Capriccio-Presseschau

    • ThomasBernhard schrieb:

      Die spinnen, die Limburger.

      faz.net/aktuell/gesellschaft/t…-zu-spielen-14871965.html

      Minderheitenterror vom feinsten.
      RAF war Minderheitenterror.
      Aber solch ulkige Chose mit dem Begriff "Terror" zu versehen, würde diesen bloß inflationieren.
      Kommt eher als Satire vom Feinsten, also mit Spaßfaktor rüber; vor allem, falls eifernde Tierschützer + vegane Körner-Fresser das tatsächlich ernst meinen.
      "...Ich wünsche mir dergleichen Scherze viel. - ...."
      „Ein Komponist, der weiß, was er will, will doch nur was er weiß...“ Helmut Lachenmann
    • na ja, vom Feinsten relativiert doch eigentlich schon.
      Würde man bei RAF kaum sagen können/wollen/dürfen.
      ---
      Es wäre lächerlich anzunehmen, daß das, was alle, die die Sache kennen, daran sehen, von dem Künstler allein nicht gesehen worden wäre.
      (J. Chr. Lobe, Fliegende Blätter für Musik, 1855, Bd. 1, S. 24).


      Wenn du größer wirst, verkehre mehr mit Partituren als mit Virtuosen.
      (Schumann, Musikalische Haus- und Lebensregeln).
    • zabki schrieb:

      na ja, vom Feinsten relativiert doch eigentlich schon.
      Würde man bei RAF kaum sagen können/wollen/dürfen.
      also RAF hatte doch eine recht breit gefächerte Terrorpalette drauf. Die erstreckte sich vom Gröbst-Brutalstem (gezieltes Morden) bis Feinstem (verbaler Gruppenzwang im Knast/verbale Drohungen, Erpressungsversuche gegen Justizvollzugspersonal)...
      „Ein Komponist, der weiß, was er will, will doch nur was er weiß...“ Helmut Lachenmann
    • Fuchs, Du hast die Gans gestohlen!

      Ich habe es heute im "SZ Streiflicht" gelesen.
      Köstlich, köstlich.
      Das nennt man dann wohl einen Versuch der "Diktatur der Vegetariats"
      Gruß aus Kiel
      Der beste Beweis dafür, das es im Universum intelligentes Leben geben muss, ist der, dass noch keiner versucht hat, mit uns Kontakt aufzunehmen (Calvin and Hobbes)
    • Borghorster Stiftskreuz zurück

      ---
      Es wäre lächerlich anzunehmen, daß das, was alle, die die Sache kennen, daran sehen, von dem Künstler allein nicht gesehen worden wäre.
      (J. Chr. Lobe, Fliegende Blätter für Musik, 1855, Bd. 1, S. 24).


      Wenn du größer wirst, verkehre mehr mit Partituren als mit Virtuosen.
      (Schumann, Musikalische Haus- und Lebensregeln).
    • Hier werden zwei junge Künstler als "neue Top-Dirigenten" gepriesen, ob zu Recht oder nicht, vermag ich nicht zu beurteilen:

      spiegel.de/kultur/musik/krzysz…nin-dvorak-a-1134944.html

      Die Rede ist von Krzysztof Urbański (*1982) und Jakub Hrůša (*1981).

      :wink:
      Es grüßt Gurnemanz
      ---
      Πάντες ἄνθρωποι τοῦ εἰδέναι ὀρέγονται φύσει·
      Ἀριστοτέλης
      Was ist, ist mehr, als es ist.
      Theodor W. Adorno
    • Gurnemanz schrieb:

      Hier werden zwei junge Künstler als "neue Top-Dirigenten" gepriesen, ob zu Recht oder nicht, vermag ich nicht zu beurteilen:

      spiegel.de/kultur/musik/krzysz…nin-dvorak-a-1134944.html

      Die Rede ist von Krzysztof Urbański (*1982) und Jakub Hrůša (*1981).

      :wink:
      Gewiss nicht zu Unrecht, meine ich, werter Gurnemanz. Ich habe beide live erlebt, Hrusa bei seinem Einführungskonzert in Bamberg, wo er als neuer Chefdirigent hohe Erwartungen geweckt hat. Und Jonathan Nott hat man sehr ungern gehen lassen.

      :wink: Wolfgang
      He who can, does. He who cannot, teaches. He who cannot teach, teaches teaching.
    • Gurnemanz schrieb:

      Hier werden zwei junge Künstler als "neue Top-Dirigenten" gepriesen, ob zu Recht oder nicht, vermag ich nicht zu beurteilen:

      spiegel.de/kultur/musik/krzysz…nin-dvorak-a-1134944.html

      Die Rede ist von Krzysztof Urbański (*1982) und Jakub Hrůša (*1981).

      andréjo schrieb:

      Gewiss nicht zu Unrecht, meine ich, werter Gurnemanz. Ich habe beide live erlebt, Hrusa bei seinem Einführungskonzert in Bamberg, wo er als neuer Chefdirigent hohe Erwartungen geweckt hat. Und Jonathan Nott hat man sehr ungern gehen lassen.
      Ich kenne Ersteren überhaupt nicht, aber über Hrusa habe ich bis jetzt nur Gutes gelesen. Und die Bamberger werden sich bestimmt gut überlegt haben, wen sie nach Nott ans Pult lassen und zum Chef machen.
      Viele Grüße sendet Maurice - Musica ist das beste Labsal eines betrübten Menschen (Martin Luther)
    • Aber auch nette Stilblüten drinne: was genau ist "Angrenzung"?

      "Krzysztof Urbanski überführt die Volkslied-Naivität in eine sentimentalische Elegie, wie sie Dvorak in seiner Angrenzung wohl gemeint haben könnte."


      Ich arbeite dann mal an meiner Abeignung...
      Die englischen Stimmen ermuntern die Sinnen
      daß Alles für Freuden erwacht
    • philmus schrieb:

      Aber auch nette Stilblüten drinne: was genau ist "Angrenzung"?

      "Krzysztof Urbanski überführt die Volkslied-Naivität in eine sentimentalische Elegie, wie sie Dvorak in seiner Angrenzung wohl gemeint haben könnte."


      Ich arbeite dann mal an meiner Abeignung...
      Das halte ich dann doch für einen Druckfehler, so wie auch bei Deiner "Abeignung" der Fall ( ;) ), werter Philmus. Vielleicht ein Druckfehler mit Hintergrund, eine Freud'sche Fehlleistung - auch wenn ich mir schwer tue, deren Spezifik zu erkennen. Aber die Alternative wäre Möchtegern-Experten-Geschwätz, eine echte Stilblüte eben - und das wollen wir doch nicht hoffen?! ( ;) )

      :cincinbier: Wolfgang
      He who can, does. He who cannot, teaches. He who cannot teach, teaches teaching.
    • Sehr informativer Artikel über 4chan, den Ursprung der aktuellen Internet-Kultur:

      Dale Beran schrieb:

      4chan invented the meme as we use it today. At the time, one of the few places you saw memes was there. The white Impact font with the black outlines, that was them (via S.A. [= 'Something Awful']). Terms like “win” and “epic” and “fail” were all created or popularized on 4chan, used there for years before they became a ubiquitous part of the culture.
      2010 wurde mir die Seite noch als Geheimtipp empfohlen. Sie war mir zu hektisch, um sie regelmäßig zu verfolgen. Aber der Artikel scheint mir eine gute Zusammenfassung zu bieten, und darüber hinaus auch noch eine interessante Verbindung zur politischen Kultur von heute darzustellen.
      Nur weil etwas viel Arbeit war und Schweiß gekostet hat, ist es nicht besser oder wichtiger als etwas, das Spaß gemacht hat. (Helge Schneider)