Stücke, die ihr gerne mal singen / aufführen würdet

    • Stücke, die ihr gerne mal singen / aufführen würdet

      Viele großartige große und kleine Werke durfte ich in meinem langjährigen (Amateur-)Sängerinnenleben schon aufführen, aber von einigen träume ich noch. Spontan fallen mir ein

      - Poulenc: Figure humaine
      - Britten: War Requiem

      Wie sieht es bei euch aus?
    • Hallo Talentfrei,

      ich kann da ziemlich viel in meine Liste aufnehmen, je mehr man gesungen hat, umso mehr, erkennt man, 'fehlt' einem:

      - praktisch alle Handel-Oratorien kenne ich nur als Zuhörer, noch nicht als Chorsänger
      - Telemann, mindestens mal die Brockespassion
      - CPE Bach, Israeliten in der Wüste, Die letzten Leiden, Auferstehung und Himmelfahrt
      - Berlioz, Requiem und Te Deum
      - Mendelssohn, Wie der Hirsch schreit (Psalm 42)
      - Bruckner, f-moll-Messe
      - Dvorak, Requiem
      - Elgar, mindestens mal Dream of Gerontius

      und die von Dir genannten Werke auch gerne ...

      Gruß Benno
    • Sollte ich das Geklimper mal wieder aufnehmen, dann leichte Bach-Stücklein. Ein Haydn-Sonätchen oder Beethovens op. 49 sind vielleicht auch nicht völlig utopisch. Webern und Lachenmann haben ja auch was für Kinder geschrieben. Dann dürfte es wohl auch mal was Moderneres sein.
      Nur weil etwas viel Arbeit war und Schweiß gekostet hat, ist es nicht besser oder wichtiger als etwas, das Spaß gemacht hat. (Helge Schneider)
    • Hi Giovanni,
      interessante Liste!

      An Berlioz / Dvorak / Elgar hatte ich noch gar nicht gedacht, bzw. sind die drei nicht so in meinem aktiven Gedächtnis. Da muss tatsächlich mal stöbern und den Horizont erweitern gehen. Allerdings muss es bei mir auch nicht zwingend die große romantische Orchesterbesetzung sein, die man sich, zumindest dort wo ich unterwegs bin, i. d. R. nicht leisten kann. Auch a capella wird gerne genommen ;)

      Ergänze noch
      - Tallis: Spem in alium
    • Hi Talentfrei,

      Du hast nicht danach gefragt, was ich realistischerweise in den nächsten Jahren einmal singen werde. Deswegen habe ich mal ins orchestral Volle gegriffen. Und so unrealistisch muss das alles gar nicht sein. in den 1990'er Jahren hat mein damaliger Chor hintereinander weg nur großbesetzte Oratorien des 20 Jhs. gesungen: Elgar, The Apostels (konnte ich leider nicht mitproben), F. Schmidt, Buch mit 7 Siegeln, F. Martin, Golgatha, Janacek, Glagolitische Messe ...

      Und weil er so in Fahrt war, hat unser Chorleiter sich sogar an eines der größten a-capella-Werke des 20 Jahrhunderts gemacht:
      Pepping, Passionsbericht;

      Ich würde auch sehr gerne mal wieder die JS Bach-Motetten singen ...

      Und das ist so ein tolles Stück ...

      Gruß Benno
    • Talentfrei schrieb:

      Viele großartige große und kleine Werke durfte ich in meinem langjährigen (Amateur-)Sängerinnenleben schon aufführen, aber von einigen träume ich noch. Spontan fallen mir ein

      - Poulenc: Figure humaine
      - Britten: War Requiem

      Wie sieht es bei euch aus?
      Genau das ist auch mein Wunschzettel, vielleicht noch ergänzt mit einigen Reger-Stücken mit fettem Orchester. Und ein paar Exoten wie G. Schumanns "Ruth" und das Requiem von Richard Wetz. Aber das wird wohl nix.

      Aber abgesehen von den aus Besetzungsgründen nicht machbaren Stücken - der absolute Traum wäre eine zyklische Aufführung aller Haydn-Messen. Da fehlen mir noch einige, und die, die ich bereits singen durfte, sänge ich gerne nochmal.
      Ich habe eiserne Prinzipien. Wenn sie Ihnen nicht gefallen, habe ich auch noch andere.
    • Neben vielen der schon genannten Werke:
      Monteverdi, Missa à 4 aus den Selva morale
      Bach, Jesu meine Freude BWV 227
      Süßmayr, Missa solemnis
      Poulenc, Messe en Sol majeur
      Suppé, Requiem
      Fauré, Requiem
      Theodorakis, Requiem

      Und bei den drei letzten bedaure ich ebenso wie bei Brittens War Requiem auch sehr, dass ich kein Solist bin, denn die Bass- bzw. Baritonsolos darin finde ich sehr verlockend. Zumindest in der Badewanne. :pfeif:

      Liebe Grüße,
      Areios
      "Wenn [...] mehrere abweichende Forschungsmeinungen angegeben werden, müssen Sie Stellung nehmen, warum Sie A und nicht B folgen („Reichlich spekulativ die Behauptung von Mumpitz, Dinosaurier im alten Rom, S. 11, dass der Brand Roms 64 n. Chr. durch den hyperventilierenden Hausdrachen des Kaisers ausgelöst worden sei. Dieser war – wie der Grabstein AE 2024,234 zeigt – schon im Jahr zuvor verschieden.“)."
      Andreas Hartmann, Tutorium Quercopolitanum, S. 163.
    • Als Stimmbandquäler im Chor (Bass) wären überaus reizvoll - also nicht bloß Bachs WO – (inklusive knall-harter Probenarbeit) vor allem folgende Hits:

      Nono: Canto sospeso, Prometeo, Caminantes-Ayacucho
      Bach: JP, MP, H-Moll-Messe, diverse Kantaten
      Schönberg: Jakobsleiter
      Brahms: Requiem
      Holliger: Scardanelli-Zyklus
      Monteverdi: Marienvesper
      Pfitzner: Von Deutscher Seele, Das Dunkle Reich, Urworte Orphisch
      Strawinsky: Psalmensinfonie („Ja, wer trommerlt denn da?..“ :D .)
      Bazi: Requiem für einen jungen Dichter
      Beethoven Fantasie für Klavier, Chor und Orchester in der Textfassung von Becher.

      Sowie konzertant:
      Luigi Nono: Al gran sole, Intolleranza 1960
      Schönberg: Moses und Aron, Glückliche Hand …….
      Beethoven: aus Fidelio (vom Finale 1. Akt) : “ Leb wohl, du warmes Sonnenlicht..“
      „Ein Komponist, der weiß, was er will, will doch nur was er weiß...“ Helmut Lachenmann
    • Areios schrieb:

      Bach, Jesu meine Freude BWV 227
      oh - meine absolute Lieblingsmotette aus der Serie.

      Als Quasi-Solist fühlen durfte ich mich schonmal beim Fauré-Requiem aus Deiner Liste. Der Chorleiter der damaligen Einstudierung war der Meinung, ein Sopranistin, die seinen klanglichen Vorstellungen entspricht, könne er sich sowieso nicht leisten und besetzte das "Pie Jesu" mit einigen handverlesenen Damen aus dem Chor. Coole Sache.
    • Ja, das "Pie Jesu" ist sowieso so eine Sache. Das ist ja ursprünglich für einen Knabensolisten aus dem Chor komponiert, und mit ausgewachsenen Sopransolistinnen oft nicht stimmig. Da kann ich mir gut vorstellen, dass ausgewählte Chordamen oder auch eine einzelne Choristin mit guter Naturstimme häufig die klanglich überzeugendere Wahl darstellen.

      Liebe Grüße,
      Areios
      "Wenn [...] mehrere abweichende Forschungsmeinungen angegeben werden, müssen Sie Stellung nehmen, warum Sie A und nicht B folgen („Reichlich spekulativ die Behauptung von Mumpitz, Dinosaurier im alten Rom, S. 11, dass der Brand Roms 64 n. Chr. durch den hyperventilierenden Hausdrachen des Kaisers ausgelöst worden sei. Dieser war – wie der Grabstein AE 2024,234 zeigt – schon im Jahr zuvor verschieden.“)."
      Andreas Hartmann, Tutorium Quercopolitanum, S. 163.