amazon, jpc, ebay, 2001 & Co.: Erfahrungen positiver und negativer Art

    • Als Überdruckventil geht alles, was schon im Warenkorb war aber doch wieder gelöscht wurde, in die warenkorbeigene Liste "für später gespeichert". Auch recht praktisch. Nicht bei allem, was auf meiner Wunschliste steht, hege ich ernsthafte Kaufabsichten. Dient zu Beobachtungszwecken bzw. Merkzwecken (es soll ja auch noch öffentliche Bibliotheken geben. Bei denen die Mahngebühren in etwa einem Marketplacegebrauchtkauf entsprechen :D )
      Karajan hat keinen eigenen Klang. Den macht das Orchester.
    • Maurice schrieb:

      Ich habe auch vier davon, damit das nicht alles zu lange wird.....
      Ich habe bei Amazon z.Z. zehn Listen zu verschiedenen Schlagworten, aber keine ans Limit vollgepackt; die kleinste umfaßt fünf Eintragungen. Aber ich bin zufrieden, daß ich alle Alte-Musik-Veröffentlichungen auf meinen Merklisten unterbringen kann; Amazon würde sich freuen... :zahlen1:
      "Interpretation ist mein Gemüse."
      Hudebux
      "Derjenige, der zum ersten Mal anstatt eines Speeres ein Schimpfwort benutzte, war der Begründer der Zivilisation."
      Jean Paul
    • Mal was anderes:

      Unter amazon-Kunden-Produktbewertungen wird man gefragt: "War diese Rezension hilfreich für Sie? Ja / Nein".

      Und unter einer Kurzkritik von Goethes Faust im Sinne von "was will der verzopfte alte Spaßt, ich hasse meinen Lehrer, weil ich diesen Scheißdreck lesen musste!" stand dann bis neulich als Fazit: "3 von 85 Personen fanden diese Information hilfreich". Jetzt steht nur noch: "3 Personen fanden diese Information hilfreich". Was soll der Käse !? Dann muss ich auch nicht mehr "nein" klicken, wenn es eh nicht der (ver)öffentli(t)chen Meinung dient.
      Karajan hat keinen eigenen Klang. Den macht das Orchester.
    • Die Infos sind noch da, werden aber nur noch unter dem Direktlink der Kritik angezeigt (auf Titel der Rezi klicken, dann sollte es gehen); ist einer dieser famosen Tricks, sowas zu verschleiern.

      Im Übrigen bin ich dafür, bei Nichtgefallen sowas immer mit Nein zu bewerten - auch wenn man nicht sieht, wieviele das bisher sind... :D
      "Interpretation ist mein Gemüse."
      Hudebux
      "Derjenige, der zum ersten Mal anstatt eines Speeres ein Schimpfwort benutzte, war der Begründer der Zivilisation."
      Jean Paul
    • ThomasBernhard schrieb:

      Und unter einer Kurzkritik von Goethes Faust im Sinne von "was will der verzopfte alte Spaßt, ich hasse meinen Lehrer, weil ich diesen Scheißdreck lesen musste!" stand dann bis neulich als Fazit: "3 von 85 Personen fanden diese Information hilfreich".
      Ich finde die Antwort bemerkenswert. Endlich mal jemand, der klar seine Meinung sagt. Das ist inhaltlich zwar völliger Unsinn, aber passt in die heutige Welt rein. Ich kann mit Goethe oder Schiller auch nichts mehr anfangen, man hat damals ein völlig anderes Deutsch geschrieben und gesprochen.
      Viele Grüße sendet Maurice

      Musik bedeutet, jemandem seine Geschichte zu erzählen und ist etwas ganz Persönliches. Daher ist es auch so schwierig, sie zu reproduzieren. Niemand kann ihr am Ende näher stehen als derjenige, der/die sie komponiert hat. Alle, die nach dem Komponisten kommen, können sie nur noch in verfälschter Form darbieten, denn sie erzählen am Ende wiederum ihre eigene Geschichte der Geschichte. (ist von mir)
    • Maurice schrieb:

      man hat damals ein völlig anderes Deutsch geschrieben und gesprochen.
      Darum geht es doch gar nicht - es soll ein Beispiel für stilistisch angewandte Sprache präsentiert werden.
      "Interpretation ist mein Gemüse."
      Hudebux
      "Derjenige, der zum ersten Mal anstatt eines Speeres ein Schimpfwort benutzte, war der Begründer der Zivilisation."
      Jean Paul
    • Josquin Dufay schrieb:

      Darum geht es doch gar nicht - es soll ein Beispiel für stilistisch angewandte Sprache präsentiert werden.
      Sprache ändert sich, das ist ein normaler Vorgang. Und Josquin hat Recht: Hier geht es um Sprache als ästhetisches Instrument. Und wenn man den Faust betrachtet: Es gibt Werke aus dem zeitlichen Umfeld des Faust, die sprachlich deutlich höhere Hürden darstellen. Viele Stücke des Sturm und Drang sind weitaus schwieriger im Unterricht einsetzbar - wobei es immer darauf ankommt, wie ich dieses Problem als Lehrer angehe. Und gerade der Faust bietet eine Fülle von Ansatzpunkten, seine Aktualität aufzuzeigen: Neulich habe ich ihn meinen Grundkurs Szenen des Faust in die "Gegenwart" "übersetzen" lassen - und spielen lassen. Das hat erstaunlich gut funktioniert - und dokumentiert die Zeitlosigkeit großer Literatur.
      Rem tene- verba sequentur - Beherrsche die Sache, die Worte werden folgen

      Cato der Ältere
    • Wenn Faust wirklich ein "völlig anderes Deutsch" wäre, wäre das Stück viel schwerer zu verstehen. Es wäre auch unverständlich, warum man beinahe auf jeder zweiten Seite ein heute noch zumindest zuweilen gebrauchtes "geflügeltes Wort" findet.
      Anmerkungen braucht man dort m.E. nur sehr selten wegen der Sprache, sondern viel eher aufgrund der vielen kulturellen Bezüge (nicht nur in der klassischen Walpurgisnacht), die man heute kaum noch voraussetzen kann.

      Zurück zum Thema: Es ist in der Tat sinnlos, Rezensionen als "hilfreich" zu bewerten, wenn das nur positiv geschehen kann. Ich fände es, ehrlich gesagt, sogar sinnvoll, wenn Amazon solche offensichtlich idiotischen "Rezensionen" löschen würde, allein aufgrund der Übersichtlichkeit. Viel häufiger als Kommentare frustrierter Pennäler ist ja, dass jemand versehentlich eine Verkäuferbewertung als Produktbewertung eingestellt hat. Da steht dann unter Beethovens 5. "Schneller Versand und in gutem Zustand" o.ä.
      Diese Musik ist scheußlich. Dieses Umkehren des Wohllautes, dieses Notzüchtigen des Schönen würde in den guten Zeiten Griechenlands mit Strafen von Seite des Staates belegt worden sein. Solche Musik ist polizeiwidrig, sie würde Unmenschen bilden, wenn es möglich wäre, daß sie nach und nach allgemeinen Eingang finden könnte. [...] Diese Oper kann nur Narren gefallen, oder Blödsinnigen oder Gelehrten, oder Straßenräubern und Meuchelmördern. (Grillparzer über Webers Euryanthe, 1823)
    • Kater Murr schrieb:

      Zurück zum Thema: Es ist in der Tat sinnlos, Rezensionen als "hilfreich" zu bewerten, wenn das nur positiv geschehen kann. Ich fände es, ehrlich gesagt, sogar sinnvoll, wenn Amazon solche offensichtlich idiotischen "Rezensionen" löschen würde, allein aufgrund der Übersichtlichkeit.
      Im ersten Punkt gebe ich Dir recht, im zweiten nicht. Das käme einer Zensur gleich, und wäre gegen jeden demokratischen Grundgedanken, auch wenn ich es bei einigen "Kritiken" als angebracht ansehen würde. Doch wo soll hier die Grenze liegen? Löschen ja, wenn es sich offensichtlich um Lieferanten-Bewertungen geht, das ja.

      Ich habe auch festgestellt, dass oftmals die Kritiken mit dem Artikel nicht überein stimmen. Ob das gewollt ist oder nicht, möchte ich nicht mal lange diskutieren, aber ich schreibe das neuerdings Amazon, dass hier wohl ein "Fehler" unterlaufen wäre, wo auch immer er geschehen ist.

      Ebenfalls finde ich Kritiken in fremden Sprachen nur bedingt hilfsbereit, aber sie sind zumindest ein Anhaltspunkt. Während man bei englisch-sprachigen Kritiken annehmen kann, dass sie einigermaßen verstanden werden können, sieht es bei anderen Sprachen wie Spanisch, Französisch oder Portugiesisch anders aus.
      Viele Grüße sendet Maurice

      Musik bedeutet, jemandem seine Geschichte zu erzählen und ist etwas ganz Persönliches. Daher ist es auch so schwierig, sie zu reproduzieren. Niemand kann ihr am Ende näher stehen als derjenige, der/die sie komponiert hat. Alle, die nach dem Komponisten kommen, können sie nur noch in verfälschter Form darbieten, denn sie erzählen am Ende wiederum ihre eigene Geschichte der Geschichte. (ist von mir)
    • Maurice schrieb:

      Ich habe auch festgestellt, dass oftmals die Kritiken mit dem Artikel nicht überein stimmen.
      Das wohl schlimmste Vorhaben, was Amazon umgesetzt hat: die Rezis zu bestimmten Titeln der ganzen ähnlichen Gruppe zuzuschlagen. Früher war die Rezension nur bei dem Artikel zu finden, für die man sie geschrieben hatte; nun werden sie auch anderen Artikeln zugeordnet, die wohl ähnlich sind; bei Klassik halt Beethoven 9 Karajan zu allen Artikeln, die diesem Kriterium entsprechen. Sehr verwirrend.
      "Interpretation ist mein Gemüse."
      Hudebux
      "Derjenige, der zum ersten Mal anstatt eines Speeres ein Schimpfwort benutzte, war der Begründer der Zivilisation."
      Jean Paul
    • Maurice schrieb:

      Kater Murr schrieb:

      Zurück zum Thema: Es ist in der Tat sinnlos, Rezensionen als "hilfreich" zu bewerten, wenn das nur positiv geschehen kann. Ich fände es, ehrlich gesagt, sogar sinnvoll, wenn Amazon solche offensichtlich idiotischen "Rezensionen" löschen würde, allein aufgrund der Übersichtlichkeit.
      Im ersten Punkt gebe ich Dir recht, im zweiten nicht. Das käme einer Zensur gleich, und wäre gegen jeden demokratischen Grundgedanken, auch wenn ich es bei einigen "Kritiken" als angebracht ansehen würde. Doch wo soll hier die Grenze liegen? Löschen ja, wenn es sich offensichtlich um Lieferanten-Bewertungen geht, das ja.

      Ich habe auch festgestellt, dass oftmals die Kritiken mit dem Artikel nicht überein stimmen. Ob das gewollt ist oder nicht, möchte ich nicht mal lange diskutieren, aber ich schreibe das neuerdings Amazon, dass hier wohl ein "Fehler" unterlaufen wäre, wo auch immer er geschehen ist.

      Ebenfalls finde ich Kritiken in fremden Sprachen nur bedingt hilfsbereit, aber sie sind zumindest ein Anhaltspunkt. Während man bei englisch-sprachigen Kritiken annehmen kann, dass sie einigermaßen verstanden werden können, sieht es bei anderen Sprachen wie Spanisch, Französisch oder Portugiesisch anders aus.
      Mir ist lieber eine französische oder italienische Kritik als gar keine. Obwohl ich beide Sprachen nicht aktiv beherrsche, kann ich sie gut genug lesen, um das meiste in so einem Textchen zu verstehen.
      Im Zweifelsfall immer Haydn.
    • Den Produktbewertungen und Kritiken bei amazon stehe ich grundsätzlich sehr skeptisch gegenüber. Zwar gibt es immer mal wieder einzelne Rezensenten, die über Sachkenntnis verfügen, und auch wirklich etwas aussagen können. Aber meistens ist es entweder belanglos oder ärgerlich. Es gibt immer wieder Zeitgenossen, die sich über irgend etwas auskotzen was ihnen nicht in den Kram passt (z.B. jemand, der ein Gulda-Hasser ist, und das auch bei jeder Aufnahme ausdrücken möchte). Und dann werden bisweilen gar nicht die Aufnahmen besprochen sondern ganz andere Dinge, wie z.B. die Verpackung. Und das geht dann alles in die Bewertung der Sterne mit ein.

      Peter
      "Sie haben mich gerade beleidigt. Nehmen Sie das eventuell zurück?" "Nein" "Na gut, dann ist der Fall für mich erledigt" (Groucho Marx)
    • Eusebius schrieb:

      Den Produktbewertungen und Kritiken bei amazon stehe ich grundsätzlich sehr skeptisch gegenüber. [...]
      Wie? Du hältst den Inhalt aller Amazon-Rezensionen für so wichtig, daß es sich lohnt, sich über deren niedriges Niveau zu beklagen? ?(

      Beim Lesen jeder Amazon-Rezension ist Differenzierung einfach die Grundvoraussetzung. Es gibt welche, die taugen nichts, da die Rezensenten keine Ahnung von der Materie haben. Was sie dann schreiben, ist in fast allen Fällen überflüssig.

      Dafür gibt es die Kenner, die Ahnung haben - denen kann man mehr glauben. Kann, muß nicht. Schwachsinn zu schreiben ist nicht abhängig vom Grad des Wissens... :saint:
      "Interpretation ist mein Gemüse."
      Hudebux
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      Jean Paul
    • Josquin Dufay schrieb:

      Beim Lesen jeder Amazon-Rezension ist Differenzierung einfach die Grundvoraussetzung.
      So ist es nicht nur bei Amazon, sondern auch bei JPC, bzw. in allen Bereichen, die solche Kritiken zulassen. Das gilt auch für Foren..... :D
      Viele Grüße sendet Maurice

      Musik bedeutet, jemandem seine Geschichte zu erzählen und ist etwas ganz Persönliches. Daher ist es auch so schwierig, sie zu reproduzieren. Niemand kann ihr am Ende näher stehen als derjenige, der/die sie komponiert hat. Alle, die nach dem Komponisten kommen, können sie nur noch in verfälschter Form darbieten, denn sie erzählen am Ende wiederum ihre eigene Geschichte der Geschichte. (ist von mir)
    • Josquin Dufay schrieb:

      Beim Lesen jeder Amazon-Rezension ist Differenzierung einfach die Grundvoraussetzung. Es gibt welche, die taugen nichts, da die Rezensenten keine Ahnung von der Materie haben. Was sie dann schreiben, ist in fast allen Fällen überflüssig.
      Immerhin liefern Orthografie, Grammatik und Wortwahl häufig einen ersten Anhaltspunkt über den Horizont des Schreiberlings. Was nicht ausschließt, dass der eine oder andere Angelesenes und Halbverdautes wiederkäut und hinter den Absichtserklärungen von Sachmitteilungen tatsächlich eine Wahrheit steckt.

      Zwar ist es grundsätzlich möglich, dass jemand in geschliffenem Stil schreibt, aber, sagen wir, in Sachen Harmonielehre nur über sehr begrenzte Kenntnisse verfügt.

      Der umgekehrte Fall, dass ein ausgewiesener musikalischer Experte regelmäßig in orthografischer, grammatikalischer und stilistischer Weise danebenläge, wäre aber höchst erstaunlich.

      Ausnahmen bestätigen wie immer die Regel.

      Gruß
      MB

      :wink:
      " ... weil es nicht um mein Ego, sondern um die Musik geht ... " (Zitat arundo donax)
    • Das Problem ist so alt wie nervig, aber ich rege mich doch immer wieder auf.

      Produkt:




      Kundenrezension: (der Kunde kann sicherlich nichts dafür, dass amazon seinen Kommentar dem falschen Produkt zuordnet)

      5 Sternchen
      Von Ein Kunde am 12. Februar 2002
      Format: Blu-ray
      Sehr empfehlendswert für alle Kinder zwischen 2 und 6 Jahren. Sehr lehrreich, unterhaltsam und abwechslungsreich, da viele verschiedene Spiele angeboten werden.




      Nich sehr "empfehlendswert", was da bei amazon abgeht. "Missbrauch melden" will ich ja auch nicht. Funktion "Fehler melden" (nicht Rechtschreibfehler, Verlinkfehler) wäre gut.
      Karajan hat keinen eigenen Klang. Den macht das Orchester.
    • ThomasBernhard schrieb:

      Nich sehr "empfehlendswert", was da bei amazon abgeht. "Missbrauch melden" will ich ja auch nicht. Funktion "Fehler melden" (nicht Rechtschreibfehler, Verlinkfehler) wäre gut.
      Genau DAS mache ich inzwischen. Den "Fehler melden". Mal schauen, ob sich dafür überhaupt jemand interessiert. Ich vermute mal -Nein. :D ?(
      Viele Grüße sendet Maurice

      Musik bedeutet, jemandem seine Geschichte zu erzählen und ist etwas ganz Persönliches. Daher ist es auch so schwierig, sie zu reproduzieren. Niemand kann ihr am Ende näher stehen als derjenige, der/die sie komponiert hat. Alle, die nach dem Komponisten kommen, können sie nur noch in verfälschter Form darbieten, denn sie erzählen am Ende wiederum ihre eigene Geschichte der Geschichte. (ist von mir)