Arnold Wohler: Für Kammerorchester

    • Arnold Wohler: Für Kammerorchester

      Liebe Teilnehmer und Besucher des Forums!

      Heute möchte ich Euch - quasi als ein vorgezogenes Weihnachtsgeschenk - ein weiteres Werk von mir vorstellen. Es ist ein 12-Ton-Stück. Vielleicht hören ja die, die sich sonst über meine Werke beklagen, weil sie offensichtlich von meiner Musik unterfordert sind,die 12-Ton-Reihe heraus. Das wäre super! Ich freue mich über jeden diesbezüglichen Kommentar - aber auch über andere Kommentare - das ist selbstverständlich.
      Das Werk ist abrufbar unter

      "https://www.youtube.com/watch?v=sHQwAv-8EA0"

      und unter

      "https://www.jamendo.com/de/list/a134550/arnold-wohler-fuer-kammerorchester"

      Viele Grüße

      Arnold Wohler
    • Hallo Arnold,
      Du siehst, ich horche mich gerade so durch durch Deine Musik. Ich möchte Dir attestieren, dass Du das hast, was man "nicht lernen kann", wie es einer meiner Lehrer (Cornelius Schwehr) einmal formuliert hat.
      Der ganze Duktus von 12töniger oder serieller Musik ist gut getroffen, doch empfinde ich das heute als etwas "museal", bzw. als historischen Tonsatz, der bald seine 100 Jahre auf dem Buckel hat. Deshalb frage ich hier:
      Warum ist das Stück 12tönig? Das ist ja eine Entscheidung, die irgendeinen Grund haben muss.
      Wenn man das Stück auf Youtube anhört, kommt danach direkt eine Nordische Sinfonie von Dir, die tonal ist. Ist das ein Stil, in dem Du parallel schreibst, oder ist das etwas, das Du als Tonsatzübung betrachtest? Oder einfach nur was älteres?

      Herzliche Grüße

      Satie
    • Reiz des Materials

      Hallo, liebes Forum,
      vielen Dank für die Aufnahmebereitschaft meines Stückes. Ich habe für dieses Stück (Für Kammerorchester) ein weiteres Video gemacht (youtube.com/watch?v=rYYr0fSj9IY&t=117s) und mich dabei um ein klanglich ansprechendes Ergebnis bemüht. Die Frage, warum dieses Stück 12-tönig komponiert ist und die Frage, wie ich dazu komme, parallel dazu traditionell harmonisch zu komponieren (Nordische Sinfonie), weiß ich eigentlich auch nicht recht zu beantworten. Ich denke, es ist eine Arte Flucht von einer Ebene in die andere. Halte ich mich längere Zeit auf jener Ebene auf, verlangt es mich nach einer anderen. Es tritt dann eine Art Sättigung in der Anwendung einer bestimmten Technik auf, die sich in Einfallslosigkeit bzw. in stereotypen Wiederholungen kundgibt. Indem ich die Technik ändere, bekommt das Material für mich wieder etwas Frisches und Interessantes. Vielleicht sollte ich einmal versuchen, diese unterschiedlichen Techniken in einem Stück unterbringen - also innerhalb des Stückes die Ebenen zu wechseln? Das könnte ich einmal versuchen - das stimmt! Also, wie gesagt ist das Stück "Für Kammerorchester" auch unter youtube.com/watch?v=rYYr0fSj9IY&t=117s mit einer besseren Klangqualität zu hören.
      Vielen Dank fürs Anhören!