Eben verarmt

    • Bei der ASV-Aufnahme (AD: 01. Oktober 1988, Forde Abbey) wirkten folgende Musiker mit:

      - Bassetthörner: Martin Robertson, Nicholas Bucknall
      - Klarinetten: Nicholas Rodwell, Richard Hosford
      - Oboen: Douglas Boyd, Mark Pledger
      - Hörner: Christian Boers, Jonathan Williams, Peter Richard, Stephen Stirling
      - Fagotte: Christopher Gunia, Robin O'Neill
      - Kontrabass: Enno Senft

      Die Besetzung in der Teldec-Aufnahme kenne ich nicht aber diese entstand im Februar 1990 (Snape Maltings Concert Hall, Aldeburgh) also lag kein großer Zeitabstand zwischen beiden Aufnahmen und ich vermute mal, dass es keine oder nur wenige Veränderungen in der Besetzung gab.
      "Musik ist für mich ein schönes Mosaik, das Gott zusammengestellt hat. Er nimmt alle Stücke in die Hand, wirft sie auf die Welt, und wir müssen das Bild zusammensetzen." (Jean Sibelius)
    • Der bekannteste Musiker aus dieser Besetzung scheint mir der Oboist Douglas Boyd zu sein, der inzwischen auch als Dirigent tätig ist. Die Aufnahmen sind gut, das einzige, was man ihnen meiner vagen Erinnerung nach vorwerfen könnte, wäre eine gewisse "Neutralität". Wobei verglichen mit einer hochgradig eigentümlichen Interpretation wie Harnoncourts vermutlich fast jede andere etwas "neutral" wirkt.
      Diese Musik ist scheußlich. Dieses Umkehren des Wohllautes, dieses Notzüchtigen des Schönen würde in den guten Zeiten Griechenlands mit Strafen von Seite des Staates belegt worden sein. Solche Musik ist polizeiwidrig, sie würde Unmenschen bilden, wenn es möglich wäre, daß sie nach und nach allgemeinen Eingang finden könnte. [...] Diese Oper kann nur Narren gefallen, oder Blödsinnigen oder Gelehrten, oder Straßenräubern und Meuchelmördern. (Grillparzer über Webers Euryanthe, 1823)
    • maticus schrieb:

      Gibt es Infos in den Booklets, wer alles die Klarinetten und Bassetthörner spielt (bei der Gran Partita)?
      Änderungen gegenüber der aufgeführten ASV-Besetzung:

      Bassetthorn: Mark Tromans anstatt Martin Robertson
      Fagott: Matthew Wilkie anstatt Robin O'Neill

      Ansonsten gleich.
      "Interpretation ist mein Gemüse."
      Hudebux
      "Derjenige, der zum ersten Mal anstatt eines Speeres ein Schimpfwort benutzte, war der Begründer der Zivilisation."
      Jean Paul
    • Kater Murr schrieb:

      Der bekannteste Musiker aus dieser Besetzung scheint mir der Oboist Douglas Boyd zu sein, der inzwischen auch als Dirigent tätig ist.
      Enno Senft ist mir noch geläufig. Da habe ich auch mal geschaut - und wurde fündig.

      "Enno Senft is principal double-bass of both the Chamber Orchestra of Europe, of which he is a founder member, and the London Sinfonietta. [...]

      Das habe ich mal rüberkopiert von der Seite des "Chamber Orchestra of Europe.

      Nicht gut. Bitte Copyright beachten!
      Viele Grüße sendet Maurice

      Musik bedeutet, jemandem seine Geschichte zu erzählen und ist etwas ganz Persönliches. Daher ist es auch so schwierig, sie zu reproduzieren. Niemand kann ihr am Ende näher stehen als derjenige, der/die sie komponiert hat. Alle, die nach dem Komponisten kommen, können sie nur noch in verfälschter Form darbieten, denn sie erzählen am Ende wiederum ihre eigene Geschichte der Geschichte. (ist von mir)
    • Habe noch eine bezahlbare CD ergattert.



      Mal hören, wie sich Antonio Salieri und sein mir noch unbekannter Librettist die Höllenfahrt Jesu vorstellten bzw. welche Worte und welche Musik sie damit verbanden. (Der "Orfeo"-Stoff scheint nicht völlig anders gelagert zu sein, und der wurde ja häufig genug vertont.)

      Das Werk entstand um 1803. In der Folgezeit hatte man hohes Interesse an apokalyptischen Stoffen, auch, wenn kaum eines dieser Werke sich im Repertoire der bürgerlichen Chöre gehalten hat. Allen voran "Das Weltgericht" (1820) von Friedrich Schneider, das wohl prominenteste Oratorium zwischen den "Jahreszeiten" und dem "Paulus"; aber auch "Die vier letzten Dinge" (Joseph Eybler, 1810), "Das jüngste Gericht" (Spohr, 1812) und "Die letzten Dinge" (Spohr, 1825/26).

      Gruß
      MB

      :wink:
      " ... weil es nicht um mein Ego, sondern um die Musik geht ... " (Zitat arundo donax)
    • Maurice schrieb:

      Das habe ich mal rüberkopiert von der Seite des "Chamber Orchestra of Europe.
      Lieber Maurice,

      ich lese deine Antwort jetzt erst. Bevor ich hier meine Frage bzgl. der Namen der Interpreten stellte, hatte ich natürlich selbst schon auf der Seite des Orchesters nachgeschaut. Allerdings schien es mir möglich/wahrscheinlich, dass bei der schon länger zurückliegenden Aufnahme andere Musiker beteiligt waren. Die Antworten von Lionel und Josquin Dufay verifizieren das ja auch.

      Worauf ich hinaus will: ich bin schon selbst in der Lage, das Internet zu benutzen, und das Rauskopieren ganzer Texte von öffentlichen Websites finde ich daher recht sinnfrei.

      maticus
      Wir lesen keine Bücher, wir schreiben sie. --- Alexander Grothendieck

      Grothendieck had a very strong feeling for music. He liked Bach and his most beloved pieces were the last quartets by Beethoven. --- Luc Illusie
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      So, die Quartals-Bestellung bei JPC ist auch getan. Da traf es sich gut, dass einige interessante Sachen im Angebot waren:



      Vor allem auf Thomas Fey in der Kombination Haydn und dann Mendelssohn bin ich sehr gespannt.
      Viele Grüße sendet Maurice

      Musik bedeutet, jemandem seine Geschichte zu erzählen und ist etwas ganz Persönliches. Daher ist es auch so schwierig, sie zu reproduzieren. Niemand kann ihr am Ende näher stehen als derjenige, der/die sie komponiert hat. Alle, die nach dem Komponisten kommen, können sie nur noch in verfälschter Form darbieten, denn sie erzählen am Ende wiederum ihre eigene Geschichte der Geschichte. (ist von mir)
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      und weil es so schön war, gleich auch noch bei den A-Anbietern gekauft. Damit ist der Mai auch schon durch.



      Ich versuche es noch mal mit Mozart. Die Einspielungen werden sehr gelobt, mal schauen. Bis jetzt ist das einfach nur bedingt mein Komponist. Seine Werke für Solo-Instrumente kann ich ganz gut hören (wobei ich mir bei den Klavierkonzerten traditionell schwer tue), seine Sinfonien liegen mir nicht wirklich.

      Und Bruckner geht bei mir immer. Schauen wir mal, wie sich Bolton so macht. Einige fehlen mir noch, aber die Zeit wird auch diese Lücken beheben.
      Viele Grüße sendet Maurice

      Musik bedeutet, jemandem seine Geschichte zu erzählen und ist etwas ganz Persönliches. Daher ist es auch so schwierig, sie zu reproduzieren. Niemand kann ihr am Ende näher stehen als derjenige, der/die sie komponiert hat. Alle, die nach dem Komponisten kommen, können sie nur noch in verfälschter Form darbieten, denn sie erzählen am Ende wiederum ihre eigene Geschichte der Geschichte. (ist von mir)
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      Maurice schrieb:

      Ich versuche es noch mal mit Mozart.
      Ich erlaube mir zu sagen: wenn diese Aufnahmen dir nicht gefallen, dann hilft entweder nur Böhm/Karajan oder Hogwood/Brüggen. Und wenn diese nichts mehr reißen, dann wird es wohl nichts mehr mit Mozart... ;)

      Ich finde die Einspielungen sehr stark - wie auch die Box The Romantics.
      "Interpretation ist mein Gemüse."
      Hudebux
      "Derjenige, der zum ersten Mal anstatt eines Speeres ein Schimpfwort benutzte, war der Begründer der Zivilisation."
      Jean Paul
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      Josquin Dufay schrieb:

      Ich erlaube mir zu sagen: wenn diese Aufnahmen dir nicht gefallen, dann hilft entweder nur Böhm/Karajan oder Hogwood/Brüggen
      Böhm hatte ich, fand ich so spannend wie die Zeitung von letzter Woche. Die Box habe ich schon lange wieder abgegeben. Danke Dir für die Info.
      Viele Grüße sendet Maurice

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      Neue Bestellungen:

      Luigi Nono

      Guai ai gelidi mostri; Quando stanno morendo. Diario polacco n. 2
      Noa Frenkel, Susanne Otto, Heike Heilmann, Petra Hoffmann, Experimentalstudio des SWR, Andre Richard


      A Pierre. Dell'azzurro silenzio, inquietum; ...Sofferte ondre serene...; Ommaggio a György Kurtág; Con Luigi Dallapiccola
      Roberto Fabbriciani, Ernesto Molinari, Markus Hinterhäuser, Susanne Otto, Ensemble Experimental, Les Percussions de Strasbourg, Detlef Heusinger


      Risonanze erranti; Post-prae-ludium per Donau
      Les Percussions de Strasbourg, Ensemble Experimental, Experimentalstudio des SWR


      :wink:
      Es grüßt Gurnemanz
      ---
      Was ist, ist mehr, als es ist.
      Theodor W. Adorno
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      Josquin Dufay schrieb:

      Ich erlaube mir zu sagen: wenn diese Aufnahmen dir nicht gefallen, dann hilft entweder nur Böhm/Karajan oder Hogwood/Brüggen
      Ach, es käme auch durchaus Sir Charles Mackerras infrage, den ich sehr schätze.
      Viele Grüße sendet Maurice

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      Maurice schrieb:

      Ach, es käme auch durchaus Sir Charles Mackerras infrage, den ich sehr schätze.
      Stimmt: Mackerras und Mozart, das paßt auch nach meinen Erfahrungen bestens! Die von Dir erwähnte Norrington-Mozart-Box (sehr lebendige Liveaufnahmen mit dem RSO Stuttgart) schätze ich auch sehr!

      :wink:
      Es grüßt Gurnemanz
      ---
      Was ist, ist mehr, als es ist.
      Theodor W. Adorno
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      Gurnemanz schrieb:

      Stimmt: Mackerras und Mozart, das paßt auch nach meinen Erfahrungen bestens! Die von Dir erwähnte Norrington-Mozart-Box (sehr lebendige Liveaufnahmen mit dem RSO Stuttgart) schätze ich auch sehr!
      Schauen wir mal...Es gibt, das habe ich die Tage wieder mal festgestellt, so viele Sachen, die man gerne hören möchte, aber so lange lebe ich nicht mal....
      Viele Grüße sendet Maurice

      Musik bedeutet, jemandem seine Geschichte zu erzählen und ist etwas ganz Persönliches. Daher ist es auch so schwierig, sie zu reproduzieren. Niemand kann ihr am Ende näher stehen als derjenige, der/die sie komponiert hat. Alle, die nach dem Komponisten kommen, können sie nur noch in verfälschter Form darbieten, denn sie erzählen am Ende wiederum ihre eigene Geschichte der Geschichte. (ist von mir)
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      Josquin Dufay schrieb:

      Natürlich - ich wollte seinen Namen gewiß nicht unterschlagen...
      Ich weiß, Du hast mir nur weitere Möglichkeiten angeboten. Auch Sir Jeffrey Tate käme da noch ins Spiel....
      Viele Grüße sendet Maurice

      Musik bedeutet, jemandem seine Geschichte zu erzählen und ist etwas ganz Persönliches. Daher ist es auch so schwierig, sie zu reproduzieren. Niemand kann ihr am Ende näher stehen als derjenige, der/die sie komponiert hat. Alle, die nach dem Komponisten kommen, können sie nur noch in verfälschter Form darbieten, denn sie erzählen am Ende wiederum ihre eigene Geschichte der Geschichte. (ist von mir)