Jazz mit Laser und Nadel: Gerade goutiert

    • Doc Stänker schrieb:

      Im Übrigen gibt es ja noch im Jazz das Wort "Arrangieren". Und das Arrangement von ner Komposition abzugrenzen fällt mir als interessiertem Laien schwer.
      Hierzu würde ich gerne ne Diskussion lesen.
      Der Unterschied ist sehr einfach zu erklären: Eine Komposition ist die NEUSCHREIBUNG eines Stückes oder Werkes, das Arrangement ist die Bearbeitung eines bereits existierenden Stückes.

      Duke Ellington hat seine Stücke auch mit seinen Musikern zuerst niedergeschrieben, dabei aber fast immer Passagen dazu ausgeschrieben, die seine Musiker ZUVOR bereits per Improvisation über Dukes Harmonien gespielt hatten.

      Count Basie hat das durchaus ähnlich gehalten. Seine ganzen Stücke in der Zeit 1936-ca.1944 sind kaum als niedergeschriebene Kompositionen zu bezeichnen, denn seine Musiker haben über vorher festgelegte Harmonien "Riffs" (das sind gleich bleibende Phrasen auf dem vorhandenen Harmonie-Schema) gelegt. Etwa "One o'clcok Jump", "Jumpin' at the Woodside". Später wurde das dann natürlich schriftlich festgehalten. Es gab aber auch zu dieser Zeit bereits ausgeschriebene Stücje, die aber noch viel Freihaum für die Musiker hatten.

      Ab 1952 gab es das in dieser Form nicht mehr bei Basie. Ab dieser Zeit begann dann die Zeit der Arangeure/Komponisten auch beim Count. Allen voran Neal Hefti, aber eben auch Frank Foster, Frank Wess, Ernie Wilkins (alles Musiker der Band), Bill Holman, Benny Carter, Sammy Nestico, etc.
      Viele Grüße sendet Maurice

      Musik bedeutet, jemandem seine Geschichte zu erzählen und ist etwas ganz Persönliches. Daher ist es auch so schwierig, sie zu reproduzieren. Niemand kann ihr am Ende näher stehen als derjenige, der/die sie komponiert hat. Alle, die nach dem Komponisten kommen, können sie nur noch in verfälschter Form darbieten, denn sie erzählen am Ende wiederum ihre eigene Geschichte der Geschichte. (ist von mir)
    • Ich bin verliebt! Und zwar in das Album 'Lovers' von Nels Cline. Dieser Ausnahmegitarrist, der ja "nebenberuflich" auch noch der Gitarrist der wunderbaren Band Wilco ist, hat hier ein Album mithilfe eines 22-köpfigen Kammerorchesters auf die Beine gestellt, was ich wirklich toll finde. Fünf Eigenkompositionen und dreizehn Coverversionen finden sich auf diesem Album. :)

      Matthias Deutschmann: "Wer alle erreichen will, muss auf den Sinn verzichten."
    • b-major schrieb:

      Monk , gehört mit den Ohren von Bill Holman . Wird nie langweilig .
      bestimmt eine sehr interessante Einspielung. Wer spielt denn mit in der Bigband? Von wann stammen die Aufnahmen?
      Viele Grüße sendet Maurice

      Musik bedeutet, jemandem seine Geschichte zu erzählen und ist etwas ganz Persönliches. Daher ist es auch so schwierig, sie zu reproduzieren. Niemand kann ihr am Ende näher stehen als derjenige, der/die sie komponiert hat. Alle, die nach dem Komponisten kommen, können sie nur noch in verfälschter Form darbieten, denn sie erzählen am Ende wiederum ihre eigene Geschichte der Geschichte. (ist von mir)
    • Aufgenommen wurde am 11.&12.Februar 1997 at Oceanway Recorders Hollywood live directly to Two-Track .
      Das Personal : Lanny Morgan-as,fl/ Bill Perkins-as,ss,fl/ Pete Christlieb-ts,ss,fl/ Ray Herrmann-ts,ss/ Bob Efford-bs,basscl/ Carl Saunders/Frank Szabo/Ron Stout/Bob Summers-trumpet&flugelhorns
      Jack Redmond/Andy Martin-trombones/Bob Enenvoldsen-valve trombone./ Kenny Shroyer-bass trombone/ rich Eames -p /Dave Carpenter-bass/ bob Leatherbarrow-dr .
      Leader & arranger : Bill Holman
      Könnte was für Dich sein , Maurice . Monk einmal anders .
      Good taste is timeless / "Ach, ewig währt so lang "
    • b-major schrieb:

      Könnte was für Dich sein , Maurice . Monk einmal anders .
      Danke Dir. Der Preis der CD ist noch nichts für mich. Mir sind bis auf den Schlagzeuger, alle Musiker geläufig. Die meisten hier spielten zu der Zeit bereits viele Jahre in diversen Holman-Bigbands.
      Viele Grüße sendet Maurice

      Musik bedeutet, jemandem seine Geschichte zu erzählen und ist etwas ganz Persönliches. Daher ist es auch so schwierig, sie zu reproduzieren. Niemand kann ihr am Ende näher stehen als derjenige, der/die sie komponiert hat. Alle, die nach dem Komponisten kommen, können sie nur noch in verfälschter Form darbieten, denn sie erzählen am Ende wiederum ihre eigene Geschichte der Geschichte. (ist von mir)


    • Lester Young: LY in Washington,D.C. 1956, Vol.1 : Lester Young (Tenorsax) - Bill Potts (klavier) - Norman Williams (Bass) - Jim Lucht (Drums) AD: 07.12.1956

      Diese Serie aus Washington mit der sehr guten lokalen Rhythmusgruppe um den Pianisten, Arrangeur und Komponisten Bill Potts umfasst insgesamt 5 CDs. Young und seine Kollegen befinden sich in sehr guter Form, auch Lester spielt sehr gut, was in seinen späten Jahren leider auch nicht immer der Fall gewesen war. Auf zwei CDs spielt auch der Bop-Posaunist Earl Swope (Ex-Woody Herman Second Herd Member) mit bei einigen Stücken.
      Viele Grüße sendet Maurice

      Musik bedeutet, jemandem seine Geschichte zu erzählen und ist etwas ganz Persönliches. Daher ist es auch so schwierig, sie zu reproduzieren. Niemand kann ihr am Ende näher stehen als derjenige, der/die sie komponiert hat. Alle, die nach dem Komponisten kommen, können sie nur noch in verfälschter Form darbieten, denn sie erzählen am Ende wiederum ihre eigene Geschichte der Geschichte. (ist von mir)
    • Ich höre derzeit im Jazzbereich viel Leszek Mozdzer, Lars Danielsson, Youn Sun Nah - und vor allem Michael Wollny (von dem ich mittlerweile 16 CDs besitze).

      Das "Weltentraum"-Album hatte ich ja schon mal vorgestellt, aber das Live-Album, "Michael Wollny Trio: Weltentraum Live - Philhamonie Berlin", toppt das Studio-Album noch mal:



      (mit Tim Lefebvre).

      Einfach der Hammer! :verbeugung1: :verbeugung1: :verbeugung1: Höre ich seit Wochen rauf und runter.
      "Zweierlei eignet sich als Zuflucht vor den Widrigkeiten des Lebens: Musik und Katzen." (Albert Schweitzer)


    • Mal wieder was ganz Altes: Die Preservation Hall Jazz Band mit der Pianisten/Sängerin Sweet Emma Barrett AD: 1964 live

      Hier nur die CD-Nr.2 erst mal.

      Percy Humphrey (Trompete) - Willie Humphrey (Klarinette) - Jim Robinson (Posaune) - Emma Barrett (Klavier) - Manny Sayles (Banjo) - Alcide Pavageau (Bass) - Cie Frazier (Drums)
      Viele Grüße sendet Maurice

      Musik bedeutet, jemandem seine Geschichte zu erzählen und ist etwas ganz Persönliches. Daher ist es auch so schwierig, sie zu reproduzieren. Niemand kann ihr am Ende näher stehen als derjenige, der/die sie komponiert hat. Alle, die nach dem Komponisten kommen, können sie nur noch in verfälschter Form darbieten, denn sie erzählen am Ende wiederum ihre eigene Geschichte der Geschichte. (ist von mir)


    • Wynton Marsalis : Mr.Jelly Roll AD: 12./13.01.1999

      Wynton Marsalis (Trompete) - Wycliffe Gordon (Posaune, Trompete) - Lucien Barbarin (Posaune) - Dr.Michael White (Klarinette) - Wessell Anderson (Altsax) - Victor Goines (Klarinette, Sopran & Tenorsax) . Eric Lewis (Klavier, 1-5, 7-11,13-14) - Danilo Perez (Klavier,6) - Harry Connick,jr. (Klavier, 12) - Eric Redd (Klavier,15) - Don Vappie (Banjo,Gitarre) - Reginald Viel (Bass) - Herlin Riley (Drums)

      Eine wunderschöne Hommage an Jelly Roll Morton
      Viele Grüße sendet Maurice

      Musik bedeutet, jemandem seine Geschichte zu erzählen und ist etwas ganz Persönliches. Daher ist es auch so schwierig, sie zu reproduzieren. Niemand kann ihr am Ende näher stehen als derjenige, der/die sie komponiert hat. Alle, die nach dem Komponisten kommen, können sie nur noch in verfälschter Form darbieten, denn sie erzählen am Ende wiederum ihre eigene Geschichte der Geschichte. (ist von mir)
    • @Maurice:
      Habe ich mal bei Amazon aufgerufen und reingehört. Gefällt mir. :thumbup: Den Code kann man auch irgendwie einfügen (ich muss gleich mal schauen, wie das noch mal ging, da ja über einfache Verlinkung nicht möglich).


      Mich fesselt derzeit dieses Album sehr:

      Leszek Mozdzer & Friends: Jazz at Berlin Philharmonic III (mit Lars Danielsson, Zohar Fresco, Atom String Quartet).

      "Zweierlei eignet sich als Zuflucht vor den Widrigkeiten des Lebens: Musik und Katzen." (Albert Schweitzer)
    • Newbie69 schrieb:

      @Maurice:
      Habe ich mal bei Amazon aufgerufen und reingehört. Gefällt mir.
      Das Album ist richt gut geworden.

      Ein weiteres Album, was exzellent gelungen ist, und sich ebenfalls mit der Musik Jelly Roll Mortons beschäftigt hat war dieses hier:



      Salute to Jelly Roll Morton

      Leider auch nicht mit ASIN einzustellen


      Alle 6 Formate und Ausgaben anzeigen
      Viele Grüße sendet Maurice

      Musik bedeutet, jemandem seine Geschichte zu erzählen und ist etwas ganz Persönliches. Daher ist es auch so schwierig, sie zu reproduzieren. Niemand kann ihr am Ende näher stehen als derjenige, der/die sie komponiert hat. Alle, die nach dem Komponisten kommen, können sie nur noch in verfälschter Form darbieten, denn sie erzählen am Ende wiederum ihre eigene Geschichte der Geschichte. (ist von mir)


    • Lars Edegran : L.E. presents Lionel Ferbos & John Robicheux AD: 05.04. & 02.05.1994 in New Orleans

      Lionel Ferbos (Trompete, Gesang) - Freddie Lonzo (Posaune) - Sammy Rimington (Klarinette, Altsax) - Lars Edegran (Klavier, Gitarre) - Benjamin Jaffe (Bass) - John Robichaux (Drums, Gesang)



      George Lewis & Don Ewell : Reunion AD: 05.06.1966

      George Gewis (Klarinette) - Jim Robinson (Posaune) - Don Ewell (Klavier) - Cie Frazier (Drums)



      Butch Thompson's King Oliver Centennial Band AD: 13.07.1988

      Charlie Devore & Cuff Billett (Kornetts) - Pete Dyer (Posaune) - Teddy Layton (Klarinette) - Butch Thompson (Klavier) - Alyn Shipton (Bass) - Malcolm Horne (Banjo,Gitarre) - Dave Evans (Drums)

      Dazu viel auf Youtube in diverse Einzelstücke reingehört. Alles Stücke, die wir dieses Jahr mit der Band spielen wollen.
      Viele Grüße sendet Maurice

      Musik bedeutet, jemandem seine Geschichte zu erzählen und ist etwas ganz Persönliches. Daher ist es auch so schwierig, sie zu reproduzieren. Niemand kann ihr am Ende näher stehen als derjenige, der/die sie komponiert hat. Alle, die nach dem Komponisten kommen, können sie nur noch in verfälschter Form darbieten, denn sie erzählen am Ende wiederum ihre eigene Geschichte der Geschichte. (ist von mir)
    • AD; 2002 Live

      Die Bigband, die hier unter der Leitung von Jon Faddis steht, spielt absolut klasse hier. Unter den Solisten befinden sich neben Faddis die Trompeter Terrell Stafford und Claudio Roditi, Frank Wess an Flöte und Altsax, James Moody Tenorsax, Antony Hart (Altsax), Renee Rosnes am Klavier, John Lee am Bass und Dennis Mackrel an den Drums.
      Viele Grüße sendet Maurice

      Musik bedeutet, jemandem seine Geschichte zu erzählen und ist etwas ganz Persönliches. Daher ist es auch so schwierig, sie zu reproduzieren. Niemand kann ihr am Ende näher stehen als derjenige, der/die sie komponiert hat. Alle, die nach dem Komponisten kommen, können sie nur noch in verfälschter Form darbieten, denn sie erzählen am Ende wiederum ihre eigene Geschichte der Geschichte. (ist von mir)
    • Ich bin wirlich sehr beglückt, dass es auch heute noch viele junge Musiker gibt, die den alten Jazz spielen, ohne gleich museal zu wirken.

      youtube.com/watch?v=vF1h-JTRCQo

      Die Band "Tuba Skinny" spielt seit vielen Jahren auch viele unbekannte Stücke, die sie aus der Versenkung hervor geholt hat. Ich selbst kenne nur sehr wenige Stücke davon. Hin und wieder kommen auch eigene Stücke dazu, die sich super einpassen.

      Die Titel kenne ich fast alle nicht :

      Tunes: Bouncing Around, Hour Call Blues, Grandpa´s Spells, Short Dress Gal, I´m Blue and Lonesome, Raggy Stomp, Junko Partner, Some Old Rainy Day, That Dangerous Blues

      Die Besetzung lautet:

      co, p: Shaye Cohn, tb: Barnabus Jones, cl: Craig Flory, vo, bdm: Erika Lewis, 6str bj: Jason Lawrence, g: Max Bien-Kahn, g, vo Greg Sherman, sousa: Todd Burdick, wb: Robin Rapuzzi.
      Viele Grüße sendet Maurice

      Musik bedeutet, jemandem seine Geschichte zu erzählen und ist etwas ganz Persönliches. Daher ist es auch so schwierig, sie zu reproduzieren. Niemand kann ihr am Ende näher stehen als derjenige, der/die sie komponiert hat. Alle, die nach dem Komponisten kommen, können sie nur noch in verfälschter Form darbieten, denn sie erzählen am Ende wiederum ihre eigene Geschichte der Geschichte. (ist von mir)
    • Mauerblümchen schrieb:

      Mit herzlichen Grüßen nach Hamburg.
      Danke Dir! :cincinbier:

      Bei mir läuft ebenfalls ein Klaviertrio:


      Don Friedman (p)
      Ed Schuller (b)
      Reuben Hoch (dr)
      "We will play neue Stücke and alte Stücke - lots and lots of Stücke tonight"
      (Phil Collins in seiner Ansage der kommenden drei Stunden seines Berliner Waldbühnen-Konzerts)

      "Man redet ja in der Musik immer noch über Stücke. Das ist etwas, was mir ganz merkwürdig vorkommt, in Stücken, überhaupt in Teilen zu denken."
      (Karlheinz Stockhausen)


    • Heute ist wieder die Entwicklungsphase des Duke Ellington Orchesters dran. Gerade vom Juni 1926 "Animal Crackers" und " Li´l Farina" gehört, mit Bubber Miley und Charlie Jihnson an den Trompeten, Joe Nanton an der Posaune sowie Toby Hardwick und Prince Robinson an den Saxophonen/Klarinetten. Diese Aufnahme kam noch unter "Duke Ellington And His Washingtonians" heraus. Nanton und Hardwick sollten noch lange in der Band bleiben und ihren Klang in der Band wunderbar entwickeln. Es macht mir Freude, dies bei den Ellington-Bläsern zu verfolgen...

      Uwe
      Gute Musik hat nichts zu tun mit guten Ohren...

      (aus: "Eat, Drink, Man Woman" von Ang Lee)
    • Uwe Schoof schrieb:

      Heute ist wieder die Entwicklungsphase des Duke Ellington Orchesters dran. Gerade vom Juni 1926 "Animal Crackers" und " Li´l Farina" gehört, mit Bubber Miley und Charlie Jihnson an den Trompeten, Joe Nanton an der Posaune sowie Toby Hardwick und Prince Robinson an den Saxophonen/Klarinetten. Diese Aufnahme kam noch unter "Duke Ellington And His Washingtonians" heraus. Nanton und Hardwick sollten noch lange in der Band bleiben und ihren Klang in der Band wunderbar entwickeln. Es macht mir Freude, dies bei den Ellington-Bläsern zu verfolgen...
      Das war noch vor der Zeit im Cotton Club gewesen Ich habe im Jazzbereich einen eigenen Thread zu Duke Ellington gemacht, das mal als Info. Da findest Du eine Menge Besprechungen auch von den Einspielungen.

      In dieser Zeit gab auch Sidney Bechet mal ein Kurzgastspiel in der Band. Der Trompeter war Charlie Johnson Den kennt heute kein Mensch mehr. Auch Sonny Greer war damals schon dabei, der ebenfalls lange bleiben sollte (bis 1951, als selbst der Duke ihn wegen seiner Drunksucht nicht länger halten konnte).
      Viele Grüße sendet Maurice

      Musik bedeutet, jemandem seine Geschichte zu erzählen und ist etwas ganz Persönliches. Daher ist es auch so schwierig, sie zu reproduzieren. Niemand kann ihr am Ende näher stehen als derjenige, der/die sie komponiert hat. Alle, die nach dem Komponisten kommen, können sie nur noch in verfälschter Form darbieten, denn sie erzählen am Ende wiederum ihre eigene Geschichte der Geschichte. (ist von mir)