Capriccio Breaking News

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    • audiamus schrieb:

      Was für ein Affe! Aber leider ein ziemlich guter Affe.
      Schließlich ist doch heuer das chinesische Jahr des Affen! ;)


      Herzliche Grüße:
      KALEVALA :wink1:

      Die Wahrheit ist hässlich: wir haben die Kunst, damit wir nicht an der Wahrheit zugrunde gehen. (Nietzsche)


      Es gibt nichts Überflüssigeres und Schädlicheres als wie Musik. Wenn ein Mensch eine gewisse Zeit lang Musik hört, wird sein Gehirn faul und unseriös. (Ayatollah Khomeini)
    • brunello schrieb:

      ThomasBernhard schrieb:

      Dudamel macht das wiener Neujahrskonzert 2017
      Da die Meldung nicht in der "Tagespresse" (eine Satireseite) veröffentlicht worden ist, muss es wohl wahr sein. Welcher Teufel reitet da die Philharmoniker, dass dem schnöden Mammon alle künstlerische Einsicht geopfert wird. ?(
      Vielleicht haben die Philharmoniker ja doch künstlerische Einsichten, die über das übliche Geschimpfe gegen Dudamel hinausgehen?

      Christian
    • ChKöhn schrieb:

      brunello schrieb:

      ThomasBernhard schrieb:

      Dudamel macht das wiener Neujahrskonzert 2017
      Da die Meldung nicht in der "Tagespresse" (eine Satireseite) veröffentlicht worden ist, muss es wohl wahr sein. Welcher Teufel reitet da die Philharmoniker, dass dem schnöden Mammon alle künstlerische Einsicht geopfert wird. ?(
      Vielleicht haben die Philharmoniker ja doch künstlerische Einsichten, die über das übliche Geschimpfe gegen Dudamel hinausgehen?
      Christian
      Vielleicht bin ich ja nicht voll informiert, aber die Affinität von Dudamel zu den Komponisten des Neujahrskonzertes ist mir bis jetzt nicht wirklich aufgefallen (aber vielleicht ist das ja auch egal und die Philis werden am 1.Jänner 2017 in Wahrheit vom Konzertmeister geleitet :versteck1: ). Aber wie sagte mir kürzlich ein Dirigent (der mit Johann Strauss international Erfolge verzeichnen kann) auf die Frage, ob ihn das Neujahrskonzert nicht reizen würde: "Ich bin Realist, dass ich nie gefragt werden würde. Kommerzielle Erwägungen haben bei der Auswahl der Dirigenten die künstlerische Frage längst in den Schatten gestellt."

      PS: Mir ist es übrigens absolut egal, ob Dudamel "El Sistema" - das ich für ein sehr gutes Modell halte - oder Chavez - dessen Politik ich für durchaus hinterfragenswert (freundlich formuliert) erachte - lobt oder kritisiert
    • Die Frage, wer die Neujahrskonzerte dirigiert ist eigentlich ohne Belang. Das Orchester benötigt für diese Musik doch gar keinen Dirigenten. Der steht eigentlich nur als "Renommier-Staffage" auf dem Podium. Die Übertragung des ORF setzt ja auch folgerichtig auf nette Bilder und gute Laune. Die CD's verkaufen sich prächtig, und in einer Marktwirtschaft wollen wir uns doch bitte nicht über kommerziellen Erfolg aufregen. Das Neujahrskonzert ist eine nette Veranstaltung, die Freude machen soll, nicht mehr und nicht weniger.

      Eusebius
      "Sie haben mich gerade beleidigt. Nehmen Sie das eventuell zurück?" "Nein" "Na gut, dann ist der Fall für mich erledigt" (Groucho Marx)
    • brunello schrieb:

      Vielleicht bin ich ja nicht voll informiert, aber die Affinität von Dudamel zu den Komponisten des Neujahrskonzertes ist mir bis jetzt nicht wirklich aufgefallen
      Mag sein, aber war das bei Maazel, Barenboim oder Jansons anders? Mir ist jedenfalls eine künstlerisch mutige Entscheidung für einen wienerischen Quereinsteiger lieber als das Braten im eigenen Welser-Möst-Saft. Und von der Idee, ausgesprochene Johann-Strauss-Spezialisten zu nehmen, hat man sich doch im Grunde nach Willy Boskovsky schon verabschiedet. Gerade das bekam aber meines Erachtens der Musik sehr gut, weil die großen Dirigenten ihr eben doch eine jeweils individuelle Prägung gegeben haben. Ich bin deshalb auch nicht dieser Meinung:

      Eusebius schrieb:

      Die Frage, wer die Neujahrskonzerte dirigiert ist eigentlich ohne Belang. Das Orchester benötigt für diese Musik doch gar keinen Dirigenten. Der steht eigentlich nur als "Renommier-Staffage" auf dem Podium.
      Das mag bei einigen wenigen Dirigenten und ein paar simpleren Stücken so gewesen sein, aber Tempo- und Klanggestaltung, Übergänge und Rubato sind bei den großen Walzern und Ouvertüren alles andere als selbstverständlich. Nicht einmal den Wiener Philharmonikern.

      Christian
    • Nun ja, als 1989 und 1992 Carlos Kleiber dirigierte, hatten die Neujahrskonzerte noch eine ganz andere Qualität.
      Mir persönlich gefallen die Walzer von Strauß ohnehin besser in Klavierarrangements von Eduard Schütt, Alfred Grünfeld oder Karl Tausig, wie auf dieser aussergewöhnlichen CD.



      Eusebius
      "Sie haben mich gerade beleidigt. Nehmen Sie das eventuell zurück?" "Nein" "Na gut, dann ist der Fall für mich erledigt" (Groucho Marx)
    • Schön, dass mit Dudamel mal jemand Neues dirigiert, der vielleicht Schwung in die Sache bringt (ich habe ihn mal beim Silvesterkonzert der Berliner Staatskapelle erlebt, bei dem ich gern gehört hätte, was er dirigierte - was die im Silvester-Modus werkelnden Musiker offenbar anders sahen und eine Art Dienst nach Vorschrift ableisteten).
    • Roger Willemsen, der wohl einzige, der von Beruf "Intellektueller" ist (liest man jedenfalls allüberall), ist tot.

      Ich habe mir sein Bundestagsbuch bestellt. Gibt es sonst etwas von ihm, das man gelesen haben sollte?
      Ins Gebüsch verliert sich sein Pfad, hinter ihm schlagen die Sträuche zusammen.
    • Ich war heute zutiefst erschüttert, als ich von seinem Tod las. ;( Man wusste ja, dass er Krebs hatte, aber nachdem dies bekannt wurde, hatte man ja nichts mehr von ihm gehört. Er hinterlässt eine sehr große Lücke. Was für ein wunderbarer Mensch! So viel Herzens- und Verstandesbildung. :verbeugung1: Ich durfte ihn 2 x live erleben (Lesungen) und er hat mir das Buch "Die Enden der Welt" signiert.

      @ThomasBernhard:
      Ich kann "Deutschlandreise" und vor allem "Die Enden der Welt" sehr empfehlen. :thumbup:
      "Zweierlei eignet sich als Zuflucht vor den Widrigkeiten des Lebens: Musik und Katzen." (Albert Schweitzer)
    • Ich bin ganz von den Socken - vier Tage vor dem avisierten Termin (15. Februar 2016) hat der "Preis der deutschen Schallplattenkritik" die Bestenliste 1/2016 veröffentlicht. Das geschah in jüngster Zeit meist einige Tage nach dem geplanten Termin.

      Folgende Aufnahmen mit klassischer Musik finden sich auf der Liste:













      Hier der Link:
      "http://www.schallplattenkritik.de/bestenlisten/805-bestenliste-1-2016

      Gruß
      MB

      :wink1:
      "Behalten Sie Ihren Hammer, Sie Rüpel!" (Paul Watzlawick)
    • David Cameron inspiriert zeitgenössische Komponisten: "http://www.classicfm.com/music-news/latest-news/cameron-humming-cello-piano/#KvbwsD4OrgCi0Fi6.97"
      "Wenn [...] mehrere abweichende Forschungsmeinungen angegeben werden, müssen Sie Stellung nehmen, warum Sie A und nicht B folgen („Reichlich spekulativ die Behauptung von Mumpitz, Dinosaurier im alten Rom, S. 11, dass der Brand Roms 64 n. Chr. durch den hyperventilierenden Hausdrachen des Kaisers ausgelöst worden sei. Dieser war – wie der Grabstein AE 2024,234 zeigt – schon im Jahr zuvor verschieden.“)."
      Andreas Hartmann, Tutorium Quercopolitanum, S. 163.
    • Areios schrieb:

      David Cameron inspiriert zeitgenössische Komponisten: "http://www.classicfm.com/music-news/latest-news/cameron-humming-cello-piano/#KvbwsD4OrgCi0Fi6.97"
      Auch recht überzeugend:

      http://www.classicfm.com/music-news/what-was-david-cameron-humming/

      maticus
      Wer B sagt, muss auch A sagen. --- Klassische Klarinettistenweisheit
    • Hatten wir nicht mal irgendwo eine Diskussion zu Kultur vs. Natur in der Wahrnehmung von Konsonanzen? "http://derstandard.at/2000041035166/Experiment-zeigt-Westliche-Klangharmonien-sindAmazonasbewohnern-egal"
      "Wenn [...] mehrere abweichende Forschungsmeinungen angegeben werden, müssen Sie Stellung nehmen, warum Sie A und nicht B folgen („Reichlich spekulativ die Behauptung von Mumpitz, Dinosaurier im alten Rom, S. 11, dass der Brand Roms 64 n. Chr. durch den hyperventilierenden Hausdrachen des Kaisers ausgelöst worden sei. Dieser war – wie der Grabstein AE 2024,234 zeigt – schon im Jahr zuvor verschieden.“)."
      Andreas Hartmann, Tutorium Quercopolitanum, S. 163.
    • Die Bestenliste 3/2016 des "Preises der deutschen Schallplattenkritik" wurde gerade veröffentlicht, einige Tage vor dem ursprünglich avisierten Termin.

      Die vorab veröffentlichte Longlist fand ich teilweise erschreckend, da das Bekannteste vom Bekannten dort zu finden war: Beethoven mit Rattle, Bruckner mit Gielen, Dvorak, Mendelssohn-Bartholdy, Schumann für die Orchestermusik.

      Aber siehe da, die schließlich ausgewählten Aufnahmen fand ich sehr interessant.

      Ein Porträt von Leonard Bernstein sowie "Hoffmann's Erzählung" in einer Herheim-Inszenierung:



      Die "Symphonie in einem Satz" von B. A. Zimmermann nebst anderer seiner Orchesterwerke; ferner Mozart mit Frank-Peter Zimmermann:



      Händels Arminio mit einem griechischen Orchester und Dirigenten, Violinsonaten von Scharwenka mit Natalia Prischepenko, ehemalige Primgeigerin des artemis quartet:



      Klaviersonaten von Joseph Haydn und ein gemischtes Programm mit französischer Orgelmusik - außer Grigny sind alle nach 1960 geboren:



      Chormusik von Smolka und geistliche Kantaten des norddeutschen Barocks:



      Lieder von Wolfgang Rihm und Volkslieder aus aller Welt mit Cathy Berberian:



      Musik für Streichquartett von Emmanuel Nunes, Alfred Zimmerlin, Morton Feldman, und Helmut Lachenmann:



      Hier der Link zur Liste: schallplattenkritik.de/news/827-bestenliste-3-2016

      Gruß
      MB

      :wink:
      "Behalten Sie Ihren Hammer, Sie Rüpel!" (Paul Watzlawick)
    • Dass Cathy Berberian diese späte Ehre posthum zuteil wird, freut mich sehr.
      Was für eine Sängerin...ach was: Musikerin! Mit Sinn für Humor und Abstand von sich selbst.
      Ich hörte sie noch als Kind, als sie ein "Klassik zum Frühstück" im SFB3 moderierte, gänzlich verfallen bin ich ihrer Art humorvoller Weisheit mit den "Beatles- Arias":

      Wie sehr sie Harnoncourts frühe Wagnisse zu Monteverdi mitträgt, wäre allein einen Pokal wert.
      Eine tiefe Verneigung vor ihr!

      Herzliche Grüße,
      Mike
      "Ich mag verdammen, was du sagst, aber ich werde mein Leben dafür einsetzen, dass du es sagen darfst." Voltaire