Jazz mit Laser und Nadel: Gerade goutiert



    • Miles Davis: Blue Haze AD: 53/54 mit u.a. John Lewis, Horace Silver & Charles Mingus (!!!) am Klavier, Max Roach, Art Blakey & Kenny Clarke (Drums), Percy Heath am Bass und Dave Schildkraut (Altsax)

      Mir liegt Davis nicht immer, doch ich weiß natürlich um die Qualität seiner Werke und logischerweise auch seines Spieles. Hin und wieder spiele ich auch Stücke von ihm, aber selten. Für ein Konzert am 14.07. immerhin zwei, "Milestones" und "Freddie Freedloader".
      Viele Grüße sendet Maurice

      Musik bedeutet, jemandem seine Geschichte zu erzählen und ist etwas ganz Persönliches. Daher ist es auch so schwierig, sie zu reproduzieren. Niemand kann ihr am Ende näher stehen als derjenige, der/die sie komponiert hat. Alle, die nach dem Komponisten kommen, können sie nur noch in verfälschter Form darbieten, denn sie erzählen am Ende wiederum ihre eigene Geschichte der Geschichte. (ist von mir)


    • Aus der Box die CD "Takes Charge" : Cannonball Adderley (Altsax) - Wynton Kelly (Klavier) - Paul Chambers/Percy Heath (Bass) - Jimmy Cobb/Al "Tootie" Heath (Drums) AD: April/Mai 1959
      Viele Grüße sendet Maurice

      Musik bedeutet, jemandem seine Geschichte zu erzählen und ist etwas ganz Persönliches. Daher ist es auch so schwierig, sie zu reproduzieren. Niemand kann ihr am Ende näher stehen als derjenige, der/die sie komponiert hat. Alle, die nach dem Komponisten kommen, können sie nur noch in verfälschter Form darbieten, denn sie erzählen am Ende wiederum ihre eigene Geschichte der Geschichte. (ist von mir)


    • weiter geht es mit Cannonball Adderley: Nun die CD Them Dirty Blues aus der gleichen Box : Nat Adderley (Kornett) - Cannonball Adderley (Altsax) - Bobby Timmons/Barry Harris (Klavier) - Sam Jones (Bass) - Louis Hayes (Drums) AD: Feb./März 1960
      Viele Grüße sendet Maurice

      Musik bedeutet, jemandem seine Geschichte zu erzählen und ist etwas ganz Persönliches. Daher ist es auch so schwierig, sie zu reproduzieren. Niemand kann ihr am Ende näher stehen als derjenige, der/die sie komponiert hat. Alle, die nach dem Komponisten kommen, können sie nur noch in verfälschter Form darbieten, denn sie erzählen am Ende wiederum ihre eigene Geschichte der Geschichte. (ist von mir)


    • Murray McEachern: .....and friends

      Hier handelt es sich nicht um ein reines Jazz-Album, sondern eher um "Easy Listening" , also passend für den späten Abend bei mir. Murray McEachern (1915-1982) dürfte auch nur den wenigsten Jazzfreunden ein Begriff sein, obwohl seine Vita durchaus interessant ist. Stilistisch sicher eindeutig im Swing-Lager zuhause, wurde er als Posaunist von Tommy Dorsey beeinflusst, den er auch locker imitieren konnte. Nicht ohne Grund war er einige Jahre auch Leiter des Tommy Dorsey Ghost Orchestras gewesen. Dazu spielte er auch ein exzellentes Altsaxophon im Stile von Willie Smith in etwa.

      Seine Stationen waren u.a.: Benny Gooodman, Harry James, Glen Gray, Paul Whiteman. Später vor allem in Hollywood zuhause, wirkte er in den Filmen "The Glenn Miller-Story" und "Paris Blues" mit. 1973 spielte er kurze Zeit im Duke Ellington Orchester mit.
      Viele Grüße sendet Maurice

      Musik bedeutet, jemandem seine Geschichte zu erzählen und ist etwas ganz Persönliches. Daher ist es auch so schwierig, sie zu reproduzieren. Niemand kann ihr am Ende näher stehen als derjenige, der/die sie komponiert hat. Alle, die nach dem Komponisten kommen, können sie nur noch in verfälschter Form darbieten, denn sie erzählen am Ende wiederum ihre eigene Geschichte der Geschichte. (ist von mir)


    • Heute mal mit etwas Anderem in den Tag: Keith Smith, einem britischen Trompeter, der sich in den 1950-er Jahren aus der britischen Oldtime-Jazzszene hervorging (wie auch Chris Barber, Monty Sunshine oder Drummer Barry Martyn)

      Die Einspielungen hier stammen aus den Mitsechziger Jahren
      Viele Grüße sendet Maurice

      Musik bedeutet, jemandem seine Geschichte zu erzählen und ist etwas ganz Persönliches. Daher ist es auch so schwierig, sie zu reproduzieren. Niemand kann ihr am Ende näher stehen als derjenige, der/die sie komponiert hat. Alle, die nach dem Komponisten kommen, können sie nur noch in verfälschter Form darbieten, denn sie erzählen am Ende wiederum ihre eigene Geschichte der Geschichte. (ist von mir)
    • Mal wieder Zeit für den König der Posaune.



      Hier live '71.

      Ach was fehlt mir der Albert... das ist in Worten gar nicht auszudrücken.

      LG
      "Wir sind nichts Wichtiges. Wir sind im Grunde nichts weiter als Wirbel im Fluß des Lebens. -- So betrachten wir unser Leben allerdings nicht gern." (Charlotte Joko Beck)


    • Dizzy Reece: Aus der Box CD1, "Blues in Trinity" - Dizzy Reece (Trompete) - Tubby Hayes (Tenorsax) - Terry Shannon (Klavier) - Lloyd Thompson (Bass) - Art Taylor (Dm) + als Gast Donald Byrd (Trompete) in den Tracks 3 & 5 AD: 1958
      Viele Grüße sendet Maurice

      Musik bedeutet, jemandem seine Geschichte zu erzählen und ist etwas ganz Persönliches. Daher ist es auch so schwierig, sie zu reproduzieren. Niemand kann ihr am Ende näher stehen als derjenige, der/die sie komponiert hat. Alle, die nach dem Komponisten kommen, können sie nur noch in verfälschter Form darbieten, denn sie erzählen am Ende wiederum ihre eigene Geschichte der Geschichte. (ist von mir)
    • Gerade habe ich von Duke Ellington und seinem Orchester den "Wanna-Go-Back-Again-Blues" und "If You Can´t Hold the Man You Love" aus dem Jahr 1926 gehört. Natürlich mit viel Hintergrundrauschen, aber irgendwie passt das. Da kann man den Growl-Sound schon spüren; das erste der beiden Stücke beginnt mit einem von den Bläsern geformten Eisenbahntuten und man ahnt schon, wohin es klanglich noch gehen wird...

      Zum ersten Mal besteht die Band schon aus 10 Musikern. Das wird sich von Jahr zu Jahr noch erweitern.

      Uwe
    • Uwe Schoof schrieb:

      Gerade habe ich von Duke Ellington und seinem Orchester den "Wanna-Go-Back-Again-Blues" und "If You Can´t Hold the Man You Love" aus dem Jahr 1926 gehört. Natürlich mit viel Hintergrundrauschen, aber irgendwie passt das. Da kann man den Growl-Sound schon spüren; das erste der beiden Stücke beginnt mit einem von den Bläsern geformten Eisenbahntuten und man ahnt schon, wohin es klanglich noch gehen wird...

      Zum ersten Mal besteht die Band schon aus 10 Musikern. Das wird sich von Jahr zu Jahr noch erweitern.
      Du kannst Dich gerne mal durch meinen Thread über Duke Ellington "kämpfen", wenn Du magst. Die Band von 1926 ist wirklich nur in Ansätzen mit der etwas späteren Band zu vergleichen. Du hast aber recht, wenn Du sagst, dass bereits hier das Crowl-Spiel stattfand. Kein Wunder, saßen doch Bubber Miley und Charles Ives in der Band. Ives sollte aber bald durch den berühmten Joe "Tricky Sam" Nanton ausgetauscht werden.

      Übrigens spielte hier noch "Bass" Edwards an der Tuba mit und nicht Wellman Braud. Auch eine Violine ist zu hören, und das könnte Otto Hardwicke gewesen sein, aber das kann ich aus dem Kopf nicht sagen.
      Viele Grüße sendet Maurice

      Musik bedeutet, jemandem seine Geschichte zu erzählen und ist etwas ganz Persönliches. Daher ist es auch so schwierig, sie zu reproduzieren. Niemand kann ihr am Ende näher stehen als derjenige, der/die sie komponiert hat. Alle, die nach dem Komponisten kommen, können sie nur noch in verfälschter Form darbieten, denn sie erzählen am Ende wiederum ihre eigene Geschichte der Geschichte. (ist von mir)
    • Deinen Thread habe ich keinesfalls "erkämpft", sondern bereits mit Vergnügen gelesen.

      Ja klar, die frühen Besetzungen sind nur schwer mit der späteren Band vergleichbar, aber es macht mir Freude, zu beobachten, wie sich die Band allmählich von Anfang an entwickelte. Und nicht nur dies; auch die Musiker entwickelten sich zusammen mirt der Band und jeder einzelne krisistallisierte sein Profil heraus. Ich meine, dass Ellington schon in der frühen Phase und auch später bei neueinsteigenden Musikern sofort deren individuellen Eigenheiten erkannte und diese förderte und auch forderte, was ja dann auch den wahrlich speziellen Ellington-Sound ausmachte.

      Ja, es stimmt. Ellington nahm in dieser Zeit den Tubaspieler Henry Edwards in seine Band, was wohl daran gelegen hat, dass auf der Bühne des Hollywood Clubs, in der die Band regelmäßig spielte, zu wenig Platz für einen Kontrabass bestand. Nunja, ein praktischer Grund...Edwards hat in einigen seiner Konzerte, dies nebenbei zum Schmunzeln, seine Tuba wohl mit grünem und rotem Licht bestückt, welche bei seinen fetzigen Soli aufflackerten oder leuchteten. Wie ich Ellington kenne, hat ihm sowas gut gefallen, hat er doch für Showeffekte stets was übrig.

      In den beiden von mir genannten Stücken vom Juni 1926 wurde Bubber Miley übrigens kurzzeitig, auch in der Aufnahme, von den beiden Trompetern Harry Cooper und Leroy Rutledge ersetzt. Aber auch diese konnten etwas growlen...Dies hat Ellington bestimmt nebenbei dazu genutzt, klanglich etwas zu experimentieren. So lässt er bläsermäßig im "Wanna-Go-Back-Again-Blues" einerseits die beiden Trompeten, andererseits dann zwei Klarinetten und schließlich das Baritonsaxophon zum Gesamtklang verschmelzen. Gesungen hat diese beiden Stücke übrigens Sonny Greer, der Schlagzeuger. Gar nicht übel.

      Uwe
    • Uwe Schoof schrieb:

      Ja, es stimmt. Ellington nahm in dieser Zeit den Tubaspieler Henry Edwards in seine Band, was wohl daran gelegen hat, dass auf der Bühne des Hollywood Clubs, in der die Band regelmäßig spielte, zu wenig Platz für einen Kontrabass bestand. Nunja, ein praktischer Grund...Edwards hat in einigen seiner Konzerte, dies nebenbei zum Schmunzeln, seine Tuba wohl mit grünem und rotem Licht bestückt, welche bei seinen fetzigen Soli aufflackerten oder leuchteten. Wie ich Ellington kenne, hat ihm sowas gut gefallen, hat er doch für Showeffekte stets was übrig.
      Er hatte zuvor nie einen Kontrabassisten, aber das mit den "Showeffekten" würde ich unterschreiben. Die amerikanischen Tuben nehmen nicht weniger Platz ein als ein Kontrabass. Die Tuba drang aber besser durch die Band als der Kontrabass. Daher spielte man auch den "Slap Bass", denn der war hörbar gewesen. Man denke an die großen Ballsäle, die konnte kein Kontrabass durchdringen. Man spielte damals ohne Anlage, ein Punkt, der gerne immer wieder vergessen wird.


      Uwe Schoof schrieb:

      In den beiden von mir genannten Stücken vom Juni 1926 wurde Bubber Miley übrigens kurzzeitig, auch in der Aufnahme, von den beiden Trompetern Harry Cooper und Leroy Rutledge ersetzt. Aber auch diese konnten etwas growlen...D
      Miley wird besoffen gewesen sein. Er war bekanntermaßen starker Alkoholiker. Das sollte dann auch der Grund werden, warum er die Band 1929 verlassen musste. Der Crowl-Klang war damals bereits mehrere Jahre alt. Das Ur-Vorbild war übrigens King Oliver gewesen, er hat diese Technik als erster Musiker effektiv zu nutzen verstanden. Bubby Miley hat auch direkt von ihm diesen Stil übernommen und weiterentwickelt. Nach Miley kam dann ein gewisser Trompeter Cootie Williams aus der Fletchter Henderson-Band. Er formte und entwickelte dann diesen Stil bis zur Perfektion weiter.

      Die hier erwähnten Trompeter sind völlig unbekannt geblieben übrigens. Harry Cooper ging meines Wissens nach später nach Europa. Dort wird er 1947 wieder als Musiker einer Band erwähnt. Er wurde 1903 in Lake Charles/Louisiana geboren. Er spielte u.a. mit Elmer Snowden und saß bereits 1925 in der Cotton Club Band, bevor er 1925 zum Duke kam. Er spielte die Crowl-Soli vermutlich, da er lange genug Seite an Seite mit Miley jeden Abend spielte, und wohl daher genug von ihm gelernt haben dürfte. Das kann man in Ellingtons eigener Biographie so nachlesen.

      Das mal zu den von Dir erwähnten Musikern....
      Viele Grüße sendet Maurice

      Musik bedeutet, jemandem seine Geschichte zu erzählen und ist etwas ganz Persönliches. Daher ist es auch so schwierig, sie zu reproduzieren. Niemand kann ihr am Ende näher stehen als derjenige, der/die sie komponiert hat. Alle, die nach dem Komponisten kommen, können sie nur noch in verfälschter Form darbieten, denn sie erzählen am Ende wiederum ihre eigene Geschichte der Geschichte. (ist von mir)