Bachs Orgelwerke - Gesamtaufnahmen

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    • Dirigent schrieb:

      Hallo
      Wer kennt diese Gesamtaufnahme???

      Könnt ihr etwas dazu sagen
      Danke
      LG Andreas
      Ich kenne die Aufnahme nicht, habe nur das eine oder andere darüber gelesen: Verwendet werden Orgeln, die dem historischen Umkreis Bachs entstammen. Auch unter historisch Informierten wird die Edition insgesamt wohl positiv gesehen, wenn auch mit gelegentlichen Einschränkungen (nicht flott genug?).

      Areios schrieb:

      Wären wir hier in einem allgemeinen Thread über die Orgel, den ich vielleicht mittelfristig eröffne [...]
      Auja, da wäre ich dabei (auch wenn ich mehr Begeisterung fürs Thema als Fachkompetenz zu bieten hätte).

      Inzwischen habe ich mir eine weitere Gesamteinspielung (16 CDs, Ricercar) bestellt, mit Bernard Foccroulle an diversen Orgeln, auch von Arp Schnitger, einem norddeutschen Orgelbauer, dessen Schöpfungen - das schält sich allmählich für mich heraus - mich ansprechen:



      Wer "Foccroulle" bei Youtube eingibt, wird fündig: zum Teil auch technisch recht schöne Aufnahmen!

      :wink:

      PS: Den Empfehlungen von Kater Murr - und auch denen TBs (die Passacaglia BWV 582, gerade erst wieder gehört, ist in der Tat kolossal beeindruckend) - kann ich mich durchaus anschließen: Gerade die Triosonaten könnten für Dich, lieber Andreas, ein geeigneter Einstieg sein. Die mag ich auch in der klaren, herzhaften Art, wie Marie-Claire Alain sie angeht (s. o.).
      Es grüßt Gurnemanz
      ---
      Der Kunstschaffende hat nichts zu sagen - sondern er hat: zu schaffen. Und das Geschaffene wird mehr sagen, als der Schaffende ahnt.
      Helmut Lachenmann

      Ein Pianist, der still und schweigend am Klavier sitzt, ist bereits eine Aussage.
      Rebecca Saunders
    • ...das Orgel/Transkriptionsthema hatte wir doch schon mal..... :whistling:

      Mir gehts ja ähnlich wie Amfortas, wobei ich Orgeln rein klanglich durchaus mag - ich verstehe leider nur meistens nicht, was auf ihnen gespielt wird. Aber da ich nun mal die Hänssler-Bachgesamtedition besitze, werde ich mich in Bälde mal mit TBs konkreten Tipps auseinandersetzen; mal schauen, ob ich da etwas von der Stimmführung und der Harmonik entziffern kann. Und ich bin dankbar für weitere Hinweise auf Bachsche Orgelwerke, die ich unbedingt mal gehört haben sollte!

      Beste Grüße

      Bernd
    • Andreas schrieb:

      An dieser Stelle folgende Frage an die Experten:

      Welche Stücke sind einem Bach-Orgeleinsteiger für den Anfang zu empfehlen? Ich sitze wie der Ochs vor dem Berg der Einspielungen von Fagius und Hänssler (Diverse Organisten) und finde den Anfang nicht. Ich mag nur gelegentlich aufrauschende und triumphale Orgelmusik, intimere und durchhörbare Stücke reizen mich eher.

      Danke

      Andreas

      Interessant könnte es für Dich für den Beginn auch sein, wenn Du Dir die Orgelwerke Bachs sozusagen nach einer Vorlage erhörst. Als solche käme z.B. Maarten `t Harts "Bach und ich" in Betracht. `t Hart schildert, freilich sparsam, seine subjektiven Eindrücke zu aus seiner Sicht zentralen Orgelwerken Bachs (S. 161 bis 169). Erfreulicher Nebeneffekt ist, dass das Buch auch im übrigen, wie ich bereits an anderer Stelle mitgeteilt hatte, sehr lesenswert ist.
    • Wer "Foccroulle" bei Youtube eingibt, wird fündig: zum Teil auch technisch recht schöne Aufnahmen!
      Ich habe über Youtube mir die Passacaglia + Fuge BWV 582 mit Bernard Foccroulle (Orgel) reingezogen.

      Empfehlen würde ich diese Wiedergabe von BWV 582 leider nicht: das geht schon damit los, dass im ersten Teil die Variationen eher gemächlich dahinplätschern. Das hat zur Folge, dass damit die unterschiedlichen Charaktere der einzelnen Variationen nicht deutlich genug herausgearbeitet werden: Triolen, Sechzentelfiguren verlieren sich in Gleichförmigkeit.
      Die Fuge wird nicht besser gestaltet, denn die Achtel, die mit dem Thema kontrapunktisch einsetzen, klingen allzu undeutlich und verschmieren damit mehr oder weniger im Klangbrei. Das Tempo der Fuge verbleibt bis zum Ende ebenfalls gleichförmig, ohne größere Spur von Dynamik.
      „www.youtube.com/watch?v=8YFEMW-3RHA&feature=related“
      „www.youtube.com/watch?v=BCIH53oxXYo&feature=related“

      Vielleicht sind ja die anderen Bach-Stücke mit Bernard Foccroulle besser gestaltet

      :wink:
      „Ein Komponist, der weiß, was er will, will doch nur was er weiß...“ Helmut Lachenmann
    • Ich danke für die Tips für einen Einstieg. ThomasBernhard hat schon recht, an Einspielungen ermangelt es mir nicht.
      Jetzt habe ich aber schon ein paar interessante Ansätze für einen Einstieg.

      Mit Marten t`Hart habe ich ein kleines Problem: Er ist mir in Bezug auf seinen (und meinen) Leib- und Magenkomponisten erheblich zu humor- und distanzlos. Wie er sich das ganze Buch über abstrampelt, um die Nachwelt über eine in seinen Augen falsche Darstellung einer - in meinen Augen - belanglosen Auseinandersetzung mit einem Schüler zu belehren, läßt mich ratlos.

      Dankbar bin ich aber - und darauf wolltest Du, lieber Yukon, ja eigentlich auch hinaus - für seine persönlichen Anmerkungen zu ausgesuchten Werken. So habe ich t`Hart auch als Leitfaden für das Kennenlernen des Kantatenwerkes benutzt ;+)

      Wenn Orgelbearbeitungen, warum nicht solche von Bachwerken ;+)


      Höre ich gerade mit Vergnügen.

      LG (vor allem an den Landes- und Namenskollegen in der schönen Hafenstadt)

      Andreas
    • Andreas schrieb:


      Wenn Orgelbearbeitungen, warum nicht solche von Bachwerken ;+)


      Höre ich gerade mit Vergnügen.

      LG (vor allem an den Landes- und Namenskollegen in der schönen Hafenstadt)

      Andreas
      Exzellente Idee! Ich tu`s Dir jetzt einfach mal gleich. Allerdings mit dieser Aufnahme, die ich vor Jahr und Tag einmal spottbillig in einem Drogeriemarkt erworben habe. Einer jener Glückskäufe, die sich bisweilen ereignen:

    • Dirigent schrieb:

      Hat jemand diese Aufnahme??



      wenn ja wie ist die gesamtaufnahme??


      Hallo Dirigent,

      ich habe ja hier schon mal etwas kurz zu ihr angemerkt. Insgesamt würde ich die ausgewogenere GA Weinbergers zwar vorziehen, aber mir gefällt sie auf ihre Weise gut und ich finde sie interessant, weil Koopman tendenziell mit eher sehr viel Verzierungen spielt, mehr als jeder andere, den ich kenne, aber das sehr gekonnt, sicherlich gut historisch informiert und dabei durchaus den Puls und Drive erhaltend, ohne übertriebene, dem entgegenwirkende Agogik. Bei all dem spielt er auch noch überwiegend relativ schnell.

      :wink: Matthias
    • Die kammermusikalisch inspirierten Orgeltrios (BWV 525 - 530) dürften für Dich, lieber Bernd, wohl erste Wahl sein. Wurde doch z.B. der erste Satz aus der e-moll Sonate (BWV 528) aus der Sinfonia der Kantate "Die Himmel rühmen die Ehre Gottes" (BWV 76) gewonnen (für Oboe d'amore, Viola da Gamba und Continuo).

      Daneben können für Dich, als Kenner des Kantatenwerks, wohl auch die Schüber-Choräle (BWV 645 - 650) empfohlen werden, gehen doch die einzelnen Stücke auf einzelne Kantatensätze zurück (645 aus 140 - Choralarie: Zion hört die Wächter singen, 647 aus 93 - Duett: Er kennt die rechten Freudenstunden, 648 aus 10 - Duett: Er denket der Barmherzigkeit, 649 aus 6 - Choralarie: Ach bleib bei uns, Herr Jesu Christ, 650 aus 137 - Arie: Lobe den Herrn.

      Viel Vergnügen!
    • Bach Orgelwerke mit Weinberger

      Diese Aufnahme habe ich seit Januar 2011, bei 22 CDs dauert das schon eine Zeit bis man alles gehört hat. Die Gliederung auf den CDs der Werke ist gut gelungen. Auch die Auswahl der Orgeln, die allesamt einen
      schönen Klang haben sind gut. Was noch positive ist das hier auch die Werke gespielt werden die nicht eindeutig Bach zuzuschreiben sind.
      Trotzdem ist die GA für mich gewöhnungsbedürftig. Teilweise sind die Stücke staub trocken und kalt gespielt. Natürlich liegt das auch an mir, da meine andere GA mit Preston viel schwungvoller, frischer und klarer gespielt ist.
      Mit der Zeit gewöhnt man sich schon an manche Klänge. Einige Orgelwerke von Bach habe ich auch mit Koopman, auch an seinen Klang gewöhnt man sich sehr schnell. Bei einigen Stücken fehlt mir aber das flotte Tempo( wie bei Koopman) und die frische. Wenn man die Augen zu macht bei diesen Stücken denkt man, man ist in einer Kathedrale und ein 90 jähriger sitzt an der Orgel. Auch das phrasieren fehlt mir bei Weinberger recht oft.
      Ich werde mir doch noch die GA von Koopman zulegen. So ging mir das auch bei den GAs von Buxtehude. Die hat auch Koopman super hinbekommen.Mit Sicherheit eine super Leistung, aber für mich gibt es andere Aufnahmen die meinem Musikgeschmack näher kommen

      LG Dirigent :wink:
      Die Kunst zu wissen, wann man das Orchester nicht stören soll.
      Herbert von Karajan (1908-1989)
    • Lieber Dirigent, auch wenn ich mich ungern als Missionar betätige: An Bernard Foccroulle (dessen Bach ich insgesamt noch spannender als seinen Buxtehude empfinde, vgl. Beitrag Nr. 41) solltest Du nicht achtlos vorübergehen - wenn Du schon nach weiteren Gesamteinspielungen Ausschau hältst... ;+)

      :wink:
      Es grüßt Gurnemanz
      ---
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      Helmut Lachenmann

      Ein Pianist, der still und schweigend am Klavier sitzt, ist bereits eine Aussage.
      Rebecca Saunders
    • Die Weinberger-Aufnahme ist von den aktuell erhältlichen Gesamtaufnahmen sicher diejenige, die am vollständigsten ist und die den aktuellsten Stand der Forschungen wiedergibt. Die Auswahl der Orgeln ist gut getroffen worden, die Aufnahmetechnik ist tadellos - aber was nutzt das alles, wenn der Funke beim Hörer nicht überspringen will.

      Ich habe diese Aufnahme schon seit einiger Zeit, aber sie spricht mich - trotz vieler Versuche - einfach nicht an. Insbesondere mit der Art und Weise, wie Weinberger die freien (also nicht choralgebundenen) Orgelwerke spielt, kann ich mich überhaupt nicht anfreunden - das klingt für mich so, als wolle ein Orgelprofessor vorexerzieren, wie seiner Meinung nach Bach zu spielen sei, wobei die Musik an sich dann leider des öfteren auf der Strecke bleibt. Weinberger neigt bei den freien Werken überwiegend zu sehr dicken Registrierungen und zu einer merkwürdig abgehackten Spielweise, so als wolle er jeden größeren Bogen, der sich bilden könnte, gleich im Ansatz zerstören. Bei den Choralbearbeitungen dagegen habe ich den Eindruck, als würde ein anderer Organist spielen - hier registriert er sehr zurückhaltend und mit viel Sensibilität für reizvolle Klangfarben der jeweiligen Orgel, er nimmt sich viel Zeit und baut große Bögen auf. Wodurch letztlich diese sehr unterschiedliche Spielweise bei freien und choralgebundenen Werken motiviert ist, bleibt für den Hörer unverständlich.

      Ich denke, dass die Weinberger-Aufnahme in erster Linie für diejenigen interessant ist, die Bachs Orgelwerke bereits kennen, schon andere Aufnahmen haben und den aktuellen Stand der Forschung bzw. eine neue Interpretationsweise kennenlernen wollen. Für den Einstieg ist sie nach meiner Einschätzung nicht die beste Wahl.

      Viele Grüße,
      Fugato

    • Gurnemanz schrieb:

      Lieber Dirigent, auch wenn ich mich ungern als Missionar betätige: An Bernard Foccroulle (dessen Bach ich insgesamt noch spannender als seinen Buxtehude empfinde, vgl. Beitrag Nr. 41) solltest Du nicht achtlos vorübergehen - wenn Du schon nach weiteren Gesamteinspielungen Ausschau hältst... ;+)

      :wink:

      hallo



      ich habe mir die aufnahme von koopman bestellt, da bin ich sehr neugierig weil mir seine buxtehude einspielung sehr gut gefällt. ich mag seine teilweisen sehr eigenwilligen phrasierungen. das ist dann meine 4 ga die ich gehört habe, aber die neuere walcha habe ich vor jahren mal verschenkt. im schrank stehen jetzt preston, weinberger und wenn die lieferung irgendwann mal kommt auch koopman. die foccroulle wird dann irgendwann mal meine letzte ga werden. vier gesamtaufnahmen der orgelwerke reicht mir dann ;+) werde in die foccroulle noch mal rein schnipseln.

      lg dirigent :wink:
      Die Kunst zu wissen, wann man das Orchester nicht stören soll.
      Herbert von Karajan (1908-1989)
    • Dirigent schrieb:

      vier gesamtaufnahmen der orgelwerke reicht mir dann
      Das finde ich absolut verständlich. Dann lieber das gesparte Geld in andere Sachen investieren: Auch andere Meister verstanden es, die Orgel wohl zu traktieren, aber das weißt Du ja selbst.

      :wink:
      Es grüßt Gurnemanz
      ---
      Der Kunstschaffende hat nichts zu sagen - sondern er hat: zu schaffen. Und das Geschaffene wird mehr sagen, als der Schaffende ahnt.
      Helmut Lachenmann

      Ein Pianist, der still und schweigend am Klavier sitzt, ist bereits eine Aussage.
      Rebecca Saunders
    • Was Gesamtaufnahmen Bachscher Orgelwerke anbetrifft, bin ich ja nicht wesentlich besser, d.h. kaum einsichtsfähig:

      Gerade heute eine Zweitaufnahme (neben anderen Interpreten, die irgendwo bei mir herumlungern) meines verehrten Stockmeier zum Preis von EUR 4,99 pro Box erworben (bei dem Preis konnte ich die 10er Boxen nicht liegen lassen). Für schlechte Zeiten. Natürlich nicht bei 2001. Die haben inzwischen ihre Preise ja auch ganz schön angezogen. :wut2:




    • Ich habe die Stockmeier-GA gerade gestern beendet. Interpretatorisch fand ich es nicht so langweilig, allerdings habe ich außer BWV 565 nichts gekannt - daher mag mein Empfinden nicht als Maßstab für eine ernstzunehmende Bewertung herhalten können, da es die erste Hörerfahrung des Bachschen Orgelwerkes überhaupt ist. Allerdings gefiel mir der Klang der verschiedenen Orgeln sehr, und auch die Aufnahme selber kam sehr schön aus meinen Lautsprechern.

      Ich bin kein großer Orgel-Freak, und es war ein preisgünstiger Zufall, der mich zu dieser GA brachte, aber ich kann mich nicht beklagen. Auch ich bin zufrieden.

      Daß sie unHIP sein soll und auch die Orgeln nicht gut sein sollen - tja, da habe ich definitiv (noch) nicht das Ohr für... :sleeping:


      Es gibt allerdings einen Punkt, auf den ich hinweisen möchte: auf www.bach-cantatas.com gibt es eine Diskographie über sämtliche GAs des Orgelwerks.

      "http://www.bach-cantatas.com/NVD/Organ-Complete.htm"

      Zur Zeit 60 (!) Einspielungen insgesamt... :faint:


      jd :wink:
      "Interpretation ist mein Gemüse."
      Hudebux
      "Derjenige, der zum ersten Mal anstatt eines Speeres ein Schimpfwort benutzte, war der Begründer der Zivilisation."
      Jean Paul
    • Josquin Dufay schrieb:

      allerdings habe ich außer BWV 565 nichts gekannt - daher mag mein Empfinden nicht als Maßstab für eine ernstzunehmende Bewertung herhalten können, da es die erste Hörerfahrung des Bachschen Orgelwerkes überhaupt ist.
      Ich verfolge mt besonderem Interesse Deine Beiträge, insbesondere Sonntags, denn Sonntag ist ja "Bachtag", wie Du geschrieben hast. Schon seit Wochen warte ich darauf, dass endlich einmal eine Einordnung der gesammelten Bach-Orgel-Werke in der Einspielung mit Wolfgang Stockmeier in das Gefüge der weiteren "Gesamtaufnahmen" erfolgt. Und dann sowas. ;+)
    • Yukon schrieb:

      Ich verfolge mt besonderem Interesse Deine Beiträge, insbesondere Sonntags, denn Sonntag ist ja "Bachtag", wie Du geschrieben hast. Schon seit Wochen warte ich darauf, dass endlich einmal eine Einordnung der gesammelten Bach-Orgel-Werke in der Einspielung mit Wolfgang Stockmeier in das Gefüge der weiteren "Gesamtaufnahmen" erfolgt. Und dann sowas. ;+)

      :D Tja, man kann nicht alles haben... :D


      Aber jetzt ernsthaft: ich versuche mal meinen Eindruck zu schildern...

      Mir ist aufgefallen, daß Wolfgang Stockmeier bemüht ist, die schnellen Läufe möglichst flüssig zu spielen; das kann sich manchmal vom grundsätzlichen Tempo, die er für die jeweiligen Stücke gewählt hat, deutlich unterscheiden. Die Register sind manchmal sehr zurückhaltend gewählt, aber dafür kommen dann schöne fragile Klänge zustande. Wenn er mal die volle Dröhnung laufen läßt, dann sehr gezielt, ohne die klangliche Transparenz zu verlieren. Die Wahl der Orgeln hat er sich wohl genau überlegt, damit jedes Stück zur Geltung kommt. Ich kann nicht sagen, daß mich der Klang gestört hätte. Jedenfalls wirkt das Ganze sehr differenziert in dem Sinne, daß man die einzelnen Register noch unterscheiden kann.

      Die Aufnahmequalität ist exquisit, wie ich finde. Die Orgeln haben ein schönes Baßfundament, die hohen Pfeifen kommen klar herüber, die Mitten haben Fülle. Der Hall ist vorhanden, aber nicht übermäßig stark. Nebengeräusche habe ich eigentlich gar nicht registriert, aber ich habe auch keine Kopfhörer zum Hören verwendet. Mir gefällt das Klangbild.

      Das ist mein persönlicher Eindruck dieser GA. Eine Einordnung kann ich aber leider nicht machen. Da muß jemand anderes ran... ;+)


      jd :wink:
      "Interpretation ist mein Gemüse."
      Hudebux
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      Jean Paul
    • Ich habe den Stockmeier-Bach nun nicht gerade rauf und runter gehört... aber das was ich gehört habe, war doch meist unspektakulär bis geradezu langweilig. Und das betrifft Registrierung wie Interpretation. Einen Idealinterpreten aus meiner Sicht für einen Bach-Komplett-Zyklus kann ich momentan wirklich nicht nennen, aber W. S. würde ich sicher dem hinteren Drittel zuordnen.
      Ins Gebüsch verliert sich sein Pfad, hinter ihm schlagen die Sträuche zusammen.