Eben gewälzt

    • Hi,

      anlässlich des Todes des Autors habe ich wieder einmal zu Brian Aldiss' "Report on probability A" gegriffen:


      Ein zugegebenerweise merkwürdiges Buch. Auf der Obrfläche passiert fast nichts, banale DInge werden mit großer Präzision geschrieben. Es geht um ein Ehepaar, Mr. und Mrs. Mary. Erst nach und nach bemerkt man, wie merkwürdig es ist, dass diese von drei ihrer ehemaligen Angestellten beobachtet werden, diese wiederum von weiteren. Letzlich gibt es einen offenen Schluss, aber beim Leser stellt sich doch die Frage, was passiert, wenn man beobachtet wird, der Kreis der Beobachter immer größer wird und man es schlussendlich selber merkt? Und was von dem, was beobachtet wird, ist wichtig?
      Schöne Grüße, Helli
    • Seit meiner Schulzeit zum ersten mal wieder gelesen. Durch die derzeitige weltpolitische Lage scheint es wieder aktueller denn je. Allerdings muss ich sagen, dass es mich inhaltlich nicht mehr so recht überzeugt.




      maticus
      Wer B sagt, muss auch A sagen. --- Klassische Klarinettistenweisheit
    • Neu

      Ich befasse mich mit der europäischen Kolonialgeschichte:



      Ein faszinierendes Buch, allerdings über die kompletten 1600 Seiten auch ein bißchen das was der Engländer "Too much of a good thing" nennt. Aber man kann ja selektiv lesen, sich hin- und hertreiben lassen. Das mag über Jahre beschäftigen. Staunenswert!

      Wem die 58 Euronen zu viel sind (auch gebraucht ist es kaum billiger zu haben - wer das hat verkauft es nimmer), dem sei ein Tip mitgegeben: dieses Werk ist auch in der Schriftenreihe der Bundeszentrale für politische Bildung in Lizenz herausgekommen. Dann ist es zwar bloß noch ein Paperback und wirkt nicht ganz so herrschaftlich wie das Original aus dem Beck-Verlag, aber es ist alles drin, Karten, Bibliographie, alles, und kostet schlappe €7 plus 5 Euro Versand. Um da ranzukommen google man "bpb schriftenreihe" -- die haben auch sonst manche Entdeckungen dort.

      LG :)
      "Wir sind nichts Wichtiges. Wir sind im Grunde nichts weiter als Wirbel im Fluß des Lebens. -- So betrachten wir unser Leben allerdings nicht gern." (Charlotte Joko Beck)