Jeden Tag ein Streichquartett

    • ... Holmboe, Boccherini, Holmboe, und gestern wieder...



      Luigi Boccherini:
      Streichquartett op. 58/2 Es-Dur
      The Revolutionary Drawing Room

      Das Streichquartett op. 58/2 (G 243) Es-Dur von Luigi Boccherini hat vier Sätze.

      Habe sie so gehört:

      Der 1. Satz (Allegretto lento) scheint vielfach originell unentschieden. Bauerntanzassoziationen weckt das Menuetto (Allegro) des 2. Satzes. Mit ganz eigenen Schattierungen wiederum überrascht der 3. Satz (Larghetto), während das auf mich wieder besonders inspiriert wirkende Finale (Allegro vivo assai) auf ein Volksfest führt. Das Thema dieses 4. Satzes erinnert an das französische Lied „Ah, vou dirai-je Maman“, über das ja auch Mozart Variationen komponiert hat.

      Einmal mehr nimmt das beherzte Spiel von The Revolutionary Drawing Room (Spielzeit 20:54 Minuten) für sich ein.

      ...und heute wieder...
      Herzliche Grüße
      AlexanderK
    • Haydns Quartette


      op.20/5&6
      Buchberger Quartett


      Wunderschöne Aufnahmen, das, wie ich finde.


      LG :)
      "Wir sind nichts Wichtiges. Wir sind im Grunde nichts weiter als Wirbel im Fluß des Lebens. -- So betrachten wir unser Leben allerdings nicht gern." (Charlotte Joko Beck)
    • AlexanderK schrieb:

      Wenn ich mit Boccherini und Holmboe durch bin (mit kleinen Seitensprüngen zu anderen), geht es bei mir bei Haydn weiter, dann aber auch bald wieder einmal bei Mozart, Beethoven,Schubert, zwischendurch andere, Streichquartette und Anderes forever....
      Hier steht nach Holmboe mal wieder Beethoven auf dem Plan ... mit dem ABQ.

      Heute morgen Ströme von Schönheit:

      Antonín Dvořák : Streichquartett Nr. 12 F-Dur op. 96 ("Amerikanisches")

      Quartetto Italiano
      Aufnahme Februar 1968



      Unglaublich klangschöne Aufnahme. Wahnsinn. Die Box enthält Schätzchen ...

      Gruß
      MB

      :wink:
      "Behalten Sie Ihren Hammer, Sie Rüpel!" (Paul Watzlawick)
    • Zur Nacht auch hier weiter aus dieser Box:



      Vagn Holmboe
      Streichquartett Nr. 18 op. 153 (1983)
      Kontra Quartet

      Hab´s so gehört:

      Das Streichquartett Nr. 18 „Giornata“ (Tag, Nr. 17 war Morgen!) op. 153 (1982) von Vagn Holmboe hat sechs Sätze. Eine flirrende Bewegung zu Beginn sorgt für Anspannung im 1. Satz (Andantino). Musik im Schwebezustand meine ich mit dem 2. Satz (Allegretto) zu hören. Der 3. Satz hingegen (Tempo giusto) beginnt mit Bodenhaftung, schwebt dann aber teilweise auch weiter. In eine andere Welt, eine punktuellere, schroffere, führt der 4. Satz (Allegro brioso). Der 5. Satz wiederum (Adagio) hebt wie ein Klagegesang an, ehe er sich geheimnisvoll schwebend fortsetzt. Und das Finale (Vivace) höre ich als gefestigten Flug durch eine bunte Zauberwelt, mit sicherer Landung. Spieldauer 21:31 Minuten.
      Herzliche Grüße
      AlexanderK
    • Lieber Gerhard
      ich bin da noch in der Testphase. Ich bin jetzt in einem Alter, wo man langsam anfangen sollte, keine weiteren Dinge zu horten, sondern vielleicht die Bestände zu verringern. Und deshalb finde ich das streaming-Angebot zunehmend attraktiv. Gestern war ich nun auch 7 Stunden mit dem ICE unterwegs und da klappt das mit dem ipad ganz vorzüglich. Z.zt. streame ich über Amazon prime und idagio. Für unterwegs ist das schon eine tolle Sache, finde ich. Zuhause höre ich nach wie vor überwiegend vom Tonträger. Aber vielleicht ändert sich das. Da habe ich aber noch keine entsprechende Hardware.
      Liebe Grüße
      Wieland
    • Lieber Wieland!

      Vielen Dank für Deine interssante Rückmeldung. Ich bin da auch noch für mich im Zweifeln. Ich bin beispielsweise auch bei amazon prime (vor allem wegen der Versandkosten gekauft, später hat sich herausgestellt, dass da auch viele Videos zum strreamen gratis dabei sind - das ist für unsere Kinder sehr interessant), jetzt stelle ich auch fest, dass offensichtlich allein das Angebot des Klassik Streamens von amazon prime immer mehr wird, man kann sich langsam kaum wehren dagegen.

      Auf der anderen Seite ist meine Tonträgersammlung so groß und von dieser will auch noch so viel gehört werden und auch wieder gehört werden, dass mir ein kostenpflichtiger Streamingdienst nicht sinnvoll erscheint. Unterwegs höre ich nie Musik, dafür ist sicher streaming sehr praktisch.

      Mal sehen, wie es laufen wird, die Tonträgersammlung - mit Ausnahme kleinerer Anschaffungen - vergrößern, will ich - ebenso wie Du - auch nicht.

      Herzliche Grüße

      Gerhard
    • John Taveners Diodia, sein 3. Streichquartett (1995), ist eine 35-minütige überwiegend ruhige Meditation mit relativ simplen aber effektvollen Harmonien, gelegentlich unterbrochen von kurzen wilden tänzerischen Einschüben. Als 5. Instrument tritt gelegentlich eine Handtrommel hinzu.
      Zum Entspannen gut geeignet. Und wenn man mal ein paar Minuten wegnickt, verpasst man auch nichts.

    • Neu

      ...und gestern hach vielen Klavierkunstliedern live und von CD auch noch ein Streichquartett von CD...



      Luigi Boccherini:
      Streichquartett op. 58/3 B-Dur
      The Revolutionary Drawing Room

      Mein Höreindruck:

      Großteils würdevoll schreitend überrascht der 1. Satz (Larghetto) des Streichquartetts op. 58/3 (G 244) B-Dur von Luigi Boccherini, während der 2. Satz (Allegro vivo assai) fast wie ein ordentliches Violinkonzert daherkommt und der 3. Satz wiederum (Allegro giusto) auch etwas auftrumpfend Tänzerisches hat. Weitere 19:29 Minuten erbauliche klassische Streichquartettmusik mit The Revolutionary Drawing Room (cpo).
      Herzliche Grüße
      AlexanderK
    • Neu

      Mauerblümchen schrieb:

      Heute morgen wieder Nummer dreizehn.

      Vagn Holmboe: Streichquartett Nr. 13 op. 124 (1975)

      Kontra Quartet



      Gruß
      MB

      :wink:
      Bei mir gestern noch die Nr. 19...

      Bei Vagn Holmboes Streichquartett Nr. 19 op. 156 „Serata“ (Abend – es geht also weiter durch den Tag), 1982 komponiert und 1984/85 revidiert, habe ich beim ersten Hören wieder einmal Außermusikalisches assoziiert. Das beim Kontra Quartet 22:49 Minuten lange Quartett hat sechs Sätze.

      Assoziationen dazu:

      Ein Gefesselter will sich befreien, dann irrt er umher und gelangt in eine Scheinwelt. Er wird verfolgt (Fugato), findet sich erneut in der Scheinwelt wieder, aber sie kriegen ihn schlussendlich doch (1. Satz, Allegro con fuoco).

      Tanz im Irrenhaus (2. Satz, Intermezzo giocoso: Allegro).

      Plötzlich ist man in einer phantastischen Zauberwelt, gleichzeitig eine Kraftquelle, die euphorisierend wirkt – im wahrsten Sinn traumhafte Musik (3. Satz, Allegretto).

      Aber: Ein ernstes Innehalten ist angesagt. Hinterfragen des Seins (4. Satz, Adagio).

      Und jetzt – irgendwo in einer Zwischenwelt (5. Satz, Intermezzo sereno: Poco lento).

      Sprünge in die Wirklichkeit zurück, Versuche, hier Halt zu finden, von Ort zu Ort springend, schwebend oder gleitend, doch die Jäger tauchen wieder auf, unbeirrt, unbarmherzig. Letzte Versuche sich loszureißen scheitern. Aus, Schluss.

      Speziell ab dem 3. Satz so wie ich es empfand ein extrem intensives, seltsame Welten öffnendes, hochemotionales Werk!
      Herzliche Grüße
      AlexanderK