Amerikanische Sinfonik (Nordamerika; USA)

    • Amerikanische Sinfonik (Nordamerika; USA)

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      Bei Capriccio fehlt noch ein Thread zur Amerikanischne Sinfonik (allgemein). Es muss nicht unbedingt für jeden Komponisten ein eigener Thread erstellt werden. Für den Gesamtüberblick ganz hilfreich.
      :!: Hier ist er !
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      Gruß aus Bonn

      Wolfgang
    • Walter Piston: Sinfonie Nr.4 (1951) und Three New England Sketches (1959)

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      Ich fange mit Walter Piston an, auf den ich durch Wieland (zu der Zeit als er sich noch in anderen Gefilden aufhielt) aufmerksam wurde. Insofern ist er bei mir derzeit aktuell angesagt.

      Heute hörte im Mai, durch Lutz´s Beitrag zu Piston, zum ersten Mal ein Werke von Walter Piston - auf abgebildeter CD.
      Ich stelle fest, dass es sich um ausgezeichnete amerikanische Sinfonik mit Gehalt handelt, die nicht mal eben so belanglos hingeworfen wird.


      Schon die viersätzige Sinfonie Nr.4 (1951) und die ausgezeichnet gelungenen 3 Stimmungsbilder des Werkes Three New England Sketches (1959)
      (Seaside, Summer Evening, Mountains) zeugen deutlich von einer Quaität und einem Niveau, das ich nicht erwartet hätte. Das Einzige, was man
      Piston vorwerfen könnte, dass er sich für das 20.Jhd nicht ganz so zeitgemäss modern anhört, wie die Kompositionsdaten es vermuten lassen
      würden.
      Aber das macht nichts und macht mir die amerikanische Sinfonik des 20.Jhd insgesamt eher weit symphatischer, als wenn ich mir aus gleicher
      Zeit so einige ungeniessbare Typen der "Wiener Schule" anhören müsste .



      NAXOS, 1991, DDD


      Von Gerhard Schwarz war ich vor vielen Jahren bei den Howard
      Hanson-Sinfonien mit seinem Orchester aus Seattle recht enttäuscht, weil
      alle anderen Hanson-Aufnahmen ausnahmslos vorzuziehen waren. Habe dann
      auch seither keine "Schwarz-CD´s" mehr gekauft.
      Hier scheint er mir einen angemessenen Ton zu finden. Ja, und der Mann zeigt hier auch Temprament.
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      Gruß aus Bonn

      Wolfgang
    • Walter Piston: Sinfonien Nr.2 (1943) und Nr.6 (1955)

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      wieland schrieb:

      Die 2. Symphonie von Walter Piston entstand 1943 und wurde seine erfolgreichste. Sowohl das Boston SO und das NYPO führten sie 1944 auf und sie brachte dem Komponisten den Preis der Musikkritiker ein. Wiederum dreisätzig gehört das 25 minütige Werk zu den gelungensten Beiträgen der amerikanischen Symphonik. Speziell das Adagio ist bezüglich Melancholie und Sehnsucht kaum zu toppen. Der Ton der Ecksätze ist auch deutlich optimistischer als der des Erstlings.


      :thumbup: Meine positiven Einfrücke zu Walter Piston setzen sich mit dieser CD, die in den letzten 2 Monaten (seitdem ich sie habe) mehrmals wiederholt mit Hochgenuss aufgelegt habe.
      Seine meistgespielte Sinfonie Nr.2 (1943) hat Gehalt und Klasse. Die Tonsprache ist modern und für jeden voll geniessbar. Das Werk ist mit seinen drei Sätzen kurzweilig und trifft voll den Hörspass !


      Nicht weniger interessant ist auch seine viersätzige Sinfonie Nr.6 (1955), die zum 75th-Geburtstag des Boston SO komponiert wurde und unter Charles Münch zur Aufführung kam. Gewidmet ist sie aber dem damaligen Musikdirektor des BSO Serge Kussevitzky.
      Das ist amerikanische Sinfonik vom Feinsten mit gelegentlichen Jazzelementen am Rande.



      NAXOS, 1988/89, DDD
      ______________

      Gruß aus Bonn

      Wolfgang
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      Dann aber bitte unbedingt DEN Vorreiter für die Aufführung und Veröffentlichung nicht vergessen, Leonard Bernstein.



      Des Weiteren gibt es HIER das Flötenkonzert Walter Pistons zu hören,

      Man kann auch gleich mit Leonard Bernstein selbst fortfahren als Komponisten von Werken wie "On he Town" (1944) natürlich seiner "West Side Story" (1957) "Candide" (1974)oder auch seinen drei Sinfonien ("Jeremiah" 1943, "The Age of Anxiety" 1949, "Kaddish" 1963). Dazu das große Chorwerk "Chichester Psalms (1965) oder später auch "Mass" von 1973. Auch viele Orchesterwerke wie "Divertimento for Orchestra" oder "Slava" (zu Ehren Mstislaw Rostropowitschs) entstanden noch. Das sind nur einige seiner Werke.



      Das ist nur eine Auswahl an seinen Einspielungen amerikanischer Komponisten, bzw. von seinen eigenen Kompositionen. Ebenfalls dabei ist eine Biographie über ihn.

      Sein Werdegang dürfte hier bestimmt schon in einem eigenen Thread vorhanden sein, daher nur eine kleine Auflistung mit den Einspielungen.
      Viele Grüße sendet Maurice

      Musik bedeutet, jemandem seine Geschichte zu erzählen und ist etwas ganz Persönliches. Daher ist es auch so schwierig, sie zu reproduzieren. Niemand kann ihr am Ende näher stehen als derjenige, der/die sie komponiert hat. Alle, die nach dem Komponisten kommen, können sie nur noch in verfälschter Form darbieten, denn sie erzählen am Ende wiederum ihre eigene Geschichte der Geschichte. (ist von mir)
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      Auch wenn die hier verstreut schon alle mal genannt oder teilweise sogar ausführlicher besprochen wurden meine Faves, die mir zum Thema sofort einfallen:

      Aaron Copland: Symphony No 3
      Alan Hovhaness: Symphony No 6 (The Celestrial Gate)
      Leonard Bernstein: Symphony No 1 (Jeremiah)
      Elliot Goldenthal: Symphony in G
      Philip Glass / David Bowie / Brian Eno: Low Symphony
      ... alle Menschen werden Brüder.
      ... We need 2 come 2gether, come 2gether as one.
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      Die Werke William Schumans gibt es inzwischen auch in entsprechenden Einspielungen:



      Gerade Naxos muss man mit seiner Serie "American Classics" ein großes Kompliment machen. So gibt es zahlreiche, oftmals sehr gute Einspielungen mit Werken mehr oder weniger bekannter Komponisten der Staaten:





      Viele Grüße sendet Maurice

      Musik bedeutet, jemandem seine Geschichte zu erzählen und ist etwas ganz Persönliches. Daher ist es auch so schwierig, sie zu reproduzieren. Niemand kann ihr am Ende näher stehen als derjenige, der/die sie komponiert hat. Alle, die nach dem Komponisten kommen, können sie nur noch in verfälschter Form darbieten, denn sie erzählen am Ende wiederum ihre eigene Geschichte der Geschichte. (ist von mir)
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      Marc Blitzstein: The Airborne Symphony

      für Sprecher, Tenor, Bariton, Männerchor und Orchester

      Ich habe das Werk in der ersten Bernstein-Box der DG als "Beifang" erhalten, aber auf Anhieb sehr gemocht. Es gibt wohl nur die eine Aufnahme:

      Orson Wells, Sprecher
      Andrea Wells, Tenor
      David Watson, Bariton
      The Choral Art Society
      New York Philharmonic

      Leonard Bernstein



      Gruß
      MB

      :wink:
      "Behalten Sie Ihren Hammer, Sie Rüpel!" (Paul Watzlawick)
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      Die Mutter aller amerikanischen Sinfonien ist natürlich

      Antonín Dvořák: Sinfonie Nr. 9 e-Moll op. 95 ("Z Nového světa"/"Aus der Neuen Welt")

      Hüstel. :versteck1:

      Desweiteren möchte ich Gloria Coates nennen, die mittlerweile bereits 16 Sinfonien komponiert hat.



      Gruß
      MB

      :wink:
      "Behalten Sie Ihren Hammer, Sie Rüpel!" (Paul Watzlawick)
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      Gloria Coates hab ich auch schon gehört. Leider ermüdet bei mir aber das Interesse an ihrer ungewöhnlichen in meinen Ohren von Werk zu Werk aber austauschbaren Glissando - Technik sehr rasch.

      Diesen Effekt habe ich, allerdings auf eine andere Art und Weise leider auch bei den früheren bis mittleren Werken von Philip Glass. Seine späteren Werke hingegen finde ich schon fesselnder.
      ... alle Menschen werden Brüder.
      ... We need 2 come 2gether, come 2gether as one.
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      Mauerblümchen schrieb:

      Die Mutter aller amerikanischen Sinfonien ist natürlich

      Antonín Dvořák: Sinfonie Nr. 9 e-Moll op. 95 ("Z Nového světa"/"Aus der Neuen Welt")

      Hüstel. :versteck1:

      Desweiteren möchte ich Gloria Coates nennen, die mittlerweile bereits 16 Sinfonien komponiert hat.



      Gruß
      MB

      :wink:
      Oh ja, da ist schon was Wahres dran... So empfinde ich zumindest auch. Unabhängig davon: Eine ganz besonders gelungene Symphonie!!!
      ... alle Menschen werden Brüder.
      ... We need 2 come 2gether, come 2gether as one.
    • Einer geht noch: Peter Mennin

      Neu

      Aufmerksam wurde ich auf ihn durch Jean Martinon "Complete CSO Recordings", die ich zu Weihnachten erhielt. Dort ist die 7. Sinfonie enthalten.
      Mehr gibt es hier: die Sinfonien 3 (Mitropoulos) und 7 (eben auch Martinon), sowie das Klavierkonzert (mit John Ogdon).
      .
      Leider ist das Bild recht klein, die Musik dafür groß(artig)
      Gruß aus Kiel
      Der beste Beweis dafür, das es im Universum intelligentes Leben geben muss, ist der, dass noch keiner versucht hat, mit uns Kontakt aufzunehmen (Calvin and Hobbes)
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      Hier kann man nun schon von einer Art von "Jazz-Fraktion" sprechen, also Komponisten, die einen starken Einfluss auf die Jazz-Szene hatten oder noch immer haben. Duke Ellington und Dave Brubeck haben im Jazz ihre Spuren für immer hinterlassen als Musiker dieses Genres.
      Viele Grüße sendet Maurice

      Musik bedeutet, jemandem seine Geschichte zu erzählen und ist etwas ganz Persönliches. Daher ist es auch so schwierig, sie zu reproduzieren. Niemand kann ihr am Ende näher stehen als derjenige, der/die sie komponiert hat. Alle, die nach dem Komponisten kommen, können sie nur noch in verfälschter Form darbieten, denn sie erzählen am Ende wiederum ihre eigene Geschichte der Geschichte. (ist von mir)
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      Doc Stänker schrieb:

      Aufmerksam wurde ich auf ihn durch Jean Martinon "Complete CSO Recordings", die ich zu Weihnachten erhielt. Dort ist die 7. Sinfonie enthalten.
      Mehr gibt es hier: die Sinfonien 3 (Mitropoulos) und 7 (eben auch Martinon), sowie das Klavierkonzert (mit John Ogdon).
      .
      Leider ist das Bild recht klein, die Musik dafür groß(artig)
      Gruß aus Kiel
      oder etwas größer:


      Einen guten Überblick über amerikanische Komponisten aus der Zeit des späten 19. Jahrhunderts bis in die erste Hälfte des 20. Jahrhunderts bietet diese aus 5 CDs bestehende CD-Box, die mir sehr gut gefällt. Knackige Interpretationen ohne Pathos kombiniert mit der wie immer hervorragenden Klangqualität von Mercury Living Presence (alles in stereo; die Aufnahmen entstanden zwischen den späten 1950er bis frühen 1960er Jahren):
      "Musik ist für mich ein schönes Mosaik, das Gott zusammengestellt hat. Er nimmt alle Stücke in die Hand, wirft sie auf die Welt, und wir müssen das Bild zusammensetzen." (Jean Sibelius)
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      Interessante Anregungen!

      Zumindest ein großer amerikanischer Symphoniker hat hier schon etwas Eigenes:

      Ives, Charles Edward: Die Symphonien – Chaos als Fest

      Und da Amerika bekanntlich auch einen südlichen Kontinent umfaßt, noch dieser Hinweis:

      Villa-Lobos: Die Sinfonien

      :wink:
      Es grüßt Gurnemanz
      ---
      Der Kunstschaffende hat nichts zu sagen - sondern er hat: zu schaffen. Und das Geschaffene wird mehr sagen, als der Schaffende ahnt.
      Helmut Lachenmann
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      Gurnemanz schrieb:

      Und da Amerika bekanntlich auch einen südlichen Kontinent umfaßt, noch dieser Hinweis:

      Villa-Lobos: Die Sinfonien
      Das ist richtig, aber hier musst Du trennen. Zu unterschiedlich sind die Ansätze in der Musik. Das fängt in Mexiko schon an.
      Viele Grüße sendet Maurice

      Musik bedeutet, jemandem seine Geschichte zu erzählen und ist etwas ganz Persönliches. Daher ist es auch so schwierig, sie zu reproduzieren. Niemand kann ihr am Ende näher stehen als derjenige, der/die sie komponiert hat. Alle, die nach dem Komponisten kommen, können sie nur noch in verfälschter Form darbieten, denn sie erzählen am Ende wiederum ihre eigene Geschichte der Geschichte. (ist von mir)
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      Maurice schrieb:

      Gurnemanz schrieb:

      Und da Amerika bekanntlich auch einen südlichen Kontinent umfaßt, noch dieser Hinweis:

      Villa-Lobos: Die Sinfonien
      Das ist richtig, aber hier musst Du trennen. Zu unterschiedlich sind die Ansätze in der Musik. Das fängt in Mexiko schon an.
      Niemand muss irgendetwas. Außer sterben. Irgendwann.

      Zugunsten des Threaderstellers würde ich davon ausgehen, dass derselbe den Titel des Threads bewusst und im Vollbesitz seiner geistigen Kräfte so gewählt hat, wie er ihn gewählt hat. Sonst hieße der Thread ja "Sinfonien der USA" oder "Nordamerikanische Sinfonien" oder "Sinfonien von Komponisten, die kein Visum für einen Besuch der USA benötigen" oder ähnlich.

      Zu Amerika gehört meines Wissens Nord- und Südamerika.

      Ich danke Dir, lieber Maurice, für den Hinweis, dass zwischen den USA und Mexico eine Sprachengrenze mit weiteren kulturellen Auswirkungen verläuft, die auch im Begriff "Lateinamerika" ihren Niederschlag gefunden hat. Doch dieser Begriff schafft wiederum seine eigenen Probleme (Belize, Guyana, ...), so dass ich doch vorschlage, den Thread so zu behandeln, wie ihn der Threadersteller wohlüberlegt wählte und durch das "allgemein" unterstrich.

      Gruß
      MB

      :wink:
      "Behalten Sie Ihren Hammer, Sie Rüpel!" (Paul Watzlawick)