Bachs Orgelwerke - Gesamtaufnahmen

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    • Cherubino schrieb:

      Kommt so etwas denn häufig vor? Es ist ja ein zusätzlicher Bauaufwand, der nicht unbedingt notwendig ist.
      Lieber Cherubino,

      richtig, Koppelmanuale sind de Ausnahme.

      Cherubino schrieb:

      Ich kenne es zum Beispiel aus dem hiesigen Dom, dass es drei seperate Orgeln gibt, eine vorn im Chor, eine hinten im Turm und eine kleine unten in der Krypta. Alle drei können zusammen, aber auch getrennt voneinander benutzt werden, gespielt werden sie von einem zentralen Spieltisch vorn im Hochchor. Ist so etwas mit "Fernwerk" gemeint?
      Oder spricht man in einem solchen Fall von drei Orgeln in einem Raum und ein Fernwerk ist eine Nummer kleiner? Oder kommt es am Ende auf die konkrete Verwendung an?

      Das sind eher drei Orgeln in einem Raum. "Fernwerk" ist eher das, was Mahler mit "Fernorchester" meinte: Man hört klar, dass dort "forte" gespielt wird, aber es kommt trotzdem nur "piano" an. Entfernt halt.

      Cherubino schrieb:

      Die Entscheidungen, welches Werk und welche Register er verwendet, sind dann nicht direkt aus den Noten zu entnehmen, sondern dem musikalischen Geschmack des Organisten freigestellt, oder?

      Das gilt für viel Orgelwerke, nicht nur Bach, sondern bspw. auch Mendelssohn, der fast nur Manualangaben und Dynamik notiert hat.

      Cherubino schrieb:

      Denn solche klaren Eintragungen wie in der "dorischen" Toccata habe ich dazu ansonsten bei Bach noch nie gelesen. Ich gehe aber davon aus, dass spätere Komponisten da genauere Vorgaben notiert haben.

      Je nachdem. Die Franzosen haben teilweise recht penibel notiert, es gibt dort traditionellerweise auch schärfer definierte Registerzusammenstellungen wie "Petit plein jeu du Positif" oder "Cromhorne en Taille" oder "Fonds 8 4".

      Die Krux mit den Registerangaben ist halt, dass keine zwei Orgeln gleich sind ...

      Gruß
      MB

      :wink:
      "Behalten Sie Ihren Hammer, Sie Rüpel!" (Paul Watzlawick)
    • Cherubino schrieb:

      bustopher schrieb:

      es gibt auf vielen Orgeln ausser dem Spiel auf verschiedenen Werken auch noch die rasche und komplexe Umregistrierung mit Hilfe der sog. Kombinationen oder Setzer. Das erweitert die Möglichkeiten nochmal über die Verwendung verschiedener Werke und deren Koppeln hinaus. Dabei werden vorab bestimmte Registerkombinationen abgespeichert und während des Spiels mittels eines einzigen "Knopfdrucks" (oder Fußtritts) aktiviert.

      Ich gebe zu, komplett verstanden habe ich das jetzt nicht alles, dazu müsste ich es mir vermutlich einmal am Instrument selber angucken. Aber das, was du in deinem letzten Beitrag beschrieben hast, lieber Bustopher, gilt doch nur für moderne, mit viel Elektronik ausgestattete Orgeln, oder? Oder war das alles auf den Orgeln, die Bach (um mal den Bogen zum Thread-Thema zurück zu schlagen) gespielt hat, auch schon möglich?

      Außerdem verstehe ich dich so, dass du jetzt schon nicht mehr von den Werken redest, sondern vom Umgang mit den Registern, also der nächtkleineren Baueinheit. Richtig?


      Sagen wir mal: für Orgeln mit elektrischer Registertraktur, also also solchen, bei denen die Register am Spieltisch einen elektrischen Schalter haben und im Werk selber per Magnetventil betätigt werden. Das Ganze gibt es also schon ziemlich lange. Elektronik hilft natürlich insofern, als die Anzahl der "Speicherplätze" nahezu unbegrenzt wird (ja, ok...) und sich die Registrierungen auf Diskette (jadoch. Orgeln sind etwas langlebiger, als Computer...) et alias abspeichern lassen. Es gab zwar auch Versuche, mechanische Setzer zu konstruieren, aber die waren ziemlich kompliziert und stör- und reaparaturanfällig. Auf genuinen Barockorgeln wirst Du das daher nicht finden.


      Technisch mußt Du Dir das so vorstellen (klassisch elektrisch, ohne Elektronik), daß es zu jedem Register jeweils mehrere Schalter gibt (z.B. drei), mit denen man es zu- oder abschalten kann. Du hast also im Beispiel drei Sätze von Schaltern, mit denen Du jeweils komplett registrieren kannst. Für jeden diese Schaltersätze gibt es nun einen Hauptschalter (manuell zu betätigen oder mit Fußtritt). Betätigt man diesen, werden gleichzeitig die anderen (beiden) Schaltersätze stromlos geschaltet Diejenigen "Registerschalter", die aus dem jetzt "aktiven" Satz voarb eingeschaltet wurden, leiten nun Strom zu den entsprechenden Magnetventilen, die damit geöffnet werden und die dazugehörigen Register mit Wind versorgen. Du kannst nun auf dieser aktiven Schalterreihe ganz normal registrieren. Du kannst aber auch einen der anderen Hauptschalter betätigen und damit schlagartig Deine Registrierung wechseln.

      Und richtig: das ist Registrierung innerhalb eines Werkes. Du kannst zwar immer noch nur auf drei Werken (=drei verschieden Klangfarben) gleichzeitig spielen (zwei Hände auf unterschiedlichen Manualen + Pedal), Du kannst aber jedem dieser Werke schlagartig und innerhalb kürzester Zeit eine neue Klangfarbe zuweisen. Akustisch ist das ein ähnlicher Effekt wie das Wechseln der Manuale, wenn man davon absieht daß verschiedene Werke normalerweise auch mit unterschiedlichen Registern ausgestattet sind. Ohne diese Möglichkeit müßte die Orgel also mehr Werke besitzen, um einen ähnlichen Effekt zu erreichen. Zwei Manuale mit je drei Kombinationen sind (cum grano salis) also vergleichbar mit sechs Manualen. Man muß halt zwischendrin nur umschalten.

      In Süddeutschland und in England gibt es übrigens ziemlich viele (historische) Orgeln ohne Pedal, oder das Pedal ist nur am Manual angehängt und betätigt das selbe Werk. Es existiert daher aus diesen Regionen ein ziemlich umfangreiches Repertoire, das wie Klaviermusik rein manualiter gespielt werden kann.
      viele Grüße

      Bustopher

      hindere die Spielleute nicht. Und wenn man lauscht, so schwatz nicht dazwischen und spare dir deine Weisheit für andere Zeiten
      (Sirach 32,5)
    • In der neuen Bach-Box von Brilliant

      2014

      wird eine ganz neue Eigenaufnahme von Stefano Molardi drin sein - sie umfaßt 15 CDs (Nr. 128-142 in der Box).

      -----

      Dann ist mir noch diese Box aufgefallen:

      2012

      Das Label Aeolus bringt immer Hochwertiges heraus - was halten die Experten davon (umfaßt immerhin vier Organisten)?

      PS: z.Z. für 99,99 € zu haben.


      jd :wink:
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      Jean Paul
    • Kooiman und andere

      Ich persönlich kenne die Aufnahmen nicht, habe aber schon seit längerer Zeit ein Auge darauf geworfen, insbesondere seit jpc den Preis von ursprünglich etwa 180,00 EUR auf 99,00 EUR reduziert hat. Wenn ich richtig informiert bin, handelt es sich hierbei, nach zwei vollendeten Aufnahmen der gesammelten Werke, um den dritten Zugriff auf das Orgelwerk, der leider infolge des Todes des Interpreten mit gerade einmal 70 Jahren, nachdem etwa die Hälfte eingespielt werden konnte, von diesem nicht mehr vollendet werden konnte, so dass ehemalige Schüler eingesprungen sind, um das Projekt zum Abschluss zu bringen. Reizvoll finde ich, dass die Werke auf SACD und in Surround Sound aufgenommen worden sind.

      In einer Presseveröffentlichung bei AEOLUS aus 2009 hieß es wohl:

      Ob man das so als Fragment herausgibt, oder ob man versucht einen Künstler zu finden, der diese Vermächtnis zu Ende bringen könnte. Immerhin fehlt ein Großteil der großen P+F (die wir uns für die restaurierte große Orgel von St.Thomas in Strasbourg aufgespart hatten), sowie 5 Triosonaten. Vorhanden sind alle Partiten, 18 Leipziger, Neumeister, einige Schübler u.v.a., insgesamt käme man auf 8 gut gefüllte SACDs.


      wiedergegeben hier: http://meinhardo.wordpress.com/2009/01/27/bach-wissenschaftler-und-konzert-organist-ewald-kooiman-verstorben/
    • Auf diese verdienstvolle Seite bin ich kürzlich gestoßen. Eine Einführung von Joachim Winkler in das nicht choralgebundene Orgelschaffen des Großmeisters.

      Basierend auf den Erfahrungen einer langjährigen Konzerttätigkeit, die Bachs Orgelmusik immer wieder umfassend thematisierte, entstand im Umfeld der beiden Bachjahre 1985 und 2000 eine Textsammlung, die sich den freien, d.h. nicht choralgebundenen Orgelwerken Johann Sebastian Bachs (1685-1750) widmet. Die Texte dienten damals als gedankliche und analytische Grundlage im Rahmen vorbereitender Gesprächskonzerte, die mehreren zyklischen Gesamtwiedergaben des Bachschen Orgelschaffens vertiefend vorgeschaltet waren und als Manuskripte verteilt wurden.
      Wirklich sehr empfehlenswert.

      http://www.bachs-orgelwerke.de/
    • Bachs Orgelwerke complete or near complete:

      hier die Liste zum Thread,

      http://www.bach-cantatas.com/NVD/Organ-Complete.htm

      wobei ich hoffe, dass der Link nicht schon anderweitig gepostet worden ist (JD? Lionel? Mauerblümchen?) - entweder hier oder im Thread zu den ausgewählten Teileinspielungen - (ich wusste gar nicht, dass auch Lionel Rogg sich, ebenso wie Marie Claire Alain und Ewald Kooiman (Nr. 3 teilweise), dieser Werkgruppe 3mal gewidmet hat.)

      Ganz vollständig ist diese Liste allerdings auch nicht. Nach vorläufiger Einschätzung vermisse ich z.B. Ales Barta, vgl. hier: capriccio-kulturforum.de/musik…ert-2014-2015/#post339964

      Kennt noch jemand Gesamteinspielungen oder near complete-Einspielungen oder Einspielungen, die mit Blick auf Vollständigkeit oder near complete-Vollständigkeit im Entstehen begriffen sind, die in diesem Verzeichnis nicht enthalten sind?
    • Yukon schrieb:

      wobei ich hoffe, dass der Link nicht schon anderweitig gepostet worden ist

      Kann gut sein, aber ich prüfe es nicht nach - dann ist es nun ein weiteres Mal gepostet. Schaden kann's nicht.

      Jedenfalls die allererste Adresse, wenn es um eine Aufstellung aller GAs handelt. Wenn sie nicht vollständig ist, dann ist sie es zumindest beinahe. Außerdem sind die weiterführenden Links sehr ergiebig und genau, soweit den Machern der Seite diese Sets zur Verfügung standen.

      Yukon schrieb:

      Nach vorläufiger Einschätzung vermisse ich z.B. Ales Barta
      Ähem, der steht drauf (Nr. 6) - wenn auch nur als "in Progress" gesetzt. Die Aufstellung ist zuletzt im Oktober 2007 bearbeitet worden, wird also nicht auf dem neuesten Stand sein.


      jd :wink:
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    • ThomasBernhard schrieb:

      Parsifal schrieb:



      Den Stockmeier kenne ich auch und bin hochzufrieden.


      Von Stockmeier (gerade für Bach-Einsteiger) würde ich dringend abraten. Tendenziell langweilige Interpretationen (gerade was die "Schlachtrösser" betrifft) auf klanglich langweiligen Orgeln. (Verschiedene Orgeln der Firma Kreienbrink)

      Das ein oder andere Gute ist natürlich dabei, er spielt meist langsam und man könnte das als "analytisch" bezeichnen... Gefällt mir auch bei einigen Choralbearbeitungen.

      Die brilliant-Aufnahme mit Fagius finde ich wegen der abwechslungsreicheren Registrierungen und der virtuoseren Herangehensweise für Einsteiger wesentlich attraktiver. Für die HIP-Fraktion ist Stockmeier sowieso völlig ungenießbar.

      ThomasBernhard schrieb:

      Da kann ich nur beipflichten: Diese Stockmeier-Aufnahme gehört vermutlich mit zum schlimmsten, was je an Bach-Orgelwerken eingespielt wurde. Zum Glück hab ich damals nur 20 euro für die Box bezahlt, irgendwann habe ich sie in die Tonne gekloppt :D 8+)
    • Yukon schrieb:

      Worin nun eigentlich die Wesenszüge einer französischen Orgeltradition bestehen, darüber mag man streiten. Wenn Klangsinnlichkeit im Einklang mit gemessenen Tempi, vielleicht kontrastreicher Spielweise und deutlichen polyphonen Strukturen gesehen wird (so jedenfalls höre ich MC Alains dritte - diesmal digitale - Gesamtaufnahme), mag man hierin ein wichtiges Merkmal französischer Orgeltradition erblicken können, zumal Alain in direkter Schülergenerationenfolge zu CM Widor steht (Widor - Dupré - Alain), einem der wesentlichen Initiatoren einer sog. französischen Orgeltradition.


      Apropos, MCA No. 3 - wie ich gerade entdeckt habe, kann man sämtliche Begleithefte (französisch, englisch, deutsch) aus der 14 CD's umfassenden Edition hier einsehen (PDF-Datei, 64 MB, 194 Seiten). Inhaltlich werden kurze Einführungen zu den Werken, sowie Informationen zu den verwendeten Registrierungen geboten.

      http://www.bach-cantatas.com/NVP/Alain-NV3.htm
    • Ich habe mal ein paar Fragen

      Bei bach-cantatas heißt es zu der nachfolgenden Box - http://www.bach-cantatas.com/NVP/Alain-NV4.htm

      It is not known which of the 3 sets by M.C. Alain is included in this Box Set.





      Weiß vielleicht jemand welche Einspielungen sich in der Box befinden? Ich selbst vermute, dass es sich um die 2. Einspielung der gesammelten Werke (1978 -1980) handeln könnte, bin mir aber überhaupt nicht sicher.

      Und warum befinden sich in der Box 17 CDs, wo doch die die zweite und dritte Einspielung der gesammelten Werke in mehreren Auflagen 15 (2.) bzw. 14 (3.) CDs beinhalten? Darf man daraus schließen, dass dort noch andere Werke aufgenommen worden sind, die sich weder in den Boxen zur 2. noch zur 3. Einspielung der gesammelten Werke befinden (vielleicht incl. Bachs Fugenkunst)?

      Die bei bach-cantatas verlinkte Amazon-Seite hilft leider auch nicht weiter, ;( - http://www.amazon.de/Orgelwerke-Marie-Claire-Alain/dp/B0000243W1

      ?(
    • Die ist mir auch mal über den Weg gelaufen, in der Hoffnung, es wäre die 1. GA. Ist sie aber nicht.

      Ich habe diese ebay-Auktion gefunden.

      "http://www.ebay.com/itm/Rare-Erato-Bach-Complete-Works-for-Organ-A-Marie-Claire-17-Cds-Boxset-Superb-/291637215024"

      Auf einem der Bilder stand die EAN: 022924573224.

      ASIN: B0000243W1

      Mir ist auch nicht klar, ob das die 2. oder 3. ist. Ich tippe, daß es die 2. ist (hat man später wohl auf weniger CDs verteilt). Aber nähere Informationen habe ich auch nicht gefunden. - Ich bin also genau so schlau wie du, Yukon... :cry:


      jd :wink:
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    • Josquin Dufay schrieb:


      Ich habe diese ebay-Auktion gefunden.

      "http://www.ebay.com/itm/Rare-Erato-Bach-Complete-Works-for-Organ-A-Marie-Claire-17-Cds-Boxset-Superb-/291637215024"




      Oh, danke für den Link. Die dort zum Verkauf stehende Box umfasst ja auch 17 CDs. Im übrigen handelt es sich, wie ich bei einer Vergrößerung erkenne, um ADD-Aufnahmen, also um diejenigen, die zwischen 1978 bis 1980 entstanden sind. Die Vermutung, dass es sich um die 2. GA handelt, verdichtet sich also. Hintergrund meiner Frage ist übrigens, dass mir die oben erwähnte Box bei Medimops für 19 EUR und ein paar Cent begegnet ist (Erhaltungszustand: sehr gut). Und ja, eine Neuzusammenstellung der Werke, um Platz zu sparen, halte ich auch für sehr wahrscheinlich.

      :wink:
    • Ich möchte zu Protokoll geben, dass ich in Beitrag 111 versehentlich falsch zitiert wurde. Das zweite Zitat von dem in die Tonne kloppen kann nicht von mir sein.

      Ich erkunde derzeit mit großer Freude meine neue Gesamtaufnahme der Orgelwerke bei Hänssler (mit Lücker, Johannsen, Marcon, Bryndorf, van Dijk, Zerer), vielleicht gibts die die nächsten Tage ja nochmal als Blitzkriegangebot.
      Ins Gebüsch verliert sich sein Pfad, hinter ihm schlagen die Sträuche zusammen.
    • ThomasBernhard schrieb:

      Ich erkunde derzeit mit großer Freude meine neue Gesamtaufnahme der Orgelwerke bei Hänssler (mit Lücker, Johannsen, Marcon, Bryndorf, van Dijk, Zerer), vielleicht gibts die die nächsten Tage ja nochmal als Blitzkriegangebot.
      Mit dieser GA bin ich sozusagen "groß geworden". Ich höre sie auch heute noch sehr gerne und habe einige der Interpreten in der Zwischenzeit auch real kennenlernen dürfen. Neben dem positiven Eindruck, den sie bei mir hinterlassen haben, überzeugt mich diese GA der Orgelwerke auch durch ihre Interpretation.
      Möglicherweise mag es nur dem Zeitfaktor geschuldet sein, dass man sich im Hause Hänssler entschied, die Instrumentalwerke (hier nun die Orgelwerke) auf mehrere Interpreten aufzuteilen. In jedem Fall war es eine glückliche Entscheidung, dass man diese Lösung wählte und nicht das gesamte Orgelwerk einem einzigen Interpreten anvertraute. So ist diese GA gleichzeitig so etwas ein Zeitzeugnis der Interpretation der Bachschen Orgelwerke um das Jahr 2000.
    • Dem Blitzangebot der Hänssler-Box für unter 1 EUR/CD konnte ich auch nicht widerstehen, zumal ich bisher überhaupt keine GA habe, wenn auch wohl die meisten Werke in irgendeiner und etliche in mehreren Aufnahmen.
      ...a man who refuses to have his own philosophy will not even have the advantages of a brute beast, and be left to his own instincts. He will only have the used-up scraps of somebody else’s philosophy; which the beasts do not have to inherit; hence their happiness. Men have always one of two things: either a complete and conscious philosophy or the unconscious acceptance of the broken bits of some incomplete and shattered and often discredited philosophy. (G. K. Chesterton)