Oboen-Frischlinge

    • Allegro schrieb:

      Ich habe gerade eben mal wieder mein Oböchen (VA, ca. 20 Jahre alte, aber "aufgetunte" Patricola) inspiziert und festgestellt, dass diese Klappe - sofern ich denn auch die richtige als solche identifizuert habe - beim normalen rechten und auch beim linken F - immer zu ist. Beim Gabel-F allerdings geht sie auf und ist hierbei ganz offensichtlich die hierfür auch maßgebliche Klappe ...
      Allegro, die Klappe, von der du jetzt redest, ist die Gabel-F-Resonanzklappe und nicht die F-Resonanz-Klappe. An vielen Oboen gibt es beides (und ohne Gabel-F-Resonanzklappe stimmt das Gabel-F eigentlich auf allen Oboen wie Hund und Hupe!).

      Karls Frage hinsichtlich der F-Resonanz-Klappe kann ich allerdings leider auch nicht gescheit beantworten. An meiner Mönnig gibt es bei einwandfrei stimmendem F keine F-Resonanzklappe; trotzdem wird eine solche optional von Mönnig angeboten.... ?( ?(

      Bei der Mönnig hatte ich übrigens heute zu ersten Mal Anspracheprobleme, die wohl mit einer allmählichen Veränderung der Feinjustierung (bei neuen Instrumenten nicht ganz ungewöhnlich) zusammenhingen. In solch einem Fall ist es gut, wenn man sich ein wenig mit der Mechanik und deren Einstellung auskennt, so dass man sich erst mal selber helfen kann! Allerdings befinden sich an der Mönnig Stellschrauben, die ich vorher noch nie gesehen habe (so z.b. eine an der rechten Verbindung zwischen Mittel- und Oberstück). Das Instrument ist tendenziell schon übermechanisiert.....

      Herzliche Grüße

      Bernd
    • F-Resonanzklappe, nicht Gabel-F Resonanzklappe

      Ich meinte die zusätzlich zum "normalen, 4.Finger" F sich öffnende kleine Resonanzklappe, kann gerne auch mal ein Foto senden. Woher ich das weiß? Ganz einfach: Ich habe mir eine Bulgheroni Opera Oboe besorgt und diese getestet. Wegen des schlechten F´s habe ich bei den Fratelli Bulgheroni reklamiert, worauf sie diese Resonanzklappe einbauten und gut war.
    • Neu

      Kasten Oboe-Englischhorn

      Also, ich habe vorgestern von Thomann meinen neuen Kasten für Oboe und Englischhorn bekommen. Das ging schneller als erwartet. Denn ich habe mich ja - eurem Rat folgend und weil das in der Tat voraussichtlich eine Anschaffung fürs Leben ist - für den guten Kasten von Marcus Bonna entschieden und wollte den nicht in Schwarz, sondern in einer anderen Farbe. Da diese Kästen in Brasilien gefertigt werden, hat Thomann dort für mich angefragt (sehr netter Kontakt zum Thomann-Vertriebsleiter "Brass"), und ich konnte ihn mit 4-6 Monaten Lieferfrist, so hieß es, ohne Mehrkosten in jeder Wunschfarbe haben, gegen Vorkasse. Habe ihn also Anfang Mai geordert, und zu meiner Freude war der Kasten dann doch schon nach zwei Monaten da.

      Er gefällt mir sehr gut, ist leicht und klein und handlich. Am besten sind aber die Videos auf der Webseite des Herstellers aus Sao Paulo. Dort wird in schönstem brasilianischen Portugiesisch (das kann ich, weil ich mal ein paar Monate in Brasilien war) in jedem Detail erläutert, wie man die Kästen benutzen soll und wie nicht - sehr nett. Ansonsten lässt sich der Kasten an jedes Oboenmodell anpassen, weil die Haltestücke mit Klettverbindungen am Kasten-Korpus befestigt sind. Die Instrumente werden schwebend gelagert, so dass kein Druck auf der Mechanik ist. Es gibt jede Menge Platz für Zubehör und eine große Notentasche, außerdem eine Regenhülle und Rucksack- sowie Schultergurte. Gestern bin ich mit dem Ding mit dem Fahrrad gefahren, und es ging sehr gut.

      Die Geschichte der Firma finde ich auch sehr sympathisch - sie wurde von einem Hornisten des Sinfonieorchesters von Sao Paulo gegründet. Der hatte einen Unfall mit Rückenverletzung, so dass er einen bequemen Horn-Kasten brauchte. Daraufhin hat er sich selbst einen Horn-Kasten gebaut, weil er mit allen erhältlichen Kästen nicht zufrieden war (zu schwer, zu unhandlich). Danach wollten zuerst die Mitglieder seines Orchesters alle so einen Kasten, und dann auch die Spieler des Münchner Sinfonieorchesters, die zu Besuch in Sao Paulo waren. Deshalb hat er 1991 die Firma gegründet und jetzt 45 Mitarbeiter. Auf der Webseite "http://www.mbcases.com.br/en/" wird stolz das Firmengebäude präsentiert, und das sieht alles sehr authentisch-brasilianisch aus. Der Gedanke macht mir richtig Freude, dass dort dieser Kasten gebaut wurde - weil ich eben mal länger in Brasilien war und diesem Land zugetan bin. Das war am Ende auch einer der Gründe, warum ich mich für diesen Kasten entschieden habe.

      Herzliche Grüße
      Sanipiano
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      Danke für deinen Bericht, Sanipiano! Mir fehlt zwar jegliche Affinität zu Brasilien, aber trotzdem bin ich jetzt motiviert, mir auch einen Koffer von Bonna zu bestellen. Allerdings keinen Doppelkoffer, sondern das "kompakte" Oboenmodell, welches es bei Frank und Meyer zu 240 Euro gibt (Thomann scheint es nicht im Angebot zu haben):

      frankundmeyer.de/meisterinstru…-oboen/etuis-huellen.html

      Der Hintergrund ist, dass ich dringend einen neuen Koffer für meine Marigaux benötige, denn das alte Originaletui (meines Erachtens eh eine Frechheit von einem Koffer! :thumbdown: ) gibt gerade komplett seinen Geist auf. Wenn ich jetzt das hoffentlich vergleichsweise leichte Teil von Bonna kaufe, könnte ich die Marigaux in dem sehr edlen, aber auch sehr schweren Mönnig-Etui der Firma Klawus lagern und den Bonna-Koffer für den alltäglichen Transport meiner Mönnig nutzen. Damit würde ich zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen - erstens würde ich das Nobeletui (mitsamt Elchlederhülle :D ) schonen und zweitens hätte ich auf dem Rad weniger Gewicht zu stemmen. Oder stimmt mit meiner Überlegung etwas nicht?

      Herzliche Grüße

      Bernd
    • Neu

      Auch ich habe Deinen Bericht mit Interesse gelesen, sanipiano.
      Denn irgendwann will auch ich was Neues für mein Oböchen haben ... und gerade die schwebende Lagerung würde mich sehr reizen ... daher habe ich mir in den vergangenen Tagen auch schon alle Koffer bei den einschlägigen Händlern angesehen :D

      @ Bernd, leider steht bei F&M nichts Näheres zum Etui dabei .... welches es also genau ist, geht hieraus nicht hervor :S
      Bei kreedo gibt es auch ein Etui mit schwebender Lagerung von Bonna: kreedo.de/marcus-bonna-oboenko…ompact-nylon-schwarz.html
      Der wäre deutlich günstiger als bei F&M ... ist aber halt nicht aus Kunstleder, sondern aus Nylon ... das einzige, was mir an diesem Koffer nicht gefällt, ist das Aufklappen des Deckels an der Schmalseite :huh:
      Viele Grüße - Allegro

      Musik ist, die in den Noten versteckten Töne frei werden zu lassen (nach Philmus)
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      Allegro schrieb:

      Bei kreedo gibt es auch ein Etui mit schwebender Lagerung von Bonna: kreedo.de/marcus-bonna-oboenko…ompact-nylon-schwarz.html
      Der wäre deutlich günstiger als bei F&M ... ist aber halt nicht aus Kunstleder, sondern aus Nylon ... das einzige, was mir an diesem Koffer nicht gefällt, ist das Aufklappen des Deckels an der Schmalseite
      Danke für den Hinweis, Allegro! Ich vermute mal, dass es sich um genau den Koffer handelt, den ich mir bei F&M zu 240 Euro ausgeguckt habe. Dieser Koffer wird es aber bei mir nicht werden. Denn noch mehr als das in der Tat etwas unpraktische Aufklappen an der Schmalseite stört mich die Tatsache, dass der Koffer selber ganz offensichtlich mit einem Reißverschluss zugemacht wird. Und solch ein Reißverschluss ist immer eine Schwachstelle, die früher oder später für den Exitus der ganzen Angelegenheit sorgt. Ich möchte aber einen Koffer, der mich überlebt....also muss ich neue Überlegungen anstellen..... :(

      Herzliche Grüße

      Bernd
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      Ich empfehle nicht die kompakt Version sondern die Version Skai-Leder, denn die wird auf der Breitseite geöffnet. Die Etuis sind sehr leicht, klein, solide und die Oboe ist sicher darin versorgt.
      Habe gute Erfahrungen damit gemacht und verwende das Etui gerne. Reißverschluss ist sehr solide, Bernd!
    • Neu

      Karl Wentzel schrieb:

      Reißverschluss ist sehr solide, Bernd!
      Hmm, dann denke ich noch mal über die nicht kompakte Version nach.....

      Ansonsten würde es wohl doch auf den sensationell stabilen Klawus-Koffer hinauslaufen. Am günstigsten scheint er von Heiko Frosch angeboten zu werden: oboe-shop.de/de/oboe-etui-mit-…tem-haltesystem-2981.html

      Aber dann habe ich immer noch so ein schweres Ding auf dem Buckel.....

      Herzliche Grüße

      Bernd
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      Bin von der Qualität der Klawus Koffer auch begeistert, jedoch sind die m.E. für den täglichen Gebrauch zu schwer. Ich habe mir einen Doppelkoffer für Bachkantaten anfertigen lassen (Oboe und d'amore) den ich nicht mehr missen will. Am besten man macht mal einen Ausflug ins Vogtland und besucht den Hersteller, dann kann er Maß nehmen und man kann die Form, Lederfarbe und die Innenauskleidung gemeinsam bestimmen. Macht Spaß!
    • Neu

      Meine beiden Adler-Oboen (Diva und Ringklappen-Modell) von 1993 und 1994 sind ab Werk mit Lederkoffern von Klawus ausgestattet, und bis auf kleine Bestoßungen an den Ecken, wie sie mit der Zeit nicht ausbleiben, sind diese Koffer nach über 20 Jahren noch tadellos in Schuss. Der kaum ältere Marigaux-Plastekoffer löst sich dagegen in Wohlgefallen auf, und den im gleichen Stil gehaltenen Lorée-d´-amore-Koffer musste ich auch schon mal restaurieren lassen.

      In den 90ern war ich wegen des engen Kontakts mit Adler und Mönnig häufiger in Markneukirchen, und einmal habe ich dann auch die Firma Wunderlich (Klawus = Klaus Wunderlich) aufgesucht und mir dort unter anderem ein 100er-Rohretui anfertigen lassen. Dass ein Besuch in diesem Hause Freude macht, kann ich bestätigen.

      Leider liegt Markneukirchen nicht gerade bei mir um die Ecke. Und mir fehlt mittlerweile schlicht und einfach die Zeit für derartige Ausflüge. Is nich mehr wegen is nich.... ;( :heul1:

      Herzliche Grüße

      Bernd
    • Neu

      arundo donax schrieb:

      Oder stimmt mit meiner Überlegung etwas nicht?
      Stimmt alles, würde ich sagen. Hier "http://www.mbcases.com.br/en/products/compact-case-for-oboe/" sind noch mehr Fotos von der "compact case".

      Wie gesagt, Thomann kann die dir in jeder beliebigen Farbe besorgen, mit etwas Lieferzeit, und möglicherweise günstiger (meiner war auf diese Weise immerhin 46 Euro günstiger als bei F&M und ohne Lieferkosten). Es gibt sie genauso mit Öffnung von der Breitseite: "http://www.mbcases.com.br/en/products/oboe-case/ Der Kontakt dort ist der Vertriebsleiter brass, Harald Büttner, Email "brass@thomann.de". Kannst gleich von mir grüßen, der war wirklich sehr nett und hilfreich.

      Viele Grüße
      Sanipiano
    • Neu

      Karl Wentzel schrieb:

      Bernd, kannst Du mal ein Foto Deiner Adler senden?
      Karl, grundsätzlich würde ich das gerne machen, aber ich bin einer der letzten Neandertaler und besitze nicht einmal eine digitale Kamera. Du kannst auf meiner Website ein Foto von mir mit meiner Ringklappen-Adler sehen, und unter dem Menüpunkt "Oboenrohre" gibt es auch einen Ausschnitt von der Diva, die aus Cocobolo gemacht wurde und güldene Klappen aufweist. Beide Instrumente besitzen den Korpus, den die "Profimodelle" (damals mit der Bezeichnung 2010/40) von Adler in den 90ger Jahren hatten; damit sind sie dickwandiger als die alten Sonora-Oboen. Die Diva wurde von meinem ersten Lehrer gründlich getunt, indem sie mit einem Metallkopf versehen und an verschiedenen Stellen in der Bohrung verändert wurde; die Ringklappenoboe (eine Sonderanfertigung, die es in dieser Form ab Werk sonst nicht gab) ist so geblieben, wie sie war. Rein qualitativ tun sich beide Instrumente nicht sehr viel. Die Ringklappen-Adler, die exzellent intoniert, ist etwas kleiner in Ton als die Diva, was ich auf den fehlenden Metallkopf zurückführe. Aber beide Oboen erstaunen die Kollegen immer wieder, wenn sie sie ausprobieren (die Vorurteile gegenüber Adler sind vielfach doch recht groß)...

      Die neuen Adler-Oboen, die ich in den letzten Jahren probiert habe, kommen an meine beiden alten Schätzchen allerdings beileibe nicht heran. Sie schwingen viel schlechter durch und stimmen für meine Begriffe auch weniger gut.

      Sanipiano schrieb:

      Wie gesagt, Thomann kann die dir in jeder beliebigen Farbe besorgen, mit etwas Lieferzeit, und möglicherweise günstiger (meiner war auf diese Weise immerhin 46 Euro günstiger als bei F&M und ohne Lieferkosten). Es gibt sie genauso mit Öffnung von der Breitseite: "http://www.mbcases.com.br/en/products/oboe-case/ Der Kontakt dort ist der Vertriebsleiter brass, Harald Büttner, Email "brass@thomann.de". Kannst gleich von mir grüßen, der war wirklich sehr nett und hilfreich.
      Sanipiano, ich schwanke jetzt doch noch zwischen einem Bonna-Koffer und dem Klawus-Etui....aber wenn ich ein Bonna-Modell kaufe, werde ich das sicher bei Thomann machen und den Vertriebsleiter auch gerne von dir grüßen!

      Herzliche Grüße

      Bernd
    • Neu

      Hallöchen! :wink:

      arundo donax schrieb:

      Ihr sei alle mit der Halbautomatik aufgewachsen, gelle? Bei den vollautomatischen Oboen, die ich seit Jahrzehnten spiele (auch bei den Marigauxen!) ist die Rolle obligatorisch
      ...also, jetzt steh ich completamento auf dem Schlauch. ?( :megalol:
      Was hat die f-Rolle mit Halb- oder Vollautomatik zu tun? Ich hatte bisher angenommen, die sei dazu da, dass man bequem mit dem Ringfinger vom f-Drücker auf's d rutschen und somit vom rechtsgegriffenen f aufs rechtsgegriffene es wechseln könne... *grübel*

      arundo donax schrieb:

      ...und im Gegenzug frage ich: Wie macht ihr das an bestimmten Stellen mit der gottverdammten Halbautomatik?
      Die von Dir genannte Passage kenne ich nicht. Aber zumindest beim a'' gibt's den kleinen Tipp, dass es bei schnellen Tonwechseln auch ohne die 2.Oktavklappe zu spielen geht (vermutlich hast Du das schon längst bemerkt...).

      arundo donax schrieb:

      Kann ich dir zufälligerweise liefern! Davon habe ich eine (Live)aufnahme, die unter ganz ordentlichen Klangbedingungen auf CD gebracht wurde. Allerdings habe ich die Scheibe soeben an meinen Schüler Detlef, der auch ab und an in unserem Thread aktiv ist, verliehen (nicht wegen Geminiani, sondern wegen der auch enthaltenen Sammartini-G-Dur-Sonate). Aber wie ich ihn kenne, macht er gerne eine Kopie für dich.
      Darf ich mich anschließen? Ich bin auch sehr an einer Kostprobe Deines ausgegriffenen ais-h-Trillers interessiert :D :P - sowie natürlich ganz allgemein daran, Dich mal spielen zu hören :)

      Lieben Gruß, Zefiretto
      Das Leben ist zu schade, um sich mit schlechten Rohren abzumühen ;-)
    • Neu

      @Sanipiano

      Das ist ja eine schöne Geschichte mit Deinem in Brasilien gefertigten Instrumentenkoffer. So ein persönlicher Bezug zu etwas macht viel aus, finde ich, und wenn's ums Thema Oboe geht, ist es gleich doppelt schön ;)


      Karl Wentzel schrieb:

      Ganz einfach: Ich habe mir eine Bulgheroni Opera Oboe besorgt und diese getestet.
      Karl, wie hat Dir denn die "Opera" gefallen? Ich hab schon viel Gutes über sie gehört.
      Und wenn ich nicht so viel Geld in meine Rigoutat Expression gesteckt hätte - die ich jetzt möglicherweise nicht mehr "loswerde" - , wäre ich sehr daran interessiert, dieses Modell auszuprobieren... Gerade wird meine uralt-Bulgheroni (die mit "Durin" beschriftet ist, wohl nach dem Instrumentenbauer, der die Mechanik aufgesetzt hat) überholt. Sie hat erhebliche intonatorische Mängel (die hoffentlich demnächst Vergangenheit sind), aber der Klang und die leichte Ansprache gefallen mir sehr.


      Liebe Grüße, Zefiretto
      Das Leben ist zu schade, um sich mit schlechten Rohren abzumühen ;-)
    • Neu

      Zefiretto schrieb:

      ich bin auch sehr an einer Kostprobe Deines ausgegriffenen ais-h-Trillers interessiert
      Der klingt bei Bernd nicht anders als jeder andere "normale" Triller auch ;)
      Oder anders gesagt: man hört überhaupt nicht, dass dieser Triller eine besondere fingertechnische Herausforderung darstellt :verbeugung2:
      Und Bernd klingt und spielt wirklich wunderschön :verbeugung2: Eine seiner CDs war eine der Aufnahmen, die mich immer mehr zur Oboe hinzogen :D
      Viele Grüße - Allegro

      Musik ist, die in den Noten versteckten Töne frei werden zu lassen (nach Philmus)
    • Neu

      Zefiretto schrieb:

      ...also, jetzt steh ich completamento auf dem Schlauch.
      Was hat die f-Rolle mit Halb- oder Vollautomatik zu tun? Ich hatte bisher angenommen, die sei dazu da, dass man bequem mit dem Ringfinger vom f-Drücker auf's d rutschen und somit vom rechtsgegriffenen f aufs rechtsgegriffene es wechseln könne... *grübel*
      Generell hat die f-Rolle nichts mit der Halb- oder Vollautomatik zu tun, aber merkwürdigerweise kommt sie wohl fast nur bei vollautomatischen Instrumenten vor (bei denen sie nebenbei bemerkt auch keinen Sinn macht, da es ja das linke f und das Gabel-f gibt). Jedenfalls verhält sich das bei den Oboen in meiner Sammlung so - die Halbautomaten haben die Rolle nicht, die Vollautomaten haben sie fast alle. Warum auch immer...? ?( ?

      Zefiretto schrieb:

      Darf ich mich anschließen? Ich bin auch sehr an einer Kostprobe Deines ausgegriffenen ais-h-Trillers interessiert - sowie natürlich ganz allgemein daran, Dich mal spielen zu hören
      Eine Kopie der CD geht dir im Laufe des Sommers zu. Es kann aber ein paar Wochen dauern.

      Allegro schrieb:

      Und Bernd klingt und spielt wirklich wunderschön
      Ähhhemm, ähh :versteck1: ---- die betreffende CD habe ich mir vor ein paar Tagen noch mal angehört: Mit meinem Klang an sich bin ich in diesem Fall recht zufrieden, aber ansonsten liegt da im Vergleich zu den bekannten Größen unserer Zunft (und nicht nur zu denen, sondern auch im Vergleich zu etlichen weniger bekannten Oboisten aus Berufsorchestern) sehr, sehr viel im Argen! Ich weiß einigermaßen, wo ich stehe (!). Wenn ich einen guten Tag habe, kann ich klanglich und emotional schon ein bisschen was losmachen, aber es fehlt mir schlussendlich arg an technischer Souveränität - trotzdem danke für die Blumen, Allegro! :versteck1: :schaem1:

      Herzliche Grüße

      Bernd
    • Neu

      Allegro schrieb:

      Und Bernd klingt und spielt wirklich wunderschön Eine seiner CDs war eine der Aufnahmen, die mich immer mehr zur Oboe hinzogen
      Da hat Bernd offensichtlich was richtig gemacht, wenn dadurch unsere Zunft um ein wertvolles Mitglied bereichert wurde - gut so :top: :D

      arundo donax schrieb:

      Eine Kopie der CD geht dir im Laufe des Sommers zu. Es kann aber ein paar Wochen dauern.
      Echt?? Da freu' ich mich aber riesig drauf!!! :sofa1: Danke.


      LG, Zefiretto
      Das Leben ist zu schade, um sich mit schlechten Rohren abzumühen ;-)
    • Neu

      Gerade habe ich die erste Stimme der "Nacht auf dem kahlen Berge" doch an meinen Kollegen abgegeben - krieg ich in dem Tempo nicht gscheit hin :heul1: :heul1: :heul1: Einzelne solcher Gruppen gehen ja noch, aber zeilenweise... Da setzt's bei mir dann irgendwann aus :ohnmacht1:
      Ist schon bitter, wenn man so an die Grenzen der eigenen Begabung stößt ;(

      Krokodilstränengrüße von Zefiretto...
      Das Leben ist zu schade, um sich mit schlechten Rohren abzumühen ;-)
    • ... jaja die Grenzen ....

      Neu

      Nein, ist nicht schlimm. Das darf dann passieren, wenn man Laie ist. Mit Profis sieht das schon anders aus. Wichtig ist nur, daß man seine Grenzen einschätzen kann als Laie und sich damit dann nicht unglücklich macht wenn man weit drüber hinauskommt. Ich bin da immer hin- und hergerissen. Einerseits braucht man eine Herausforderung, aber wenn die einem dann so Stress bereitet, daß es einem nicht gut tut, dann sollte man es auch lieber lassen. Ich lass in dem Fall die Profis ran. Ich weiß noch, wie mal in einem Kammerorchester die neuen Noten kamen, ich hatte geplant Englisch-Horn zu spielen. Ich glaube es war Faure, Berlioz oder Milhaud, ich schau die Noten an, pack mein Zeug zusammen und sag: "ich bin nächstes Jahr wieder dabei, auf Wiedersehen". Das war einfach weit außerhalb meiner Reichweite. Ich glaub, hätt ich damals meinen heutigen Oboenunterricht gehabt, hätte ichs zumindest probiert.