Oboen-Frischlinge

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    • Paula Fleming schrieb:

      Ich glaube, wir beide sind nicht vergleichbar, weder was das Oboespielen noch was den Rohrbau angeht.
      Wenn ich nach gut 30 Jahren Konzertpraxis (die BW-Zeit rechne ich hierbei nicht mit!) und einem abgeschlossenen Musikstudium nicht ein gutes Stück weiter als du nach 2 oder 3 (?) Jahren Unterricht gekommen wäre, wäre das auch reichlich traurig für mich....

      Aber ich finde es wirklich sehr gut, dass du dich jetzt schon an die Eigenproduktion von Rohren gibst! -

      Momentan liege ich im Clinch mit dem Finanzamt. Eine neue Sachbeabeiterin will die paar Euronen, die ich eher als eine Art Aufwandsentschädigung für meine Konzerte bekomme, nicht mehr wie bislang getrennt von meinem Umsatz aus dem Rohrgeschäft betrachten, und damit würde ich nachträglich ab dem 1.1. 2016 umsatzsteuerpflichtig werden. Rein nervlich ging es mir schon mal besser.... ;( :heul1: ;( ....wobei es vielleicht, wenn ich denn wirklich unter die Umsatzsteuer fallen sollte, der Anstoß dafür werden könnte, meine Rohre endlich zu markt- und leistungsgerechteren Preisen zu verkaufen. Mit dem Aufwand, den ich treibe (auch wenn ich keine halbe Stunde fürs Aufbinden benötige), haben die 13 Euro pro Rohr nun wirklich nichts zu tun - und die Kollegen, die deutlich mehr verlangen, machen das schon aus vernünftigen Gründen....

      Herzliche Grüße

      Bernd
    • OboenTest Schülerinstrumente

      Hallo Ihr Lieben,

      ich habe gerade verschiedene Schüleroboen getestet und werde morgen in Berlin bei Henz. Messe weitere testen.

      Möchtet Ihr meine Meinung hören oder langweilt es an dieser Stelle, ich spiele seit 30 Jahren Oboe?

      Unabhängig davon möchte ich gern Eure Meinung zu Josefs Oboen aus Japan.

      Ist jemanden schon aufgefallen, dass bei Profiinstrumenten der rechte C Triller mit größerem Abstand zur E Klappe angebracht ist? Läuft so viel besser bei schnellen Passagen, wenn man nicht aufpasst und exakt "Abstand" hält pfeifts sonst ab. Oder sehe ich das zu einseitig?

      Herzliche Grüße
      Max :)
    • Herzlich willkommen hier, Max!

      Holzmichel schrieb:

      ich habe gerade verschiedene Schüleroboen getestet und werde morgen in Berlin bei Henz. Messe weitere testen.

      Möchtet Ihr meine Meinung hören oder langweilt es an dieser Stelle, ich spiele seit 30 Jahren Oboe?
      Aber sicher möchten wir deine Meinung hören! Als Instrumentennarr bin ich immer an Meinungen über die Tröten der diversen Hersteller interessiert!

      Zum Thema Josef äußere ich mich nachher, wenn ich etwas mehr Ruhe habe.

      Herzliche Grüße

      Bernd
    • Holzmichel schrieb:

      Unabhängig davon möchte ich gern Eure Meinung zu Josefs Oboen aus Japan.
      Ich spiele seit letztem Herbst eine Josef und bin sehr zufrieden. Ihrer Klang gefällt mir sehr gut und auch was die Weiche des Tons angeht. Dafür bereitet sie einen größeren Blaswiderstand als z.B. die Frank von meinem Lehrer oder die Mönnig von einem Freund von mir. Da muss man sich drauf einstellen, dann geht das auch. Kompromisse muss man wohl immer machen. Es ist übrigens eins der Modelle mit Metalleinsatz am Kopf (MGS1 oder so).

      Was den Triller angeht:
      Ich hatte bisher noch keine Probleme damit dass ich da hängen bleibe, falls du das meintest. Womit ich höchstens Probleme habe ist es davon rechtzeitig wieder runterzukommen um den Mittelfinger wieder auf der e-klappe zu haben. Also in Fällen wo ein Triller auf einer Achtel oder ähnlichem liegt. Da kann ich aber nicht sagen, dass es leichter wäre, wenn die Klappe tiefer liegen würde. Da fehlt einfach der Vergleich.
    • Eine frühere Schülerin, die jetzt in Japan im Orchester tätig ist, hat sich im Laufe ihres Studiums eine Josef gekauft, die ich bei zweimaligem Ausprobieren ganz hervorragend fand. Und auch die vor zwei Jahren auf der Messe probierten Josef-Oboen machten vom Schülerinstrument bis zum Spitzenmodell einen sehr guten Eindruck. Ich hatte allerdings auch schon mal eine gebrauchte (ältere) Josef in den Fingern, die mir ganz schaurig vorkam. Darauf stimmte irgendwie kein Ton.

      Den c-d-Triller greife ich grundsätzlich links. Deshalb ist es mir völlig wurscht, wo der Hebel am Mittelstück liegt. Von mir aus könnte die ganze Verbindung zum Oberstück links komplett wegfallen - das würde das Instrument billiger, (minimal) leichter und weniger anfällig (ich habe schon mehrfach Ärger mit der Verbindung erlebt!) machen...


      Herzliche Grüße

      Bernd
    • Holzmichel schrieb:

      Ist jemanden schon aufgefallen, dass bei Profiinstrumenten der rechte C Triller mit größerem Abstand zur E Klappe angebracht ist?
      Da ich kein Nicht-Profi-Instrument zum Vergleich da habe, ist mir das in der Tat noch nie aufgefallen ... ich hatte das als ganz normal angenommen ... haben denn Schülerinstrumente überhaupt diese Trillerklappe ???


      Meine Lehrerin spielt auch eine Josef und die klingt ebenfalls sehr schön und warum und voll und rund.
      Viele Grüße - Allegro

      Musik ist, die in den Noten versteckten Töne frei werden zu lassen (nach Philmus)
    • Ja, also nochmals HALLO!!! in die Runde,

      ich habe Euer Forum schon lange verfolgt, und naja ich will ehrlich sein, mir einige!! tolle Tipps von Euren Beiträgen abgestaubt, Daaaaanke an alle! !

      Heute hab ich mich dann registriert und werde mal das eine oder andere anmerken oder nachfragen.

      So nach und nach wird man sicher bekannt miteinander, ich habe leider noch nichts im Willkommensforum hinterlegt. Später mehr.

      Jetzt also ein paar Stichworte zu den diese Woche von mir vertesteten Schülerinstrumenten (Buffet Prodige, Adler 5000, Yamaha 431 Bulgheroni 91), Hintergrund dabei: ich werde wohl spätestens bis Jahresende für meine Kurze von Adler Hundert umstellen müssen auf was auch immer....

      Nun mein erster Kandidat :

      Buffet Crampon Prodige (4062)


      - 2016 neu herausgebracht

      - Vorlauf: ein Instrumentenbaumeister, sicher excellente Fachperson, hat mir das wärmstens empfohlen, seiner Meinung nach gibt es momentan auf dem Schüleroboenmarkt nichts besseres, und der hiesige Philharmoniker Ha., sein Kunde, sieht es wohl ähnlich, nun ich war echt gespannt....

      - mit meinem besten Blatt angespielt, ich erschrak, soll das wirklich eine Buffet sein, beschwerliche, jedenfalls nicht mühelose, so wie versprochene Ansprache, Tiefe: wird ab c1-b sehr rauh und unsicher, man muss für einen schönen Ton in der Tiefe kämpfen, generell höherer Widerstand, Projektionsfähigkeit gering, es gelingt nur mühsam einen singenden farbereichen Klang zu "erzwingen", Dynamik so lala, mit schlechteren Blättern sehr problematisch, so hat ein durchschnittlich versorgter Schüler sicher kein Lachen, Klapperatur z.T.hakelig es/cis/c kleeblattklappen reiben teilweise.

      - Positiv: ab d3 aufwärts nahezu mühelos und stabil, habe leider nicht nachgemessen, aber mit gut gestimmten Piano abgeglichen!! selten so erlebt., oktavübergänge recht ausgeglichen,

      - c triller rechts so eng angebastelt, dass man nur bei ganz bewußt exakt gesetzten e finger nicht dran kommt und abpfeift!! mir war es jedenfalls nicht möglich die Wunderlich-Haydnkadenz a tempo sorglos zu spieln, auf der Adler Hundert der Tochter gelingt es mir technisch mühelos (Klang sicher nicht adäquat weil dort kein Becher sondern gerade wie Flöte), die Orfeo und Prestige hat dieses Problem nicht weil Abstand c triller rechts viel besser, nur wird das nicht 5000 euro aufpreis rechtfertigen
      Ihr wisst ja, das w.Schreiber 7060 fast baugleich ist und für Buffet die prodige herstellt, es steht auch auf der buffet prodige MADE in Germany ?!! w schreiber ist 2013 aufgekauft worden von buffet

      - Preis: ca 2800 E

      - Leider unter den getesteten die schlechteste! obwohl ich nichts gegen Buffets Orfeo sagen möchte, aber um diese Liga geht es ja gerade nicht.

      Zu den anderen Kandidaten später mehr; vorab nur so viel: Adler 5000 in der Höhe schwierig zu händeln, generell höherer Blaswiderstand, Klang und Ansprache aber ansonsten tadellos, singendes Spiel ohne K(r)ampf möglich und für diese Preislage charaktervolle warme Tonalität; Yamaha 431: bisher meinte ich Oboen müssen aus Deutschland oder Frankreich kommen, wenigstens aus Europa, dunkle Wälder, geheimnisvolle Berge, denkt mal an Straussens Oboenkonzert usw. ,,,, ABER: Yamaha baut neuerdings ein vorzügliches Schülerinstrument eben diese 431! Hier wiederum kann selbst das Profimodell YOB 831 klanglich kaum mithalten.

      ---
      Kree.... (F/M), wo der Inhaber auch Oboist und Lehrer ist, hat neuerdings ein composite Kindermodell aus China, bitte nicht gleich die Chinakeule auspacken, schaut mal nach:
      wenn ein Kind zeitig angefangen hat und musikalisch einigermaßen klar engagiert ist, ist man nach einem/zwei Jahren mit adler 100 durch. So 430 gramm mit einmal auf 660 gramm umstellen???? Die Chinesische hat 500 gramm und trotzdem linkes F und Es , Haltungsschäden und unrunde Bastelgriffe könnten verhindert werden, ich lasse mirs mal zur Ansicht zusenden, der Klang kann glaub ich gar nicht so schlecht sein, und mir gehts um den Übergang von 8/9 auf ca 11/12 Jahre, da brauch ich auch keine dritte Oktavklappe,
      sollte!!! diese china Oboe passen hätte man 700 e bezahlt und kann die gesparten 2000-2500 e zum 11 oder 12 Geburtstag zu einer wirklich guten Oboe dazulegen, spätestens dann weiß der Nachwuchs, ob es bei der Oboe bleibt, aber ich bin sicher skeptisch ob dieses Instrument funktioniert.


      Schönes Wochenende, bis später!
      Max :) ;)
    • arundo donax schrieb:

      Den c-d-Triller greife ich grundsätzlich links. Deshalb ist es mir völlig wurscht, wo der Hebel am Mittelstück liegt. Von mir aus könnte die ganze Verbindung zum Oberstück links komplett wegfallen - das würde das Instrument billiger, (minimal) leichter und weniger anfällig (ich habe schon mehrfach Ärger mit der Verbindung erlebt!) machen...
      Ja so ähnlich sehe ich das auch, nur ist das Ding halt dran an fast alllen Schüler -Instrumenten, und da find ichs bei der Prodige von Buffet am schlimmsten dimensioniert und Buffet spuckt große Töne über dieses ach so neue tolle Schülerinstrument.
    • Noch schnell ein paar Zeilen, bevor es gleich mit zwei befreundeten Kolleginnen ans Englischhorntrio geht (die Nachbarn werden ihre Freude haben :D ) :


      Holzmichel schrieb:

      - mit meinem besten Blatt angespielt, ich erschrak, soll das wirklich eine Buffet sein, beschwerliche, jedenfalls nicht mühelose, so wie versprochene Ansprache, Tiefe: wird ab c1-b sehr rauh und unsicher, man muss für einen schönen Ton in der Tiefe kämpfen, generell höherer Widerstand, Projektionsfähigkeit gering, es gelingt nur mühsam einen singenden farbereichen Klang zu "erzwingen", Dynamik so lala, mit schlechteren Blättern sehr problematisch, so hat ein durchschnittlich versorgter Schüler sicher kein Lachen, Klapperatur z.T.hakelig es/cis/c kleeblattklappen reiben teilweise.
      Die Bohrung der Prodige ist, wenn ich es richtig sehe, mit einem Kunststoff ausgefüttert. Und davon halte ich wenig, der Klang und das Blasverhalten wird dadurch meiner Meinung nach (und die Kolleginnen sagen das ebenfalls!) deutlich beeinträchtigt. Würde ich nie und nimmer kaufen!

      Holzmichel schrieb:

      Zu den anderen Kandidaten später mehr; vorab nur so viel: Adler 5000 in der Höhe schwierig zu händeln,
      Was erstaunlich ist, denn meine alten Adler-Oboen stehen oben alle drei wie eine Eins! Und das gilt auch für die (wirklich schöne!) Sonora, die einer meiner Schüler für 1500 Euro erworben hat, und auf der ich notfalls eine Mugge spielen würde.

      Die Yamaha kenne ich nicht....

      Warum willst du denn für deine Tochter eine neue Oboe kaufen? Ich würde mit ziemlicher Sicherheit auf ein gutes gebrauchtes Instrument zurückgreifen - für das, was eine Adler 5000 neu kostet, kannst du mit etwas Suchen ein schönes gebrauchtes Profiinstrument bekommen!

      Herzliche Grüße

      Bernd
    • Pleugerino schrieb:

      Josef und bin sehr zufrieden. Ihrer Klang gefällt mir sehr gut und auch was die Weiche des Tons angeht. Dafür bereitet sie einen größeren Blaswiderstand als z.B. die Frank von meinem Lehrer oder die Mönnig von einem Freund v
      Aha, ich glaubte Mönnigs und Franks haben generell größeren Widerstand, und Josef wäre so phantastisch leicht anzuspielen. Die Adler 6000 ( ist ja alles irgendwie Frk und Mey) würde ich eher als widerstandsreich beschreiben, und vor 25 Jahren spielte ich Mönnig und Widerstand hatte die schon nicht zu knapp. LG
    • Holzmichel schrieb:

      Aha, ich glaubte Mönnigs und Franks haben generell größeren Widerstand
      Noch fix zwei Zeilen: Meine neue Mönnig hat viel weniger Widerstand als meine LF, auf der ich ganz schön arbeiten muss. Da scheint es also offenbar einen ziemlichen Unterschied zu geben.

      Holzmichel schrieb:

      Die Adler 6000 ( ist ja alles irgendwie Frk und Mey) würde ich eher als widerstandsreich beschreiben
      Ja, ich auch. Jetzt auf der Messe habe ich ja mal wieder eine angespielt. Sie wirkte ziemlich bockig und stimmte oben mit meinem Rohr, welches auf der Mönnig tadellos intonierte, unerfreulich schlecht....

      Herzliche Grüße

      Bernd
    • arundo donax schrieb:

      das, was eine Adler 5000 neu kostet, kannst du mit etwas Suchen ein schönes gebrauchtes Profiinstrument bekommen!
      Na ja recht hast Du , die 3700 Euro gebe ich ganz bestimmt nicht aus!!! Ich habe ja nur umfangreich getestet, um einen vernünftigen Überblick zu haben, was man Schülern so neuerdings empfehlen kann und was nicht. Gebraucht, naja Du weißt nicht, was zuvor und danach passiert, und Garantie Pustekuchen, so kann ich wenigstens 2-drei Jahre Garantie/ Kulanz nutzen. Bei ansonst guter Pflege sollte das, was schiefgehen kann, in dieser Zeit auch erledigt sein. Und ne Ludwig Frank oder Marigaux für 3500?? Dann aber sicher älter als 10 Jahre. Wie stets denn mit dem Ausgeblasen sein und weitere 10 Jahre muss sie wohl auch noch gut halten.

      Die Kleine will noch ne Invention am Klavier spielen und ich spiele die Oberstimme jetzt mit ihrer Adler 100 dazu. Ach ja unter uns der Nachbar tobt heimlich und die Nachbaroma freut sich imGegensatz sehr, so muss es sein.

      Ach wie schön ist doch die Musica!
      Gute Nacht
    • Also die Frank hat auf jeden Fall weniger Blaswiderstand, das weiß ich sicher, bei der Mönnig meine ich das gerade nur.
      Letztendlich sind alle Oboen aber natürlich auch Einzelstücke, deswegen würde ich wohl kaum meine Hand für irgendwas ins Feuer legen. Ich habe einfach diese Erfahrungen für diese Instrumente gemacht.

      Was anderes:
      Was heißt es, wenn die Mundstücle, die ich brauche schmal sein müssen? Was genau beeinflusst der Faktor der Fassonbreite?
    • Pleugerino, ich meine, eine schmalere Fasson ist tendenziell in der Höhe höher und kann auch heller klingen. Die ideale Fassonform hängt aber auch von der Oboe, von den Hülsen, vom Klangideal usw. ab. Der Oboe Shop hat einen guten Fassonfinder (mit Videoanleitung auf Englisch): "http://www.oboe-shop.de/shapertip_finder.php"

      Ich spiele relativ breite Fassons (Rieger 2) und überlege, ob ich nicht ein Experiment mit einer schmaleren Fasson machen sollte (Rieger 1a / Hörtnagl 22), da ich nach wie vor in der Höhe tendenziell zu tief bin und es mich inzwischen stresst.
    • Ojeoje, so schnell wie Ihr schreibt, komme ich gar nicht hinterher, ich langsames Etwas :schwitz1: :D

      arundo donax schrieb:

      Und die Phänomene, die du beschreibst, entsprechen auch überhaupt nicht der gängigen Vorstellung von einer "ausgeblasenen" Oboe. Diese müsste laut Lehrmeinung klanglich nicht dumpfer, sondern immer heller werden, eher zu stark als zu wenig durchschwingen und in der Tiefe anfangen, zu "rollen". Ich denke, deine Oboe hat andere Probleme als ein zu hohes Alter - vielleicht stimmen die Resonanzeigenschaften der Polster nicht! Jedenfalls würde ich noch einmal einen anderen Instrumentenbauer einen Blick auf das Gerät werfen lassen.
      Interessant... Die Polster sind, glaube ich, vor 4 Jahren bei einer Teilüberholung ausgewechselt worden. Aber danke für diesen Kommentar!! Im Mai habe ich eh einen Termin bei einem anderen Oboenbauer, dann werde ich ihn bei der Gelegenheit auch einen Blick auf die alte Oboe werfen lassen.
      Bloß brauche ich vermutlich so oder so ein neues (besseres) Instrument, da einige Töne (besonders die Tiefe ab cis', die man ja nicht mit Hilfsgriffen ausgleichen kann) so schlimm daneben sind, dass ich für meine Mitspieler eine Zumutung bin... Da hilft der tolle Klang auch nichts ;(
      Das Leben ist zu schade, um sich mit schlechten Rohren abzumühen ;-)
    • Sanipiano schrieb:

      Alle Viertel- bis halbe Jahre ca 12-15 Rohre aufbinden dauert bei mir zwei, maximal drei Stunden. Zum Außenhobeln fahren - nochmal zwei oder drei Stunden inklusive Oboenplauderei. Und dann pro Rohr eine halbe Stunde Nacharbeiten, verteilt über mehrere Monate, weil ich mir von den gehobelten immer nur ein neues vornehme, wenn ein gespieltes Rohr auf ist.
      Wow, ich bin sehr beeindruckt. Ich würde bestimmt unendlich viel länger brauchen - so, wie ich mich kenne ;(


      Sanipiano schrieb:

      Aber für mich am wichtigsten: Mir macht das Basteln einfach Spaß, hat es von Anfang an, ich finde es irgendwie cool und ursprünglich, sich den wichtigsten Teil des Instruments selbst zu bauen...

      arundo donax schrieb:

      Dass man die Möglichkeit hat, einen entscheidenden Teil des Instruments selber nach seinen Vorstellungen und Bedürfnissen zu gestalten, hat auf mich immer eine große Faszination ausgeübt.
      Das kann ich total nachvollziehen!! Wie gesagt, es würde mich reizen, aber:

      arundo donax schrieb:

      und an manchen Tagen glaube ich immer noch, dass man ihn nie richtig lernen kann ....
      So würde es mir dauerhaft ergehen, weil ich eben auch

      arundo donax schrieb:

      Allerdings muss ich gestehen, dass ich sehr hohe Ansprüche habe.
      sehr hohe Ansprüche habe. Und deshalb würde ich mich bei der Suche nach dem für mich Optimalen (Hülse, Holzhärte, Fasson etc. pp) total kirre machen, fürchte ich :herrje1: :ohnmacht1: und die Oboe womöglich gleich ganz an den Nagel hängen...
      Das Leben ist zu schade, um sich mit schlechten Rohren abzumühen ;-)
    • arundo donax schrieb:

      Momentan liege ich im Clinch mit dem Finanzamt. Eine neue Sachbeabeiterin will die paar Euronen, die ich eher als eine Art Aufwandsentschädigung für meine Konzerte bekomme, nicht mehr wie bislang getrennt von meinem Umsatz aus dem Rohrgeschäft betrachten, und damit würde ich nachträglich ab dem 1.1. 2016 umsatzsteuerpflichtig werden
      Sowas macht echt wütend. :schimpf1: Hoffentlich gibt es eine Lösung dafür. Kann man die Gage für Konzerte nicht als "Spesen" betrachten (was dann kein "Einkommen" wäre)? Aber ich plapper nur so daher, was ich grad denke; kenne mich damit nicht aus
      Das Leben ist zu schade, um sich mit schlechten Rohren abzumühen ;-)
    • Zefiretto schrieb:

      arundo donax schrieb:

      Momentan liege ich im Clinch mit dem Finanzamt. Eine neue Sachbeabeiterin will die paar Euronen, die ich eher als eine Art Aufwandsentschädigung für meine Konzerte bekomme, nicht mehr wie bislang getrennt von meinem Umsatz aus dem Rohrgeschäft betrachten, und damit würde ich nachträglich ab dem 1.1. 2016 umsatzsteuerpflichtig werden
      Sowas macht echt wütend. :schimpf1: Hoffentlich gibt es eine Lösung dafür. Kann man die Gage für Konzerte nicht als "Spesen" betrachten (was dann kein "Einkommen" wäre)? Aber ich plapper nur so daher, was ich grad denke; kenne mich damit nicht aus

      UmsatzSteuerbefreiungen für Musiker

      Die Leistungen von Musikern, Sängern und selbstständigen Dirigenten können umsatzsteuerfrei sein. Auf die Art der Musik (z.B. Volksmusik oder Popmusik) kommt es nicht an. Hierzu ist es erforderlich, dass die zuständige Landesbehörde (z.B. Regierungspräsidium) dem Künstler eine Bescheinigung ausstellt, aus der hervorgeht, dass der Künstler die gleichen kulturellen Aufgaben wie die in der Vorschrift genannten Einrichtungen (Orchester, Kammermusikensembles, Chöre) der öffentlichen Hand erfüllt. Die Bescheinigung ist materiell-rechtliche Voraussetzung für die Gewährung der Steuerbefreiung.
      Die Bescheinigung muss für den jeweiligen Künstler (Unternehmer) persönlich ausgestellt sein. Die Steuerbefreiung kann für den selbständigen Künstler nicht gewährt werden, wenn nicht er, sondern lediglich das Orchester, in dem der Künstler mitwirkt, über die Bescheinigung verfügt.
      Wurde die Bescheinigung erteilt, gilt der Künstler als „gleichgestellte Einrichtung". Daraus folgt, dass sämtliche Auftrittsleistungen des Künstlers umsatz-steuerfrei sind. Insoweit ist der Vorsteuerabzug stets ausgeschlossen. Es existiert kein Wahlrecht, bestimmte Auftritte steuerfrei, andere jedoch umsatzsteuerpflichtig zu behandeln.
      Es besteht auch kein Wahlrecht, die Bescheinigung bei der zuständigen Landesbehörde zu beantragen oder nicht. Ggf. kann die Bescheinigung auch vom Finanzamt beantragt werden. Die Möglichkeit durch Nichtvorlage der Bescheinigung auf die Anwendung der Steuerbefreiung zu verzichten, besteht nicht.
      Auch bei Vorliegen der Bescheinigung sind nur die typischen Auftrittsleistungen einschließlich der üblicherweise damit verbundenen Nebenleistungen umsatz-steuerfrei. Umsatzsteuerpflichtig sind in jedem Fall andersartige Leistungen, wie z.B. Entgelte für Autogrammstunden, Teilnahme an Diskussionsrunden oder Talksendungen, Interviews, Vorträge, Autorenhonorare, gutachterliche Leistungen und Prüfungsvergütungen.
      Nicht begünstigt und damit mit dem Regelsteuersatz steuerpflichtig sind z.B. gesangliche, kabarettistische oder tänzerische Darbietungen im Rahmen einer Tanzbelustigung, einer sportlichen Veranstaltung oder zur Unterhaltung der Besucher in Gaststätten, wenn der Künstler selbst Veranstalter ist. Soweit sich der Künstler nur zur Erbringung einer kulturellen (musikalischen) Leistung gegenüber dem Auftraggeber verpflichtet, ist der Umsatz begünstigt. Dies gilt auch dann, wenn er im Rahmen einer nicht begünstigten Veranstaltung (z.B. Tanzbelustigung) auftritt.