Der Konzertsaal in München

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    • Johan Schloemann vergleicht in der heutigen Süddeutschen die Münchner Pläne mit dem gerade neu entstehenden Musikzentrum Bochum, welches für knapp 34 Mio. Euro voraussichtlich termingerecht am Jahresende fertiggestellt werden wird. 14,6 Mio. Euro wurden dabei durch private Spenden aufgebracht, die wiederum eine erhebliche Förderung durch EU- und Landesmittel zur Folge hatten. Die (u.a. durch die Opel-Schließung stark gebeutelte) Stadt zahlt nur 2,4 Mio Euro.
      Der Aritkel ist unter www.sueddeutsche.de/kultur/konzertsaalstreit-was-bochum-besser-macht-als-muenchen-1.2353583 im Netz.

      Christian
      Jeder Eindruck, den man macht, schafft Feinde. Um populär zu bleiben, muss man mittelmäßig sein.
      Oscar Wilde
    • Eusebius schrieb:

      Was hätte man mit all den Millionen die für die Elbphilharmonie verplempert wurden alles sinnvolles machen können?

      Ja, natürlich. Daß die gerade bei der Elbphilharmonie verplempert wurden, ist nur insofern fatal, als die Gründe dafür prinzipieller Natur sind, die die Elbphilharmonie sozusagen nur zufällig AUCH getroffen haben und damit woanders Vorbehalte gegen ähnliche Bauten evoziert werden. Die identische "Verplemperung" finden wir nämlich auch beim Berliner Flughafen, bei den Bauten des ehemaligen Limburger Bischofs, bei der berühmten Oper in Sidney und vermutlich bei tausenden kleinerer und weniger spektakulärer Projekte bis nach Hintergraswachshöring: Eine nachträgliche Planänderung, nachdem entsprechenden Gewerke bereits ausgeführt wurden, Baubeginn, obwohl wesentliche technische Details noch nicht geklärt sind und keine klare Verantwortung für das Projektmanagement.
      Stell Dir vor, Du baust Dir ein Haus, und nachdem Putzer, Estrichleger, Bodenleger, Bauschreiner und Maler ihren Job erledigt haben, beschließt Du, daß Du die Wände nun doch woanders haben willst, andere Fenster an anderer Stelle, daß die Küche nun dort sein soll, wo ursprünglich das Schlafzimmer geplant war und daß die bereits montierte Toilette zehn Zentimeter weiter nach rechts soll...
      Steigert alles das Bruttoinlandsprodukt ("Wachstum") und erzeugt/sichert Arbeitsplätze... Was will Politiker mehr? :-I
      viele Grüße

      Bustopher


      Sapere aude
    • Tja, Disziplin ist halt das Zauberwort - und umsichtige Planung. Allerdings sind in Bochum wohl auch die richtigen Leute an den Entscheidungen beteiligt. Das ist das Wichtigste.

      Wenn Bochum Ende des Jahres eine schöne Konzerthalle hat - das wäre schön... :thumbup:


      jd :wink:
      "Interpretation ist mein Gemüse."
      Hudebux
      "Derjenige, der zum ersten Mal anstatt eines Speeres ein Schimpfwort benutzte, war der Begründer der Zivilisation."
      Jean Paul
    • Josquin Dufay schrieb:

      Wenn Bochum Ende des Jahres eine schöne Konzerthalle hat - das wäre schön...
      Es sieht sehr danach aus. Das Musikzentrum wird nicht nur den Bochumer Symphonikern endlich eine künstlerische Heimat geben, sondern auch der außergewöhnlichen Bochumer Musikschule (die vollkommen gegen den Trend statt billiger Honorarkräfte ganz auf fest angestellte Lehrer setzt) und den örtlichen Chören zur Verfügung stehen. Und es befindet sich mitten in der Stadt, direkt am Rande des "Bermuda-Dreiecks" (der Kneipen-Meile). Die ganze Planung ist klug an den lokalen Bedürfnissen und Möglichkeiten orientiert, statt den vergleichsweise mondänen Konzerthäusern der Nachbarstädte Dortmund und Essen nachzueifern. Vor dem Bau dieser - im Vergleich zu Hamburg oder München immer noch sehr bescheiden konzipierten - Konzerthäuser gab es im Ruhrgebiet eine Diskussion über eine groß angelegte "Ruhr-Philharmonie", die ein musikalisches Zentrum für mehrere Städte und Orchester hätte werden sollen. Ich halte es für einen Segen, dass daraus nichts geworden ist. Ich lebe zwar seit über dreißig Jahren nicht mehr im Ruhrgebiet, aber über das Musikzentrum Bochum freue ich mich wie ein Kind :schaem: .

      Christian
      Jeder Eindruck, den man macht, schafft Feinde. Um populär zu bleiben, muss man mittelmäßig sein.
      Oscar Wilde
    • Josquin Dufay schrieb:

      Oweh, das gibt's in Bochum?
      Das ist das Kneipenviertel, wie Christian schon schrob.
      Bochum hat kaum attraktive Plätze, aber das Bermuda- Dreieck ist einer.

      Der Platz ist sehr gut ausgewählt, besser geht es eigentlich nicht.

      Lieber Christian,
      in Dortmund ist die dortige Philharmonie doch auch in ein damaliges Problemviertel hineingesetzt worden.

      Später kam dann noch das Orchesterzentrum NRW hinzu, welches einer meiner Exprofs gestemmt hat.
      Das war doch gar nicht mondän, hat aber dazu geführt, daß heute diese Gegend nicht mehr wiederzuerkennen ist.
      Dort gibt es jetzt Kulturangebote in großer Anzahl.
      Und das ziemlich zentral.
      Ich kann mich kaum noch an die Situation davor erinnern, aber war da früher nicht der Strassenstrich sowie eine ziemliche Kriminalität?

      In Essen wurde "nur" der alte Saalbau an Ort und Stelle zur Philharmonie umgebaut(mondän und an alter Stelle des entkernten Saalbaues), aber in Dortmund wurde doch sehr darauf gesetzt, mit einem wirklich neuen Konzertsaal auch soziale Brennpunkte zu entschärfen durch ein attraktives kulturelles Angebot.
      Mit Erfolg.
      Oder sehe ich das unrichtig und habe es falsch in Erinnerung?

      LG,
      Micha
    • <= <= Bochum UN-attraktiv ... och - Definitionssache, würd ich mal sagn...
      Der Bochumer Stadtpark ist republikweit mit meine bevorzugte großstädtische Grünanlage (HH, München, Berlin kenn ich allerdings so gar nicht!) - und das "Endstation-Kino" dürfte
      das Ruhrgebietskino sein, dass ich in den letzten Jahren am häufigsten aufgesucht habe... (zu empfehlen für alle, die, wie ich, movies in der OmU-Fassung bevorzugen!)

      <= <= ein noch unauffälliger liegendes Konzerthaus als das in Dortmund ist in der Tat kaum vorstellbar: obwohl ich immer dachte, dass ich mich in der Dortmunder City vergleichsweise
      gut auskenne, bin ich inzw. mehrfach, auf der Suche danach, daran vorbeigelatscht.....
      Fleiß ist gefährlich (Henning Venske >Inventur<) Majo ist ätzend (Gus van Sant >Paranoid Park<) Hollywood ist ein Witz (Aki Kaurismäki)


    • Michael Schlechtriem schrieb:

      in Dortmund ist die dortige Philharmonie doch auch in ein damaliges Problemviertel hineingesetzt worden.

      Später kam dann noch das Orchesterzentrum NRW hinzu, welches einer meiner Exprofs gestemmt hat.
      Das war doch gar nicht mondän, hat aber dazu geführt, daß heute diese Gegend nicht mehr wiederzuerkennen ist.
      Dort gibt es jetzt Kulturangebote in großer Anzahl.
      Und das ziemlich zentral.
      Ich kann mich kaum noch an die Situation davor erinnern, aber war da früher nicht der Strassenstrich sowie eine ziemliche Kriminalität?

      In Essen wurde "nur" der alte Saalbau an Ort und Stelle zur Philharmonie umgebaut(mondän und an alter Stelle des entkernten Saalbaues), aber in Dortmund wurde doch sehr darauf gesetzt, mit einem wirklich neuen Konzertsaal auch soziale Brennpunkte zu entschärfen durch ein attraktives kulturelles Angebot.
      Mit Erfolg.
      Oder sehe ich das unrichtig und habe es falsch in Erinnerung?
      Das siehst Du richtig, auch wenn das Brückstraßen-Viertel nach wie vor nicht gerade der schickste Ort der City ist. "Mondän" war der falsche Ausdruck. Aber in Dortmund zeigten sich sehr bald nach der Eröffnung auch Probleme, weil man sich vorher zu wenig Gedanken über die Nutzung gemacht hatte, was dann sehr schnell zu hässlichen Diskussionen führte. Ulrich Andreas Vogt hat damals nach kurzer Zeit entnervt aufgegeben, weil aus der Politik (namentlich aus der SPD) von ihm verlangt wurde, um jeden Preis und ohne Rücksicht auf künstlerische Qualität eine Platzauslastung von 85% zu erreichen, was er in den ersten Jahren für unmöglich hielt (er erreichte ca. 70%). Es stand dann die Aussicht im Raum, dass man zwar ein tolles Konzerthaus mit phänomenaler Akustik hat, dort aber aus finanziellen Gründen nur Schlager- und Volksmusik stattfinden kann, weil die laufenden Kosten sonst nicht zu bezahlen wären. Manche Grüne wollten das Konzerthaus deshalb am liebsten gleich wieder schließen... In Bochum standen von Anfang an die speziellen Verhältnisse der Stadt, ihres Orchesters, ihrer Musikschule, ihrer Chöre usw. im Mittelpunkt der Überlegungen, was zu einer angemessenen Größe und zu einer sinnvollen Gesamtkonzeption führte.

      Christian
      Jeder Eindruck, den man macht, schafft Feinde. Um populär zu bleiben, muss man mittelmäßig sein.
      Oscar Wilde
    • El Duderino schrieb:

      Aber du schreibst ja richtig, dass beim Fußball eine große Minorität auf den Beinen ist. 50.000 Menschen sind 25 voll ausverkaufte Konzertsäle einer Großstadt.

      Ab welcher Größe ist eigentlich eine Minderheit so relevant, dass man sie trotz ihres Minderheiten-Status irgendwie bedienen oder umsorgen sollte?

      LG :wink:
      "Was Ihr Theaterleute Eure Tradition nennt, das ist Eure Bequemlichkeit und Schlamperei." Gustav Mahler
    • ChKöhn schrieb:

      "Nutznießer" der Zuschüsse sind natürlich nicht ausschließlich - und nicht einmal in erster Linie - die Musiker sondern die Zuhörer. Und da haben allein in München die öffentlichen und privaten Veranstalter klassischer Konzerte mehr als 40000 Abonnenten. Tendenz steigend.

      Wieviele Dauerkarten-Inhaber hat eigentlich der FC Bayern München? Das dürfte doch in einer ähnlichen Größenordnung liegen. Sooo unattraktiv kann die "Hochkultur" also offensichtlich nicht sein...

      LG :wink:
      "Was Ihr Theaterleute Eure Tradition nennt, das ist Eure Bequemlichkeit und Schlamperei." Gustav Mahler
    • Symbol schrieb:

      El Duderino schrieb:

      Aber du schreibst ja richtig, dass beim Fußball eine große Minorität auf den Beinen ist. 50.000 Menschen sind 25 voll ausverkaufte Konzertsäle einer Großstadt.

      Ab welcher Größe ist eigentlich eine Minderheit so relevant, dass man sie trotz ihres Minderheiten-Status irgendwie bedienen oder umsorgen sollte?
      Übrigens: Die öffentlichen finanzierten Orchester und Musiktheater in Deutschland hatten in der Saison 2012/2013 12,7 Mio Besucher und die Fußball-Bundesliga 12,8 Mio.

      Christian
      Jeder Eindruck, den man macht, schafft Feinde. Um populär zu bleiben, muss man mittelmäßig sein.
      Oscar Wilde
    • ChKöhn schrieb:

      Übrigens: Die öffentlichen finanzierten Orchester und Musiktheater in Deutschland hatten in der Saison 2012/2013 12,7 Mio Besucher und die Fußball-Bundesliga 12,8 Mio.


      Kann man auch auf das konkrete Beispiel München umrechnen: Die Bundesligamannschaft von Bayern München hatte 2013/14 in ihren 17 Heimspielen insgesamt 1,2 Millionen Zuschauer.


      Dem stehen pro Saison gegenüber (Zahlen stammen aus verschiedenen Spielzeiten bzw. Jahren seit 2011):

      540.000 Besucher der Bayerischen Staatsoper, 200.000 bei den Münchner Philharmonikern, 160.000 beim Gärtnerplatztheater, ca. 100.000 beim Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks, weitere ca. 100.000 bei den anderen festen Münchner Orchestern und Ensembles (Zahl konservativ geschätzt) und ca. 200.000 bei von privaten Veranstaltern organisierten Klassikkonzerten bzw. Gastspielen (Zahl konservativ geschätzt). Ergibt ungefähr 1,3 Millionen Besucher von Münchner Opernaufführungen und klassischen Konzerten pro Spielzeit, davon ca. 1,1 Mio. in öffentlich finanzierten Institutionen.

      Alles ganz gut im Lot also.


      Viele Grüße

      Bernd
      Details are always welcome. (Vladimir Nabokov)
    • Ich weiß nicht, ob der Vergleich Fußball - Oper/Konzert so gut funktioniert, da es vermutlich sehr viel mehr Leute gibt, die Fußball im Fernsehen konsumieren, als solche, die TV-Übertragungen von Kozerten und Opern verfolgen (gerade der FC Bayern verkauft sich TV-mäßig prächtig).

      Ich bin selbst Fußballfan, ins Stadion finde ich allerdings nur etwa einmal in 1-2 Jahren. Konzerte und Opern besuche ich wesentlich häufiger. Natürlich bin ich nicht der Maßstab.

      :wink:
      Es grüßt Gurnemanz
      ---
      Der Kunstschaffende hat nichts zu sagen - sondern er hat: zu schaffen. Und das Geschaffene wird mehr sagen, als der Schaffende ahnt.
      Helmut Lachenmann
    • Der Vergleich zielt eher auf diejenigen, die bereit sind, Unkosten und einen gewissen logistischen Aufwand auf sich zu nehmen, um einem Fußballspiel oder eben einer Konzert- bzw. Opernaufführung beizuwohnen. Die mediale Verwertung solcher Ereignisse ist ein anderer Sektor, bei dem Profifußball natürlich die Nase vorn hat. Auch würde ich nicht bezweifeln, dass es in Deutschland mehr Fans des Profifußballs als solche von klassischer Musik gibt.


      Viele Grüße

      Bernd
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    • Michael Schlechtriem schrieb:


      in Dortmund ist die dortige Philharmonie doch auch in ein damaliges Problemviertel hineingesetzt worden.

      Später kam dann noch das Orchesterzentrum NRW hinzu, welches einer meiner Exprofs gestemmt hat.
      Das war doch gar nicht mondän, hat aber dazu geführt, daß heute diese Gegend nicht mehr wiederzuerkennen ist.
      Dort gibt es jetzt Kulturangebote in großer Anzahl.
      Und das ziemlich zentral.
      Ich kann mich kaum noch an die Situation davor erinnern, aber war da früher nicht der Strassenstrich sowie eine ziemliche Kriminalität?


      Neee, der Straßenstrich war nicht gerade da in der Brückstraße. Aber die war schon - abgesehen von dem großen Elektronik-Karstadt an der Ecke zur Kampstrasse - von "Szeneläden" bestimmt, in Richtung des Bahnhofs zunehmend auch von Dönerbuden und Sexshops.

      Inzwischen sind die Sexshops weg. Die Dönerbuden sind noch da (was ich gut finde). So richtig hat das mit der Gentrifizierung also - zum Glück! - nicht geklappt. Dafür zeigt gerade das Brückstraßenviertel heute die soziale und kulturelle Vielfalt einer großen Stadt im Ruhrgebiet - und verbirgt nicht zugleich auch die Probleme. Ich finde das sehr gelungen und die Atmosphäre dort sehr anregend.

      Auf das Musikzentrum in Bochum freue ich mich auch sehr! :)

      Adieu,
      Algabal
      Keine Angst vor der Kultur - es ist nur noch ein Gramm da.
    • Zwielicht schrieb:

      Die mediale Verwertung solcher Ereignisse ist ein anderer Sektor, bei dem Profifußball natürlich die Nase vorn hat. Auch würde ich nicht bezweifeln, dass es in Deutschland mehr Fans des Profifußballs als solche von klassischer Musik gibt.
      Ebendas dürfte die entscheidende Rolle spielen, wenn eine Stadt vor der Alternative steht, ob sie für 100 Mio Euro ein neues Fußballstadion oder einen neues Konzerthaus bauen soll. Wird aber in München grad nicht die Alternative sein.

      :wink:
      Es grüßt Gurnemanz
      ---
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      Helmut Lachenmann
    • Gurnemanz schrieb:

      Ebendas dürfte die entscheidende Rolle spielen, wenn eine Stadt vor der Alternative steht, ob sie für 100 Mio Euro ein neues Fußballstadion oder einen neues Konzerthaus bauen soll. Wird aber in München grad nicht die Alternative sein.


      Wobei Stadien für einen Profifußballverein nicht primär eine öffentliche Bauaufgabe sind, angemessene Konzerthäuser für öffentlich finanzierte Orchester aber schon. Zumindest in der Theorie.

      Das Problem in München ist ja nicht die Alternative Fußball-Klassische Musik. Geld ist da, der Freistaat will möglicherweise über 300 Mio. in einen Umbau bzw. Quasi-Neubau der Philharmonie im Gasteig stecken. Für das gleiche Geld bekäme man auch einen vollständig neuen und für Münchner Verhältnisse angemessen repräsentativen und großen Konzertsaal an anderer Stelle.

      Das Problem ist auch, ich wiederhole mich, institutioneller Natur: die Philharmonie im Gasteig bzw. der ganze Gasteig muss so oder so saniert werden. Und dafür muss eigentlich die Stadt München und nicht der Freistaat aufkommen. Wenn aber der Freistaat einen komplett neuen Konzertsaal (u.a. für das BR-Symphonieorchester) baut, bleibt die Stadt München allein auf sehr hohen Renovierungskosten für die Philharmonie (den Konzertsaal ihres Orchesters, der Philharmoniker) sitzen.


      Viele Grüße

      Bernd
      Details are always welcome. (Vladimir Nabokov)
    • ChKöhn schrieb:

      Symbol schrieb:

      El Duderino schrieb:

      Aber du schreibst ja richtig, dass beim Fußball eine große Minorität auf den Beinen ist. 50.000 Menschen sind 25 voll ausverkaufte Konzertsäle einer Großstadt.

      Ab welcher Größe ist eigentlich eine Minderheit so relevant, dass man sie trotz ihres Minderheiten-Status irgendwie bedienen oder umsorgen sollte?
      Übrigens: Die öffentlichen finanzierten Orchester und Musiktheater in Deutschland hatten in der Saison 2012/2013 12,7 Mio Besucher und die Fußball-Bundesliga 12,8 Mio.

      ...und dabei kann ich mich nicht erinnern, von einem Klassik-Konzert gehört zu haben, dass wegen Pyrotechnik abgebrochen werden musste, wo der Dirigent verprügelt wurde oder die aufgewühlten Fans von einem riesigen Polizeiaufgebot zum Bahnhof geleitet werden musste. Das sind alles Kosten, die immer gerne totgeschwiegen werden, die wir aber alle subventionieren.
      Lucius Travinius Potellus
      Those who would give up essential Liberty, to purchase a little temporary Safety, deserve neither Liberty nor Safety. (B.Franklin)
    • Travinius schrieb:

      ...und dabei kann ich mich nicht erinnern, von einem Klassik-Konzert gehört zu haben, dass wegen Pyrotechnik abgebrochen werden musste, wo der Dirigent verprügelt wurde oder die aufgewühlten Fans von einem riesigen Polizeiaufgebot zum Bahnhof geleitet werden musste.

      Ging die Uraufführung des "Sacre" nicht in eine ähnliche Richtung? :hide:

      LG :wink:
      "Was Ihr Theaterleute Eure Tradition nennt, das ist Eure Bequemlichkeit und Schlamperei." Gustav Mahler