Puccini-Bücher

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      Oder die englische Originalfassung: amazon.de/Puccini-Critical-Bio…osco-Carner/dp/0841913269

      Zuerst 1958 erschienen, zwei jeweils überarbeitete Neuauflagen 1974 und 1992 (letztere liegt der deutschen Übersetzung von 1996 zugrunde). Gilt als der Klassiker zum Thema. Überbrückte in den späten 50ern mit einem Schlag die krasse Diskrepanz zwischen der enormen Popularität des neben Verdi meistgespielten Opernkomponisten und der quasi nicht existenten wissenschaftlichen Aufarbeitung von Person und Werk. Die umfangreiche Monographie besteht aus drei Teilen: einer recht detaillierten kritischen Biographie (in meiner engl. Augabe "The man", ca. 240 Seiten). Dann "The artist", ca. 55 Seiten: Sehr erhellende Ausführungen über Puccinis Stellung in der ital. Operngeschichte und Opernästhetik, Einflüsse des Verismus sowie der kulturellen und musikalischen Moderne, zur Spezifik von Puccinis Stoffen/Libretti und deren Vertonung etc. Schließlich "The work": ca. 190 Seiten zu den einzelnen Werken, sehr gelungene Charakteristiken und teilweise Analysen der Musik (mit Notenbeispielen). Durchaus anspruchsvoll, aber immer gut zu lesen. Insgesamt sehr empfehlenswert!

      :wink:
      Details are always welcome. (Vladimir Nabokov)
    • AlexanderK schrieb:

      Vor kurzem erschienen ist ja das Puccini Handbuch. Ist allerdings eine teure Reihe, diese Handbuch Reihe. (Ich hab nur den Mahler Band, der gibt aber schon viel her.)
      Vielen Dank für den Hinweis! Das hatte ich noch gar nicht gesehen. Ich kenne auch einige Bände aus der Reihe und finde sie empfehlenswert, auch wenn die Qualität und Ausführlichkeit der einzelnen Beiträge innerhalb der Bände manchmal schwankt.

      Das Inhaltsverzeichnis des Puccini-Handbuchs ist jedenfalls vielversprechend (man kann es einsehen, wenn man auf der Amazon-Seite auf den Link "Blick ins Buch" oberhalb der Abbildung des Covers klickt).

      :wink:
      Details are always welcome. (Vladimir Nabokov)
    • Ich war bisher mit der Monographie von Wolfgang Marggraf zufrieden.
      Ein Buch von Howard Greenfeld steht hier rum, das mir zwar inhaltlich nicht missfallen hat, aber etwas zu erzählerisch ist. Da kann man ja gleich diesen Bio-Roman des Gärtners Helmut Krausser lesen...
      Ich habe eiserne Prinzipien. Wenn sie Ihnen nicht gefallen, habe ich auch noch andere.
    • Natürlich muß man auch die Arbeiten von Dieter Schickling erwähnen, der sich mittlerweile zum führenden Puccini-Experten entwickelt hat und auch den biographischen Teil im Handbuch verfaßte.
      Ein Mann, der kleine Kinder und Hunde haßt, kann kein so schlechter Mensch sein. (W. C. Fields)
    • Ich habe vor bald 20 Jahren dieses Buch gelesen:



      mit dem ich sehr zufrieden war. Es ist ausführlich, illustriert die Vita Puccinis, sowie dessen Werke im Spiegel der Zeit.

      Peter
      "Sie haben mich gerade beleidigt. Nehmen Sie das eventuell zurück?" "Nein" "Na gut, dann ist der Fall für mich erledigt" (Groucho Marx)
    • Eusebius schrieb:

      Ich habe vor bald 20 Jahren dieses Buch gelesen:



      mit dem ich sehr zufrieden war. Es ist ausführlich, illustriert die Vita Puccinis, sowie dessen Werke im Spiegel der Zeit.

      Peter
      wobei es sich hier um die 3. und auf den aktuellen Stand gebrachte Auflage von 2017 handelt
      Ein Mann, der kleine Kinder und Hunde haßt, kann kein so schlechter Mensch sein. (W. C. Fields)
    • Alberich schrieb:

      Ich war bisher mit der Monographie von Wolfgang Marggraf zufrieden.
      Die kannte ich bisher nicht, hab mir das Buch aber jetzt aus der Bibliothek ausgeliehen - danke für den Hinweis!

      Alberich schrieb:

      Da kann man ja gleich diesen Bio-Roman des Gärtners Helmut Krausser lesen...
      Um Gottes willen...

      Armin Diedrich schrieb:

      Natürlich muß man auch die Arbeiten von Dieter Schickling erwähnen, der sich mittlerweile zum führenden Puccini-Experten entwickelt hat und auch den biographischen Teil im Handbuch verfaßte.

      Eusebius schrieb:

      (zu Schicklings Puccini-Biographie) ...mit dem ich sehr zufrieden war. Es ist ausführlich, illustriert die Vita Puccinis, sowie dessen Werke im Spiegel der Zeit.
      Erste Auflage 1989, ich habe die erweiterte Auflage von 2007. Als Biographie finde ich Schicklings Buch ausgezeichnet, gründlich in der Quellenauswertung, stark den historischen Kontext einbeziehend, gut lesbar (auch wenn mir persönlich einige Nuancen Plaudertonfall zuviel - Lucca erkennt man am besten von oben - auf den Geist gehen).

      Den großen Werken Puccinis sind eigene Kapitel gewidmet. Diese finde ich weniger gelungen. Schickling ist, das merkt man deutlich, weder Musikwissenschaftler noch Musiker. Er hangelt sich am Werkverlauf entlang, steuert überwiegend von anderen Autoren entlehnte Beobachtungen zur Musik bei und übernimmt reichlich unreflektiert Werturteile der älteren Literatur (z.B. die Abwertungen des dritten Bohème-Akts oder natürlich von Suor Angelica). Überhaupt ist der ständige Hang zur Wertung ein wenig zwanghaft. Wenig erfährt man über das, wodurch sich Mosco Carners Monographie auszeichnet: Puccinis Werk im Kontext der zeitgenössischen Opernästhetik und der Kultur des fin de siècle/der frühen Moderne.

      :wink:
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