amazon, jpc, ebay, 2001 & Co.: Erfahrungen positiver und negativer Art

    • Jetzt merke ich,
      dass ich kein ausgeprägter Sammler bin, aber es gibt zwei Faktoren, die es teurer machen können: (wissenschaftliche) Bücher aus meinem Metier und Musik der 2. Hälfte des 20. Jahrhunderts sind so billig zumeist nicht zu haben, da übersteigt auch einiges die 10- Euro-Grenze (von Gavril Povov bis Per Nörgard).
      Aber es gibt bestimmte Dinge, wo man schnell zugreifen muss, weil sie zum 1/10 des Preises angeboten werden, den man dafür ausgeben würde. Dann ist es ganz gut, noch einiges für "Beifänge" auf dem Merkzettel zu haben. Ergebnis: ich bestelle zwei- bis maximal viermal im Jahr, dann aber für 35 bis 75 EUR. Für mich ist die schlechte Auffindbarkeit der Artikel und mein (Un-) Sinn für eher Entlegenes von Vorteil.
      Das mit dem Paket-Kaufen steckt bei mir noch in den Knochen von früher. Bei "großen" Bestellungen gab es beim Plattenlatten 10% Rabatt. Aber für die 10 CDs war ich immer über 300 EUR los.
      Beste Grüße, Kermit
      Es ist vielfach leichter, eine Stecknadel in einem Heuhaufen zu finden, als einen Heuhaufen in einer Stecknadel.
    • CatoMaior schrieb:

      Kennt ihr Ähnliches?
      Ja. Zweimal kam statt der bestellten CD irgendein Sampler. Die Möpse haben die Möpse aber schnell zurücküberwiesen. Höfliche Reaktionen auf meine Reklamationen.

      Ansonsten habe ich mit denen durchwegs gute Erfahrungen.

      :wink:
      Es grüßt Gurnemanz
      ---
      Der Kunstschaffende hat nichts zu sagen - sondern er hat: zu schaffen. Und das Geschaffene wird mehr sagen, als der Schaffende ahnt.
      Helmut Lachenmann

      Ein Pianist, der still und schweigend am Klavier sitzt, ist bereits eine Aussage.
      Rebecca Saunders
    • Die bizarrsten Fälle habe ich oben vermutlich schon einmal genannt: Einmal eine Raubkopie, inkl. kopierter Einleger, evtl. sogar mit entsprechend beklebten Scheiben, so dass man auf den ersten Blick wirklich getäuscht werden konnte. Ich musste die tatsächlich zurückschicken, um das Geld zurückzuerhalten. Dann eine CD mit chinesischer Popmusik, die ich nicht bestellt hatte (es gibt gelegentlich doppelt verwendet EAN). Die durfte ich, glaube ich, behalten und bekam das Geld für gewünschte CD zurück.

      Dann gab es ein paar Fälle, in denen der Zustand deutlich schlechter war als die Beschreibung bzw. Beihefte, Schuber fehlten. Da habe ich mit Meckern mehrmals einen Rabatt rausgeholt, denn bei Summen von 3-8 EUR lohnt sich das Retournieren auch nur bedingt. Das letzte (und in langer Zeit auch das einzige), was ich vor ein paar Monaten zurückgeschickt habe, waren Zemlinskys Quartette in der LaSalle-Aufnahme (DG). War "sehr gut" angeboten gewesen und es fehlte das Beiheft, was die CD für mich wertlos machte. Wenn es mir bloß um die Aufnahme gebt, kann ich mir auch die günstigere Brilliant-Neuauflage holen.

      Insgesamt ist das aber eher selten (habe seit ca. 2011 über 80 Bestellungen bei den beiden Anbietern direkt getätigt, ich kaufe inzwischen die Mehrzahl meiner CDs und Bücher dort), sofern man nicht zu penibel bei den Zustandsbeschreibungen ist. Da kann "sehr gut" mal "wie neu", mal mit deutlichen Spuren, mitunter Kulieinträgen auf Hülle oder Booklet, zurechgeschnitte oder geklebte Einleger, aber auch Kratzspuren auf der Scheibe sein. Es kommt aber, wie oben gesagt, auch mal bei "wie neu" wirklich neu, also new old stock oder was auch immer.
      ...a man who refuses to have his own philosophy will not even have the advantages of a brute beast, and be left to his own instincts. He will only have the used-up scraps of somebody else’s philosophy; which the beasts do not have to inherit; hence their happiness. Men have always one of two things: either a complete and conscious philosophy or the unconscious acceptance of the broken bits of some incomplete and shattered and often discredited philosophy. (G. K. Chesterton)
    • CatoMaior schrieb:

      Kennt ihr Ähnliches?
      Nein, nicht im Entferntesten. Ich bestelle aber auch keine Bücher, sondern fast nur CDs.

      Reklamationen habe ich durchaus auch schon gehabt: gerade vor zwei Wochen bekam ich eine eingeschweißte CD im Digipak, und als ich sie öffnete, hatte die CD selber starke Schimmelflecke aufgewiesen. Die CD war längerer Zeit Feuchtigkeit ausgesetzt gewesen, und das merkte man erst, als man die Folie abnahm. Da war die Zustandsbeschreibung NEU ein voller Mißerfolg - das erste Mal überhaupt, daß ich sowas reklamieren mußte. Ich bekam das Geld zurück.

      Ansonsten kenne ich auch die Cruz der Beschreibungen: WIE NEU mit beschriebenem Booklet oder eingeschweißt, SEHR GUT mit zerkratzter CD und ausgeleiertem Booklet oder mit gar keinen Gebrauchsspuren, GUT in neuwertiger Verfassung oder hart an der Grenze zum Schrott. Aber die grundsätzliche Tendenz kommt meistens hin.

      Ich habe eine Reklamationsrate von deutlich unter 5% über die Jahre. Und der Nutzen der Bestellungen übersteigt immer noch deutlich den Ärger bei Reklamationen.

      Kater Murr schrieb:

      (es gibt gelegentlich doppelt verwendet EAN)
      Kenne ich auch - passiert besonders häufig bei ausländischen Anbietern wie RarewavesDE. Das liegt aber an der ASIN, die wohl zweideutig codiert sein kann.

      Ist aber eher selten. Medimops ist da in der Regel immer zuverlässig mit den EANs. Ich habe oft genug Artikel bestellt, die bei Amazon bzw. Medimops kein Coverfoto hatten, und dennoch kam die Ausgabe an, die ich im Netzt recherchiert hatte.
      "Interpretation ist mein Gemüse."
      Hudebux
      "Derjenige, der zum ersten Mal anstatt eines Speeres ein Schimpfwort benutzte, war der Begründer der Zivilisation."
      Jean Paul
    • Kermit schrieb:

      Jetzt merke ich,
      dass ich kein ausgeprägter Sammler bin, aber es gibt zwei Faktoren, die es teurer machen können: (wissenschaftliche) Bücher aus meinem Metier und Musik der 2. Hälfte des 20. Jahrhunderts sind so billig zumeist nicht zu haben, da übersteigt auch einiges die 10- Euro-Grenze (von Gavril Povov bis Per Nörgard).

      Aber muss man bei solchen Sachen nicht auch sofort zuschlagen, weil sie eh nur sehr selten bei einem Gebrauchtanbieter vorhanden sind?
      ...a man who refuses to have his own philosophy will not even have the advantages of a brute beast, and be left to his own instincts. He will only have the used-up scraps of somebody else’s philosophy; which the beasts do not have to inherit; hence their happiness. Men have always one of two things: either a complete and conscious philosophy or the unconscious acceptance of the broken bits of some incomplete and shattered and often discredited philosophy. (G. K. Chesterton)
    • Kater Murr schrieb:

      Aber muss man bei solchen Sachen nicht auch sofort zuschlagen, weil sie eh nur sehr selten bei einem Gebrauchtanbieter vorhanden sind?
      Mal so, mal so - ich beobachte bei solchen Titeln beides. Es scheint wirklich so zu sein, daß sie von denen gekauft werden, für die sie bestimmt sind... :fee:
      "Interpretation ist mein Gemüse."
      Hudebux
      "Derjenige, der zum ersten Mal anstatt eines Speeres ein Schimpfwort benutzte, war der Begründer der Zivilisation."
      Jean Paul
    • Ein Frage gerade an die Österreicher unter euch:

      neuerdings verzögern sich Amazonlieferungen irgendwie ständig. Beim Produkt selber steht prime, dann wird plötzlich ein relativ weites Lieferfenster angegeben und am Ende kommt die Lieferung sogar überhaupt erst deutlich danach. Z.b. eine CD welche laut Prime zwischen Freitag und kommenden Montag kommen soll, kommt jetzt angeblich Ende der Woche. Ist per se jetzt meistens ja nicht so wichtig, aber ich frag mich halt, wozu diese Lieferzeitenangaben dienen sollen?
      Wenn ich F10 auf meinem Computer drücke, schweigt er. Wie passend...