien Mitte der 60er Jahre zerschnitt Fricker aber offensichtlich alle Bande zur britischen Musikwelt und wurde langsam aber sicher vergessen. Zu Anlass seines 60. Geburtstages gab es noch ein 7-teilies Radiofestival, dei dem u.a. auch die ersten vier Symphonien aufgeführt wurden. Die privaten Mitschnitte dieser Radiokonzerte hat Lyrita jetzt als Doppel-CD herausgebracht. Die vier Symphonien entstanden zwischen 1949 und 1966 (rev.1978) und zeigen einen echten Symphoniker, dessen Musiksprache sich von gedämpft optimistisch zu zunehmend pessimistisch und düster weiterentwickelt. Die symphonischen Strukturen werden zwar weitgehend beibehalten, aber die Tonsprache wird dissonanter und zunehmend atonaler. Am ausgeprägtesten ist dies bei der einsätzigen 37 Minuten langen 4. Symphonie, eine Art Requiem für den Komponisten und Frickers Lehrer Matyas Seiber. Die Tonsprache dieses Werkes erinnert entfernt an Hartmann und den späten Weinberg.
      Das sind vier interessante und originelle Werke, die sich aber nicht sofort beim ersten Hören erschliessen. Meinem ersten Durchgang werden sich noch weitere anschließen müssen, um die Musik genauer zu erfassen.
      Dass sich das lohnt, daran habe ich aber keinen Zweifel. Eine wichtige Neuveröffentlichung.

      Der Klang der aus dem Radio mitgeschnittenen Stereoaufnahmen von 1980 ist recht gut, an ein, zwei Stellen war das Band leicht beschädigt, aber solange es keine neuen Einspielungen gibt, kann (und muss) man damit sicher gut leben.
    • Danke, Wieland !! Das ist doch mal eine gute Beschreibung, wenn ich das so lese.
      Viele Grüße sendet Maurice

      Musik bedeutet, jemandem seine Geschichte zu erzählen und ist etwas ganz Persönliches. Daher ist es auch so schwierig, sie zu reproduzieren. Niemand kann ihr am Ende näher stehen als derjenige, der/die sie komponiert hat. Alle, die nach dem Komponisten kommen, können sie nur noch in verfälschter Form darbieten, denn sie erzählen am Ende wiederum ihre eigene Geschichte der Geschichte. (ist von mir)