Jazz mit Laser und Nadel: Gerade goutiert

    • Bei mir läuft eine 1999er Trioplatte von Paul Bley ...


      Paul Bley Trio, "Not Two Not One"

      ... die in ihrer dunkelfunkelnden Komplexität zum Faszinierendsten gehört was ich in der Richtung hab (wobei meine Jazzsammlung allerdings auch nicht gewaltig groß ist). ECM-typisch ist die hervorragende Klangbalance, eher untypisch für diese von mir seit der Jugend hochgeschätzte Firma die recht moderne, an gemäßigten Freejazz heranreichende musikalische Ausrichtung (oder, anders gesagt, hier kann man studieren daß ECM immer mehr war als ausschließlich skandinavischer Schönklang im wattigen Gewand). Neben Bley spielen Gary Peacock am Baß und Paul Motian am Schlagzeug - eine sichere Bank auf dem Papier, aber alle Beteiligten agieren, auf Sicherheiten pfeifend, weit außerhalb ihrer gewohnten Zonen, ein traumewandlerisch sicherer Ritt auf einem rasiermesserschmalen Grat, dabei alles recht dunkel in den Stimmungen und Klangfarben, und hoch faszinierend :cincinsekt: --- und zum Wetter paßt das auch perfekt.


      LG
      "Wir sind nichts Wichtiges. Wir sind im Grunde nichts weiter als Wirbel im Fluß des Lebens. -- So betrachten wir unser Leben allerdings nicht gern." (Charlotte Joko Beck)


    • Louis Armstrong & The Dukes of Dixieland : The Master Takes AD: 1959
      Viele Grüße sendet Maurice

      Musik bedeutet, jemandem seine Geschichte zu erzählen und ist etwas ganz Persönliches. Daher ist es auch so schwierig, sie zu reproduzieren. Niemand kann ihr am Ende näher stehen als derjenige, der/die sie komponiert hat. Alle, die nach dem Komponisten kommen, können sie nur noch in verfälschter Form darbieten, denn sie erzählen am Ende wiederum ihre eigene Geschichte der Geschichte. (ist von mir)


    • Milt Jackson: Bebop AD : ca.1988

      Jon Faddis (Trompete) - J.J.Johnson (Posaune) - Jimmy Heath (Tenorsax) - Milt Jackson (Vibes) - Cedar Walton (Klavier) - John Clayton (Bass) - Mickey Roker (Drums)

      Hier werden die alten Bop-Themen wie "Au Privave", "Now's the Time", "Groovin' High" oder "Birk's Wirks" von einer echten All Star-Band gespielt. Sicher nicht mehr ganz so "boppig" wie 1945, aber immer noch mit genug Power. Jon Faddis tritt hier quasi wieder einmal in die Fußstapfen von Dizzy Gillespie.



      Michel Camilo : One more Once AD: 20.-26.Mai 1994

      Exzellenter Bigband-Jazz mit Traumbesetzung !! Viele Latin-Stücke, die abgehen wie "Sau". Sehr empfehlenswert !! Auf youtube findet man auch einige Stücke der Band. Da gehts noch wilder zu als hier.
      Viele Grüße sendet Maurice

      Musik bedeutet, jemandem seine Geschichte zu erzählen und ist etwas ganz Persönliches. Daher ist es auch so schwierig, sie zu reproduzieren. Niemand kann ihr am Ende näher stehen als derjenige, der/die sie komponiert hat. Alle, die nach dem Komponisten kommen, können sie nur noch in verfälschter Form darbieten, denn sie erzählen am Ende wiederum ihre eigene Geschichte der Geschichte. (ist von mir)


    • Miles Davis : M.D. in Antibes AD: Juli 1963 live at Antibes - Juan-Les-Pins Jazz Festival

      Miles Davis (Trompete) - George Coleman (Tenorsax) - Herbie Hancock (Klavier) - Ron Carter (Bass) - Tony Williams (Drums)

      Zwar noch ohne Wayne Shorter, aber in glänzender Verfassung, präsentierte sich das MD-Quintett 1963 auf dem französischen Jazzfest in Antibes.

      Heute ist bei mir also Modern Jazz angesagt.
      Viele Grüße sendet Maurice

      Musik bedeutet, jemandem seine Geschichte zu erzählen und ist etwas ganz Persönliches. Daher ist es auch so schwierig, sie zu reproduzieren. Niemand kann ihr am Ende näher stehen als derjenige, der/die sie komponiert hat. Alle, die nach dem Komponisten kommen, können sie nur noch in verfälschter Form darbieten, denn sie erzählen am Ende wiederum ihre eigene Geschichte der Geschichte. (ist von mir)
    • Neu





      Zwei Mal Jazz aus dem Umfeld von Django Rheinhardt
      Viele Grüße sendet Maurice

      Musik bedeutet, jemandem seine Geschichte zu erzählen und ist etwas ganz Persönliches. Daher ist es auch so schwierig, sie zu reproduzieren. Niemand kann ihr am Ende näher stehen als derjenige, der/die sie komponiert hat. Alle, die nach dem Komponisten kommen, können sie nur noch in verfälschter Form darbieten, denn sie erzählen am Ende wiederum ihre eigene Geschichte der Geschichte. (ist von mir)
    • Neu

      Heute begann der Tag mit Musik von Django Rheinhardt, da ich Freitag Abend ein Konzert spiele, in dem nur Musik vorkommt, die er gespielt und/oder auch eingespielt hat. Darunter Titel wie "Nuages", "Minor Swing", "Low Cotton", "Clair de Lune", "Blue Drag" oder "Joseph, Joseph". Das sind Stücke, die eigentlich nicht zu meinem Programm gehören. Es wird ein spannender Abend werden, weil ich einen exzellenten Gitarristen an meiner Seite habe, der den Stil wunderbar spielen kann.

      Weiter geht es mit Bigband-Musik längst vergangener Tage:



      Bobby Byrne spielt die Musik von Glenn Miller und Tommy Dorsey AD: 1957
      Viele Grüße sendet Maurice

      Musik bedeutet, jemandem seine Geschichte zu erzählen und ist etwas ganz Persönliches. Daher ist es auch so schwierig, sie zu reproduzieren. Niemand kann ihr am Ende näher stehen als derjenige, der/die sie komponiert hat. Alle, die nach dem Komponisten kommen, können sie nur noch in verfälschter Form darbieten, denn sie erzählen am Ende wiederum ihre eigene Geschichte der Geschichte. (ist von mir)
    • Neu



      Bei mir lief gerade "Steppin´with the World Saxophone Quartett", eine wunderbare Platte mit den vier Klasse-Saxophonisten David Murray, Oliver Lake, Julius Hemphill und Hamiet Bluiett. Das geht einerseits in den freien Jazzbereich hinein, klingt aber dennoch sehr kontrolliert, sauber und mit einem ordentlichen Schuss Coolness. Das World Saxophone Quartet gehört zu meinen liebsten Formationen des moderneren Jazz.

      Das Album, das ich besitze, ist heute gemeinsam mit fünf weiteren Alben dieser Gruppe in abgebildeter Sammlung erhältlich.

      Uwe
      Gute Musik hat nichts zu tun mit guten Ohren...

      (aus: "Eat, Drink, Man Woman" von Ang Lee)
    • Neu



      Glen Gray : Sounds of the great Bigands, Vol.1 & 2

      Hier auch Saxophone, aber im Bigband-Sound. Manchmal brauche ich diese tollen Studio-Bigbands, die so grandios aufspielen, als ob sie seit Jahren zusammen spielen würden. Hier ist die Elite versammelt: Conrad Gozzo, Pete Candoli, Manny Klein, Shorty Sherock, Si Zentner, Murray McEachern, Gus Bivona, Skeets Herfurt, Babe Russin, Plas Johnson, Mike Rubin, Nick Fatool, Ray Sherman.....
      Viele Grüße sendet Maurice

      Musik bedeutet, jemandem seine Geschichte zu erzählen und ist etwas ganz Persönliches. Daher ist es auch so schwierig, sie zu reproduzieren. Niemand kann ihr am Ende näher stehen als derjenige, der/die sie komponiert hat. Alle, die nach dem Komponisten kommen, können sie nur noch in verfälschter Form darbieten, denn sie erzählen am Ende wiederum ihre eigene Geschichte der Geschichte. (ist von mir)
    • Neu



      Benny Carter : Aspects AD: Spätsommer 1958

      Hier spielt Benny Carter mit exzellenten Musikern den "Jahreskalender" ein. Für jeden Monat ein Stück. Gab es kein Stück für den Monat, schrieb ER einfach eines - und das dann gleich fünf Mal !! Dazu gibt es fünf "Alternate Takes" extra.

      Solisten sind u.a.: Pete Candoli, Shorty Sherock, Joe Gordon, Stu Williamson, Frank Rosolino, Gerry Wiggins, Arnold Ross, Larry Bunker, Shelly Manne, Barney Kessel, Plas Johnson
      Viele Grüße sendet Maurice

      Musik bedeutet, jemandem seine Geschichte zu erzählen und ist etwas ganz Persönliches. Daher ist es auch so schwierig, sie zu reproduzieren. Niemand kann ihr am Ende näher stehen als derjenige, der/die sie komponiert hat. Alle, die nach dem Komponisten kommen, können sie nur noch in verfälschter Form darbieten, denn sie erzählen am Ende wiederum ihre eigene Geschichte der Geschichte. (ist von mir)
    • Neu



      Mit Benny Carter mache ich weiter: Habe gerade "Further Definitions" von 1961 aufgelegt, eine Platte von Impulse. Dies ist ziemlich saxophonlastig, was sich aus der Besetzung erklärt. Ich mag das. Wunderbar direkt das erste Stück, "Honeysuckle Rose". Es ist bei vier Saxophonisten klar, dass sich keiner so richtig verausgabt. Aber dafür ist es ein netter, bunter Reigen...


      Altsax – Benny Carter, Phil Woods
      Tenorsax – Charlie Rouse, Coleman Hawkins
      Gitarre – John Collins
      Piano – Dick Katz
      Bass – Jimmy Garrison
      Drums – Jo Jones

      Uwe
      Gute Musik hat nichts zu tun mit guten Ohren...

      (aus: "Eat, Drink, Man Woman" von Ang Lee)
    • Neu

      Uwe Schoof schrieb:

      Mit Benny Carter mache ich weiter: Habe gerade "Further Definitions" von 1961 aufgelegt, eine Platte von Impulse. Dies ist ziemlich saxophonlastig, was sich aus der Besetzung erklärt.
      Vor allem ist die Besetzung recht kurios und mit Musikern zusammen gestellt, die eigentlich nicht zusammen passen. Allein schon Jimmy Garrison mit Jo Jones zu verbinden ist an sich kaum vorstellbar, aber insgesamt ist das keine schlechte Scheibe.
      Viele Grüße sendet Maurice

      Musik bedeutet, jemandem seine Geschichte zu erzählen und ist etwas ganz Persönliches. Daher ist es auch so schwierig, sie zu reproduzieren. Niemand kann ihr am Ende näher stehen als derjenige, der/die sie komponiert hat. Alle, die nach dem Komponisten kommen, können sie nur noch in verfälschter Form darbieten, denn sie erzählen am Ende wiederum ihre eigene Geschichte der Geschichte. (ist von mir)
    • Neu

      Das ist interessant. Jimmy Garrison und Jo Jones passt nicht so recht? Warum meinst Du das? Ich werde mal genauer hinhören und darauf achten. Beide spielen auf dieser niemals ausufernden Aufnahme allerdings ziemlich diszipliniert bzw. zurückhaltend und scheinen nicht allzusehr aus sich herauszugehen.
      Gute Musik hat nichts zu tun mit guten Ohren...

      (aus: "Eat, Drink, Man Woman" von Ang Lee)
    • Neu

      Uwe Schoof schrieb:

      Das ist interessant. Jimmy Garrison und Jo Jones passt nicht so recht? Warum meinst Du das?
      Du hast mich nicht ganz richtig verstanden. Garrison ist zu diesem Zeitpunkt ein recht frei spielender Musiker gewesen, der ausschließlich im modernen Jazzumfeld zu finden war, während Jo Jones bekanntermaßen DER Timekeeper schlechthin war (und noch immer ist). Garrison hat ja auch bei der Platte "Ellington meets John Coltrane" mitgespielt. Und der Duke hat sich hörbar unwohl gefühlt, wenn er mit Garrison und Elvin Jones Coltrane begleiten musste. Daher ist mein Ansatz durchaus nachvollziehbar.

      Es kann natürlich sein, dass hier Hawkins entsprechend auf eine reine Begleitrolle gedrängt hat, aber diese Kombination ist alles andere als glücklich gewählt. Ähnlich erging es mal Steve Lacy, als er in einer Aufnahme Bobby Hackett zur Seite Stand (ich meine, die Einspielung entstand 1964). Auch hier hatte Hackett teilweise sehr modern spielende Musiker dabei. Die Einspielung ist völlig unausgeglichen, es passt einfach nicht so recht zusammen.

      Heute ist sowas weitaus eher machbar. Hier weiß ich durchaus wovon ich rede, da ich teilweise selbst mit Musikern zusammenspiele, die eigentlich viel freier und harmonisch, aber auch vom Feeling her moderner agieren als ich es tue.

      Nicht immer passen die berühmten sich anziehenden Gegensätze zusammen.

      Früher haben sich Dixieland-Bands häufig am Schlagzeug Musiker ausgesucht, die eigentlich keine typischen Dixie-Drummer waren, damit ihr Rhyhthmus mehr Pepp hatte. Stilisten haben das entsprechend schar kritisiert. Man kann über solche Besetzungs-Entscheidungen geteilter Ansicht sein. Ich bin kein Purist, sehe es also entsprechend locker, doch ich habe genau in so einer "Puristen-Band" angefangen zu spielen. Es gab immer Ärger wegen meiner weitaus moderneren Auffassung, obwohl ich denen von Anfang gesagt hatte, dass ich niemals wie sie spielen werde und auch nicht könne.

      Bevor Du darauf antwortest, denke darüber bitte mal nach. Es ist ein in Musikerkreisen immer mal wieder hitzig aufkommendes Thema. Heute hat sich das aber recht entspannt, weil die reinen Puristen fast ausgestorben sind. Doch Nach dem Kriege bis hin in die 2000-er Jahre war das wirklich ein heißes Thema gewesen.
      Viele Grüße sendet Maurice

      Musik bedeutet, jemandem seine Geschichte zu erzählen und ist etwas ganz Persönliches. Daher ist es auch so schwierig, sie zu reproduzieren. Niemand kann ihr am Ende näher stehen als derjenige, der/die sie komponiert hat. Alle, die nach dem Komponisten kommen, können sie nur noch in verfälschter Form darbieten, denn sie erzählen am Ende wiederum ihre eigene Geschichte der Geschichte. (ist von mir)
    • Neu



      Sy (Si) Oliver & Billy May : Jimmie Lunceford in Hi-Fi AD: August 1957 & Mai/Juni 1957

      Sowohl der Ex-Jimmie Lunceford Arrangeur/Trompeter Sy Oliver, als auch der weiße Arrangeur/Trompeter der Glenn Miller - und Charlie Barnet-Bigband, Billy May, nahmen ein Tribute-Album zu Gunsten Jimmie Luncefords auf. Beide Einspielungen bestechen durch die teilweise Original-Solisten und auch Original-Arrangements. Einen "Sieger" gibt es dabei auch, nämlich die Zuhörer, die einfach tolle Musik einer der besten schwarzen Bigbands von 1928-1947 zu hören bekommen. Lunceford verstarb 1947 plötzlich durch eine Herzattacke.

      Wirklich eine tolle CD, die hier zwei LPs zusammen vereint.
      Viele Grüße sendet Maurice

      Musik bedeutet, jemandem seine Geschichte zu erzählen und ist etwas ganz Persönliches. Daher ist es auch so schwierig, sie zu reproduzieren. Niemand kann ihr am Ende näher stehen als derjenige, der/die sie komponiert hat. Alle, die nach dem Komponisten kommen, können sie nur noch in verfälschter Form darbieten, denn sie erzählen am Ende wiederum ihre eigene Geschichte der Geschichte. (ist von mir)