Jeden Tag ein Streichquartett

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    • Und nun eine Weltpremiere - das B-Team zum offiziellen Video von "Bohemian Rhapsody":



      Äh, natürlich nicht ... sondern:

      Ludwig van Beethoven: Streichquartett f-Moll op. 95 ("Serioso")

      Belcea Quartet

      Gruß
      MB

      :wink:
      "Behalten Sie Ihren Hammer, Sie Rüpel!" (Paul Watzlawick)
    • in letzter Zeit diesen mega-geilen Schubert wiederholt eingeschmissen

      Leider ohne Expo-Wiederholung :(
      Dennoch Fetzigkeits-Level, denn "moderne Züge" in Schuberts D887-Mucke kommen ungeölt rüber z.B. im Andante skapellscharf einschneidende Breaks und Tremolo mit Aggro:
      youtube.com/watch?v=wTbScUYHJ_w
      18:22 und 22:02
      und in gleichsam maliziösen Ausdruck das finale Rondo
      „Ein Komponist, der weiß, was er will, will doch nur was er weiß...“ Helmut Lachenmann
    • Gestern noch:

      Jeden Tag ein Streichquartett (19)



      Max Reger: Streichquartett f-Moll op. 54/1
      Berner Streichquartett

      Komponiert im November 1900, aber erst 1910 uraufgeführt.
      Allegro agitato (leidenschaftlich-sehnsüchtig), Vivace assai (quirlig-musikantisch), Largo mesto (verinnerlicht-wehmütig klagend), Prestissimo assai (aufgeweckt, kontrapunktisch gewürzt)
      Herzliche Grüße
      AlexanderK
    • Eben gehört, ausnahmsweise unmittelbar danach online:

      Jeden Tag ein Streichquartett (20)



      Ian Anderson (Arr. Radanovics): Locomotive Breath
      Spring String Quartet

      Der bekannteste Song aus dem 1971 veröffentlichten Erfolgsalbum der britischen Progressivrockgruppe Jethro Tull um den Querflötisten Ian Anderson ist die Anderson-Komposition „Locomotive Breath“, die das Linzer Spring String Quartet 2002 für seine CD „Train Songs“ (CD CCn´C 02022) neben anderen passenden Originalen von Tom Waits bis zu Pat Metheny gecovert hat. Das Original beginnt mit einer Klavierkadenz, aus der sich dann erst der markante Rockrhythmus emanzipiert und schließlich von der Band übernommen wird, in den Song führend, dieser incl. Flötensolo. Das SSQ hält sich (Arrangement: Michael Radanovics) im Aufbau ziemlich genau ans Original. Die Kadenz wird mit Cellopizzicati und lyrischem Streicherchor begonnen und dann intensiviert, und dann grooven sie im Rockrhythmus los, statt der Flöte soliert halt eine Geige. Und statt des fade out des Originals gibt es einen kräftigen, abrupten Schlusspunkt.
      Herzliche Grüße
      AlexanderK

    • Ein schöner Anlass, mal wieder die eigenen Bestände zu durchforsten, um wenig gehörtes aufzufrischen. Kaum eine der bekannten Quartettformationen hat Cherubinis Quartette eingespielt. Das Melosquartett ist die Ausnahme. Die Aufnahme mit allen sechs Quartetten(einst DG, dann Brilliant) ist aber aus den Katalogen verschwunden. Zu Unrecht. Stellvertretend ein anderes Cover. Ich höre das erste Quartett des damals schon 55 jährigen Komponisten, der erst in seinem 7. Lebensjahrzehnt noch fünf weitere komponieren wird.
    • Heute ergab es sich ganz zufällig, dass dieses Werk dran war:

      Ludwig van Beethoven: Streichquartett cis-Moll op. 131

      Belcea Quartet



      Will denn niemand die "Sieben Worte" in der Quartettfassung hören? :boese1:

      Gruß
      MB

      :wink:
      "Behalten Sie Ihren Hammer, Sie Rüpel!" (Paul Watzlawick)
    • Ich muss gestehen, dass ich gänzlich ohne eine Beeinflussung durch den letzten Beitrag heute zum Karfreitag gleich dreimal Beethovens op. 131 gehört habe - mein allererstes Streichquartett übrigens vor deutlich über vierzig Jahren. Ich kannte bereits etliche Klaviersonaten (einige der leichteren auch in Eigenerfahrung) sowie einige Sinfonien, vermutlich sonst kaum etwas von Beethoven. Das Quartett hat mich ob seiner Neuartigkeit nicht wenig verblüfft und fasziniert. Welche Einspielung ich damals mit der Bandmaschine gemacht habe, müsste ich mühsam nachsehen und wäre relativ sinnlos, da (zumindest momentan) nicht zum Hören verfügbar, Heute waren es:

      sowie aus der Sony-Box der Complete Masterworks:

      Mit allen drei Aufnahmen kann ich gut leben, vielleicht sind doch die La-Salle-Musiker am differenziertesten und spannendsten zu Gange.

      Morgen steht noch das Tokyo-Quartett mit demselben Werk auf dem Programm:



      Ich glaube aber, dass ich irgendwo eine weitere einzelne Einspielung finde ...

      :wink: Wolfgang
      He who can, does. He who cannot, teaches. He who cannot teach, teaches teaching.
    • Gestern noch:

      Jeden Tag ein Streichquartett (21)



      Sofia Gubaidulina: Streichquartett Nr. 3 (1987)
      Stamic Quartet

      Zunächst eine intensive "Diskussion", Pizzicato, dann mutiert die Musik zu einem suggestiv-meditativen "Entschweben im All"...
      Herzliche Grüße
      AlexanderK
    • Joseph Haydn:

      Die sieben letzten Worte unseres Erlösers am Kreuze, op. 51 (Hob. III: 50 - 56)

      (AD: November 2002, American Academy and Institute of Arts & Letters, New York)

      Emerson String Quartet (Eugene Drucker, Violine I / Philip Setzer, Violine II / Lawrence Dutton, Viola / David Finckel, Violoncello)

      Das Werk lernte ich in der Orchesterfassung kennen und schätzen. In der Streichquartett-Fassung wirkt es aber auch sehr, weil durch die kleinere Besetzung die Musik auf mich intimer, verletzlicher wirkt.

      Armin
      "Musik ist für mich ein schönes Mosaik, das Gott zusammengestellt hat. Er nimmt alle Stücke in die Hand, wirft sie auf die Welt, und wir müssen das Bild zusammensetzen." (Jean Sibelius)
    • Gestern noch:

      Jeden Tag ein Streichquartett (22)



      Max Reger: Streichquartett A-Dur op. 54/2
      Berner Streichquartett

      Komponiert April bis Juni 1901, uraufgeführt 1904

      Persönlicher Höreindruck:
      Das Werk wartet im lebendigen 1. Satz mit so vielen originellen, überraschenden Wendungen auf, dass man die Satzüberschrift Allegro assai e bizzaro nur zu gut verstehen kann. Darauf folgt ein üppig-lyrischer, fast hollywoodesk kitschig anmutender Andante semplice con Variazioni Satz von ganz eigener Anmut. Das betont fröhliche Finale, Allegro vivace con spirito, überrascht wie der 1. Satz mit wirklich sehr originellen harmonischen und melodischen Wendungen.
      Herzliche Grüße
      AlexanderK