Oboen-Frischlinge

    • Paula Fleming schrieb:

      Und ich denke auch, wie jeder Mensch andere Zahnreihen hat, hat jeder auch ein anderes Verhältnis zur Atmung. Wenn jemand mit Zirkularatmung an manchen Stellen besser klar kommt, spricht doch nichts dagegen. Ich sehe sie einfach als eine Möglichkeit, die man trainieren kann. Dass es auch ohne geht, mag sein. Muss eben jeder für sich wissen. Manche halten die Oboe auch nach unten, manche nach oben, sagt an sich nichts über die Qualität dessen aus, was am Ende dabei heraus kommt, kommt immer auf denjenigen an, der es macht.
      Ohne Frage kommt es auf denjenigen an, der es macht! Und wenn es dir eine Menge gebracht hat, die permanente Atmung zu üben, hat es dir eine Menge gebracht. Punkt.

      Ich hatte vorhin nur den Eindruck, hier im Thread sei plötzlich so eine Art Zirkularatmungshype ausgebrochen - und da konnte ich es mir leider nicht verkneifen, dezent gegenzusteuern. Vielleicht/wahrscheinlich spielt da auch mein geheimer Neid auf diejenigen, die diese Technik perfekt genug beherrschen, um sie in der Praxis dauerhaft anwenden zu können, eine gewisse Rolle... :schaem1:

      Paula Fleming schrieb:

      ...ich lerne manche Dinge auch gerne, weil sie sich schön anfühlen.
      Wenn es sich für dich schön anfühlt, gibt es gegen das Lernen der entsprechenden Technik natürlich nicht das geringste Argument (ich meine das nicht ironisch, sondern vollkommen ernst!)!

      Paula Fleming schrieb:

      Wenn man nur auf den perfekten Klang hinarbeitet, kann man sich nach einmal Leleux hören gleich die Kugel geben.
      Nö - mit einem richtig guten Rohr an einem richtig guten Tag komme ich - das sage ich jetzt mal sehr dreist in aller Unbescheidenheit - an den Leleux-Sound schon einigermaßen heran (dafür trennen mich in anderer Hinsicht leider Welten bis Universen von den Fähigkeiten eines Francois Leleux).

      Paula Fleming schrieb:

      Ich geb dir noch maximal zwei Monate.
      In zwei Monaten sind Sommerferien und damit auch Orchesterferien. Dann erleben die Instrumentenbauer die mit Abstand stressigste Zeit des Jahres, und weil ich aus eigener Erfahrung als Rohrbauer nur zu gut weiß, wie sich dermaßen stressige Zeiten anfühlen, würde ich schon aus menschlichen Gründen im Juli und August keine Umbaumaßnahmen in Auftrag geben wollen.... ;)

      Herzliche Grüße

      Bernd
    • arundo donax schrieb:

      Nö - mit einem richtig guten Rohr an einem richtig guten Tag komme ich - das sage ich jetzt mal sehr dreist in aller Unbescheidenheit - an den Leleux-Sound schon einigermaßen heran
      Ja, DU!

      arundo donax schrieb:

      In zwei Monaten sind Sommerferien und damit auch Orchesterferien. Dann erleben die Instrumentenbauer die mit Abstand stressigste Zeit des Jahres, und weil ich aus eigener Erfahrung als Rohrbauer nur zu gut weiß, wie sich dermaßen stressige Zeiten anfühlen, würde ich schon aus menschlichen Gründen im Juli und August keine Umbaumaßnahmen in Auftrag geben wollen....
      Na gut, vier Monate ...
    • Paula Fleming schrieb:

      Na gut, vier Monate .
      Nein!

      Andere (zum Beispiel meine Ex-Schülerin, die demnächst in Schweden ihre Stelle antreten wird) haben es geschafft, sich von Vollautomatik auf Halbautomatik unzustellen, und ich werde das auch schaffen! Vermutlich werde ich hier noch häufiger erbärmlich jammern und schimpfen, aber ich werde es schaffen!

      Ich ziehe das durch!

      Herzliche Grüße

      Bernd
    • Neu

      arundo donax schrieb:

      Andere ... haben es geschafft, sich von Vollautomatik auf Halbautomatik unzustellen, und ich werde das auch schaffen! Vermutlich werde ich hier noch häufiger erbärmlich jammern und schimpfen, aber ich werde es schaffen!

      Ich ziehe das durch!
      Sehr gut, Bernd !

      Jammern und schimpfen ist erlaubt, solange Du es trotzdem durchziehst !
      Wir werden Dich immer mal wieder an Deine Worte erinnern ....

      Und am Ende wirst Du stolz auf Dich sein dürfen, wenn Du es geschafft hast :thumbup:



      Das Thema "Vibrato" hatten wir hier ja schon mal ausführlich erörtert und auch den link zu der Anleitung hatte sanipiano ja schon mal gesetzt ... wobei mir der dank PC-Wechsel zwischenzeitlich verloren gegangen war; daher danke für das nochmalige Setzen. Die ersten Rohrübungen habe ich gestern schon mal versucht (nicht gerade erfolgreich ;( ); aber ich fürchte, dass ich dafür nicht genug Geduld und Ausdauer mitbringe :schaem1:
      Viele Grüße - Allegro

      Musik ist, die in den Noten versteckten Töne frei werden zu lassen (nach Philmus)
    • Neu

      Paula Fleming schrieb:

      Na gut, wenn du dir so sicher bist, glaube ich auch an dich!
      Danke!

      Heute abend spielen wir Nonett. Ich werde wieder zur Mönnig greifen, und ich werde im Onslow garantiert mehrfach auf die Nase fallen. Aber das ist dann eben so!


      Allegro schrieb:

      Die ersten Rohrübungen habe ich gestern schon mal versucht (nicht gerade erfolgreich ); aber ich fürchte, dass ich dafür nicht genug Geduld und Ausdauer mitbringe
      Wie heißt es bei Leonardo da Vinci: "Nicht wer anfängt, sondern wer da ausharrt -"

      Herzliche Grüße

      Bernd
    • Neu

      arundo donax schrieb:

      Ich hatte vorhin nur den Eindruck, hier im Thread sei plötzlich so eine Art Zirkularatmungshype ausgebrochen
      Vielleicht hat Paula auch einfach nur ein Thema angesprochen, das sowieso dem ein oder andern schon länger unter den Nägeln brannte? :P Auf mich jedenfalls trifft das zu.

      Ich finde diese Technik total nützlich! Es gibt leider immer wieder Passagen, die ohne Verluste mit der normalen Atemtechnik einfach nicht gehen - nicht nur, wenn man so blöd ist, von einer wunderschönen Triosonate die Geigenstimme spielen zu wollen :pfeif:

      Natürlich sind Klang und Musikalität immer das Wichtigste! Ansonsten finde ich jede Investition, die dahin geht, ein Stück professioneller zu werden (bei mir ist es z.B. das Vom-Blatt-spielen oder die Geschwindigkeit der Finger, in die ich noch einiges investieren will bzw. sollte) oder Neuland zu entdecken lohnenswert.

      Liebe Grüße, Zefiretto
      Das Leben ist zu schade, um sich mit schlechten Rohren abzumühen ;-)
    • Neu

      arundo donax schrieb:

      Andere (zum Beispiel meine Ex-Schülerin, die demnächst in Schweden ihre Stelle antreten wird) haben es geschafft, sich von Vollautomatik auf Halbautomatik unzustellen, und ich werde das auch schaffen! Vermutlich werde ich hier noch häufiger erbärmlich jammern und schimpfen, aber ich werde es schaffen!

      Ich ziehe das durch!
      :thumbsup: :thumbsup: :thumbsup:
      Gutes Gelingen!!! :fee:
      Das Leben ist zu schade, um sich mit schlechten Rohren abzumühen ;-)
    • Neu

      Ich gestehe: Mich hat der Zirkularatmungshype gestern Abend auch erfasst, und ich habe eine Stunde vor dem Fernseher geblubbert. Dabei ist mir folgendes aufgefallen: Wenn ich den Strohhalm plattdrücke und mit Oboenansatz reinblase und das Gefühl habe, dass ungefähr soviel Luft durchgeht wie beim echten Oboenspielen, kann ich nicht immerfort durch die Nase einatmen. Ich muss auch durch die Nase ausatmen, ansonsten blähe ich mich immer weiter auf. Oder mache ich da was falsch? Leider hatte ich bei der AM-Session nicht darauf geachtet, ob die Zirkularatmer auch ausatmen durch die Nase oder nur einatmen. Jedenfalls ist es mir nicht möglich, durch das Rohr soviel Luft rauszukriegen, dass die Lunge leer genug wird für frische Luft, wenn ich pausenlos zwei Minuten blasen will. Ist ja beim Oboespielen nicht anders - da muss ich auch immer ausatmen, bevor ich einatmen kann.

      Oder mache ich da was falsch? Am Ende der Stunde Blubbern ging mein Rhythmus eigentlich so, dass ich beim Pusten relativ langsam gleichzeitig durch die Nase ausgeatmet habe, dann die Backen dickgemacht, mit Backenkraft weitergepustet und währenddessen schnell durch die Nase eingeatmet habe. An der Oboe will ich es noch nicht versuchen, sondern erstmal mit dem Wasserglas sicher werden.

      Herzlich Sanipiano
    • Permanentatmung

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      Jaja, die Permanentatmung. Ich finde es erleichtert die Artbeit, wenn man sie kann. Vor allem permanents Ausatmen, das hilft besonders. Irgendwann schafft man das, daß das Ausatmen passiert ohne dass man mehr dran denkt. Dann wirds ziemlich easy. Ich kann das jetzt einigermaßen auf einem Ton. Das ganze sollte aber auch bei Tonwechseln funktionieren. Man hats echt einfacher. Vor allem wenn man die Restluft nebenher rausbekommt.

      Jetzt üb ich ertsmal garnix mehr, weil die Kantate gelaufen ist. Dann schnapp ich mir die Barockoboe und mach, auf was ich Lust hab, Jippie.

      Sanipiano: Holliger empfiehlt erstmal permanentes Ausatmen zu lernen. Beides sollte gehen. Ich persönlich hab glaub mehr Probleme mit Restluft als dass ich keine neue Luft bekomme. In Youtube gibts ein paar gute Videos von Didgeridoo Spielern. Dort ist permanentatmung absolut wichtig.
    • Neu

      Zefiretto schrieb:

      Ich finde diese Technik total nützlich! Es gibt leider immer wieder Passagen, die ohne Verluste mit der normalen Atemtechnik einfach nicht gehen - nicht nur, wenn man so blöd ist, von einer wunderschönen Triosonate die Geigenstimme spielen zu wollen
      Nein, solche Passagen (nenn mir doch mal zwei, drei Beispiele!) gibt es kaum bis gar nicht. Es gibt - sei mir bitte nicht böse - eventuell genug Passagen, die bei dir mit deiner normalen Atemtechnik nicht gehen. Aber abgesehen von modernen Kompositionen, bei denen die Anwendung der Permanentatmung direkt vorgesehen ist, kann man mit einer entsprechend gut trainierten Atmung eigentlich alles spielen (ich spiele bei den Kammermusiksessions mit meinen Streicherfreunden auch häufig Geigenstimmen). Und wie gesagt: Diejenigen Kollegen/Kolleginnen in meinem Umfeld, welche die Permanentatmung prinzipiell beherrschen, wenden sie in der Praxis nicht an.

      Aber macht das, was sich für euch gut anfühlt!

      Sanipiano schrieb:

      Ich muss auch durch die Nase ausatmen, ansonsten blähe ich mich immer weiter auf. Oder mache ich da was falsch? Leider hatte ich bei der AM-Session nicht darauf geachtet, ob die Zirkularatmer auch ausatmen durch die Nase oder nur einatmen. Jedenfalls ist es mir nicht möglich, durch das Rohr soviel Luft rauszukriegen, dass die Lunge leer genug wird für frische Luft, wenn ich pausenlos zwei Minuten blasen will. Ist ja beim Oboespielen nicht anders - da muss ich auch immer ausatmen, bevor ich einatmen kann.
      Nach meinem Wissen gehört auch das Ausatmen durch die Nase zu einer richtigen Permanentatmung.

      Herzliche Grüße

      Bernd
    • Neu

      Sanipiano schrieb:

      Dabei ist mir folgendes aufgefallen: Wenn ich den Strohhalm plattdrücke und mit Oboenansatz reinblase und das Gefühl habe, dass ungefähr soviel Luft durchgeht wie beim echten Oboenspielen, kann ich nicht immerfort durch die Nase einatmen. Ich muss auch durch die Nase ausatmen, ansonsten blähe ich mich immer weiter auf. Oder mache ich da was falsch? Leider hatte ich bei der AM-Session nicht darauf geachtet, ob die Zirkularatmer auch ausatmen durch die Nase oder nur einatmen. Jedenfalls ist es mir nicht möglich, durch das Rohr soviel Luft rauszukriegen, dass die Lunge leer genug wird für frische Luft, wenn ich pausenlos zwei Minuten blasen will. Ist ja beim Oboespielen nicht anders - da muss ich auch immer ausatmen, bevor ich einatmen kann.

      arundo donax schrieb:

      Nach meinem Wissen gehört auch das Ausatmen durch die Nase zu einer richtigen Permanentatmung.
      Oh Gott, ihr habt recht! 8| Das wusste ich bis heute gar nicht. Aber ich mache es ... ich habe mich auch wochenlang geärgert, dass man sich so schnell "aufbläht", und mich gefragt wo in aller Welt die Restluft hinsoll, hab aber gedacht das gibt sich schon und einfach weiter gemacht. Wenn ich es jetzt ausprobiere merke ich, dass ich auch ausatmen kann (ist ja logisch, wenn man den Gaumen dicht machen kann funktioniert Einatmen so gut wie Ausatmen), und ich bin mir sicher, dass ich das auch beim Spielen mache, sonst würde ich gar nicht durchkommen - aber mir war das bisher nicht bewusst. Lustig! :herrje1: Danke, Sanipiano. Jetzt weiß ich wahrscheinlich auch, warum es manchmal besser, manchmal schlechter läuft. :rolleyes:

      Senipita schrieb:

      Irgendwann schafft man das, daß das Ausatmen passiert ohne dass man mehr dran denkt.
      Mir ist genau das passiert, noch bevor ich bewusst daran gedacht habe.

      Ich stelle es mir zu Beginn einfacher vor, nur in eine Richtung zu atmen. Also nur Ausatmen oder Einatmen üben. Sonst gibt's vermutlich nur noch mehr Verwirrung. Ich hab am Anfang erstmal ausgeatmet, dann den Strohhalm in den Mund, mit der Restluft Backen aufblähen und ein, zwei Atemzüge versuchen. Ein zwei Minuten Ziel hätte ich nicht erreicht, bei mir hat's erstmal gedauert, das Prinzip zu lernen.


      Sanipiano schrieb:

      Link zur Permanentatmung, in dem das Ausatmen vorkommt, aber mir nicht ganz klar wird, ob das auf jeden Fall dazugehört.
      Ich würde sagen, man lernt es automatisch dazu, und dann gibt kein Richtig oder Falsch sondern die Leute, die es wirklich drauf haben, können den Atem ganz beliebig lenken wie sie wollen, manche brauchen das Ausatmen viell. nicht/kaum, andere öfter ....


      arundo donax schrieb:

      Nein, solche Passagen (nenn mir doch mal zwei, drei Beispiele!) gibt es kaum bis gar nicht. Es gibt - sei mir bitte nicht böse - eventuell genug Passagen, die bei dir mit deiner normalen Atemtechnik nicht gehen.
      Ich kann mir noch nicht vorstellen, wie man eine ganze Seite 16tel- oder 32tel-Läufe mit einer Achtelpause durchspielen kann, ohne irgendwo hängen zu bleiben. Dazu muss man sehr schnell und präzise aus- und einatmen können, denke ich mal, und dafür braucht es sicher viel Übung. Ich könnte das noch nicht, ohne irgendwo eine deutliche Lücke entstehen zu lassen und würde trotzdem nicht genug Luft wieder aufnehmen können. Oder gibt es da noch ein anderes "Geheimnis"? Wenn du und andere Oboisten alles mit "normaler" Atmung schaffen, dann geht das offenbar auch, aber den Weg dahin stelle ich mir sehr lang vor, oder kann man das so üben wie ne Permanentatmung?
    • Neu

      Paula Fleming schrieb:

      Ich kann mir noch nicht vorstellen, wie man eine ganze Seite 16tel- oder 32tel-Läufe mit einer Achtelpause durchspielen kann, ohne irgendwo hängen zu bleiben.
      Wo in der Literatur außer bei Pasculli begegnet einem denn eine ganze Seite 16tel- oder 32tel-Läufe mit einer Achtelpause? Das atemtechnisch Grenzwertigste, was ich neben ein paar Bach-Geschichten (z.b. "Jesus bleibet meine Freude" aus BWV 147 mit nur einer Oboe) je gespielt habe, war der 2. Satz der 1. Zelenka-Sonate, und auch da handelt es sich eigentlich nur um eine einzige ellenlange Sechzehntelkettte, die ich in zwei Konzerten ohne permanente Atmung hinbekommen habe.


      Paula Fleming schrieb:

      Dazu muss man sehr schnell und präzise aus- und einatmen können, denke ich mal,
      Das muss man allerdings, aber es war für mich (nach einer gewissen Zeit von vielleicht zwei oder drei Jahren natürlich) nie ein Problem. Ich habe das auch nie bewusst geübt.

      Ich will euch jedoch, nachdem ich noch etwas über die Sache nachgedacht habe, nicht den Spaß an der Permanentatmung vermiesen! Wenn es euch Freude macht und wenn ihr glaubt, dass euch das etwas bringt, übt es mit Vergnügen! Viel schaden kann es am Ende nicht - im schlimmsten Fall kommt man nie dahin, dass die Permanentatmung unauffällig und ohne Nebengeräusche durchgeführt werden kann, während die reguläre Atmung auch nicht so schnell und präzise wie nötig funktioniert....

      Herzliche Grüße

      Bernd
    • Neu

      arundo donax schrieb:

      Wo in der Literatur außer bei Pasculli begegnet einem denn eine ganze Seite 16tel- oder 32tel-Läufe mit einer Achtelpause?
      Der letzte Satz des für meine Begriffe von Hindermann nicht besonders geschickt rekonstruierten Bach-Konzerts, welches Leleux neulich in Frankfurt gespielt hat, ist ohne permanente Atmung nur sehr schwer zu bewältigen. Ich lebe aber ganz gut damit, wenn ich just dieses eine Konzert niemals öffentlich aufführe....

      Herzliche Grüße

      Bernd
    • Neu

      arundo donax schrieb:

      im schlimmsten Fall kommt man nie dahin, dass die Permanentatmung unauffällig und ohne Nebengeräusche durchgeführt werden kann,
      ... unauffällig und ohne Nebengeräusche war es weder bei AM noch bei den Meisterschülern. Mir ist - ich saß aber ganz vorn - ein relativ deutlich schnaufendes Nasen-Einatmen aufgefallen, so bin ich überhaupt auf diese Permanentatmung aufmerksam geworden. Und einer der Studenten, ein schmales Hemd. blies dabei immer ganz stark seinen Hals auf. Der sah während des Permanentatmens doppelt so breit aus wie normal - ein ziemlich komischer Anblick, aber je nun...
    • Neu

      arundo donax schrieb:

      Wo in der Literatur außer bei Pasculli begegnet einem denn eine ganze Seite 16tel- oder 32tel-Läufe mit einer Achtelpause?
      Händel HWV242. Aber nicht eine Seite, sondern anderthalb (ok maximal Sechzehntel, aber in dem Tempo keine Möglichkeit schnell irgendwo Luft zu holen ohne zu spät weiterzuspielen). Ansonsten gibt es im schnellen Allegroteil eine einzige Viertelpause (ich korrigiere: zwei mal zwei Viertelpausen bzw. jeweils ein Schlag - ist in dem Tempo trotzdem schnell vorbei). Da ist es allerdings hilfreich, wenn man bei Bedarf zwischendrinnen nachatmen kann.

      Und das geht auch geräuschlos, wenn man es so verinnerlicht hat, dass man den Vorgang nicht mehr bewußt steuern muß. Dass kann ich bestätigen. Man sollte es allerdings nicht auf gehaltenen Noten machen. Üben ja, aber später nur in gebundenen Noten oder im Triller.

      VG

      Palisander
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      Sanipiano schrieb:

      Mir ist - ich saß aber ganz vorn - ein relativ deutlich schnaufendes Nasen-Einatmen aufgefallen, so bin ich überhaupt auf diese Permanentatmung aufmerksam geworden
      Zugegeben entsteht mit der Zeit dennoch ein Rückstau. Der läßt sich nicht vermeiden - auch nicht wenn man auch ausatmen kann. Und dann wird´s trotzdem anstrengend.

      VG

      Palisander
    • Neu

      Wobei hörbares Nasenatmen nicht zwangsläufig etwas mit Permanentatmung zu tun haben muß.......mein Lehrer versucht mich auch immer wieder dahin zu bringen, dass ich bei kurzen Pausen nicht absetze um Luft zu holen sondern ohne Abzusetzen durch die Nase Luft hole. Ist bei kurzen Pausen auch sinnvoll, aber schwierig umzusetzen wenn man es nicht gewöhnt ist.

      VG

      Palisander
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      Der Zelenka wäre mir nicht möglich - hast du diese Sechzehntelkette ohne Luft zu holen durchbekommen?
      Ich würde dann noch zweite Oboe in Beethovens Variationen zu La ci darem la mano WoO 28, Variation 8 anführen (kenne mich in der Literatur nicht so aus und dachte, solcherlei Begleitstimmen gäbe es noch Dutzende). Du könntest das vielleicht mit normaler Atmung ... ich nicht ... :schaem1:



      Sanipiano schrieb:

      Und einer der Studenten, ein schmales Hemd. blies dabei immer ganz stark seinen Hals auf. Der sah während des Permanentatmens doppelt so breit aus wie normal - ein ziemlich komischer Anblick, aber je nun...
      Wer schön sein will, sollte nicht Oboe spielen. Ist ja schon den alten Griechen aufgefallen, Allegro hatte doch mal sowas zitiert ...