Capriccio Breaking News

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    • Den diesjährigen Preis der Deutschen Theaterverlage erhielt die Staatsoper Hannover für das beste Programm der Saison.
      Letzten Samstag wurde Opernintendant Michael Klügl die Auszeichnung überreicht (nach der Premiere von Henzes "Englischer Katze").
      „Ein Komponist, der weiß, was er will, will doch nur was er weiß...“ Helmut Lachenmann
    • Der "Preis der deutschen Schallplattenkritik" hat seine Vierteljahresliste I/2017 pünktlich am 15. Februar 2017 veröffentlicht.
      schallplattenkritik.de/bestenlisten/883-bestenliste-1-2017

      In den Genuss einer Listung kamen aus dem Bereich der klassischen Musik:

      Zwei DVD-Produktionen: Eine Dokumentation zum Leben Otto Klemperers sowie ein Mitschnitt einer Glinka-Oper.



      Zwei Produktionen mit Orchestermusik, für Erstere wird der geschätzte Forianer Maticus nicht müde, zu werben und hat deren Wert seit Langem erkannt:



      Offenbar unvermeidlich:



      Sämtliche Streichquartette von Erwin Schulhoff, zuletzt m. W. vor über zwanzig Jahren vom Petersen-Quartett vorgelegt, nun mit dem Alma Quartet:



      Lisztsche Extreme der Klaviertechnik und Bach für Orgel und Cembalo - selten auf einer CD:



      Monteverdis bekannte "Missa in illo tempore", flankiert von Madrigalen seiner Zeitgenossen; dazu Programmmusik von Francois Couperin:



      Ein weiteres "Exsultate, Jubilate", ergänzt mit Mozartschen Konzert- und Opernarien. Regina Mühlemann gibt sich die Ehre:



      Ginette Neveu - keine Unbekannte, diese Beethoven- und Brahms-Aufnahmen mit Rosbaud und Désormière offenbar bisher schon:



      Und fünf Erstaufnahmen zeitgenössischer Musik. Die Komponisten: Paul Frick, Gordon Kampe, Steingrimur Rohloff, Maximilian Marcoll, Sarah Nemtsov.



      Gruß
      MB

      :wink:
      "Behalten Sie Ihren Hammer, Sie Rüpel!" (Paul Watzlawick)
    • Mauerblümchen schrieb:

      Ginette Neveu - keine Unbekannte, diese Beethoven- und Brahms-Aufnahmen mit Rosbaud und Désormière offenbar bisher schon:
      Diese Aufnahmen gibt es schon lange , allerdings in dieser Kopplung nur als Vinyl. Alter Wein im neuen Schlauch - was genau die Juroren da bewerteten, bleibt unklar . Wenn es um die Aufnahmen geht, hätten sie es schon vor Jahren machen können . Aber Neveu war schon großartig .
      Good taste is timeless / "Ach, ewig währt so lang "
    • b-major schrieb:

      Wenn es um die Aufnahmen geht, hätten sie es schon vor Jahren machen können .
      Die CD ist aber erst im Oktober veröffentlicht worden - darum wohl erst jetzt.
      "Interpretation ist mein Gemüse."
      Hudebux
      "Derjenige, der zum ersten Mal anstatt eines Speeres ein Schimpfwort benutzte, war der Begründer der Zivilisation."
      Jean Paul
    • Eddie The Strange?

      <= mais oui, hier ist bereits mal ein TaminoThread geschlossen worden (letztlich) aufgrd. eines in der Tat abwegigen Vergleiches - - - - -
      Aber ich erlaube mir, die Beschränkung der Reisefreiheit in der ehem. DDR zu vergleichen mit der bei "Tamino" nicht vorhandenen Möglichkeit, sich gegenseitig PNs zukommen zu lassen!

      <= zugegeben, ich bin ein Fan des TaminoForums, so wie ich ein Fan des DDR-Films gewesen war und bin . . . aber deshalb "nach da drüben ziehen" (um im Bild zu bleiben) :huh: :huh:

      Edwin Baumgartner schreibt dort wieder, mitgekriegt? . . . . . viell. musssst ein Wiener sein, um das zu versteeehn - - - - -
      Fleiß ist gefährlich (Henning Venske >Inventur<) Majo ist ätzend (Gus van Sant >Paranoid Park<) Hollywood ist ein Witz (Aki Kaurismäki)


    • Bildung Kultur Spartenbericht Musik​ 2016

      Zahlen noch und nöcher zum dt. Musikleben im neu erschienenen:

      Bildung Kultur Spartenbericht Musik 2016

      des Statistischen Bundesamts.

      destatis.de/DE/Publikationen/T…df?__blob=publicationFile
      ---
      Es wäre lächerlich anzunehmen, daß das, was alle, die die Sache kennen, daran sehen, von dem Künstler allein nicht gesehen worden wäre.
      (J. Chr. Lobe, Fliegende Blätter für Musik, 1855, Bd. 1, S. 24).


      Wenn du größer wirst, verkehre mehr mit Partituren als mit Virtuosen.
      (Schumann, Musikalische Haus- und Lebensregeln).
    • Interessant: Die häufigsten Konzert- und Opernbesuche pro Einwohner gibt es demnach in Berlin, Sachsen und Bremen. Vgl. S. 19 und S. 23.

      :wink:
      Es grüßt Gurnemanz
      ---
      Der Kunstschaffende hat nichts zu sagen - sondern er hat: zu schaffen. Und das Geschaffene wird mehr sagen, als der Schaffende ahnt.
      Helmut Lachenmann

      Ein Pianist, der still und schweigend am Klavier sitzt, ist bereits eine Aussage.
      Rebecca Saunders
    • Wobei ich vermute, daß es in Berlin, Bremen, Hamburg, aber vielleicht auch Sachsen (Dresden und Leipzig), nicht nur die eigentlichen Einwohner sein dürften, die in die Konzerte gehen, sondern auch ein Gutteil Auswärtige, sowohl Touristen als auch, v.a. bei den Stadtstaaten, Umlandbewohner. Vielleicht gilt das auch zu einem geringeren Teil für Bayern. Und bei den hinten liegenden Niedersachsen und Schleswig-Holstein dürfte ein Teil des Publikums von Hamburg und Bremen "abgesaugt" werden.
      Allerdings wird das wohl nicht alle Differenzen in der Zahl der Konzertbesuche erklären.

      :wink:
    • Tücken der Statistik:

      1) Bei den Konzerten werden nur Sinfoniekonzerte ortsansässiger, öffentlich finanzierter Orchester gezählt. Es fehlt also der große Sektor der Gastorchesterkonzerte, der in großen Städten einen erheblichen Anteil ausmacht. Es fehlen auch alle anderen Arten von Konzerten: Kammerkonzerte, Klavierabende, Liederabende, Konzerte mit Spezialensembles für alte und neue Musik, ein Großteil der Kirchenkonzerte usw. usw. Nicht erfasst sind natürlich auch Institutionen bzw. Orchesterkonzerte in privater Trägerschaft.

      2) Orchester residieren und spielen fast immer in Städten. Dass die Stadtstaaten Berlin, Hamburg, Bremen ganz vorne liegen, ist also bei solchen Aufstellungen normal - viele Konzerte mit vielen Besuchern aus dem Umland in Relation zu vergleichsweise wenigen Einwohnern. Wenn man München, Köln und Frankfurt isoliert betrachten würde, lägen sie ebenfalls sehr weit vorne. So gehen sie halt im Pool ihrer jeweiligen Bundesländer auf - und ländliche Gebiete ziehen den Schnitt runter.

      3) Erklärungsbedürftig ist aber z.B. im Konzertbereich der Unterschied zwischen Hamburg und Bremen. Im Bundesland Bremen (ca. 670.000 Einwohner) gibt es fast genausoviele Konzertbesuche (ca. 126.000) wie im mehr als zweieinhalbmal so großen Hamburg (knapp 1,8 Mio. Einwohner; aber nur ca. 130.000 Konzertbesuche). Auch wenn das in der Spielzeit 2013/14 war, also vor der Eröffnung der Elbphilharmonie: da kann etwas nicht stimmen. Hier irritiert, dass die drei Bremer Orchester (Bremer Philharmoniker; das Philharmonisches Orchester Bremerhaven; Deutsche Kammerphilharmonie) in der Spielzeit 201 (!) Konzerte gegeben haben sollen, die drei Hamburger Orchester (Philharmoniker, NDR, Symphoniker) aber nur 112. Die beiden Bremer Theaterorchester kommen pro Spielzeit zusammen auf höchstens 50-60 Konzerte (sie müssen schließlich hauptsächlich in der Oper Dienst tun) - was wohl heißt, das man bei der prominenten Bremer Kammerphilharmonie alle Konzerte mitgezählt hat, nicht nur die in Bremen, sondern auch die unzähligen Gastspiele z.B. bei den Londoner Proms, den Salzburger Festspielen, bei Tourneen durch Deutschland, Europa, China usw. Die unauffällige Fußnote 1 auf S. 17 besagt dann ja auch: gezählt werden "Konzerte und Besuche am Ort und außerhalb". Langer Rede kurzer Sinn: der vordere Tabellenplatz Bremens resultiert wohl neben der Stellung als Stadtstaat vor allem aus dem internationalen Erfolg der Kammerphilharmonie, nicht aber aus einem überproportionalen Interesse der Bremer und Bremerhavener Bevölkerung an klassischer Musik.

      4) Irritierend auch, dass nur bei den "selbstständigen Kulturorchestern" (z.B. Bremer Kammerphilharmonie, Berliner Philharmoniker, aber wohl auch z.B. Dresdner Staatskapelle und Leipziger Gewandhausorchester), nicht aber bei den Theaterorchestern (z.B. Berliner Staatskapelle, Bayerisches Staatsorchester) und auch nicht bei den Rundfunkorchestern auswärtige Gastspiele mitgezählt werden. Fußnote 11 auf S. 18 lässt aber eh am Sachverstand der Autoren zweifeln: "Bei der Interpretation der Daten ist zu beachten, dass die Besucherangaben für Konzerte der Rundfunkorchester lückenhaft sind. Dies liegt darin begründet, dass die Rundfunkorchester ihr Publikum auch über den Bildschirm erreichen (Konzertaufzeichnungen) und daher die Angabe zu Besucherinnen und Besuchern teilweise sehr lückenhaft sind".

      5) Erklärungsbedürftig ist auch der gigantische Abstand zwischen Tabellenführer Sachsen und dem Tabellenletzten Hessen: In Sachsen ist der Anteil der Konzertbesuche je 1000 Einwohner mehr als zwölfmal so groß wie in Hessen! Hier könnte ich mir vorstellen, dass es tatsächlich Unterschiede gibt: In Sachsen existieren aus historischen Gründen wesentlich mehr Profiorchester (15) als im einwohnerstärkeren Hessen - dort sind es nur sechs, davon fünf Theaterorchester, die vergleichsweise wenige Konzerte geben. Trotzdem erscheint mir die Relation so krass, dass ich auch hier Zweifel habe.


      Viele Grüße

      Bernd
      Details are always welcome. (Vladimir Nabokov)
    • Zwielicht schrieb:

      5) Erklärungsbedürftig ist auch der gigantische Abstand zwischen Tabellenführer Sachsen und dem Tabellenletzten Hessen: In Sachsen ist der Anteil der Konzertbesuche je 1000 Einwohner mehr als zwölfmal so groß wie in Hessen! Hier könnte ich mir vorstellen, dass es tatsächlich Unterschiede gibt: In Sachsen existieren aus historischen Gründen wesentlich mehr Profiorchester (15) als im einwohnerstärkeren Hessen - dort sind es nur sechs, davon fünf Theaterorchester, die vergleichsweise wenige Konzerte geben. Trotzdem erscheint mir die Relation so krass, dass ich auch hier Zweifel habe.

      Tournieren die sächsischen (und thüringischen) Orchester vielleicht mehr außerhalb des eigenen Landes? Z.B. ist hier in Bayreuth (kein ortsansässiges Orchester) in den letzten Jahren regelmäßig einmal pro Saison die Staatskapelle Weimar aufgetreten (wobei die als Orchester eines Theaters eigentlich keine auswärtigen Auftritte zur Statistik beitragen würde, wenn ich richtig verstehe).
    • EK_BT schrieb:

      Tournieren die sächsischen (und thüringischen) Orchester vielleicht mehr außerhalb des eigenen Landes?
      Ich kann auch nur spekulieren, weil die Grundlagen dieser Statistik nur teilweise offengelegt werden. Die zwei prominentesten sächsischen Orchester, die Dresdner Staatskapelle und das Leipziger Gewandhausorchester, sind natürlich sehr häufig außerhalb Sachsens auf Tournee, in großen Konzertsälen mit viel Publikum. Und sie werden wahrscheinlich als "selbstständige Kulturorchester" - vulgo: Konzertorchester - geführt, obwohl sie natürlich AUCH Theaterorchester sind (ein Sonderstatus, der nur möglich ist, weil es in Deutschland die beiden Orchester mit den meisten Planstellen sind). Wenn also wirklich die Besucher der auswärtigen Gastspiele von Gewandhausorchester und Staatskapelle mitgezählt werden, dürfte das Sachsen in der Statistik einen kräftigen Schub nach vorne verpasst haben.


      Viele Grüße

      Bernd
      Details are always welcome. (Vladimir Nabokov)
    • Wenn man sich mal Kapitel 8 "Fazit und Ausblick" zu Gemüte führt, dann erscheint dies wie eine Hausarbeit, bei der kurz vor Abgabe noch schnell ein Schlusswort zusammengezimmert werden musste...

      Und natürlich sind die Daten völlig sinnlos, wenn nicht für alle Länder die gleichen Voraussetzungen für die Datenermittlung bestanden haben.

      maticus
      Wer B sagt, muss auch A sagen. --- Klassische Klarinettistenweisheit
    • Interessant finde ich aber auch die Anhangtabelle 10 auf Seite 98:

      Da ist für das Jahr 2013 die Besucherreichweite und der Durchschnittspreis pro Ticket für 14 Musiksparten aufgeführt.

      Bei Besucherreichweite liegt Klassik mit 8% an Stelle 2 hinter Musical mit 9,2% - aber vor Rock/Pop fremdsprachig und deutschsprachig, jeweils 7,7% und Musk-Festivals mit 6,2% (wozu zählen da eigentlich Donaueschingen, Münchner Opernfestspiele, Händel Festspiele Halle etc)? Oper/Operette liegt bei 5,9%, alles andere noch weiter abgeschlagen.

      Noch interessanter der durchschnittliche Ticketpreis - da liegt Klassik mit 26,99 an 10. Stelle, nur Jazz, Volksmusik, HipHop and Alternative Music sind noch günstiger.
      Am teuersten ist Musical mit 59,84, Rock Pop fremdsprachig schlägt mit 48,23 zu Buche.

      Von wegen Klassik ist teuer ;)

      Quelle: Veranstaltungsmarkt 2013, hrsg. v. Bundesverband der Veranstaltungswirtschaft e. V.,eigene Darstellung

      Interessant auch Abb. 28 direkt darüber - Frauen geben wesentlich weniger für Musik aus, als Männer - quer durch alle Sparten - aber am meisten geben wir für Schlager und Volksmusik aus :herrje1:

      Muss ich doch glatt wieder bestellen, um die Statistik zu verbessern :D

      Viele Grüße,
      Melanie
      With music I know happiness (Kurtág)
    • Der Dirigent Pietri Inkinen übernimmt die Deutsche Radio Philharmonie Saarbrücken als Chefdirigent ab September dieses Jahres. Er wird Nachfolger von Karel Mark Chichon. Der Name sagt mir absolut nichts jetzt.

      pietariinkinen.com/News/

      drp-orchester.de/drp/aktuell/index.html

      Auf der Homepage kann man auch ein Interview mit Inkinen sich anschauen.

      Da er bereits seit 2016 Leiter der Ludwigsburger Schloss-Festspiele ist, dürfte man ihn öfter in Deutschland erleben, denke ich mal. Seit 2016 ist er auch Chefdirigent des Japan Philharmonic Orchestra, dem er bereits seit 2009 als ständiger Gastdirigent zur Seite steht.

      Seit 2015 ist er zudem Chefdirigent des Prager Symphonie-Orchesters. Zuvor war er acht Jahre lang Chefdirigent des New Zealand Symphony Orchestra gewesen.
      Viele Grüße sendet Maurice

      Musik bedeutet, jemandem seine Geschichte zu erzählen und ist etwas ganz Persönliches. Daher ist es auch so schwierig, sie zu reproduzieren. Niemand kann ihr am Ende näher stehen als derjenige, der/die sie komponiert hat. Alle, die nach dem Komponisten kommen, können sie nur noch in verfälschter Form darbieten, denn sie erzählen am Ende wiederum ihre eigene Geschichte der Geschichte. (ist von mir)
    • Maurice schrieb:

      Der Name sagt mir absolut nichts
      Mir schon. Ich habe Inkinen einmal mit den Münchner Philharmonikern und einer absolut fantastischen Kullervo Aufführung gesehen. Das Konzert kam sogar beim eher Randrepertoire-kritischen Münchner Publikum ziemlich gut an. Im Spiegel Online gab es mal einen Artikel über ihn:

      spiegel.de/kultur/musik/dirige…in-kiwiland-a-732043.html
      „Jeder Mensch hat einen Instinkt dafür, ob etwas echt ist oder vorgetäuscht. Aber ich glaube, Musiker sind durch ihr Training besonders empfindlich in dieser Hinsicht. Das macht sie nicht zu besseren Menschen, aber sie registrieren mehr.“ - Herbert Blomstedt