Bachs Passacaglia für Orgel BWV 582

    • Hier vom BBC, aber wer mag spielen?
      Jedenfalls schönes Video

      "http://www.youtube.com/watch?v=qFE3l2wbOU0"


      :wink:

      amamusica :pfeif:
      Ein Blümchen an einem wilden Wegrain, die Schale einer kleinen Muschel am Strand, die Feder eines Vogels -
      all das verkündet dir, daß der Schöpfer ein Künstler ist. (Tertullian)

      ...und immer wieder schaffen es die Menschen auch, Künstler zu sein.
      Nicht zuletzt mit so mancher Musik. Die muß gar nicht immer "große Kunst" sein, um das Herz zu berühren...



    • Dankeschön, Berenice!


      Und zur guten Aufnahme der Orgelstücke in der DDR - ist ja schön, wenn man eigens für kulturelle Zwecke so gutes technisches Equipment importiert hat,
      es hat sich definitiv gelohnt!

      Es ist jedenfalls lustig, das meinem Jungen diese Art von Orgelmusik gut gefällt, müssen mal schaun, ob wir mal eine geeignete Orgelaufführung finden.


      :wink:

      amamusica :pfeif:
      Ein Blümchen an einem wilden Wegrain, die Schale einer kleinen Muschel am Strand, die Feder eines Vogels -
      all das verkündet dir, daß der Schöpfer ein Künstler ist. (Tertullian)

      ...und immer wieder schaffen es die Menschen auch, Künstler zu sein.
      Nicht zuletzt mit so mancher Musik. Die muß gar nicht immer "große Kunst" sein, um das Herz zu berühren...



    • Yukon schrieb:

      Vive la différence!


      Ja sicher, deshalb galt mein erster Gedanke auch Vergil Fox, den man u.a. hier nachverfolgen kann:

      "http://www.youtube.com/watch?v=Nrj6uGE6-U0&playnext=1&list=PLFBBB7D044B122AFD&feature=results_main"



      Eine aus meiner Sicht mindestens gleichberechtigte, vielleicht sogar wegen ihrer Durchsichtigkeit vorzugswürdige, Variante im Vergleich zur Orgel, stellt die Herangehensweise mittels Pedalcembalo dar, wobei man dabei wohl noch nicht einmal von einer Transkription sprechen müßte.

      Zwei exzellente Einspielungen von ausgewiesenen Experten speziell dieses Instruments kann man hier finden:

      Edward George Power Biggs:

      "http://www.youtube.com/watch?v=3QGUI3dXkko"

      Anthony Newman:

      "http://www.youtube.com/watch?v=f-bcaKKxx0Q"
    • Heute Abend hatte ich ein richtiges Erfolgserlebnis! ^^

      Schaue gemeinsam mit meinem Junior den DDR-Bach-Film Folge 2 an.



      U.a. geht Bach nach Hamburg und bewirbt sich dort als Organist.
      Er gibt ein Vorspiel in einer Kirche.

      Als erstes sieht man die Füße, die die ?Pedalstangen? traktieren.
      Dann setzen die Hände ein.
      Nun, wir zwei ganz ganz frischgebackenen "Kenner" erkennen natürlich sofort: Passacaglia 582 :D !
      Schöne Filmszene, mit den andächtigen Zuhörern, und den Kerzen auf den Kirchenbänken (war das wirklich so?)
      und die Musik spielt richtig lange und sehr schön

      ...doch ohne die 4000 Mark hat Bach auch mit der schönsten Musik keine Chance,
      und so kehrt er wieder nach Köthen zurück -
      zum Glück, so lernt er dort seine Anna Magdalena kennen ;+)
      ...und später in Leipzig die Thomaner-Lateinschüler und den Leipziger Rat :S


      :wink:

      amamusica :pfeif:
      Ein Blümchen an einem wilden Wegrain, die Schale einer kleinen Muschel am Strand, die Feder eines Vogels -
      all das verkündet dir, daß der Schöpfer ein Künstler ist. (Tertullian)

      ...und immer wieder schaffen es die Menschen auch, Künstler zu sein.
      Nicht zuletzt mit so mancher Musik. Die muß gar nicht immer "große Kunst" sein, um das Herz zu berühren...



    • amamusica schrieb:

      Heute Abend hatte ich ein richtiges Erfolgserlebnis! ^^

      Schaue gemeinsam mit meinem Junior den DDR-Bach-Film Folge 2 an.
      ...
      Als erstes sieht man die Füße, die die ?Pedalstangen? traktieren.
      Dann setzen die Hände ein.
      Nun, wir zwei ganz ganz frischgebackenen "Kenner" erkennen natürlich sofort: Passacaglia 582 :D


      Glückwunsch, liebe amamusica! Vive la passacaille!


      Yukon schrieb:


      Eine aus meiner Sicht mindestens gleichberechtigte, vielleicht sogar wegen ihrer Durchsichtigkeit vorzugswürdige, Variante im Vergleich zur Orgel, stellt die Herangehensweise mittels Pedalcembalo dar, wobei man dabei wohl noch nicht einmal von einer Transkription sprechen müßte.

      Zwei exzellente Einspielungen von ausgewiesenen Experten speziell dieses Instruments kann man hier finden:
      Edward George Power Biggs: "http://www.youtube.com/watch?v=3QGUI3dXkko"
      Anthony Newman: "http://www.youtube.com/watch?v=f-bcaKKxx0Q"


      Dem kann ich nur zustimmen!
      Die beiden Aufnahmen sind von luzider Transparenz und zeigen die Intentionen der beiden Interpreten glasklar auf!
      Dank an Yukon für diese beiden außergewöhnlichen "spotlights on BWV 582" !!!

      Hier wieder eine "klassisch-moderne" Orgelaufnahme, mit Lionel Rogg:
      "http://www.youtube.com/watch?v=ntKrNjqiDBY"


      "Passacaglia BWV 582 - endless mesmerizing trip" ...
      (Zitat eines YT-Users)
      In diesem Sinne,
      LG Berenice


      P.S. @Yukon@ Josquin Dufay: Bitte entschuldigt die Verwechslung :schaem: !
      Liebe Grüße,
      Berenice

      Colors are like music using a short cut to our senses to awake our emotions.
    • Vielleicht kein uninteressantes Unterfangen einmal diesen Text durchzuackern:

      Bachs Passacaglia c-Moll, BWV 582 - mögliche Deutung und Interpretationen.

      http://ofsg.org/wp-content/uploads/2010/12/BULL842.pdf

      - Zur Architektonik des Werkes nach Michael Radulescu,
      - zum Konzept des Werkes nach Geiringer,
      - weitere Auffassungen zur Architektonik,
      - Interpretationsauffassungen nach Walcha II, Alain I und II, Heiller, Bovet, Wartenweiler, Meyer,
      - und schließlich zur unvermeidlichen Zahlensymbolik.
    • Yukon schrieb:

      Eine aus meiner Sicht mindestens gleichberechtigte, vielleicht sogar wegen ihrer Durchsichtigkeit vorzugswürdige, Variante im Vergleich zur Orgel, stellt die Herangehensweise mittels Pedalcembalo dar, wobei man dabei wohl noch nicht einmal von einer Transkription sprechen müßte.
      ... und hier spielt Roberto Prosseda das Werk auf einem Pedalflügel - auch ne interessante Variante. "https://www.youtube.com/watch?v=DF864Fev0ws"

      Eugen d'Albert hat BWV 582 übrigens für "normalen" Flügel bearbeitet.


      Cheers,

      Lavine :wink:
      "You gotta grab'em by Debussy" (DJ Trump)
    • BWV 582, Passacaglia, allerdings ohne Fuge - sehr intensiv, spannend, nuancenreich, ausdrucksstark, den Tonumfang dieser Instrumente voll ausschöpfend - das Akkordeon-Duo Toeac macht es vor. Das kann ich mir immer und immer wieder anhören und ansehen, total faszinierend, wie ich meine. Allein, wie die jungen Niederländerinnen Pieternel Berkers und Renée Bekkers sich gegenseitig zu musikalischen Höchstleistungen durch ihre Blicke anspornen - ein begeisterndes Video:

      youtube.com/watch?v=3HUGq9OuGsY
    • Yukon schrieb:

      Vielleicht kein uninteressantes Unterfangen einmal diesen Text durchzuackern:

      Bachs Passacaglia c-Moll, BWV 582 - mögliche Deutung und Interpretationen.

      ofsg.org/wp-content/uploads/2010/12/BULL842.pdf

      - Zur Architektonik des Werkes nach Michael Radulescu,
      - zum Konzept des Werkes nach Geiringer,
      - weitere Auffassungen zur Architektonik,
      - Interpretationsauffassungen nach Walcha II, Alain I und II, Heiller, Bovet, Wartenweiler, Meyer,
      - und schließlich zur unvermeidlichen Zahlensymbolik.
      Die Seite der St. Gallener Orgelfreunde wurde offenbar zwischenzeitlich umgestaltet, jedenfalls ist unter dem angegebenen Link kein Dokument mehr hinterlegt.

      Der Text ist nunmehr hier zu finden (Jahrgang 1984):

      drive.google.com/file/d/0B9Yy3XyqsjXpWnVFYnJZLTR5ckk/view
    • Mauerblümchen schrieb:

      Über das "Darstellen der Bandbreite einer Disposition" ist allerdings sehr wohl bekannt, wie er es gemacht hat.

      Er wählte sich ein Thema und gebrauchte es für ein Präludium und eine Fuge mit vollem Werk [!!!]. Dann folgte ein Duo, ein Trio, ein Quatuor usw. bei denen er seine Registrierkunst unter Beweis stellte. Den Beschluss machte wiederum eine Fuge mit vollem Werk [sic!!!].

      Die Quelle des Zitates müsste ich nochmal suchen, aber es wird klar, dass Bach zumindest bei solchen Orgeleinweihungen die Bandbreite der Disposition eher durch verschiedene Registrierung verschiedener Stücke darstellte statt durch Registerwechsel innerhalb eines Stücks.
      Und? Konntest Du inzwischen fündig werden? Agricola? Kaufmann? Die Bachsche Registrierpraxis in der Bandbreite zwischen konventionell und avantgardistisch, natürlich immer in Abhängigkeit von den Bach zur Verfügung stehenden Instrumenten, ist ja immer eine Überlegung wert.