Skandinavische Vokalmusik

    • Skandinavische Vokalmusik

      Bin über 3 schöne finnische Lieder gestolpert, die ich hier gerne posten möchte:

      Einmal das religiöse "Soi kunniaksi Luojan" ("In Ehren des Schöpfers", - hoffe ich) von ? Sibelius ?
      "https://www.youtube.com/watch?v=X6_4-c7JrKM"

      und dann ein Lied mit u.a. Kantele-Begleitung und sehr schönen schw-weiß-Bildern vom Finnland in alter Zeit, "Laps olen Karjalan":
      Hier gesungen von der finnischen Sopranistin Raita Karpo:
      "https://www.youtube.com/watch?v=uVM1IKzBYSE"

      Hier gesungen von Anna Mutanen:
      "https://www.youtube.com/watch?v=GRKDCN2Tc3E"

      Hier von Anna Mutanen ein ähnliches Lied: "Karjalan Kunnailla"
      "https://www.youtube.com/watch?v=N3_E-CdlSwk"

      Ob das jetzt eher Kunstlied als Vokalmusik ist? Nun, was auch immer, im Fall der Fälle bitte verschieben!


      :wink:

      amamusica :pfeif:
      Ein Blümchen an einem wilden Wegrain, die Schale einer kleinen Muschel am Strand, die Feder eines Vogels -
      all das verkündet dir, daß der Schöpfer ein Künstler ist. (Tertullian)

      ...und immer wieder schaffen es die Menschen auch, Künstler zu sein.
      Nicht zuletzt mit so mancher Musik. Die muß gar nicht immer "große Kunst" sein, um das Herz zu berühren...



    • amamusica schrieb:

      Einmal das religiöse "Soi kunniaksi Luojan" ("In Ehren des Schöpfers", - hoffe ich) von ? Sibelius ?
      "https://www.youtube.com/watch?v=X6_4-c7JrKM"

      Hallo amamusica,
      ja, dieses Chorstück ist von Jean Sibelius und zwar aus seinen 9 Chorstücken, op. 23. Daraus ist es die Nr. 6 mit der deutschen Übersetzung "Wir danken dir und singen".

      Armin
      "Musik ist für mich ein schönes Mosaik, das Gott zusammengestellt hat. Er nimmt alle Stücke in die Hand, wirft sie auf die Welt, und wir müssen das Bild zusammensetzen." (Jean Sibelius)
    • Vielen Dank für die Info, Lionel!
      Leider lassen sich die restlichen 8 Chorstücke, auf die ich dann Dank Deiner Erklärung neugierig war, nicht simpel finden, denn die Nr. 6 klingt wirklich sehr schön.


      :wink:

      amamusica :pfeif:
      Ein Blümchen an einem wilden Wegrain, die Schale einer kleinen Muschel am Strand, die Feder eines Vogels -
      all das verkündet dir, daß der Schöpfer ein Künstler ist. (Tertullian)

      ...und immer wieder schaffen es die Menschen auch, Künstler zu sein.
      Nicht zuletzt mit so mancher Musik. Die muß gar nicht immer "große Kunst" sein, um das Herz zu berühren...



    • Die übrigen 8 Sibelius-Chorstücke habe ich zwar nicht gefunden, dafür diese zwei Stücke hier:

      A capella-Sopran-solo "Ilta on tullut, Luojani", wohl auch etwas religiöses, lässt sich wunderbar auch als Wiegenlied umfunktionieren :angel:
      ganz betörend klar und unverschnörkelt-untremulös gesungen von Soile Isokoski, eine 1A finnische Sopranistin, inzwischen immerhin auch Wiener Staatsoper-Kammersängerin.
      Ihr Name bedeutet "Nordlicht", Nord-Nachtigall wäre ebenfalls passend!
      "http://de.wikipedia.org/wiki/Soile_Isokoski"
      "http://www.deropernfreund.de/soile-isokoski.html"
      "http://www.intermusica.co.uk/isokoski"
      Hier das Lied:
      "https://www.youtube.com/watch?v=uTM8ctP-RNI"

      Hier ein weiteres religiöses Lied, "Jeesus, sä ainoa heikkojen auttaja"
      gesungen ebenfalls von Soile Isokoski:"https://www.youtube.com/watch?v=BqCVR6PBx1I"


      :wink:

      amamusica :pfeif:
      Ein Blümchen an einem wilden Wegrain, die Schale einer kleinen Muschel am Strand, die Feder eines Vogels -
      all das verkündet dir, daß der Schöpfer ein Künstler ist. (Tertullian)

      ...und immer wieder schaffen es die Menschen auch, Künstler zu sein.
      Nicht zuletzt mit so mancher Musik. Die muß gar nicht immer "große Kunst" sein, um das Herz zu berühren...



    • Immer noch religiös, aber diesmal mit Mezzosopran, die Mezzosopranistin Lilly Paasikivi hat auch eine sehr schöne Stimme,
      ist auch nicht "irgendwer":
      "http://en.wikipedia.org/wiki/Lilli_Paasikivi"
      Hier das Lied "Virsi 77 Käy ... :S ":
      "https://www.youtube.com/watch?v=ncCLg8JAf08"


      :wink:

      amamusica :pfeif:
      Ein Blümchen an einem wilden Wegrain, die Schale einer kleinen Muschel am Strand, die Feder eines Vogels -
      all das verkündet dir, daß der Schöpfer ein Künstler ist. (Tertullian)

      ...und immer wieder schaffen es die Menschen auch, Künstler zu sein.
      Nicht zuletzt mit so mancher Musik. Die muß gar nicht immer "große Kunst" sein, um das Herz zu berühren...



    • amamusica schrieb:

      Die übrigen 8 Sibelius-Chorstücke habe ich zwar nicht gefunden

      Bei YT oder sonstwo habe ich die übrigen Chorstücke aus op. 23 zwar auch nicht gefunden aber hier wird man definitiv fündig:


      Sibelius Chorstücke op. 23 sind auch bekannt als "Kantate für die Universität Helsinki". Auf dieser CD sind das die Tracks Nr. 30 - 39.

      Armin
      "Musik ist für mich ein schönes Mosaik, das Gott zusammengestellt hat. Er nimmt alle Stücke in die Hand, wirft sie auf die Welt, und wir müssen das Bild zusammensetzen." (Jean Sibelius)
    • Vielen Dank, Lionel!

      Hier übrigens noch ein Hinweis für volkskundlich Interessierte auf einen sehr schönen alten schw-weiß-Doku-Film über karelische Hochzeitsgebräuche, die unterlegte Musik ist sehr schön!
      (auch wenn es rein gar nichts mit Vokalmusik zu tun hat)
      "https://www.youtube.com/watch?v=exwuJOI0Rl0"


      :wink:

      amamusica :pfeif:
      Ein Blümchen an einem wilden Wegrain, die Schale einer kleinen Muschel am Strand, die Feder eines Vogels -
      all das verkündet dir, daß der Schöpfer ein Künstler ist. (Tertullian)

      ...und immer wieder schaffen es die Menschen auch, Künstler zu sein.
      Nicht zuletzt mit so mancher Musik. Die muß gar nicht immer "große Kunst" sein, um das Herz zu berühren...



    • Liebe Capricciosi,

      ich bin jüngst über die "8 Sånger" op. 11 für gemischten Chor des schwedischen Komponisten Wilhelm Peterson-Berger (1867-1942) gestoßen, der anscheinend wegen seines Brotberufs als bissiger Musikjournalist und -kritiker unter seinen Kollegen nicht gerade beliebt war und sich in späteren Jahren vom Kulturleben der Hauptstadt weitgehend abkoppelte und in sein Haus in seinem geliebten Jämtland zurückzog. Mit seinen Versuchen, mit einer Reihe von mythosschwangeren Musikdramen eine Art schwedischer Richard Wagner zu werden, hatte er keinen durchschlagenden Erfolg, seine Klavier- und Chorwerke haben in Skandinavien allerdings bis heute eine gewisse Verbreitung gefunden.

      Bei den "8 Sånger", 1894 publiziert, handelt es sich um volksliedhaft beeinflusste Vertonungen von Gedichten verschiedener skandinavischer Poeten. Die meisten davon sind nett anzuhören, haben bei mir aber keinen tieferen Eindruck hinterlassen. Die große Ausnahme ist der erste Chor, "Stemning" ("Stimmung") auf ein auch sonst oft vertontes Gedicht des Dänen Jens Peter Jacobsen. Hier hat Peterson-Berger wirklich eine ganz große Melodie gefunden, die volksliedhaft-simpel ist ohne trivial zu wirken und den Text wunderbar ausdeutet. Dazu kommen eine spannende atmosphärisch-spätromantische Harmonik, die das Lied auch bei wiederholtem Anhören noch interessant sein lässt, und eine bemerkenswerte Sensibilität für Chorfarben. Diese Kombination aus Einfachheit und Substanz scheint mir geradezu ideal.



      Sehr erhellend scheint mir ein Vergleich mit der Vertonung desselben Gedichts durch Wilhelm Stenhammar (unter dem Titel "September", aus "Tre körvisor"). Stenhammar treibt viel mehr Aufwand mit Stimmteilungen und einem weit größeren Ambitus aller Stimmen, besonders des Soprans, erzielt aber in meinen Ohren dennoch nur eine recht banale Wirkung, der das Atmosphärische völlig abgeht.

      Liebe Grüße,
      Areios
      "Wenn [...] mehrere abweichende Forschungsmeinungen angegeben werden, müssen Sie Stellung nehmen, warum Sie A und nicht B folgen („Reichlich spekulativ die Behauptung von Mumpitz, Dinosaurier im alten Rom, S. 11, dass der Brand Roms 64 n. Chr. durch den hyperventilierenden Hausdrachen des Kaisers ausgelöst worden sei. Dieser war – wie der Grabstein AE 2024,234 zeigt – schon im Jahr zuvor verschieden.“)."
      Andreas Hartmann, Tutorium Quercopolitanum, S. 163.