Jazz mit Laser und Nadel: Gerade goutiert

    • HollaD schrieb:

      "My Main Man" Sonny Stitt mit Bennie Green

      kein Bild bei den Partnern
      Darf ich einhelfen?

      "Wir wären auch ausverkauft, wenn bei uns auf dem Kamm blasende Putzfrauen aufträten."
      (Christoph Lieben-Seutter, Generalintendant der Elbphilharmonie)

      “Die Elbphilharmonie ist nicht nur ein grandioser neuer Konzertsaal, sondern eine Chance für ein neues Repertoire.”
      (Ingo Metzmacher)


    • Solo-Klavier von Markus Roberts. Ein außergewöhnlich exzellenter Musiker, der auch mit Seji Ozawa Gershwin gespielt hat. Hier sind es eigene Stücke und Werke von Scott Joplin.
      Viele Grüße sendet Maurice

      Musik bedeutet, jemandem seine Geschichte zu erzählen und ist etwas ganz Persönliches. Daher ist es auch so schwierig, sie zu reproduzieren. Niemand kann ihr am Ende näher stehen als derjenige, der/die sie komponiert hat. Alle, die nach dem Komponisten kommen, können sie nur noch in verfälschter Form darbieten, denn sie erzählen am Ende wiederum ihre eigene Geschichte der Geschichte. (ist von mir)
    • Jazzpaña​

      HollaD schrieb:

      @musiclover Danke!
      Gern geschehen :cincinbier:

      Bei mir läuft eine Neuerwerbung: "Soleando" von Chano Dominguez mit der von Vince Mendoza geleiteten WDR Big Band

      Dieses am 5. Februar 2011 in der Kölner Philharmonie mitgeschnittene Konzert mit ausschließlich Kompositionen des Pianisten Chano Dominguez, welche in bewährter Weise von Vince Mendoza für Big Band arrangiert wurden, steht in einer Reihe

      einerseits mit den beiden Alben "Jazzpaña" von 1992 und "Jazzpaña II" aus dem Jahr 2000

      wobei das erste Album ebenfalls ein Album der von Vince Mendoza geleiteten WDR Big Band ist, während auf dem zweiten Album Vince Mendoza nicht mitwirkt, dafür aber Chano Dominguez,

      und andererseits mit dem Vince Mendoza-Album "El viento - The Garcia Lorca Project" aus dem Jahr 2008


      Bei allen genannten Alben geht es darum, eine Brücke zwischen Flamenco und Jazz zu bauen. Ein Weg, den auch Miles Davis und Gil Evans bei "Sketches of Spain" beschritten haben. Meiner Meinung nach gelingt dieser Weg auf den vier abgebildeten Alben brilliant, sofern der einfach nur genial zu nennende Komponist, Arrangeur und Dirigent Vince Mendoza die Verantwortung übernimmt. Die drei Alben unter seiner Leitung sind herausragend gut! "Jazzpaña II" (mit dem Gastsolisten Michael Brecker auf drei Titeln) dagegen erreicht diese Klasse nicht annähernd. Das weitere Album "Jazzpaña Live"

      bei dem Vince Mendoza ebenfalls nicht mitwirkt, habe ich mir deshalb nicht mehr gekauft. Mit Big Band-Arrangements, die es bei "Jazzpaña II" immerhin noch teilweise gibt (sie stammen dort von Colin Towns), hat das Ganze nichts mehr zu tun. Nach den Hörsamples zu urteilen, ist der Charme von "Jazzpaña" einfach (wie größtenteils schon bei "Jazzpaña II") weg.

      Wer in diese Musik einsteigen möchte, dem empfehle ich, mit dem ersten "Jazzpaña"-Album (übrigens Grammy-nominiert) loszulegen. Es lohnt sich! Die Empfehlung für das zweite anzuschaffende Album würde dann "Soleando" lauten.
      "Wir wären auch ausverkauft, wenn bei uns auf dem Kamm blasende Putzfrauen aufträten."
      (Christoph Lieben-Seutter, Generalintendant der Elbphilharmonie)

      “Die Elbphilharmonie ist nicht nur ein grandioser neuer Konzertsaal, sondern eine Chance für ein neues Repertoire.”
      (Ingo Metzmacher)
    • music lover schrieb:

      Bei allen genannten Alben geht es darum, eine Brücke zwischen Flamenco und Jazz zu bauen. Ein Weg, den auch Miles Davis und Gil Evans bei "Sketches of Spain" beschritten haben.
      Noch vor Miles Davis und Gil Evans hat übrigens Lionel Hampton während einer Spanien-Tournee 1956 ein Album eingespielt, das eine Fusion von Jazz und Flamenco zum Gegenstand ha und deswegen sinnigerweise "Jazz Flamenco" heißt:

      Ich habe es nicht in meiner Sammlung, aber auf meiner to do-Liste.
      "Wir wären auch ausverkauft, wenn bei uns auf dem Kamm blasende Putzfrauen aufträten."
      (Christoph Lieben-Seutter, Generalintendant der Elbphilharmonie)

      “Die Elbphilharmonie ist nicht nur ein grandioser neuer Konzertsaal, sondern eine Chance für ein neues Repertoire.”
      (Ingo Metzmacher)
    • The Johnny Griffin Quartet live at the Jazzhus Montmartre, Vol. 1

      Neu



      Johnny Griffin - ts
      Kenny Drew - p
      Niels-Henning Orsted-Pedersen - b
      Albert Heath - dr

      rec. live Kopenhagen 30. und 31. März 1967
      "Wir wären auch ausverkauft, wenn bei uns auf dem Kamm blasende Putzfrauen aufträten."
      (Christoph Lieben-Seutter, Generalintendant der Elbphilharmonie)

      “Die Elbphilharmonie ist nicht nur ein grandioser neuer Konzertsaal, sondern eine Chance für ein neues Repertoire.”
      (Ingo Metzmacher)
    • Neu

      Ich finde sie ziemlich gut. Die beiden "Klassiker" zu Beginn des Albums ("All the things you are" und "A night in Tunisia") werden sehr ungewöhnlich gespielt, im Falle von Gillespies "A night in Tunisia" mit einem langen Intro, bei dem die Bandmitglieder teilweise sogar singen (!) oder besser gesagt irgendwelche Laute mit dem Mund von sich geben. Erst ab 2:50 min. geht es dann zum eigentlichen Stück über, das mit viel Verve und dem erforderlichen drive, aber wiederum mit kurzer Gesangseinlage interpretiert wird (blöderweise wird mitten im Geschehen, nämlich bei 12:10 min., ausgeblendet. Mich hätte schon interessiert, wie es weitergeht). Auch die weiteren Stücke ("Exactly like you" und "Indiana") gefallen mir. Griffin spielt meisterhaft, teilweise sogar geradezu irrwitzig (etwa im abschließenden "Rythm-a-ning [Theme]" von Monk), und ausgiebig (er soliert über weite Strecken des Albums, jedenfalls gefühlt zu 80 %). Vor allem das schön vorantreibende Schlagzeug von "Tootie" Heath überzeugt mich bei der Begleitband. Ich kann das Album also empfehlen.

      Bei mir geht es mit einem weiteren Mitschnitt auf 2 CDs aus dem Jazzhus Montmartre in Kopenhagen aus demselben Jahr weiter. Und auch das Klaviertrio ist dasselbe!

      (beim zweiten Album keine Direktverlinkung möglich)

      Dexter Gordon - ts
      Kenny Drew - p
      Niels-Henning Orsted-Pedersen - b
      Albert Heath - dr

      rec. live Kopenhagen 20. und 21. Juli 1967

      An Dich, lieber HollaD, hätte ich auch eine Frage: Das von Dir erwähnte Dexter Gordon-Album "The Panther" soll laut einer der Amazon-Kundenrezensionen mit Jaki Byard (p) aufgenommen sein. Aber auf dem Cover steht doch Tommy Flanagan als Pianist. Mein "All Music Guide to Jazz" nennt auch nur Tommy Flanagan, nicht Jaki Byard ?(
      "Wir wären auch ausverkauft, wenn bei uns auf dem Kamm blasende Putzfrauen aufträten."
      (Christoph Lieben-Seutter, Generalintendant der Elbphilharmonie)

      “Die Elbphilharmonie ist nicht nur ein grandioser neuer Konzertsaal, sondern eine Chance für ein neues Repertoire.”
      (Ingo Metzmacher)
    • Neu

      HollaD schrieb:

      und wie ist die Scheibe, ist sie empfehlenswert?
      Alleine die Spitzenbesetzung sollte für eine hohe Qualität sorgen. Griffin habe ich nie schlecht spielen hören, weder live noch auf CD.
      Viele Grüße sendet Maurice

      Musik bedeutet, jemandem seine Geschichte zu erzählen und ist etwas ganz Persönliches. Daher ist es auch so schwierig, sie zu reproduzieren. Niemand kann ihr am Ende näher stehen als derjenige, der/die sie komponiert hat. Alle, die nach dem Komponisten kommen, können sie nur noch in verfälschter Form darbieten, denn sie erzählen am Ende wiederum ihre eigene Geschichte der Geschichte. (ist von mir)
    • Neu

      Hier wieder ein Klassiker. Auch mit Garland und Coltrane.

      Miles Davis: Milestones

      Miles Davis, Trompete
      Julian "Cannonball" Adderley, Altsaxophon
      John Coltrane, Tenorsaxophon
      Red Garland, Klavier
      Paul Chambers, Bass
      "Philly" Joe Jones, Schlagzeug



      Gruß
      MB

      :wink:
      "Was? Sie haben die Sonaten Beethovens gespielt und haben sich nicht gefragt, wie sie aufgebaut sind? Das entspricht dem Wesen eines Papageis, nicht aber dem eines Künstlers!"
      (Charles-Marie Widor zu seiner Orgelklasse, kurz nachdem er diese von César Franck übernommen hatte)