Oboen-Frischlinge

    • Holzmichel schrieb:

      möchte ich gern Eure Meinung zu Josefs Oboen aus Japan.
      Schön, dass Du das fragst - hätte ich in den nächsten Tagen auch vorgehabt :)

      Pleugerino schrieb:

      Dafür bereitet sie einen größeren Blaswiderstand als z.B. die Frank
      Das erstaunt mich. Josef wirbt mit der großen Flexibilität der Klanggestaltung, was doch auf einen geringen Widerstand bzw. leichte Ansprache schließen lässt, dachte ich ?(
      Eine LF habe ich letztens mal angespielt und fand sie SEHR "reaktionsträge" bzw. den Blaswiderstand sehr hoch.

      Möglicherweise unterschätzt man, wie unterschiedlich die einzelnen Instrumente innerhalb eines Modells sein können?

      Jedenfalls habe ich mich auf der Suche nach einer zu mir passenden Oboe im Internet ein bisschen umgehört (so gut das eben geht... ich würde mir da viel mehr vergleichende Klangbeispiele wünschen!) und war schlichtweg hin und weg(!!) von den Youtube-Filmchen, auf denen jemand eine Josef spielt.
      Als ich also gerade beschloss, zu Pieger nach München zu fahren um diese sich von außen so wundervoll anhörenden Instrumente auszuprobieren... erzählte mir ein Oboist von einem Kollegen, dessen Josef-Oboe nach vier oder fünf Jahren ihren wundervollen Klang verloren habe und total dumpf geworden sei. Anscheinend war er nicht der Einzige, und niemand fand die Ursache. Habt Ihr darüber evtl. auch schon etwas gehört?

      LG und ein schönes Wochenende allerseits :cincinbier:
    • Zefiretto schrieb:

      erzählte mir ein Oboist von einem Kollegen, dessen Josef-Oboe nach vier oder fünf Jahren ihren wundervollen Klang verloren habe und total dumpf geworden sei. Anscheinend war er nicht der Einzige, und niemand fand die Ursache.
      Ich habe von sowas noch nicht gehört, aber die Frage ist auch, ob das vergleichbar ist ... ein Oboist i.S.v. Berufsmusiker (in einem Orchester? freiberuflich?) nutzt sein Instrument viel intensiver als selbst engagierte Laien. Wenn ein Profi meint, sein Instrument sei nach 5 Jahren "platt" gewesen, dann würde es bei mir z.B. wahrscheinlich 30 Jahre wunderbar klingen (vorausgesetzt, ich würde es wunderbar spielen).
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      tischlerin schrieb:

      Bernd, das ist ärgerlich und nicht richtig nachzuvollziehen mit der Steuer. Hoffentlich kannst du sie noch überzeugen, dass das doch zwei getrennte Tätigkeiten sind.

      Zefiretto schrieb:

      Sowas macht echt wütend. Hoffentlich gibt es eine Lösung dafür. Kann man die Gage für Konzerte nicht als "Spesen" betrachten (was dann kein "Einkommen" wäre)?
      Zu dem wenigen Luxus, den ich mir schon länger leiste, gehört neben ordentlichem Wein auch ein Steuerberater. Und der muss jetzt erst mal ran - mal sehen, was er ausrichten kann....die Gesetzeslage ist wohl ziemlich unklar.... ---

      Holzmichel schrieb:

      Gebraucht, naja Du weißt nicht, was zuvor und danach passiert, und Garantie Pustekuchen....
      Ich habe in meinem Leben schon viele gebrauchte Oboen gekauft, und die, die zum Zeitpunkt des Ankaufs richtig gut waren, waren es drei Jahre danach auch noch. Garantie ist daher für meine Begriffe kein besonders wichtiges Thema.

      Pleugerino schrieb:

      Letztendlich sind alle Oboen aber natürlich auch Einzelstücke, deswegen würde ich wohl kaum meine Hand für irgendwas ins Feuer legen.
      So ist es in der Tat. Ich verweise in diesem Zusammenhang gerne noch einmal auf Peter Hurd: oboes.us/resources/philosophy.html


      tischlerin schrieb:

      Pleugerino, ich meine, eine schmalere Fasson ist tendenziell in der Höhe höher und kann auch heller klingen.
      Das kann ich erst einmal so unterschreiben. Und eine schmale Fasson führt tendenziell zu weniger gut ansprechenden Rohren.


      Zefiretto schrieb:

      Im Mai habe ich eh einen Termin bei einem anderen Oboenbauer, dann werde ich ihn bei der Gelegenheit auch einen Blick auf die alte Oboe werfen lassen.
      Bloß brauche ich vermutlich so oder so ein neues (besseres) Instrument, da einige Töne (besonders die Tiefe ab cis', die man ja nicht mit Hilfsgriffen ausgleichen kann) so schlimm daneben sind, dass ich für meine Mitspieler eine Zumutung bin... Da hilft der tolle Klang auch nichts
      Wenn die Intonation in der Tiefe so gar nicht passt, musst du wohl in der Tat auf Dauer nach einem anderen Instrument suchen. Da hilft dann alles nix.


      Holzmichel schrieb:

      Und ne Ludwig Frank oder Marigaux für 3500?? Dann aber sicher älter als 10 Jahre. Wie stets denn mit dem Ausgeblasen sein und weitere 10 Jahre muss sie wohl auch noch gut halten.
      Marigauxen in dieser Preislage sieht man immer wieder mal. Klar sind die dann älter, aber das "Ausgeblasen sein" ist meiner Meinung nach eher ein Gerücht als eine der Realität zugehörige Erscheinung - siehe oben! Das, was mit der Zeit leidet, ist weit mehr die Mechanik!

      Ich kann mich nur wiederholen: Meine Diva (Oscar Adler, Cocobolo, Metallkopf, auch ansonsten etwas "getunt") ist mittlerweile 23 Jahre alt. Ermüdungserscheinungen im Hinblick auf den Klang, die Ansprache oder die Intonation sind in keinster Weise zu erkennen. Ganz im Gegenteil: Das Instrument ist im Laufe der Jahre immer schöner geworden! ---

      Das Trio heute abend hat mal wieder richtig viel Spaß gemacht. Ich war am Englischhorn tätig, und die eine Kollegin hat an der 1. Stimme weitgehend meine LF statt ihres (durchaus schönen) Fossati-Jubiläumsmodelles gespielt - sie war hinterher schon ziemlich angefixt von dieser Oboe, die einfach einen ungemein vollen, durchsetzungsfähigen Klang produziert.....

      Herzliche Grüße

      Bernd
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      Zefiretto schrieb:

      Das erstaunt mich. Josef wirbt mit der großen Flexibilität der Klanggestaltung, was doch auf einen geringen Widerstand bzw. leichte Ansprache schließen lässt, dachte ich
      Mich erstaunt eher, dass Du dies Werbegeblubber anscheinend ernst nimmst. Mich erinnern die Texte der Instrumentenkataloge (und das kann man sicher auch auf andere Produktarten ausdehnen) eher an Texte wie man sie auch in Weinbeschreibungen findet. Und wie bei den Weinen hilft auch hier nur, sich selbst ein Urteil zu bilden. Z. B. Beschreibungen von drei verschiedenen Klarinettenmodellen desselben Herstellers. Das eine ist "is characterized by a pure and sweet sound." Das andere ist
      "highly flexible in all registers and powerful, it is well-adapted to all situations and all styles." Das dritte "meets the requirements of today’s musicians, soloists and teachers interpreting the widest possible repertoire of works, from Mozart to Boulez." Alles klar? Das könnte man endlos fortsetzen.

      maticus
      Wir lesen keine Bücher, wir schreiben sie. --- Alexander Grothendieck

      Grothendieck had a very strong feeling for music. He liked Bach and his most beloved pieces were the last quartets by Beethoven. --- Luc Illusie
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      Zefiretto schrieb:

      zu Pieger nach München zu fahren um diese sich von außen so wundervoll anhörenden Instrumente auszuprobieren... erzählte mir ein Oboist von einem Kollegen, dessen Josef-Oboe nach vier oder fünf Jahren ihren wundervollen Klang verloren habe und total dumpf geworden sei. Anscheinend war er nicht der Einzige, und niemand fand die Ursache. Habt Ihr darüber evtl. auch schon etwas gehört?
      Nun gerade Herr Pieger erklärte, dass er einige Oboen Lehrer in München versorgte, weil sie für ihre Schülerinnen ein leichtgängiges komplettes und wohlklingendes Instrument suchen (Ns 1 As1 oder BS Variante einmal mit und einmal ohne c banana key), ein weiterer Münchner Professor würde wohl auch schwärmen von Josef jedenfalls für seine schüler, ob es Herr L ist weiß ich nicht, namen wurden nicht genannt. Fakt ist aber, das 2 solo Oboisten und ein 2. Oboist im Leipziger Gewandhaus Josef spielen. D as hat zwar auch nur bedingt Aussagekraft. Andereseits gibt es den Mr. Peter Hurd, einen amerikanischen Oboensachverständigen, auf den wohl die Leute dort drüben wertlegen und der stellt Josef ein vernichtendes Zeugnis aus. Naja hin oder her in Asien spielt man mittlerweile in den namhaften Orchstern Josef so wie hierzulande Marigaux...
      Ich muss erstmal selber probieren, war eben lange Zeit skeptisch auf Fernostinstrumente.
      Was ich erstaunlich finde: Josef richtet sich abgesehen von der AS/NS Oboe mit den übrigen 10 oder 12 Modellen ausschließlich an Profis (Preise AS 3700 euro für studentenmodel und dann gehts ab 6500 euro aufwärts) und hier wird alles eingemixt was an Neuerungen in Europa je passierte zB Metallkopf (eigentl dt. Patent), abschraubbare Becherendringe???, wiener/barockes Kugelkopfstück, hyperovales undercutting, usw....., also der josef hat wohl einiges getüftelt, die Modelle bis 2010 sollen wirklich schlecht gewesen sein, und danach gings wohl doll bergauf, sagte man mir eben gerade von verschiedenen Seiten, ich muss es halt mal probieren.

      Herzliche Grüße!
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      Holzmichel schrieb:

      UmsatzSteuerbefreiungen für Musiker

      Die Leistungen von Musikern, Sängern und selbstständigen Dirigenten können umsatzsteuerfrei sein. Auf die Art der Musik (z.B. Volksmusik oder Popmusik) kommt es nicht an. Hierzu ist es erforderlich, dass die zuständige Landesbehörde (z.B. Regierungspräsidium) dem Künstler eine Bescheinigung ausstellt, aus der hervorgeht, dass der Künstler die gleichen kulturellen Aufgaben wie die in der Vorschrift genannten Einrichtungen (Orchester, Kammermusikensembles, Chöre) der öffentlichen Hand erfüllt. Die Bescheinigung ist materiell-rechtliche Voraussetzung für die Gewährung der Steuerbefreiung.
      Die Bescheinigung muss für den jeweiligen Künstler (Unternehmer) persönlich ausgestellt sein. Die Steuerbefreiung kann für den selbständigen Künstler nicht gewährt werden, wenn nicht er, sondern lediglich das Orchester, in dem der Künstler mitwirkt, über die Bescheinigung verfügt.
      Wurde die Bescheinigung erteilt, gilt der Künstler als „gleichgestellte Einrichtung". Daraus folgt, dass sämtliche Auftrittsleistungen des Künstlers umsatz-steuerfrei sind. Insoweit ist der Vorsteuerabzug stets ausgeschlossen. Es existiert kein Wahlrecht, bestimmte Auftritte steuerfrei, andere jedoch umsatzsteuerpflichtig zu behandeln.
      Es besteht auch kein Wahlrecht, die Bescheinigung bei der zuständigen Landesbehörde zu beantragen oder nicht. Ggf. kann die Bescheinigung auch vom Finanzamt beantragt werden. Die Möglichkeit durch Nichtvorlage der Bescheinigung auf die Anwendung der Steuerbefreiung zu verzichten, besteht nicht.
      Auch bei Vorliegen der Bescheinigung sind nur die typischen Auftrittsleistungen einschließlich der üblicherweise damit verbundenen Nebenleistungen umsatz-steuerfrei. Umsatzsteuerpflichtig sind in jedem Fall andersartige Leistungen, wie z.B. Entgelte für Autogrammstunden, Teilnahme an Diskussionsrunden oder Talksendungen, Interviews, Vorträge, Autorenhonorare, gutachterliche Leistungen und Prüfungsvergütungen.
      Nicht begünstigt und damit mit dem Regelsteuersatz steuerpflichtig sind z.B. gesangliche, kabarettistische oder tänzerische Darbietungen im Rahmen einer Tanzbelustigung, einer sportlichen Veranstaltung oder zur Unterhaltung der Besucher in Gaststätten, wenn der Künstler selbst Veranstalter ist. Soweit sich der Künstler nur zur Erbringung einer kulturellen (musikalischen) Leistung gegenüber dem Auftraggeber verpflichtet, ist der Umsatz begünstigt. Dies gilt auch dann, wenn er im Rahmen einer nicht begünstigten Veranstaltung (z.B. Tanzbelustigung) auftritt.
    • Neu

      Holzmichel schrieb:

      Holzmichel schrieb:

      UmsatzSteuerbefreiungen für Musiker

      Die Leistungen von Musikern, Sängern und selbstständigen Dirigenten können umsatzsteuerfrei sein. Auf die Art der Musik (z.B. Volksmusik oder Popmusik) kommt es nicht an. Hierzu ist es erforderlich, dass die zuständige Landesbehörde (z.B. Regierungspräsidium) dem Künstler eine Bescheinigung ausstellt, aus der hervorgeht, dass der Künstler die gleichen kulturellen Aufgaben wie die in der Vorschrift genannten Einrichtungen (Orchester, Kammermusikensembles, Chöre) der öffentlichen Hand erfüllt. Die Bescheinigung ist materiell-rechtliche Voraussetzung für die Gewährung der Steuerbefreiung.
      Die Bescheinigung muss für den jeweiligen Künstler (Unternehmer) persönlich ausgestellt sein. Die Steuerbefreiung kann für den selbständigen Künstler nicht gewährt werden, wenn nicht er, sondern lediglich das Orchester, in dem der Künstler mitwirkt, über die Bescheinigung verfügt.
      Wurde die Bescheinigung erteilt, gilt der Künstler als „gleichgestellte Einrichtung". Daraus folgt, dass sämtliche Auftrittsleistungen des Künstlers umsatz-steuerfrei sind. Insoweit ist der Vorsteuerabzug stets ausgeschlossen. Es existiert kein Wahlrecht, bestimmte Auftritte steuerfrei, andere jedoch umsatzsteuerpflichtig zu behandeln.
      Es besteht auch kein Wahlrecht, die Bescheinigung bei der zuständigen Landesbehörde zu beantragen oder nicht. Ggf. kann die Bescheinigung auch vom Finanzamt beantragt werden. Die Möglichkeit durch Nichtvorlage der Bescheinigung auf die Anwendung der Steuerbefreiung zu verzichten, besteht nicht.
      Auch bei Vorliegen der Bescheinigung sind nur die typischen Auftrittsleistungen einschließlich der üblicherweise damit verbundenen Nebenleistungen umsatz-steuerfrei. Umsatzsteuerpflichtig sind in jedem Fall andersartige Leistungen, wie z.B. Entgelte für Autogrammstunden, Teilnahme an Diskussionsrunden oder Talksendungen, Interviews, Vorträge, Autorenhonorare, gutachterliche Leistungen und Prüfungsvergütungen.
      Nicht begünstigt und damit mit dem Regelsteuersatz steuerpflichtig sind z.B. gesangliche, kabarettistische oder tänzerische Darbietungen im Rahmen einer Tanzbelustigung, einer sportlichen Veranstaltung oder zur Unterhaltung der Besucher in Gaststätten, wenn der Künstler selbst Veranstalter ist. Soweit sich der Künstler nur zur Erbringung einer kulturellen (musikalischen) Leistung gegenüber dem Auftraggeber verpflichtet, ist der Umsatz begünstigt. Dies gilt auch dann, wenn er im Rahmen einer nicht begünstigten Veranstaltung (z.B. Tanzbelustigung) auftritt.

      Sorry jetzt hab ich das hier doppelt eingestellt, tut mir leid, schein bar müde, ich mach mich jetzt lang,
      gutes Nächtle.

      Vielleicht kann man noch nen tollen kräftigen Rotweintipp bekommen?! Ich wüsste nicht, wo man zu einigermaßen vernünftigen Preisen noch einen gescheiten herbekommt....
    • Neu

      Holzmichel schrieb:

      Ich wüsste nicht, wo man zu einigermaßen vernünftigen Preisen noch einen gescheiten herbekommt....
      Was sind denn "vernünftige" Preise für dich?


      maticus
      Wir lesen keine Bücher, wir schreiben sie. --- Alexander Grothendieck

      Grothendieck had a very strong feeling for music. He liked Bach and his most beloved pieces were the last quartets by Beethoven. --- Luc Illusie
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      Zefiretto schrieb:

      Hoffentlich gibt es eine Lösung dafür. Kann man die Gage für Konzerte nicht als "Spesen" betrachten (was dann kein "Einkommen" wäre)?
      Nein, das funktioniert so nicht. Mein Hinweis dazu nur mal kurz hier beschrieben: Hier muss man zwei Gewerbe eigentlich trennen: zum Einen das Gewerbe "Instrumentenbauer" und dann das Gewerbe "Musiker". Hast Du das bisher getrennt abrechnen können, sollte der neue Sachbearbeiter sich zunächst einmal schriftlich äußern, auf welchen Paragraphen er sich beruft. Dann hast Du die Möglichkeit Einspruch einzulegen.

      Ich gehe davon aus, dass Du Deine musikalischen Angelegenheiten via Anmeldung Nebengewerbe hast bisher laufen lassen. Dies sollte auch in der Zukunft machbar sein. Was sollte denn deren Meinung nach dagegen sprechen?

      Bei Workshops würden diese wiederum nicht ins Musikgewerbe fallen, sondern in Deinen direkten Arbeitsbereich, und deshalb als "Einnahmen aus selbstständiger Tätigkeit" verbucht werden.


      Holzmichel schrieb:

      Die Leistungen von Musikern, Sängern und selbstständigen Dirigenten können umsatzsteuerfrei sein. Auf die Art der Musik (z.B. Volksmusik oder Popmusik) kommt es nicht an. Hierzu ist es erforderlich, dass die zuständige Landesbehörde (z.B. Regierungspräsidium) dem Künstler eine Bescheinigung ausstellt, aus der hervorgeht, dass der Künstler die gleichen kulturellen Aufgaben wie die in der Vorschrift genannten Einrichtungen (Orchester, Kammermusikensembles, Chöre) der öffentlichen Hand erfüllt. Die Bescheinigung ist materiell-rechtliche Voraussetzung für die Gewährung der Steuerbefreiung.
      Die Bescheinigung muss für den jeweiligen Künstler (Unternehmer) persönlich ausgestellt sein.
      Ich möchte hier au den ersten Satz verweisen: Dort steht ein Wort, was den ganzen Text innerhalb einer Sekunde hinfällig werden lässt: KÖNNEN umsatzsteuerfrei sein...

      Ich bin kein Steuerfachmann, aber habe immerhin die Umschulung zum Steuerfachangestellten weitgehend mitgemacht, bevor ich aus gesundheitlichen Gründen abbrechen musste. Solltest Du weiterhin Probleme mit dem Finanzamt bekommen, empfehle ich dazu, den Rat eines guten Steuerberaters in Anspruch zu nehmen. Das Geld dafür holst Du wieder rein.
      Viele Grüße sendet Maurice

      Musik bedeutet, jemandem seine Geschichte zu erzählen und ist etwas ganz Persönliches. Daher ist es auch so schwierig, sie zu reproduzieren. Niemand kann ihr am Ende näher stehen als derjenige, der/die sie komponiert hat. Alle, die nach dem Komponisten kommen, können sie nur noch in verfälschter Form darbieten, denn sie erzählen am Ende wiederum ihre eigene Geschichte der Geschichte. (ist von mir)
    • Neu

      arundo donax schrieb:

      Zu dem wenigen Luxus, den ich mir schon länger leiste, gehört neben ordentlichem Wein auch ein Steuerberater. Und der muss jetzt erst mal ran - mal sehen, was er ausrichten kann....die Gesetzeslage ist wohl ziemlich unklar.... ---
      Ah, dann hat sich meine vorherige Antwort gerade erledigt. Mache das mal, leider sind viele Formulierungen im Steuerrecht "schwammig" gehalten. Alleine das bereits Oben erwähnte Wort "Kann" ist eines dieser "schwammigen" Worte. Dann ist es Auslegungssache. Doch auch der Sachbearbeiter muss sich auf Gesetze berufen und kann nicht nach persönlichem Gutdünken entscheiden.
      Viele Grüße sendet Maurice

      Musik bedeutet, jemandem seine Geschichte zu erzählen und ist etwas ganz Persönliches. Daher ist es auch so schwierig, sie zu reproduzieren. Niemand kann ihr am Ende näher stehen als derjenige, der/die sie komponiert hat. Alle, die nach dem Komponisten kommen, können sie nur noch in verfälschter Form darbieten, denn sie erzählen am Ende wiederum ihre eigene Geschichte der Geschichte. (ist von mir)
    • Neu

      Holzmichel schrieb:

      also der josef hat wohl einiges getüftelt, die Modelle bis 2010 sollen wirklich schlecht gewesen sein, und danach gings wohl doll bergauf, sagte man mir eben gerade von verschiedenen Seiten
      Dass die Josef-Oboen bis 2010 wirklich schlecht waren, kann ich nicht bestätigen. Das Instrument, welches Allegros Lehrerin spielt, konnte ich 2008 ausprobieren, und damals fand ich es ausgezeichnet. Und ich kenne auch noch zwei weitere Josef-Oboen, die Amateuroboisten aus der Umgebung gehören, älter als 7 Jahre sind und einen sehr guten Eindruck machen.

      Solch eine Aussage wie "Vor 2010 waren die Josef-Oboen schlecht" oder "Heute sind die Marigaux-Oboen nicht mehr so gut wie vor 20 Jahren" ist schnell in die Welt gesetzt und verbreitet sich unter Umständen genauso schnell durch unbedachtes Nachplappern. Nach meinen Erfahrungen handelt es sich oft um Gerüchte, denen man sehr vorsichtig gegenüberstehen sollte.

      Natürlich bemühen sich die Hersteller so gut wie alle darum, ihre Oboen immer wieder zu optimieren. Vielfach führt das zu tatsächlichen Fortschritten, manchmal auch zu Verschlimmbesserungen, aber für den Einzelnen ist es am Ende sehr schwer, zu sehen, was sich im Laufe der Jahre genau in puncto Qualität ereignet hat. Zu einer auch nur einigermaßen verlässlichen Meinung kommt man (wenn überhaupt!) nur durch viel eigenes Probieren. Deshalb frage ich neben den Kollegen auch die Kunden, die ihre Rohre bei mir vor Ort abholen, immer wieder, ob ich mal auf ihrer Oboe spielen darf.

      Holzmichel schrieb:

      Vielleicht kann man noch nen tollen kräftigen Rotweintipp bekommen?! Ich wüsste nicht, wo man zu einigermaßen vernünftigen Preisen noch einen gescheiten herbekommt....
      Gute Rotweine zu einem Preis von unter 15 Euro gibt es meines Erachtens bei den besseren Fachhändlern wie Pinard de Picard oder K&U nach wie vor sehr häufig. Probiere zum Beispiel mal die Weine von Pierre Clavel!

      Herzliche Grüße

      Bernd
    • Neu

      Maurice schrieb:

      Ich gehe davon aus, dass Du Deine musikalischen Angelegenheiten via Anmeldung Nebengewerbe hast bisher laufen lassen.
      Meine paar Muggen habe ich ebensowenig wie meine Unterrichtstätigkeit in irgendeiner Form als Gewerbe angemeldet, was meinen Steuerberater und das Finanzamt über 20 Jahre nicht im Geringsten gestört hat. Ich kenne auch keinen Kollegen, der die vielleicht 15 Konzerte, die er im Jahr spielt, unter der Gewerbeflagge segeln lässt. Das ist völlig unüblich.

      Herzliche Grüße

      Bernd
    • Neu

      arundo donax schrieb:

      Meine paar Muggen habe ich ebensowenig wie meine Unterrichtstätigkeit in irgendeiner Form als Gewerbe angemeldet, was meinen Steuerberater und das Finanzamt über 20 Jahre nicht im Geringsten gestört hat. Ich kenne auch keinen Kollegen, der die vielleicht 15 Konzerte, die er im Jahr spielt, unter der Gewerbeflagge segeln lässt. Das ist völlig unüblich.
      Ok, bei der geringen Anzahl ist das noch als Hobby anzusehen. Es kam mir mehr vor. In dem Fall sind die Aufwendungen größer als der Gewinn dabei. Wobei das beim Unterricht eventuell anders zu sehen ist.

      Unüblich ist es nicht. Wenn Du bei den 15 Konzerten entsprechend Einnahmen hast, sieht es anders aus. Ich muss es auch nicht angeben, allerdings habe ich etwas andere Voraussetzungen als Du dabei.
      Viele Grüße sendet Maurice

      Musik bedeutet, jemandem seine Geschichte zu erzählen und ist etwas ganz Persönliches. Daher ist es auch so schwierig, sie zu reproduzieren. Niemand kann ihr am Ende näher stehen als derjenige, der/die sie komponiert hat. Alle, die nach dem Komponisten kommen, können sie nur noch in verfälschter Form darbieten, denn sie erzählen am Ende wiederum ihre eigene Geschichte der Geschichte. (ist von mir)
    • Neu

      Maurice schrieb:

      Ok, bei der geringen Anzahl ist das noch als Hobby anzusehen.
      Angesichts der miesen Vergütungen, die teilweise gezahlt werden, ist das auch kaum etwas anderes als ein Hobby. Für die Bachkantate am Ostermontag gab es satte 75 Euro - wenn ich da die Unkosten, die ich mit dem Instrumentenkauf, dem Rohrbaumaterial, den Generalüberholungen etc. habe, dagegenstelle....alleine schon durch den Rohrfaktor ist die Oboe leider ein vergleichsweise sehr kostenintensives Instrument!

      Herzliche Grüße

      Bernd
    • Neu

      arundo donax schrieb:

      Angesichts der miesen Vergütungen, die teilweise gezahlt werden, ist das auch kaum etwas anderes als ein Hobby. Für die Bachkantate am Ostermontag gab es satte 75 Euro
      Das ist in der Tat lachhaft. Dafür würde ich vermutlich Ostermontag nicht meine Trompete auspacken. Allerdings ist es in vielen Jazz-Clubs noch schlimmer, was die Bezahlung angeht.

      Und wie Du richtig beschrieben hast:


      arundo donax schrieb:

      wenn ich da die Unkosten, die ich mit dem Instrumentenkauf, dem Rohrbaumaterial, den Generalüberholungen etc. habe, dagegenstelle..
      Steht das in keinem vernünftigen Verhältnis.
      Viele Grüße sendet Maurice

      Musik bedeutet, jemandem seine Geschichte zu erzählen und ist etwas ganz Persönliches. Daher ist es auch so schwierig, sie zu reproduzieren. Niemand kann ihr am Ende näher stehen als derjenige, der/die sie komponiert hat. Alle, die nach dem Komponisten kommen, können sie nur noch in verfälschter Form darbieten, denn sie erzählen am Ende wiederum ihre eigene Geschichte der Geschichte. (ist von mir)
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      In diesem Fall mache ich das auch nur, weil es mir eben unter dem Strich Freude bringt. Der Bachverein singt auf einem deutlich höheren Niveau als der Kirchenchor aus Kleinkleckersdorf, und der Kantor Georg Hage de.wikipedia.org/wiki/Georg_Hage ist wegen seiner ausgezeichneten Fähigkeiten inzwischen zu Recht überregional bekannt. Ehrlich gesagt betrachte ich es als eine ziemliche Ehre, unter einem so hervorragenden Musiker immer mal wieder mehr oder minder solistisch spielen zu dürfen. Die Höhe der "Aufwandsentschädigung" spielt da für mich nur eine sehr untergeordnete Rolle...

      Herzliche Grüße

      Bernd
    • Neu

      arundo donax schrieb:

      In diesem Fall mache ich das auch nur, weil es mir eben unter dem Strich Freude bringt. Der Bachverein singt auf einem deutlich höheren Niveau als der Kirchenchor aus Kleinkleckersdorf, und der Kantor Georg Hage de.wikipedia.org/wiki/Georg_Hage ist wegen seiner ausgezeichneten Fähigkeiten inzwischen zu Recht überregional bekannt. Ehrlich gesagt betrachte ich es als eine ziemliche Ehre, unter einem so hervorragenden Musiker immer mal wieder mehr oder minder solistisch spielen zu dürfen. Die Höhe der "Aufwandsentschädigung" spielt da für mich nur eine sehr untergeordnete Rolle...
      Das ist dann verständlich und auch ein gewichtiges Argument. Kann ich verstehen und nachvollziehen. Dann würde ich es vermutlich auch machen.
      Viele Grüße sendet Maurice

      Musik bedeutet, jemandem seine Geschichte zu erzählen und ist etwas ganz Persönliches. Daher ist es auch so schwierig, sie zu reproduzieren. Niemand kann ihr am Ende näher stehen als derjenige, der/die sie komponiert hat. Alle, die nach dem Komponisten kommen, können sie nur noch in verfälschter Form darbieten, denn sie erzählen am Ende wiederum ihre eigene Geschichte der Geschichte. (ist von mir)