streichquartett aus einer Sendung gesucht

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  • Ist es schlecht, wenn man Kostüme erstellt um damit durch die Stadt zu laufen und sie so anderen zu zeigen die ihre Freude daran haben? Ich jedenfalls betrachte solche Kostüme durchaus als Kunstwerke die viele Assoziationen zu verschiedenen Themen wecken.

    und die Guggenmusik hat sehr viel ironische Aspekte und besser jemand macht bei einer solchen Kapelle mit (die auch das ganze Jahr über übt) als sich Boxen anzuschauen oder als Fussballhooligan die Zeit zu vertreiben oder gar kein Interesse an Musik zu entwickeln.

    und ich bin der Meinung alte Bräuche haben solange eine Relevanz für die Menschen solange sie betrieben werden - natürlich gibt es da immer auch solche die da andere Motive haben.

    Und ist Spass haben etwas schlechtes ? - auch bei einfacheren Formen von Spass - alles zu seiner Zeit, nur Übermass und Einseitigkeit machen etwas problematisch.
    Ohne Musik wäre das Leben ein Irrtum (Nietzsche)
    In der Tat spuckte ... der teuflische Blechtrichter nun alsbald jene Mischung von Bronchialschleim und zerkautem Gummi aus, welchen die Besitzer von Grammophonen und Abonnenten von Radios übereingekommen sind Musik zu nennen (H Hesse)
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    Im übrigen bin ich der Meinung, dass immer Sommerzeit sein sollte (gerade im Winter)
  • Erzherzog schrieb:

    Und ist Spass haben etwas schlechtes ?
    Nö, wie gesagt, sei er allen gegönnt (mich persönlich langweilt´s halt). Nur die pseudotiefsinnige Aufblähung finde ich dann etwas fragwürdig. Die Wiener Ballkultur dient auch hauptsächlich dem Vergnügen und nicht mehr der rituellen Paarsuche und der Verkuppelung von Adeligen.
    Im Zweifelsfall immer Haydn.
  • viele Dinge haben durchaus tiefsinnige Aspekt die man ihnen nicht auf den ersten Blick ansieht, man muss sich halt nur etwas anstrengen und offen sein. und vielleicht durch die Verwendung gewisser Musik darauf gestossen werden (was aber auch nicht immer nützt). Viele Dinge werden auch von Leuten mit anderen Motivationen missbraucht, was auch überhand nehmen kann und dann die interessanten und spannenden Aspekt verdeckt. Dann muss man nur an der Oberfläche ein wenig kratzen um die anderen Aspekte aufzudecken statt nur von pseudo zu reden.
    In dem Film ging es primär nicht um die negativen Aspekte des Karneval sondern um die Figurengestaltung, die dahinter stehenden Motive und Phantasien und den Assoziationen zu diesen Figuren und die künstlerischen Aspekte, er deckte die unter der Oberfläche verdeckten Aspekte des Karnevals auf, die offensichtlich heute bei den meisten vergessen sind

    Funktioniert natürlich nur bei Menschen die bereit sind sich auf neue und andere Aspekte als die offensichtlichen einzulassen
    Ohne Musik wäre das Leben ein Irrtum (Nietzsche)
    In der Tat spuckte ... der teuflische Blechtrichter nun alsbald jene Mischung von Bronchialschleim und zerkautem Gummi aus, welchen die Besitzer von Grammophonen und Abonnenten von Radios übereingekommen sind Musik zu nennen (H Hesse)
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    Im übrigen bin ich der Meinung, dass immer Sommerzeit sein sollte (gerade im Winter)
  • Erzherzog schrieb:

    Funktioniert natürlich nur bei Menschen die bereit sind sich auf neue und andere Aspekte als die offensichtlichen einzulassen
    Mag ja sein. Aber das Leben ist kurz und der Massenbelustigungen sind deren vieler, die man auf Tiefsinnigkeit ausloten könnte. Du hättest dich ja auch auf das bekannteste Kammermusikwerk eines der bekanntesten Komponisten einlassen können, dann hättest du es auch ohne nachzufragen erkannt. :P
    Im Zweifelsfall immer Haydn.
  • Ich war mal in Venedig, als dort (zufällig) gerade Karnevalszeit war; noch nicht auf dem Höhepunkt. Es waren viele Menschen in altertümlichen Kostümen und mit Masken zu sehen. Ich fand das bunte Treiben eigentlich ganz angenehm. Auch spannend die Frage, wer verbirgt sich wohl hinter der Maske. Ich stelle mir vor, dass der Karneval in Luzern und/oder Basel so ähnlich ist. Weiss ich aber nicht. Jedenfalls bin ich auch eher von der Sorte vorurteilsbehafteter Mensch, die Karneval (und Schützenfeste etc. pp.) gerne als "dummes Zeug" abtun, und glauben, dass nur Leute daran teilnehmen, die sich besaufen wollen und das auch tun. Ich empfand das , wie gesagt, in Venedig überhaupt nicht so, fand es eher faszinierend. Mag vielleicht auch damit zu tun haben, dass ich dem morbiden Charme dieser Stadt eher erlegen bin als denen der Städte in der Rhein-Main-Region. ;)

    maticus
    Wer B sagt, muss auch A sagen. --- Klassische Klarinettistenweisheit
  • maticus schrieb:

    Jedenfalls bin ich auch eher von der Sorte vorurteilsbehafteter Mensch, die Karneval (und Schützenfeste etc. pp.) gerne als "dummes Zeug" abtun, und glauben, dass nur Leute daran teilnehmen, die sich besaufen wollen und das auch tun. Ich empfand das , wie gesagt, in Venedig überhaupt nicht so, fand es eher faszinierend.
    Sicher, weil man sich in Südeuropa nicht so volllaufen lässt. "Binge drinking" ist eher im "germanischen Teil" Europas üblich. Man kann aber natürlich auch die Fasnächte ohne Alkohol zu trinken besuchen, wie auch das Oktoberfest. Ist aber etwas unorthodox.
    Im Zweifelsfall immer Haydn.
  • Felix Meritis schrieb:

    Man kann aber natürlich auch die Fasnächte ohne Alkohol zu trinken besuchen, wie auch das Oktoberfest. Ist aber etwas unorthodox.
    unorthodox, na ja... Gehört ein bißchen Kontrollverlust nicht zu diesen Festivitäten dazu? Das sind ritualisierte Rausch-Events, ob es der Vetrtiefung dient, sie nüchtern zu erleben, lasse ich mal offen...

    Mauerblümchen schrieb:

    Man kann auch Alkohol trinken, ohne lustig zu sein.
    dann is ja auch Quatsch, oder?


    PS oder man schreibt beim Wein so etwas wie das Quintett-Adagio, um das es hier mal ging... dann muß auch nicht "lustig"...
    Die englischen Stimmen ermuntern die Sinnen
    daß Alles für Freuden erwacht
  • Schon faszinierend, was ein Schubert-Streichquartett, das sich als Quintett entpuppt, so alles bewirken kann!

    :D
    Es grüßt Gurnemanz
    ---
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    Helmut Lachenmann

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    Rebecca Saunders
  • Felix Meritis schrieb:

    Ich meinte ja eben, dass es "unorthodox" wäre, bei diesen Gelegenheiten nicht(!!) zu saufen.
    unorthodox im Sinne von "nicht rechtgläubig", sicher dat. sind ja ursprünglich schon religiöse, ernsthafte Angelegenheiten, und da ist es auch von ernsthafter Wichtigkeit, sich dem kollektiven Rausch nicht zu entziehen. Ursprünglich.
    Daß diese Kultur aus sicher benennbaren Gründen auf den Humtata gekommen ist, gibt einem die Freiheit, damit umzugehen, wie man mag.
    Ich persönlich finde es nicht unorthodox, sondern öde, Kollektivgelagen im nüchternen Zustand beizuwohnen.
    Dann lieber garnicht, würde ich sagen..
    Die englischen Stimmen ermuntern die Sinnen
    daß Alles für Freuden erwacht
  • philmus schrieb:

    unorthodox im Sinne von "nicht rechtgläubig", sicher dat. sind ja ursprünglich schon religiöse, ernsthafte Angelegenheiten, und da ist es auch von ernsthafter Wichtigkeit, sich dem kollektiven Rausch nicht zu entziehen. Ursprünglich.
    Naja, "unorthodox" heißt eigentlich nur "nicht der richtigen Lehre folgend". Diese Lehre kann dann auch von einem Fitnesspapst oder einem Karnevalszunftmeister kommen. Ansonsten stimme ich zu. Das rauschend heidnische Fest wurde zur Spießerparade. In beiden Fällen ist Betäubung angesagt.
    Im Zweifelsfall immer Haydn.